{"id":88008,"date":"2011-07-08T00:20:54","date_gmt":"2011-07-08T00:20:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=88008"},"modified":"2011-07-08T09:51:53","modified_gmt":"2011-07-08T09:51:53","slug":"uwag-steigt-in-planung-von-gaskraftwerk-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=88008","title":{"rendered":"\u00dcWAG steigt in Planung von Gaskraftwerk ein"},"content":{"rendered":"<p>Fulda. Die \u00dcberlandwerk Fulda Aktiengesellschaft (\u00dcWAG) wird sich an der Projektentwicklung eines Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerks (GuD) in Krefeld beteiligen. Die Gesellschafterversammlung der Stadtwerke-Kooperation Trianel hat sich einstimmig dagegen ausgesprochen, den Bau eines Kohlekraftwerks weiter zu verfolgen. Die Projektpartner sind nun aufgefordert, ihre Bereitschaft zu bekunden, konkrete Planungen f\u00fcr ein GuD-Kraftwerk zu unterst\u00fctzen. Bereits vor dem gestrigen Treffen hatte die \u00dcWAG verbindlich ihre Zusage gegeben, die weiteren Schritte hin zu einem Gaskraftwerk mitzutragen.<!--more--><\/p>\n<p>Planungsgrundlage ist ein 870-MW-GuD-Kraftwerk, das sowohl Strom als auch Dampf erzeugen soll. Die sogenannte Kraft-W\u00e4rme-Kopplung sorgt f\u00fcr eine besonders effiziente Nutzung des eingesetzten Brennstoffs und so f\u00fcr eine starke Reduzierung der Treibhausgasemissionen gegen\u00fcber einer getrennten Strom- und W\u00e4rmeproduktion. Je nach Betriebsform kann ein Wirkungsgrad bis zu 85 % erreicht werden. Als Standort ist der Chemiepark Krefeld-Uerdingen vorgesehen, dessen Betreiber auch Hauptabnehmer der Dampfproduktion sein wird. Die \u00dcWAG selbst strebt einen Anteil von 78 MW an der Leistung des Kraftwerks an und wird sicher eine der gr\u00f6\u00dften Beteiligungen am GuD-Kraftwerk haben.<\/p>\n<p>\u201eFlexible Kraftwerke werden gebraucht, um die Energiewende zum Erfolg zu f\u00fchren\u201c, erkl\u00e4rt Dipl.-Ing. G\u00fcnter Bury, Vorstand der \u00dcWAG. Durch die unregelm\u00e4\u00dfige Einspeisung der erneuerbaren Energien komme Gaskraftwerken eine besondere Bedeutung zu, denn mit den erneuerbaren Energien alleine sei die gewohnte Versorgungssicherheit noch nicht erreichbar. Der \u00dcWAG-Vorstand betont: \u201eWindkraft und Photovoltaik k\u00f6nnen nur ihr volles Potenzial entfalten, wenn flexible Kraftwerke daf\u00fcr sorgen, dass Ungleichgewichte von Einspeisung und Verbrauch schnell beseitigt werden, ansonsten ist die Funktionsf\u00e4higkeit der Stromleitungen gef\u00e4hrdet.\u201c Da die Leitungen zu einem gro\u00dfen Netz verbunden sind, verursache ein solches Ungleichgewicht weitreichende Probleme. Er sieht deshalb das Engagement der \u00dcWAG auch als wichtigen Beitrag zur sicheren Stromversorgung Osthessens. Gleichzeitig weist Bury darauf hin, dass der Energiemix auch Kraftwerke umfassen m\u00fcsse, die die Grundlast der Energieversorgung \u2013 also den Grundbedarf an Strom rund um die Uhr \u2013 decken, wie dies derzeit noch Kernkraftwerke tun. Laufwasserkraftwerke, wie etwa das, das Strom f\u00fcr die \u00d6ko-Tarife der \u00dcWAG liefert, oder Kohlekraftwerke kommen daf\u00fcr in Frage.<\/p>\n<p>Bis zum Ende des vergangenen Jahres war auf dem Gel\u00e4nde des Chemieparks in Krefeld der Bau eines Kohlekraftwerks vorgesehen. Angesichts der rasanten Entwicklungen auf dem Energiemarkt und des von der Bundesregierung angek\u00fcndigten massiven Ausbaus der erneuerbaren Energien, erweist sich jedoch ein Gaskraftwerk als geeignete Br\u00fcckentechnologie, um die k\u00fcnftigen Herausforderungen der Energieversorgung zu meistern. Die jetzt eingeleitete Projektentwicklungsphase wird voraussichtlich bis zum Ende des kommenden Jahres dauern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Die \u00dcberlandwerk Fulda Aktiengesellschaft (\u00dcWAG) wird sich an der Projektentwicklung eines Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerks (GuD) in Krefeld beteiligen. 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