{"id":87639,"date":"2011-06-26T00:11:02","date_gmt":"2011-06-26T00:11:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=87639"},"modified":"2011-06-26T05:51:39","modified_gmt":"2011-06-26T05:51:39","slug":"landesregierung-setzt-auf-holz-und-biomasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=87639","title":{"rendered":"Landesregierung setzt auf Holz und Biomasse"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Netzwerk-Wirtschaft.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-87640\" title=\"Netzwerk Wirtschaft\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Netzwerk-Wirtschaft-265x230.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Netzwerk-Wirtschaft-265x230.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/Netzwerk-Wirtschaft.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Limburg. Strukturen und Ziele f\u00fcr die n\u00e4chsten zehn Jahre &#8211; Die zuk\u00fcnftige Energieversorgung nach der von der Bundesregierung beschlossenen Energiewende und konkrete Ziele des Regionalmanagements Mittelhessen bis zum Jahr 2020 standen im Fokus der j\u00fcngsten Sitzung des \u201eNetzwerk Wirtschaft\u201c im Verein MitteHessen e.V. Dazu begr\u00fc\u00dfte Vorsitzender Klaus Rohletter, Vorstandsvorsitzender der Albert Weil AG aus Limburg, bei seinem \u201eHeimspiel\u201c in der Limburger WERKStadt Mark Weinmeister, Staatssekret\u00e4r im Ministerium f\u00fcr Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Gedankenaustausch.<\/p>\n<p>Rund 30 Mitglieder des Ende 2009 etablierten Gremiums aus Vertretern von Unternehmen, Wissenschaft und Politik aus Mittelhessen waren in die WERKstadt-Lounge auf dem Gel\u00e4nde des ehemaligen Bundesbahnausbesserungswerks am Limburger Bahnhof gekommen, das von 2007 bis 2009 zu einem Einkaufs- und Gewerbezentrum umgebaut worden war. Limburgs B\u00fcrgermeister Martin Richard erinnerte in seinem Gru\u00dfwort denn auch an die Geschichte des unter Denkmalschutz stehenden Industrieareals, in dem in fr\u00fcheren Zeiten mit dem Bahnausbesserungswerk der gr\u00f6\u00dfte Arbeitgeber in der Region um Limburg untergebracht war. Richard geh\u00f6rt als Vertreter f\u00fcr die Mittel- und Grundzentren in Mittelhessen auch zum Vorstand des Regionalmanagementvereins MitteHessen.<\/p>\n<p>Nach Ansicht des hessischen Energiestaatssekret\u00e4rs Mark Weinmeister spielt die Biomasse bei der k\u00fcnftigen Energieversorgung des Landes Hessen eine bedeutende Rolle. \u201eBiomasse ist grundlastf\u00e4hig und steht im Gegensatz zu Wind, Sonne und Wasser rund um die Uhr zur Verf\u00fcgung\u201c, erl\u00e4uterte Weinmeister den Mitgliedern des Netzwerks.\u00c2\u00a0 Im Energiekonzept der Hessischen Landesregierung werde der Biomasse mit Recht eine gro\u00dfe Bedeutung einger\u00e4umt. \u201eHauptlieferant der Erneuerbaren Energien in Hessen ist und bleibt f\u00fcr die n\u00e4chsten 10 Jahre die Biomasse. Von den j\u00e4hrlich 21 Milliarden Kilowattstunden an Erneuerbaren Energien, die die Landesregierung bis 2020 erreichen will, soll der Anteil der Biomasse 9,5 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr betragen\u201c, unterstrich Weinmeister.<\/p>\n<p>Weinmeister beschrieb das Konzept der Landesregierung f\u00fcr die k\u00fcnftige Energieversorgung als ein Zieldreieck aus V<em>ersorgungssicherheit<\/em>, Umweltfreundlichkeit und Bezahlbarkeit. Bis zum Jahr 2020 solle der Anteil erneuerbarer Energien auf 20 Prozent erh\u00f6ht werden. Sich landesweit h\u00f6here Ziele zu stecken\u00c2\u00a0 sei unrealistisch, sagte Weinmeister: Dabei seien nicht die technischen M\u00f6glichkeiten das Problem, sondern \u201edie gesellschaftliche Akzeptanz und daran habe ich angesichts der weit verbreiteten Technik-Skepsis in Deutschland ernsthafte Zweifel.\u201c Auch dem Rohstoff Holz attestierte der hessische Energiestaatssekret\u00e4r eine wichtige Rolle in der zuk\u00fcnftigen Energieversorgung des Landes: \u201eW\u00e4hrend die Vorr\u00e4te an fossilen Energietr\u00e4gern zur Neige gehen, geh\u00f6rt Holz zu den Rohstoffen, die nachwachsen. Es ist Energie, die Versorgungssicherheit bietet und naturnah gewonnen werden kann\u201c.\u00c2\u00a0 Im waldreichsten Bundesland Hessen auf den Brennstoff Holz zu setzen, mache Sinn, denn \u201edurch die ortsnahe Verf\u00fcgbarkeit entfallen weite Transportwege und die regionalen Wirtschaftskreisl\u00e4ufe werden gest\u00e4rkt\u201c, unterstrich der Staatssekret\u00e4r.\u00c2\u00a0 Aus den von Hessen-Forst betreuten W\u00e4ldern w\u00fcrden j\u00e4hrlich rund eine halbe Million Kubikmeter Holz allein als Energie- oder Brennholz bereitgestellt.<\/p>\n<p><strong>Breiter gesellschaftlicher Konsens notwendig <\/strong><\/p>\n<p>Sehr deutlich wies Weinmeister darauf hin, dass die Energiepolitik von einem breiten gesellschaftlichen Konsens getragen werden muss: \u201eWir brauchen die Akzeptanz vor Ort, denn vor Ort treffen wir oftmals auf kritische bis ablehnende Haltungen.\u201c Dem neuen MitteHessen-Vorsitzenden, Regierungspr\u00e4sident Dr. Lars Witteck, attestierte Weinmeister, sich am vehementesten f\u00fcr eine h\u00f6here Quote der regenerativen Energien im k\u00fcnftigen Energiemix einzusetzen. Der von ihm angestrebte Anteil von 30 Prozent sei zwar ambitioniert, aber f\u00fcr Mittelhessen mit seinem niedrigeren Anteil an energieintensiven Branchen und der Fl\u00e4chenverf\u00fcgbarkeit \u201edurchaus m\u00f6glich\u201c.<\/p>\n<p>Auch auf einer weiteren Ebene besch\u00e4ftigte sich das Netzwerk mit der Zukunft der Region. Mit gro\u00dfer Zustimmung nahmen die Mitglieder von Unternehmen, Wissenschaft und Politik aus Mittelhessen das neu erarbeitete Leitbild des Regionalmanagements zur Kenntnis: Es ist in den vergangenen zwei Jahren in einem intensiven Arbeitsprozess von\u00c2\u00a0 Mitgliedern des Regionalmanagementvereins MitteHessen e.V. erarbeitet worden. Darin ist unter anderem festgeschrieben, dass die Region um die Zentren Wetzlar, Marburg und Gie\u00dfen bis 2020 seine Position als Hessens st\u00e4rkster Industriestandort ausbauen und bundesweit an die Spitze will.\u00c2\u00a0 Auch weitere Ziele sind anspruchsvoll: So soll Mittelhessen die Region mit der geringsten Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland werden und die h\u00f6chste Patentverwertungsrate haben. Mit viel Applaus w\u00fcrdigten sie die filmische Umsetzung des Leitbildes. Regionalmanager Jens Ihle wies darauf hin, dass es mittlerweile eine englischsprachige Fassung des Films gebe und dieser\u00c2\u00a0 auf der Homepage des Regionalmanagements <a href=\"http:\/\/www.region-mittelhessen.de\/\">www.region-mittelhessen.de<\/a> angesehen werden k\u00f6nne sowie auf DVD den Vereinsmitgliedern zur weiteren Verwendung zur Verf\u00fcgung stehe.<\/p>\n<p>Die Berichte aus den Arbeitskreisen spiegelten die Vielfalt der Aktivit\u00e4ten, mit denen sich die Mitglieder des \u201eNetzwerk Wirtschaft\u201c f\u00fcr die Region einsetzen. Martin Rudersdorf von der Wirtschaftsf\u00f6rderung Limburg-Weilburg-Diez beschrieb f\u00fcr den Arbeitskreis \u201eBeziehungen zu den Nachbarregionen\u201c eine verbesserte Zusammenarbeit mit der Metropolregion FrankfurtRheinMain als Arbeitsschwerpunkt. Jens Ihle berichtete aus den Arbeitskreisen Fachkr\u00e4ftemarketing und Standortmarketing. Im Bereich Fachkr\u00e4ftemarketing pr\u00e4sentierte er die geplanten Aktivit\u00e4ten rund um das geplante Online-Karriere-Portal des Regionalmanagements und sprach sich f\u00fcr \u201eeinen intelligenten Mix aus Regionalmarketing und Arbeitgebermarkenbildung (Employer Branding)\u201c aus. Der Arbeitskreis Standortmarketing besch\u00e4ftige sich derzeit intensiv mit der Erarbeitung von Kriterien, die sicherstellten, dass potenzielle Investoren zielgerichtet und punktgenau die Daten bek\u00e4men, die sie f\u00fcr ihre Entscheidungen ben\u00f6tigten.<\/p>\n<p>Nach dem Bericht des Gie\u00dfener Stadtrats Harald Scherer \u00fcber das umfangreiche Arbeitsprogramm des analog organisierten Gremiums \u201eNetzwerk Bildung\u201c im Verein MitteHessen, stellte Angelika Berbuir, Vorsitzende der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Wetzlarer Arbeitsagentur, den regionalen Arbeitsmarktmonitor der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit f\u00fcr ihren Bezirk vor.\u00c2\u00a0 Wetzlar ist neben L\u00fcneburg und Offenburg eine von bundesweit drei &#8220;Monitoring-Agenturen&#8221;, in denen das neue Analyse-Instrument erprobt wird. Wie entwickelt sich der Arbeitsmarkt im Lahn-Dill-Kreis? In welchen Branchen droht Stellenabbau und wo ist mit zus\u00e4tzlichem Kr\u00e4ftebedarf zu rechnen? Wie steht es um die Besch\u00e4ftigungsquote von Frauen, die Qualifikation der Arbeitnehmer und den Wanderungssaldo junger Menschen in und um Wetzlar? -\u00c2\u00a0 \u201eAuf solche Fragen wird der Regionale Arbeitsmarktmonitor der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit k\u00fcnftig verl\u00e4ssliche Antworten geben\u201c, sagte Berbuir. Mit Hilfe des Monitors mache die Arbeitsagentur die Dynamik und Entwicklung regionaler Arbeitsm\u00e4rkte f\u00fcr lokale Entscheidungstr\u00e4ger aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik transparenter. Dazu seien Kennzahlen aus 88 Branchen zusammengetragen und miteinander verkn\u00fcpft worden. \u201eDie Informationen stehen den Arbeitsmarktakteuren auf einer Internetplattform zur Verf\u00fcgung und k\u00f6nnen zielgerichtet miteinander kombiniert werden\u201c, sagte Berbuir.\u00c2\u00a0 Auf diese Weise entstehe ein differenziertes Bild des lokalen Wirtschaftsraums, das helfe, Zusammenh\u00e4nge schneller und konkreter zu erkennen und wirksame Strategien abzuleiten. Das Programm biete Interpretationshilfen und aussagekr\u00e4ftige Vergleiche mit jeder anderen Region in Deutschland. Durch das Zusammenlegen der Daten der vier weiteren Arbeitsagenturen in Mittelhessen erreiche man ein Ziel, dass hervorragend zu den Leitlinien des Regionalmanagements passe, so Berbuir: \u201edie Zusammenarbeit in der Region weiter st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Limburg. 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