{"id":87489,"date":"2011-06-27T00:10:16","date_gmt":"2011-06-27T00:10:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=87489"},"modified":"2011-06-27T06:03:38","modified_gmt":"2011-06-27T06:03:38","slug":"biospharenreservat-rhon-fest-in-der-bevolkerung-verankert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=87489","title":{"rendered":"Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n fest in der Bev\u00f6lkerung verankert"},"content":{"rendered":"<p><strong>Rh\u00f6n. <\/strong>Eine von den drei L\u00e4ndern Bayern, Hessen und Th\u00fcringen in Auftrag gegebene Studie zum Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n dokumentiert, dass der \u00fcberwiegende Teil der Rh\u00f6ner Bev\u00f6lkerung mit der Arbeit des Biosph\u00e4renreservats sehr zufrieden ist. TNS-Infratest, M\u00fcnchen, f\u00fchrte eine Repr\u00e4sentativbefragung per Zufallsstichprobe in allen Gemeinden, die innerhalb des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n liegen, durch. Damit wurde eine bereits 2002 durchgef\u00fchrte Befragung wiederholt. Im Rahmen von Telefoninterviews wurden insgesamt 752 Befragungen, gleichm\u00e4\u00dfig verteilt auf alle drei L\u00e4nder, durchgef\u00fchrt. Die Ergebnisse lassen sich sehen. So leben 94 % der befragten Menschen gerne in der Rh\u00f6n. 91 % der Befragten sind stolz darauf, in der Rh\u00f6n zu leben. Auch die Lebensqualit\u00e4t wird von 97 % der Befragten mit gut bis sehr gut bewertet. <!--more--><\/p>\n<p>Interessant in diesem Zusammenhang ist, dass 53 % der Auffassung sind, dass sich die Lebensqualit\u00e4t in den letzten zehn Jahren verbessert hat. Auch die Anerkennung der Rh\u00f6n als Biosph\u00e4renreservat ist den Befragten bekannt. 9 von 10 Befragten (89 %) assoziieren mit der Rh\u00f6n das Biosph\u00e4renreservat, 94 % sch\u00e4tzen die Ruhe und die Geborgenheit, 88 % die intakte, unbelastete Natur. F\u00fcr 95 % sind die hochwertigen regionalen Lebensmittel wichtig. Erfreulich ist, dass sich die Zahl derer, die die Rh\u00f6n f\u00fcr eine Wirtschaftsregion mit zukunftstr\u00e4chtigen Arbeitspl\u00e4tzen h\u00e4lt, von 16 % in 2002 auf 32 % in 2010 verdoppelt hat.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Verantwortlichen des Biosph\u00e4renreservats ist es erfreulich, dass 58 % der Befragten angeben, sehr vertraut mit dem Biosph\u00e4renreservat zu sein. Immerhin 31 % geben an, etwas mit dem Biosph\u00e4renreservat vertraut zu sein. Deutlich wird bei der Befragung aber auch, dass es insbesondere \u00e4ltere Befragte und M\u00e4nner sind, die sich offenbar mit dem Biosph\u00e4renreservat intensiver auseinandersetzen. Allerdings geben auch immerhin 37 % der Befragten unter 30 Jahre an, sehr vertraut mit dem Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n zu sein. Der pers\u00f6nliche Gesamteindruck der Befragten hinsichtlich des Biosph\u00e4renreservats hat sich sogar noch verbessert. Hatten 2002 bereits 74 % der Befragten einen guten Eindruck vom Biosph\u00e4renreservat, so sind es heute beachtliche 84 %.<\/p>\n<p>Auf die Frage, ob das Biosph\u00e4renreservat eher Vorteile oder Nachteile f\u00fcr die Region bringt, sind 66 % \u00fcberzeugt, dass die Vorteile \u00fcberwiegen. Nur 5 % sehen eher Nachteile und 28 % sind der Meinung, dass es weder Vorteile noch Nachteile bringt. Vorteile sehen die Befragten insbesondere im Natur- und Umweltschutz (57 %) sowie im Tourismus (53 %). Auf die Frage, ob durch das Biosph\u00e4renreservat neue Arbeitspl\u00e4tze in der Region entstanden sind oder Arbeitspl\u00e4tze weggefallen sind, antworteten 37 %, dass neue Arbeitspl\u00e4tze hinzugekommen sind. 3 % gehen von r\u00fcckl\u00e4ufigen Arbeitsplatzzahlen aus, 67 % glauben, dass sich nichts ge\u00e4ndert habe.<\/p>\n<p>Interessant ist auch die Frage nach beruflichen oder privaten Vorteilen. Immerhin ein Drittel der Befragten sieht private oder berufliche Vorteile, wobei die privaten Vorteile \u00fcberwiegen. Im Durchschnitt der drei L\u00e4nder sehen 28 % private Vorteile, 12 % berufliche Vorteile und 65 % sind der Meinung, dass es keine Vorteile gibt.<\/p>\n<p>Eine Zusammenarbeit der jeweiligen Firma mit dem Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n wird von 8 % der befragten Berufst\u00e4tigen bejaht. 18 % geben an, dass ihr Betrieb Kontakte zum Biosph\u00e4renreservat unterh\u00e4lt. 67 % verneinen eine entsprechende Frage. F\u00fcr die berufst\u00e4tigen Befragten, deren Betriebe mit dem Biosph\u00e4renreservat zusammenarbeiten, sind es die Vorteile durch die gemeinsame Vermarktung und das gemeinsame Vertriebsnetz, welche in der Befragung genannt werden. Einige sehen auch durchaus Vorteile gegen\u00fcber der Konkurrenz.<\/p>\n<p>Auch die Themen Umweltbildung und Kommunikation wurden abgefragt. 8 von 10 Befragten kennen eines der Informationszentren. Knapp \u00c2\u00bc der Befragten hat mindestens einmal an Vortr\u00e4gen oder F\u00fchrungen teilgenommen. Auch haben 8 von 10 Befragten mindestens einmal Informationsmaterial angeschaut, wobei der Eindruck bei 83 % positiv war. Hellh\u00f6rig macht, dass von gegenw\u00e4rtigen und ehemaligen Sch\u00fclern &#8211; trotz des 20-j\u00e4hrigen Bestehens des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n &#8211; nur 27 % tats\u00e4chlich im Unterricht etwas \u00fcber das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n erfahren haben.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Verantwortlichen ist auch von Bedeutung, wie seitens der Bev\u00f6lkerung die Zielerreichung eingesch\u00e4tzt wird. Diejenigen, die bekunden, zumindest eine ungef\u00e4hre Vorstellung vom Biosph\u00e4renreservat zu haben, meinen, dass die Mehrzahl der Ziele mindestens teilweise erreicht wurde. Dies gilt f\u00fcr die Bereiche Naturschutz, Vermarktung regionaler Produkte sowie die Unterst\u00fctzung des Tourismus. Konfrontiert wurden die Befragten auch mit einigen Thesen zum Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n.<\/p>\n<p>So best\u00e4tigten 89 %, dass durch das Biosph\u00e4renreservat die Rh\u00f6n auch f\u00fcr viele interessant ist, die sonst nicht herkommen w\u00fcrden. 73 % teilen die Auffassung, dass das Biosph\u00e4renreservat f\u00fcr viele Gegenden musterg\u00fcltig und ein Vorbild f\u00fcr andere Regionen in Deutschland und im Ausland ist. Ein weiterer Themenkomplex waren die Verwaltungsstellen des Biosph\u00e4renreservats. 70 % der Befragten wissen, dass es Verwaltungsstellen in der Hessischen, Bayerischen und Th\u00fcringischen Rh\u00f6n gibt. Von diesen 70 % wiederum meinen 78 %, dass die Verwaltungsstellen eine gute Arbeit machen.<\/p>\n<p>Auch wird von den meisten Befragten konstatiert, dass die drei Bundesl\u00e4nder im Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n gemeinsame Interessen verfolgen. Diese Auffassung wird zumindest von 64 % der Befragten geteilt. Erfreulich ist auch, dass 78 % derer, die zumindest eine ungef\u00e4hre Vorstellung vom Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n haben, meinen, dass das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n das Zusammengeh\u00f6rigkeitsgef\u00fchl \u00fcber die L\u00e4ndergrenzen hinweg gef\u00f6rdert habe.<\/p>\n<p>Abschlie\u00dfend wurde nach der Wichtigkeit des Biosph\u00e4renreservats gefragt. Auf einer Skala von 10 \u201eDas Biosph\u00e4renreservat ist mir au\u00dferordentlich wichtig\u201c bis 0 \u201eIst mir ganz unwichtig\u201c liegt die durchschnittliche Einstufung bei 7,6. In allen drei Bundesl\u00e4ndern sind die Befragungsergebnisse durchweg \u00e4hnlich. Der vollst\u00e4ndige Bericht zur Akzeptanzstudie, die 36 Fragen umfasst, ist auf der Homepage <a href=\"http:\/\/www.brrhoen.de\" target=\"_blank\">www.brrhoen.de<\/a> als Download verf\u00fcgbar.<\/p>\n<p>\u201eIch freue mich sehr, dass die Rh\u00f6ner Bev\u00f6lkerung hinter ihrem Biosph\u00e4renreservat steht und sich mit der Rh\u00f6n identifiziert. Unsere l\u00e4nder\u00fcbergreifenden politischen Anstrengungen sind somit erfolgreich\u201c, sagt Th\u00fcringens Umweltminister J\u00fcrgen Reinholz. Seit Jahren ziehen die drei L\u00e4nder an einem Strang, um das Biosph\u00e4renreservat als Modellregion f\u00fcr nachhaltige, umweltgerechte Entwicklung voranzubringen. \u201eDie Ergebnisse der Umfrage sind f\u00fcr uns von besonderem Interesse, weil im Herbst im Th\u00fcringer Teil des Biosph\u00e4renreservats der Moderationsprozess zur Erweiterung der Kernzonen beginnt.\u201c Die bestehenden 762 Hektar m\u00fcssen um weitere 705 Hektar auf insgesamt 1 467 Hektar erweitert werden.<\/p>\n<p>\u201eDie Rh\u00f6ner leben dort, wo andere Urlaub machen &#8211; und das wissen sie auch\u201c, betont Bayerns Umweltminister Markus S\u00f6der. Das beweise auch die Tatsache, dass zwei Drittel der Befragten das Biosph\u00e4renreserverat eher als Vorteil f\u00fcr die Region sehen und nur f\u00fcnf Prozent eher als Nachteil.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rh\u00f6n. 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