{"id":87234,"date":"2011-06-15T00:22:23","date_gmt":"2011-06-15T00:22:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=87234"},"modified":"2011-06-15T05:22:43","modified_gmt":"2011-06-15T05:22:43","slug":"orgelmatinee-im-fuldaer-dom-mit-alexander-fiseisky","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=87234","title":{"rendered":"Orgelmatinee im Fuldaer Dom mit Alexander Fiseisky"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/110614_Fiseisky.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-87235\" title=\"110614_Fiseisky\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/110614_Fiseisky-265x397.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"397\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/110614_Fiseisky-265x397.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/110614_Fiseisky-176x265.jpg 176w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/06\/110614_Fiseisky.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. <\/strong>Der renommierte Moskauer Organist Alexander Fiseisky wird am 25. Juni um 12.05 Uhr im Fuldaer Dom zu h\u00f6ren sein. Mit Werken von Bach und Rjabow wird ein deutsch-russischer Br\u00fcckenschlag Realit\u00e4t, der durch den Titel des St\u00fcckes von Rjabow \u201eZw\u00f6lf Blicke zum Dom von Sevilla\u201c bis Spanien reicht. Geburtsstadt von Rjabow ist Tscheljabinsk, im Ural gelegen, das bis heute der Orgelmusik ein Forum bietet. Der Kostenbeitrag f\u00fcr die Orgelmatineen betr\u00e4gt 3,50 \u00e2\u201a\u00ac (erm\u00e4\u00dfigt 2,50 \u00e2\u201a\u00ac).<\/p>\n<p>Professor Alexander Fiseisky wurde in Moskau geboren, absolvierte am dortigen Konservatorium sein Studium in den F\u00e4chern Klavier und Orgel mit Auszeichnung und gilt heute als der bedeutendste und einflussreichste Organist Russlands. Er ist Solo-Organist der Moskauer Staatlichen Philharmonischen Gesellschaft, Direktor der Orgelabteilung an der Russischen Gnessin Musikakademie, Pr\u00e4sident des Wladimir Odojewskij Orgelkunstzentrums, Berater bei Orgelneubauten, Mitglied im Gremium, das den Ausbildungsstandart im Fach Orgel an s\u00e4mtlichen Musikakademien Russlands festlegt, ku\u00cc\u02c6nstlerischer Direktor vieler internationaler Orgelfestivals, Jurymitglied bei internationalen Wettbewerben.<!--more--><\/p>\n<p>Im Bachjahr 2000 fu\u00cc\u02c6hrte er viermal in Deutschland das Gesamtorgelwerk von J. S. Bach auf, davon zweimal im Rahmen der EXPO 2000 in Hannover, und in Du\u00cc\u02c6sseldorf an einem einzigen Tag als Bach- Marathon. Hierfu\u00cc\u02c6r wurde in Moskau eine Eintragung ins Buch Rekorde des Planeten Erde vorgenommen. Ihm sind zahlreiche Werke zeitgen\u00f6ssischer Komponisten gewidmet, und seine musikwissenschaftlichen Ver\u00f6ffentlichungen (u. a. Anthologien Orgelmusik in Russland, Orgelmusik im Baltikum, B\u00e4renreiter- Verlag) finden starke Beachtung im In- und Ausland. Alexander Fiseisky ist Stipendiat des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Im Jahr 1997 wurde er von Pr\u00e4sident Jelzin mit dem Titel Verdienter Ku\u00cc\u02c6nstler Russlands ausgezeichnet. Weitere Informationen unter <a href=\"http:\/\/www.fiseisky.de\" target=\"_blank\">www.fiseisky.de<\/a>.<\/p>\n<p>ORGELMATINEE<\/p>\n<p>Samstag, 25. Juni 2011<br \/>\n12.05 &#8211; 12.35 Uhr<\/p>\n<p><strong>Programm:<\/strong><\/p>\n<p>J. S. Bach (1685 \u2013 1750) Fantasia und Fuge a-Moll, BWV 561<br \/>\nWladimir Rjabow (*1950) Zw\u00f6lf Blicke zum Dom von Sevilla, op. 51<\/p>\n<p>An der Domorgel: Alexander Fiseisky, Moskau, Russland<\/p>\n<p><strong>Fantasie und Fuge a-Moll gibt einige R\u00e4tsel auf<\/strong><\/p>\n<p>Unklar ist, ob das Werk wirklich fu\u00cc\u02c6r Orgel gedacht ist und die Bassstimme tats\u00e4chlich im Pedal auszufu\u00cc\u02c6hren ist und letztendlich auch, wer der Autor des Werkes ist. Wie bei der beru\u00cc\u02c6hmten d-Moll-Toccata ist auch hier von der Werkstruktur her die Autorschaft Bachs nicht unbedingt zweifelsfrei gegeben. Peter Williams, der ein umfangreiches Werk u\u00cc\u02c6ber Johann Sebastian Bachs Orgelwerke herausgegeben hat, h\u00e4lt eine Autorschaft von Kittel fu\u00cc\u02c6r m\u00f6glich, pr\u00e4feriert aber Spekulationen, die es Wilhelm Friedemann Bach zuschreiben.<\/p>\n<p>Die Formstruktur ist Pr\u00e4ludium \u2013 Fuge \u2013 Postludium in \u00e4hnlichen Proportionen wie bei der d-Moll-Toccata. Ankl\u00e4nge an Buxtehude sind spu\u00cc\u02c6rbar, besonders in den sostenuto- Passagen, die an alte durezza-Kl\u00e4nge erinnern. Laut Peter Williams stu\u00cc\u02c6tzt sich die Fuge trotz eines eigenst\u00e4ndigen Themas stark auf Figuren \u00e4lteren Typs. Letztendlich stellt der Schluss der Fuge in der \u201efalschen\u201c Tonart und die Art von etwas problematischen Sequenzen doch die Autorschaft Bachs in gewisse Zweifel. Ein Autograph ist natu\u00cc\u02c6rlich auch nicht vorhanden, lediglich Abschriften aus dem 19. Jahrhundert.<\/p>\n<p><strong>Wladimir Wladimirowitsch Rjabow<\/strong><\/p>\n<p><strong><\/strong> wurde 1950 in Tscheljabinsk geboren. Er besuchte das Konservatorium in Moskau und studierte dort Klavier und Komposition, seinen Abschluss als Komponist machte er jedoch am Musikp\u00e4dagogischen Institut &#8220;Gnessin&#8221; in Moskau. Rjabow unterrichtete dann 1977\/78 an den Konservatorien in St. Petersburg (Leningrad) und Jekaterinenburg (Swerdlowsk) Komposition und promovierte 1979 am Konservatorium in St. Petersburg. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen fu\u00cc\u02c6r seine T\u00e4tigkeit, darunter den 1. Preis des renommierten Internationalen Kompositionswettbewerb Sergej Prokofieff (1991). Seine Musiksprache basiert auf einer universellen Technik, verbindet Folklore, orthodoxe Kirchenmusik und klassische Traditionen.<\/p>\n<p>Seine Leitsterne sind Mozart, Beethoven, Chopin, Liszt, Brahms, Sibelius, Tschaikowskij, Rachmaninow und Prokofieff. Zu seinem Oeuvre z\u00e4hlen Sinfonien, Werke fu\u00cc\u02c6r gro\u00dfes Orchester, Streichquartette, Chor-Kirchen- und Klaviermusik, Filmund Schauspielmusik, Musik fu\u00cc\u02c6r Kinder. Daru\u00cc\u02c6ber hinaus entstanden auch diverse Werke fu\u00cc\u02c6r Orgel. &#8220;Zw\u00f6lf Blicke zum Dom von Sevilla&#8221; ist der erste Teil des gro\u00dfen \u00dcberblicks &#8220;Europ\u00e4ische Kathedralen&#8221;. In der genannten Komposition folgt er in seinen polyphonen Variationen der Tradition des fru\u00cc\u02c6hen polyphonen Stils, in der Auspr\u00e4gung von Guillaume de Machaut. Erst in der letzten Variation verlangt der Komponist den vollen Orgelklang.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zu den Orgelkonzerten im Fuldaer Dom finden Sie unter <a href=\"http:\/\/www.orgelmusik.bistum-fulda.de\" target=\"_blank\">www.orgelmusik.bistum-fulda.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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