{"id":86867,"date":"2011-06-07T00:53:25","date_gmt":"2011-06-07T00:53:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=86867"},"modified":"2011-06-07T14:53:41","modified_gmt":"2011-06-07T14:53:41","slug":"25-todestag-von-elisabeth-selbert-hessin-hat-gleichberechtigungsgeschichte-geschrieben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=86867","title":{"rendered":"25. Todestag von Elisabeth Selbert: Hessin hat Gleichberechtigungsgeschichte geschrieben"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wiesbaden.<\/strong> Am 9. Juni 2011 j\u00e4hrt sich der Todestag von Elisabeth Selbert (geboren 1896) zum 25. Mal. Die Staatssekret\u00e4rin im Hessischen Sozialministerium, Petra M\u00fcller-Klepper, erinnert aus diesem Anlass daran, dass die Juristin und Politikerin aus Kassel Gleichberechtigungsgeschichte geschrieben hat. Sie w\u00fcrdigte heute deren Engagement\u00c2\u00a0 als historische Leistung: \u201eOhne Elisabeth Selbert g\u00e4be es den Artikel 3 des Grundgesetzes nicht. Es ist ihrem Einsatz zu verdanken, dass die Gleichberechtigung von Frauen und M\u00e4nnern im Grundgesetz verankert wurde.\u201c<!--more--><\/p>\n<p>Elisabeth Selbert gilt als eine der M\u00fctter des Grundgesetzes. Sie hat hartn\u00e4ckig daf\u00fcr gek\u00e4mpft, dass der Gleichheitsgrundsatz \u201eM\u00e4nner und Frauen sind gleichberechtigt\u201c 1949 in den Grundrechteteil der bundesdeutschen Verfassung aufgenommen wird. \u201eElisabeth Selbert engagierte sich inner- und \u00fcberparteilich erfolgreich f\u00fcr die Belange und Rechte der Frauen und hat durch ihre Pionierarbeit zuk\u00fcnftigen Generationen den Weg bereitet\u201c, so Petra M\u00fcller-Klepper.<\/p>\n<p>Doch auch nach gut 60 Jahren Grundgesetz und Gleichberechtigungsgrundsatz, 100 Jahren Frauentag und trotz gro\u00dfer Fortschritte sei das Ziel der Gleichberechtigung noch nicht erreicht. \u201eDie Verwirklichung von Chancengleichheit bleibt ein Dauerauftrag an die Politik. Es gilt, Chancengleichheit der Frauen im Beruf voran zu bringen sowie zur Aufwertung der Familienarbeit beizutragen.\u201c Handlungsbedarf bestehe vor allem auf drei Feldern: im Erwerbsleben bei der Entlohnung und den Aufstiegschancen, bei der angemessenen Anerkennung der Familienarbeit wie Kindererziehung und Pflege \u00e4lterer Menschen, die \u00fcberwiegend von Frauen geleistet werde, sowie bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die noch st\u00e4rker durch unterst\u00fctzende Angebote und partnerschaftliche Aufteilung der Aufgaben zwischen Mann und Frau verbessert werden m\u00fcsse.<\/p>\n<p>Die Hessische Landesregierung wird in K\u00fcrze auch mit der Verleihung des Elisabeth-Selbert-Preises an das Lebenswerk und die Lebensleistung der Politikerin erinnern. Seit 1983 werden mit dem Preis Frauen und M\u00e4nner ausgezeichnet, die sich in hervorragender Weise mit gestalterischer Kraft f\u00fcr die Verwirklichung der Chancengleichheit von M\u00e4nnern und Frauen in der Gesellschaft eingesetzt haben. Der Preis wird bundesweit ausgeschrieben und ist mit 10.000 Euro dotiert. Er wird in einem Zwei-Jahres-Rhythmus verliehen. In diesem Jahr wird der Preis, im Zuge eines Festakts am 21. Juni, an Hannelore Ratzeburg \u00fcberreicht, die sich f\u00fcr die Chancengleichheit und gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und M\u00e4nnern im Sport einsetzt und als \u201eMutter des deutschen Frauenfu\u00dfballs\u201c gilt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wiesbaden. Am 9. Juni 2011 j\u00e4hrt sich der Todestag von Elisabeth Selbert (geboren 1896) zum 25. Mal. 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