{"id":86756,"date":"2011-06-03T18:18:51","date_gmt":"2011-06-03T18:18:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=86756"},"modified":"2011-06-03T18:18:51","modified_gmt":"2011-06-03T18:18:51","slug":"klinikum-fulda-25-patienten-mit-verdacht-auf-ehec","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=86756","title":{"rendered":"Klinikum Fulda: 25 Patienten mit Verdacht auf EHEC"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda. <\/strong>Seit 19.05.2011 sind in enger Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt Fulda 25 Patientinnen und Patienten im Klinikum Fulda mit Verdacht auf eine EHEC-Infektion aufgenommen und behandelt worden. Davon wurden 3 Patienten positiv getestet, bei 10 Patienten konnte eine EHEC-Infektion ausgeschlossen werden. Von insgesamt 12 Patienten steht das Ergebnis noch aus. Die Stuhlproben werden derzeit in einem Labor in\u00c2\u00a0 Heidelberg auf EHEC untersucht. Bei den 3 Patienten mit nachgewiesener EHEC (Enteroh\u00e4morrhagische Escherichia coli) -Infektion handelt es sich um eine 40-j\u00e4hrige Patientin sowie einen dreij\u00e4hrigen Jungen, die beide bereits beschwerdefrei nach Hause entlassen werden konnten. Eine weitere \u00c2\u00a0&#8211; schwangere &#8211; Patientin, wurde Ende Mai mit blutigem Durchfall aufgenommen. Im weiteren Verlauf entwickelte die Schwangere ein HUS (H\u00e4molytisch-ur\u00e4misches Syndrom), und zus\u00e4tzlich traten einige Tage sp\u00e4ter neurologische St\u00f6rungen auf. <!--more--><\/p>\n<p><strong>Antik\u00f6rperbehandlung<\/strong><\/p>\n<p>\u201eSeit Mittwochabend haben wir die schwangere Patientin mit dem Antik\u00f6rper Eculizumab behandelt\u201c, erl\u00e4utert Prof. Dr. Daniel Jaspersen (Direktor der Medizinischen Klinik II, Infektiologie und Gastroenterologie). Diese Antik\u00f6rperbehandlung ist f\u00fcr EHEC-Patienten derzeit nicht zugelassen, es gebe aber laut Aussage des Infektiologen bereits erste erfolgversprechende Berichte aus anderen Kliniken, die den Antik\u00f6rper \u00c2\u00a0zur Behandlung eines HUS eingesetzt haben. Allerdings war vor dem Hintergrund der bestehenden Schwangerschaft ein Einsatz des Antik\u00f6rpers besonderes gr\u00fcndlich abzuw\u00e4gen. Aufgrund der Verschlechterung des Zustandes der Patientin haben sich die behandelnden \u00c4rzte am Mittwochabend f\u00fcr den Einsatz von Eculizumab ausgesprochen. Die Patientin und ihr Mann hatten der Behandlung zugestimmt. \u201eDer Zustand der Patientin ist stabil\u201c, so Prof. Dr. Jaspersen weiter.<\/p>\n<p><strong>Interdisziplin\u00e4res Expertenteam<\/strong><\/p>\n<p>Am Klinikum Fulda steht ein Expertenteam aus Gastroenterologen, Infektiologen, Nephrologen, Gyn\u00e4kologen, Intensivmedizinern und Hygienefach\u00e4rzten rund um die Uhr f\u00fcr die Behandlung von EHEC- und HUS-Patienten zu Verf\u00fcgung. \u201eWir\u00c2\u00a0 treffen uns mehrfach t\u00e4glich und f\u00fchren auch die Visiten gemeinsam durch\u201c, so Prof. Dr. Jaspersen. \u201eDiese interdisziplin\u00e4re Kooperation der einzelnen Spezialisten am Klinikum Fulda ist ein wesentlicher Faktor in der Versorgung der Patienten. Zus\u00e4tzlich stehen die Fuldaer \u00c4rzte in engem Kontakt mit den Kollegen \u00c2\u00a0der Medizinischen Hochschule Hannover. \u201eGerade bei Patienten mit schwerem Verlauf der Erkrankung k\u00f6nnen wir als Krankenhaus der Maximalversorgung eine optimale\u00c2\u00a0 Versorgung sicherstellen. Das breite therapeutische Angebot von der Blutw\u00e4sche (Plasmapherese) \u00fcber Nierenersatzverfahren (Dialyse) bis hin zum Einsatz neuer Arzneimittel ist nur mit einem hochqualifizierten Team m\u00f6glich\u201c, so Priv.-Doz. Dr. Thomas Menzel, Vorstand Krankenversorgung des Klinikums Fulda.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Seit 19.05.2011 sind in enger Abstimmung mit dem Kreisgesundheitsamt Fulda 25 Patientinnen und Patienten im Klinikum Fulda mit Verdacht auf eine EHEC-Infektion aufgenommen und behandelt worden. Davon wurden 3 Patienten positiv getestet, bei 10 Patienten konnte eine EHEC-Infektion ausgeschlossen werden. 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