{"id":85581,"date":"2011-05-06T00:40:09","date_gmt":"2011-05-06T00:40:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=85581"},"modified":"2011-05-05T13:40:18","modified_gmt":"2011-05-05T13:40:18","slug":"orgelmatinee-im-fuldaer-dom-mit-frederic-champion-am-14-mai","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=85581","title":{"rendered":"Orgelmatinee im Fuldaer Dom mit Fr\u00e9d\u00e9ric Champion am 14. Mai"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/110505_Champion.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-85582\" title=\"110505_Champion\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/110505_Champion-265x399.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/110505_Champion-265x399.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/110505_Champion-398x600.jpg 398w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/110505_Champion.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. <\/strong>Fr\u00e9d\u00e9ric Champion, ein Schweizer Gast, wird am 14. Mai um 13.00 Uhr thematisch orientiert ein Programm mit Transkriptionen spielen. Deutsche und franz\u00f6sische Romantik werden durch die klangvollen Namen Liszt und Franck verbunden. Passend zum Liszt-Jahr erklingen \u201eFun\u00e9railles\u201c und die Legende N\u00c2\u00b0 2 \u201eDer Heilige Franziskus \u00fcber die Wogen schreitend\u201c. Der Kostenbeitrag f\u00fcr die Orgelmatineen betr\u00e4gt 3,50 \u00e2\u201a\u00ac (erm\u00e4\u00dfigt 2,50 \u00e2\u201a\u00ac).<\/p>\n<p>Fr\u00e9d\u00e9ric Champion, geboren 1976 in Lyon, absolvierte seine musikalischen Studien am Conservatoire National de R\u00e9gion in Lyon in der Orgelklasse von Louis Robilliard, am Conservatoire National Sup\u00e9rieur de Musique in Paris bei Michel Bouvard, sowie am Centre d&#8217;Etudes Sup\u00e9rieures de Musique in Toulouse bei Jan Willem Jansen (Cembalo und Orgel). Weiterfu\u00cc\u02c6hrende Studien auf dem Hammerklavier bei Yasuko Uyama am Conservatoire National der R\u00e9gion in Toulouse sowie bei Edoardo Torbianelli und Rudolf Lutz (Improvisation) an der Schola Cantorum Basiliensis runden seine Ausbildung ab. Zahlreiche Auszeichnungen bei international renommierten Orgelwettbewerben dokumentieren seine ku\u00cc\u02c6nstlerische T\u00e4tigkeit: Erster Preis beim Wettbewerb Musashino in Tokio, Bachpreistr\u00e4ger beim Bachwettbewerb Leipzig, erster Preis beim Silbermannwettbewerb in Freiberg, zweiter Preis beim Kammermusikwettbewerb FNAPEC in Paris (Orgel und Perkussion), beim Internationalen Orgelwettbewerb in Luzern und bei &#8220;Musica Antiqua&#8221; in Brugge, sowie dritter Preis beim Darasse-Orgelwettbewerb in Toulouse. <!--more--><\/p>\n<p>Im Oktober 2008 wurde Fr\u00e9d\u00e9ric Champion erster Preistr\u00e4ger sowie Gewinner des Publikumspreises des Internationalen Orgelwettbewerbes in Montreal (CIOC), Kanada. Als \u00e4u\u00dferst vielf\u00e4ltiger Musiker erstreckt sich sein Repertoire von der Renaissance bis zur zeitgen\u00f6ssischen Musik und Urauffu\u00cc\u02c6hrungen. Sein besonderes Interesse gilt daneben der Transkription von Orchesterwerken und der Improvisation. Konzertverpflichtungen als Solist sowie mit Ensembles, Ch\u00f6ren und Orchestern fu\u00cc\u02c6hrten ihn in viele L\u00e4nder Europas, nach Nordamerika und Asien. Radioaufnahmen entstanden u. a. fu\u00cc\u02c6r Radio Canada, Radio France, den ORF und den Bayrischen Rundfunk. Seine 2009 erschienene CD &#8220;Musique fran\u00c3\u00a7aise pour Orgue&#8221; mit Werken u. a. von Widor, Saint-Sa\u00c3\u00abns, Durufl\u00e9 und Florentz, produziert vom kanadischen Label ATMA Classics, wurde von der internationalen Kritik begeistert aufgenommen: &#8220;Champion is one of the finest young organists you&#8217;ll ever hear!&#8221; (Choir and Organ, GB).<\/p>\n<p><strong>Die Kunst der Transkription <\/strong><\/p>\n<p>Samstag,14. Mai 2011 um 13.00 &#8211; 13.30 Uhr<\/p>\n<p>Franz Liszt (1811 &#8211; 1886) Fun\u00e9railles (aus Harmonies po\u00e9tiques et religieuses)<br \/>\nFranz Liszt Legende N\u00c2\u00b02 : Der Heilige Franziskus u\u00cc\u02c6ber die Wogen schreitend<br \/>\nC\u00e9sar Franck (1822 &#8211; 1890) R\u00e9demption<\/p>\n<p>An der Domorgel: Fr\u00e9d\u00e9ric Champion, Winterthur-Schweiz<\/p>\n<p><strong>Franz Liszt \u201eFun\u00e9railles\u201c <\/strong><\/p>\n<p>Franz Liszt schrieb das Klavierstu\u00cc\u02c6ck \u201eFun\u00e9railles\u201c im Oktober 1849. Das Datum vermerkte er neben dem Titel, was die Vermutung nahe legt, Liszt habe eine Trauermusik auf Fr\u00e9deric Chopin, der im Oktober dieses Jahres starb, im Sinn gehabt. M\u00f6glicherweise handelt es sich aber auch um eine Gedenkmusik fu\u00cc\u02c6r Freunde des Komponisten, die in der ungarischen Revolution 1848\/49 ums Leben kamen. Das Werk beginnt mit der Imitation dunkler Glockenschl\u00e4ge und steigert sich allm\u00e4hlich zu einem ohrenbet\u00e4ubenden H\u00f6hepunkt. Nicolas Kynaston adaptierte das Werk recht frei, um die pianistische Grandezza Liszts bestm\u00f6glich auch auf der Orgel zur Geltung zu bringen.<\/p>\n<p><strong>C\u00e9sar Franck <\/strong><\/p>\n<p>Der im belgischen Lu\u00cc\u02c6ttich geborene Komponist von mu\u00cc\u02c6tterlicherseits deutscher Abstammung kam nach ersten Studien am K\u00f6niglichen Konservatorium in seiner Geburtstadt mit dreizehn Jahren nach Paris. Dort erhielt er 1838 am Konservatorium den ersten Preis in Orgel (Klasse Benoist). Sein Vater, ein bescheiden situierter Bankangestellter, hatte beschlossen, aus C\u00e9sar einen beru\u00cc\u02c6hmten Klaviervirtuosen zu machen. Der Sohn brach jedoch 1845 die Beziehung zu seinem Vater ab, als dieser der Heirat mit F\u00e9licit\u00e9 Desmousseaux nicht zustimmen wollte. 1846 fand der junge Franck eine erste Anstellung als Chororganist an der Kirche Notre-Dame-de-Lorette. 1851 wechselte er an die Kirche Saint- Jean-Saint-Fran\u00c3\u00a7ois (heute: Sainte-Croix-Saint Jean, Paris, an der ihm eine 1846 erbaute, zweimanualige Cavaill\u00e9-Coll-Orgel mit 18 Registern zur Verfu\u00cc\u02c6gung stand, u\u00cc\u02c6ber die sein viel zitiertes Diktum u\u00cc\u02c6berliefert ist: \u201eMon orgue, c\u00e2\u20ac\u2122est un orchestre\u201c (\u201eMeine Orgel, sie ist ein Orchester\u201c).<\/p>\n<p>1854 nahm Franck erstmalig an einer Orgeleinweihung (Saint-Eustache) teil. Nach anf\u00e4nglicher Anstellung als Kapellmeister der neuerbauten Basilika Saint- Clotilde wurde er schon vor Fertigstellung der Orgel (Dezember 1859) in das Amt des Organisten berufen. Cavaill\u00e9-Coll sorgte fu\u00cc\u02c6r die Mitwirkung seines Freundes an zahlreichen Orgeleinweihungen, zu deren Anlass Franck erste umfangreichere Orgelwerke schrieb (Trois Pi\u00e8ces). Im Jahre 1871 war er Mitbegru\u00cc\u02c6nder der Soci\u00e9t\u00e9 nationale de musique, die sich die F\u00f6rderung der neuen franz\u00f6sischen Musik zur Aufgabe gesetzt hatte. Ein Jahr sp\u00e4ter wurde ihm die Nachfolge Benoists als Orgellehrer des Konservatoriums anvertraut \u2013 eine Stelle, die er bis zu seinem Tode innehatte. Anfang Juli 1890 erlitt Franck bei einem Zusammensto\u00df mit einer Pferdekutsche eine schwere Brustverletzung und starb vier Monate sp\u00e4ter.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zu den Orgelkonzerten im Fuldaer Dom finden Sie unter <a href=\"http:\/\/www.orgelmusik.bistum-fulda.de\" target=\"_blank\">www.orgelmusik.bistum-fulda.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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