{"id":85408,"date":"2011-05-02T01:17:36","date_gmt":"2011-05-02T01:17:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=85408"},"modified":"2011-05-02T10:17:49","modified_gmt":"2011-05-02T10:17:49","slug":"bischof-algermissen-feierte-pontifikalamt-am-tag-der-seligsprechung-johannes-pauls-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=85408","title":{"rendered":"Bischof Algermissen feierte Pontifikalamt am Tag der Seligsprechung Johannes Pauls II."},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/110502_JohannesPaul.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-85409\" title=\"110502_JohannesPaul\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/110502_JohannesPaul-265x397.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"397\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/110502_JohannesPaul-265x397.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/110502_JohannesPaul-176x265.jpg 176w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/05\/110502_JohannesPaul.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda.<\/strong> Als einen der ganz bedeutenden P\u00e4pste der Kirchengeschichte und als einen der Gro\u00dfen der Weltgeschichte hat der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen Papst Johannes Paul II. (1978-2005) bezeichnet. Zu Beginn eines Pontifikalamt im Hohen Dom zu Fulda am Abend der Seligsprechung, die Papst Benedikt XVI. in Rom vorgenommen hatte, entz\u00fcndete Algermissen eine Kerze vor der Gedenktafel am Eingang zur Bonifatiusgruft, die an den Besuch des polnischen Papstes in Fulda im November 1980 erinnert. Johannes Paul II. habe einen neuen Aufbruch der Kirche in Polen bewirkt. \u201eAuch wir in Deutschland m\u00fcssen zur Eindeutigkeit im Glauben zur\u00fcckfinden\u201c, forderte der Bischof zu Beginn des Gottesdienstes.<\/p>\n<p>\u201eSeine letzten Lebensjahre waren vom Gebeugtsein unter der Last des Amtes, von Krankheit und Behinderung, von seinen ehrlich gezeigten Wunden gepr\u00e4gt. So hat ihn die Welt gesehen und so liebt sie ihn bis heute\u201c, betonte Bischof Algermissen in seiner Predigt. In seinen Schriften und Predigten, mit all seinen Besuchen weltweit wie mit den Weltjugendtagen habe der nun Seliggesprochene gezeigt, dass ihm die Botschaft in seiner ersten programmatischen Enzyklika \u201eRedemptor Hominis\u201c (M\u00e4rz 1979) ernst war: \u201eDer Weg der Kirche ist der Mensch\u201c und: \u201e\u00d6ffnet dem Erl\u00f6ser die T\u00fcren! Habt keine Angst!\u201c. <!--more--><\/p>\n<p>Der auf Jesus Christus als Gekreuzigter und Auferstandener, als Erl\u00f6ser und Heiland ausgerichtete Humanismus des fr\u00fcheren Papstes sei der Schl\u00fcssel zum Verst\u00e4ndnis seiner Wirkung auf die Geschichte. \u201eSein kompromissloses Eintreten f\u00fcr das Lebensrecht aller Menschen, seien sie schwach, alt, krank oder ungeboren, hat hier seine tiefe Quelle. Sein Kampf f\u00fcr die Kultur des Lebens und gegen die Kultur des Todes ist f\u00fcr mein eigenes bisch\u00f6fliches Wirken ma\u00dfgebend.\u201c<\/p>\n<p>Nach katholischem Verst\u00e4ndnis sei das Petrusamt der \u00e4u\u00dfere Bezugspunkt f\u00fcr die innere Einheit der Kirche, fuhr der Oberhirte fort. Papst Johannes Paul II. sei in den gut 26 Jahren seines Pontifikates ein deutlicher und eindeutiger Bezugspunkt der Kirche gewesen. \u201eEin gro\u00dfer Papst und Pontifex ist heute seliggesprochen worden. Eine gro\u00dfe Freude f\u00fcr die Stadt des Hl. Bonifatius, der er sehr verbunden war!\u201c Bei seinem ersten Deutschlandbesuch hatte Papst Johannes Paul II. am 18. November 1980 vor Zehntausenden auf dem Fuldaer Domplatz gesagt: \u201eMit dem Hl. Bonifatius begann gewisserma\u00dfen die Geschichte des Christentums in eurem Land. Viele sagen, diese Geschichte neige sich jetzt ihrem Ende zu. Ich sage euch: Diese Geschichte des Christentums in eurem Land soll jetzt neu beginnen, und zwar durch euch, durch euer im Geist des Hl. Bonifatius geformtes Zeugnis!\u201c Als Algermissen ihm Anfang Juli 2003 im Rahmen einer Privataudienz eine Reliquie des hl. Bonifatius schenkte, sagte er mir mit strahlenden Augen: \u201eJetzt sind wir noch tiefer miteinander verbunden.\u201c<\/p>\n<p>Zu Beginn seiner Predigt hatte Bischof Algermissen gefragt, warum der Apostel Thomas unbedingt die Wunden Jesu ertasten wollte. \u201eWohl keiner von uns lebt ohne Wunden \u2013 wenn er wirklich lebt. Wer das Leben wagt, Beziehung wagt, wird auch Wunden tragen.\u201c Als Beispiele nannte der Bischof die Versuchung, mehr sein zu wollen als andere, die Verwundbarkeit durch N\u00e4he und Beziehung, durch Krankheit und Tod eines geliebten Menschen, die Entwicklung eines eigenen Kindes zum eigenst\u00e4ndigen Menschen.<\/p>\n<p>Die Erinnerung an den neuen Seligen gipfele in den Bildern des in den letzten Monaten seines Lebens Schwerkranken und Sterbenden, \u201eder sein verwundetes Leben nicht versteckte, sondern es der Welt sozusagen hinhielt\u201c. Die Kraft dazu habe er durch das Evangelium von Thomas, der die Wunden des Auferstandenen ertasten darf, gewonnen. Daraus resultierte das tiefe Vertrauen, \u201edass der Gekreuzigte und Auferstandene st\u00e4rker ist als alle Macht der Wunden und neues Leben verhei\u00dft, das \u00f6sterliche Licht \u2013 trotz allem.\u201c Das \u201eEvangelium Vitae\u201c, die Botschaft vom \u00f6sterlichen Leben, habe Johannes Paul II. gepr\u00e4gt und geleitet bis zum letzten Atemzug. Dieses Lebenszeugnis m\u00fcsse allen Christen ein Vorbild sein. (bpf)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Als einen der ganz bedeutenden P\u00e4pste der Kirchengeschichte und als einen der Gro\u00dfen der Weltgeschichte hat der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen Papst Johannes Paul II. (1978-2005) bezeichnet. 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