{"id":85359,"date":"2011-04-30T00:31:38","date_gmt":"2011-04-30T00:31:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=85359"},"modified":"2011-04-30T05:31:56","modified_gmt":"2011-04-30T05:31:56","slug":"hessen-will-das-zuhause-alt-werden-erleichtern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=85359","title":{"rendered":"Hessen will das Zuhause-Alt-Werden erleichtern"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wiesbaden. <\/strong>Die Landesregierung will die Sorgearbeit durch neue Formen der Unterst\u00fctzung ausbauen, damit mehr \u00e4ltere Menschen bei eingeschr\u00e4nkter Alltagskompetenz und Pflegebed\u00fcrftigkeit im vertrauten Wohnumfeld bleiben k\u00f6nnen. \u201eWir brauchen neue, zus\u00e4tzliche Strukturen, die ein tragf\u00e4higes Netzwerk der Hilfe schaffen: einen Mix aus professionellen Diensten, famili\u00e4rer Sorgearbeit und b\u00fcrgerschaftlichen Initiativen, also das Zusammenspiel von Fachkr\u00e4ften, Angeh\u00f6rigen, Nachbarn und Ehrenamtlichen\u201c, erkl\u00e4rte Petra M\u00fcller-Klepper, Staatssekret\u00e4rin im Hessischen Sozialministerium.<!--more--><\/p>\n<p>Mit dem Modell der Pflegebegleiter, die pflegende Angeh\u00f6rige durch Anteilnahme, Organisation und Orientierungshilfen im Alltag unterst\u00fctzen, habe das Land bereits einen innovativen Ansatz erfolgreich auf den Weg gebracht. Im Rahmen des Bundesf\u00f6rderprogramms \u201eSoziales Wohnen im Alter\u201c sollen nun weitere Modelle von sozialen Dienstleistungen und Nachbarschaftshilfe in Abstimmung mit der Landesregierung erprobt werden.<\/p>\n<p>Sorgearbeit, wie sie beispielsweise in der h\u00e4uslichen Pflege praktiziert werde, sei ein Segen, weil auf diese Weise den Bed\u00fcrfnissen der \u00c4lteren Rechnung getragen werde. \u201eDie meisten Menschen wollen zu Hause alt werden und auch bei Krankheit, beginnender Hilfebed\u00fcrftigkeit, k\u00f6rperlicher Beeintr\u00e4chtigung und Pflegebed\u00fcrftigkeit in der eigenen Wohnung leben\u201c, so die Staatssekret\u00e4rin. Es m\u00fcssten neue Dienstleistungs- und ambulante Versorgungsangebote entwickelt und durch b\u00fcrgerschaftliches Engagement erg\u00e4nzt werden, damit trotz des Anstiegs von Hilfs- und Pflegebed\u00fcrftigkeit und insbesondere von Demenzerkrankungen m\u00f6glichst viele Menschen auch bei Unterst\u00fctzungsbedarf selbstbestimmt leben k\u00f6nnten. \u201eWir brauchen eine Renaissance der Nachbarschaftshilfe.\u201c Zudem m\u00fcssten auch technische M\u00f6glichkeiten st\u00e4rker genutzt werden.<\/p>\n<p>Derzeit werden in Hessen 75,2 Prozent der Pflegebed\u00fcrftigen zu Hause versorgt. \u201eDies ist eine gro\u00dfartige humanit\u00e4re Leistung, die von den Angeh\u00f6rigen erbracht wird. Damit liegt Hessen im L\u00e4ndervergleich an der Spitze\u201c, so die Staatssekret\u00e4rin. Unterst\u00fctzend seien die ambulanten Pflegedienste im Einsatz. Angesichts der demographischen Entwicklung und der sich ver\u00e4ndernden famili\u00e4ren Strukturen spreche vieles daf\u00fcr, dass diese Versorgungsleistungen in Zukunft nicht mehr im gleichen Ma\u00dfe zur Verf\u00fcgung stehen. Ben\u00f6tigt w\u00fcrden deshalb quartiersbezogene Hilfsangebote, die in Kooperation mit Kommunen, gemeinn\u00fctzigen Organisationen und anderen Tr\u00e4gern in das bestehende Hilfesystem integriert werden bzw. an bestehende Strukturen ankn\u00fcpfen.<\/p>\n<p>Die Staatssekret\u00e4rin ermunterte die Organisationen, Tr\u00e4ger, Verb\u00e4nde, St\u00e4dte und Kommunen sich mit Projektskizzen f\u00fcr das Programm \u201eSoziales Wohnen im Alter\u201c zu bewerben. Themen k\u00f6nnten z.B. die Verbesserung der Infrastruktur im l\u00e4ndlichen Raum, der Aufbau mobiler Beratungsangebote oder der Zusammenhalt verschiedener Kulturen im Wohnumfeld sein. \u201eEs geht darum, eine station\u00e4re Versorgung zu vermeiden und den Hilfesuchenden und Pflegebed\u00fcrftigen eine optimale Versorgungssituation anzubieten.\u201c<\/p>\n<p>Das Bundesfamilienministerium wird mit den Bundesl\u00e4ndern die Auswahl treffen, welche Projekte gef\u00f6rdert werden. Kriterien sind insbesondere Innovationsgehalt, die Bereitschaft zur Kooperation mit anderen Tr\u00e4gern sowie Nachhaltigkeit und \u00dcbertragbarkeit der Projekte. Die F\u00f6rderung ist auf maximal 36 Monate begrenzt. Antr\u00e4ge sind in einzureichen beim Bundesamt f\u00fcr Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, z.Hd. Frau Stephanie Biella, Stichwort: Nachbarschaft und soziale Dienstleistungen, Sibille-Hartmann-Str. 2-8, 50964 K\u00f6ln. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Juli 2011.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wiesbaden. 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