{"id":85329,"date":"2011-04-29T01:10:57","date_gmt":"2011-04-29T01:10:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=85329"},"modified":"2011-04-29T05:11:34","modified_gmt":"2011-04-29T05:11:34","slug":"zeckensaison-beginnt-neues-fsme-risikogebiet-in-hessen-in-der-stadt-offenbach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=85329","title":{"rendered":"Zeckensaison beginnt- Neues FSME-Risikogebiet in Hessen in der Stadt Offenbach"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wiesbaden. <\/strong>Die Staatssekret\u00e4rin im Hessischen Sozialministerium, Petra M\u00fcller-Klepper, appelliert an die hessischen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, sich jetzt durch eine FSME-Impfung f\u00fcr die Zeckensaison zu sch\u00fctzen. \u201eDas Fr\u00fchjahr ist der ideale Impfzeitpunkt, um sich wirksam gegen Erreger der lebensgef\u00e4hrlichen Fr\u00fchsommer-Meningoencephalitis (FSME) zu wappnen, die in unseren Breiten von Zecken \u00fcbertragen werden kann. Angesichts der m\u00f6glichen Folgen der Erkrankung ist diese Ma\u00dfnahme geboten\u00e2\u20ac\u009d, erkl\u00e4rte die Staatssekret\u00e4rin. Die FSME-Impfung wird sowohl von den Gesundheits\u00e4mtern als auch von niedergelassenen \u00c4rzten angeboten. Sie sch\u00fctzt aber nicht vor Borreliose, einer bakteriellen Infektion durch Zecken. Deshalb ist bei einem Zeckenstich erh\u00f6hte Aufmerksamkeit angezeigt, auch wenn die Impfung in Anspruch genommen wurde.<!--more--><\/p>\n<p>2010 wurden in Hessen 12 FSME-F\u00e4lle gemeldet, in 2009 waren es 20 F\u00e4lle, in 2008 13 Erkrankungen, in 2007 14 FSME-F\u00e4lle und 2006 51 F\u00e4lle. In Hessen z\u00e4hlen der Odenwaldkreis, die Landkreise Bergstra\u00dfe, Darmstadt-Dieburg, Offenbach Land, Gro\u00df-Gerau und Main-Kinzig, die Stadt Darmstadt sowie der Osten des Landkreises Marburg-Biedenkopf zu den Risikogebieten. Neu ist die Ausweisung der Stadt Offenbach als Risikogebiet, in dem sich die FSME-\u00fcbertragenden Zecken geh\u00e4uft finden. Weitere Risikogebiete liegen \u00fcberwiegend in Bayern und Baden-W\u00fcrttemberg.<\/p>\n<p>\u201eGef\u00e4hrdet sind vor allem Personen, die sich in Beruf oder Freizeit viel im Wald oder an Fl\u00fcssen eines Risikogebietes aufhalten\u201c, so die Staatssekret\u00e4rin. Ihnen r\u00e4t sie, sich umgehend impfen zu lassen. Die erste Impfung sollte idealer Weise im Fr\u00fchjahr stattfinden. Die zweite Impfung wird zwei bis vier Wochen sp\u00e4ter vorgenommen. Dies biete Schutz f\u00fcr die kommende Zeckensaison. Nach neun bis zw\u00f6lf Monaten sei eine Auffrisch-Impfung durchzuf\u00fchren, die f\u00fcr zirka drei Jahre sch\u00fctze.<\/p>\n<p>In den deutschen Risikogebieten sind ein bis f\u00fcnf Prozent der Zecken mit FSME infiziert. Die Viren gelangen durch den Zeckenstich in die Blutbahn des Menschen und k\u00f6nnen die Erkrankung ausl\u00f6sen. Die ersten, grippe\u00e4hnlichen Symptome mit Fieber, Kopfschmerzen und Erbrechen treten ein bis zwei Wochen nach dem Zeckenstich auf. Danach kommt es bei sechs bis zehn Prozent der Patienten zur Entz\u00fcndung der Hirnh\u00e4ute, des Gehirns oder anderer Nervengewebe. In diesen F\u00e4llen besteht die Gefahr von bleibenden neurologischen Ausf\u00e4llen wie zum Beispiel L\u00e4hmungen oder Anfallsleiden. Schwere Krankheitsverl\u00e4ufe werden eher bei Erwachsenen als bei Kindern beobachtet. Bei ein bis zwei Prozent der Erkrankten mit neurologischer Beteiligung f\u00fchrt die Erkrankung zum Tod. Jeder Krankheitsfall muss dem \u00f6rtlichen Gesundheitsamt gemeldet werden, damit es den genauen Infektionsort ermitteln kann.<\/p>\n<p>Noch keinen Impfstoff gibt es gegen die Borreliose, die ebenfalls durch Zecken \u00fcbertragen wird. Zecken, die diese Erreger \u00fcbertragen, sind \u00fcberall in Deutschland verbreitet. Da die Krankheit im Fr\u00fchstadium gut auf Antibiotika anspricht, sollten alle, die von einer Zecke gestochen werden, die Stichstelle beobachten. Kommt es innerhalb der n\u00e4chsten Wochen zu einer R\u00f6tung oder Hautver\u00e4nderung oder aber auch ohne R\u00f6tung zu grippe- oder rheumaartigen Beschwerden, muss umgehend ein Arzt aufgesucht werden, der die Antibiotikabehandlung einleiten kann.<\/p>\n<p>Zum Schutz vor Zecken empfiehlt sich Kleidung, die m\u00f6glichst viel K\u00f6rperoberfl\u00e4che bedeckt. Das Auftragen von Insektenmitteln auf der Haut bietet einen zeitlich begrenzten Schutz. Wenn sich eine Zecke festgebissen hat, sollte sie vorsichtig, ohne sie zu quetschen \u2013 am besten mit einer spitzen Zeckenpinzette \u2013 entfernt werden. Dies kann das Infektionsrisiko vermindern, da die Viren und Bakterien vermutlich mehrere Stunden brauchen, um in die Blutbahn des Menschen zu gelangen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wiesbaden. Die Staatssekret\u00e4rin im Hessischen Sozialministerium, Petra M\u00fcller-Klepper, appelliert an die hessischen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, sich jetzt durch eine FSME-Impfung f\u00fcr die Zeckensaison zu sch\u00fctzen. \u201eDas Fr\u00fchjahr ist der ideale Impfzeitpunkt, um sich wirksam gegen Erreger der lebensgef\u00e4hrlichen Fr\u00fchsommer-Meningoencephalitis (FSME) zu wappnen, die in unseren Breiten von Zecken \u00fcbertragen werden kann. 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