{"id":85314,"date":"2011-04-28T05:13:36","date_gmt":"2011-04-28T05:13:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=85314"},"modified":"2011-04-29T05:14:06","modified_gmt":"2011-04-29T05:14:06","slug":"der-hessische-arbeitsmarkt-im-april-2011-fruhjahrsbelebung-setzt-sich-wie-erwartet-fort","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=85314","title":{"rendered":"Der hessische Arbeitsmarkt im April 2011: Fr\u00fchjahrsbelebung setzt sich wie erwartet fort"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hessen. <\/strong>Erwartungsgem\u00e4\u00df hat sich der Arbeitsmarkt im April positiv entwickelt. Insgesamt wurden 187.461 Frauen und M\u00e4nner in diesem Monat zum Stichtag als arbeitslos gez\u00e4hlt. Das sind 4.514 oder 2,4 Prozent weniger als im Vormonat und 19.676 oder 9,5 Prozent weniger als im April des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf jetzt 6,0 Prozent; im Vormonat lag die Quote bei 6,2 Prozent, im Vorjahr noch bei 6,7 Prozent. <!--more--><\/p>\n<p>\u201eDie aktuellen Arbeitslosenzahlen spiegeln unsere Erwartungen wider, denn mit der Arbeitsaufnahme in den Au\u00dfenberufen sinken die Arbeitslosenzahlen. Gl\u00fccklicherweise haben die internationalen Krisen keine Auswirkungen auf den hessischen Arbeitsmarkt gezeigt. Wir hoffen, dass sich die positive Entwicklung der letzten Monate fortsetzt, denn erst nach einer l\u00e4nger andauernden Wachstumsphase profitieren auch die sonst weniger beg\u00fcnstigten Personengruppen, wie \u00c4ltere oder Langzeitarbeitslose\u201c, so Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen. Die Zahl der arbeitslosen M\u00e4nner sank st\u00e4rker als die der Frauen, im Vormonatsvergleich um 3,8 Prozent und im Vorjahresvergleich um 12,0 Prozent auf jetzt 98.305 (R\u00fcckgang Frauen um 0,7 bzw. 6,6 Prozent). Insgesamt bleiben M\u00e4nner jedoch in einem h\u00f6heren Ma\u00df von Arbeitslosigkeit betroffen: Ihr Anteil an allen Arbeitslosen betr\u00e4gt 52,4 Prozent.<\/p>\n<p><strong>Junge profitieren am st\u00e4rksten<\/strong><\/p>\n<p>Besonders stark profitieren weiterhin junge Menschen unter 25 Jahren. Derzeit sind 16.970 junge Frauen und M\u00e4nner arbeitslos. Das sind 5,8 Prozent weniger als im M\u00e4rz 2011 und rund 15 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Die Personengruppe der \u00fcber 50-j\u00e4hrigen verzeichnet einen leichten R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit: 1,7 Prozent weniger als im Vormonat und 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Anteil der SGB II-Empf\u00e4nger steigt weiter an, so dass mittlerweile 69,8 Prozent aller Arbeitslosen Arbeitslosengeld II beziehen. Der Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt kommt immer noch in erster Linie den Arbeitslosen im Rechtskreis SGB III zu Gute: R\u00fcckgang zum Vormonat 6,3 Prozent und zum Vorjahr 18,8 Prozent (SGB II: R\u00fcckgang um 0,5 bzw. 4,8 Prozent).<\/p>\n<p>Der R\u00fcckgang der F\u00f6rderung von Arbeitsgelegenheiten macht sich bei der Entwicklung der aktuellen Arbeitslosenzahlen nicht bemerkbar. Zur bevorstehenden \u00d6ffnung des deutschen Arbeitsmarktes f\u00fcr Menschen aus acht EU-Staaten \u00e4u\u00dferte sich Dr. Frank Martin verhalten optimistisch: \u201eDie Arbeitnehmerfreiz\u00fcgigkeit bietet Chancen und Risiken f\u00fcr den hessischen Arbeitsmarkt. In einigen Bereichen besteht bereits jetzt ein Fachkr\u00e4ftebedarf, der mit Hilfe von Arbeitskr\u00e4ften aus diesen L\u00e4ndern vielleicht in Teilen gedeckt werden kann.\u201c<\/p>\n<p><strong>Sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung<\/strong><\/p>\n<p>Die sozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung nimmt in Hessen mit 2,2 Prozent st\u00e4rker zu als im Vormonat (Steigerung im Vormonat: 1,8 Prozent). Verglichen mit den Zuw\u00e4chsen in anderen westdeutschen L\u00e4ndern (2,7 Prozent) und dem Bund (2,6 Prozent) liegt Hessen jedoch weiterhin unter dem Durchschnitt. Der hochgerechnete Wert f\u00fcr Februar 2011 liegt bei 2.213.000 sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten in Hessen. Gute Entwicklungen verzeichnen vor allem die Branchen Verkehr und Lagerei (5,4 Prozent) sowie Gesundheits- und Sozialwesen (3,8 Prozent), aber auch das Bau- und Verarbeitende Gewerbe (mit 3,1 Prozent, bzw. 1,1 Prozent). Die Agenturen f\u00fcr Arbeit in Hessen haben zurzeit rund 37.000 offene Stellen im Bestand. Diese Zahl ist rund 36 Prozent h\u00f6her als noch im letzten Jahr.<\/p>\n<p><strong>Regionale Entwicklung<\/strong><\/p>\n<p>Im regionalen Vergleich ist Nordhessen mit einer besonders niedrigen Arbeitslosenquote f\u00fchrend. Im Regierungsbezirk Kassel liegt sie mit 5,9 Prozent unter der Quote in Darmstadt (6,1 Prozent) und Gie\u00dfen (6,1 Prozent). Die h\u00f6chsten Arbeitslosenquoten in Hessen haben die St\u00e4dte Offenbach (11,4 Prozent) und Kassel (10,6 Prozent), die besten Werte erreichen Fulda (4,1 Prozent) und der Hochtaunuskreis (4,2 Prozent). Von den 26 Kreisen und kreisfreien St\u00e4dten konnten im Vorjahresvergleich bis auf den Odenwaldkreis (+6,5 Prozent) und den Rheingau-Taunus-Kreis (+0,7 Prozent) alle ihre Arbeitslosenzahl senken.<\/p>\n<p>Aufgrund einer Fehlerfassung in der Vergangenheit im Odenwaldkreis wurde die Arbeitslosigkeit dort bislang deutlich zu niedrig ausgewiesen; f\u00fcr April ergibt sich nun ein Anstieg von \u00fcber 30 Prozent bei Arbeitslosengeld II-Empf\u00e4ngern. Dies ergab eine Datenbereinigung, die vom JobCenter Odenwaldkreis durchgef\u00fchrt wurde.<\/p>\n<p><strong>Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen ist hoch<\/strong><\/p>\n<p>Im Vergleich zum Vorjahr wurden in Hessen 18,1 Prozent mehr freie Ausbildungsstellen bei den Agenturen f\u00fcr Arbeit, den Arbeitsgemeinschaften und Optionskommunen gemeldet. Dem steht eine Steigerung von 2,2 Prozent bei den Bewerberzahlen gegen\u00fcber. In Zahlen sind das bis zum April 32.909 gemeldete Bewerber\/innen und 29.767 gemeldete Stellen; davon waren zum Stichtag noch rund 16.519 unbesetzt; 18.389 Bewerber\/innen gelten derzeit noch als unversorgt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Hessen. Erwartungsgem\u00e4\u00df hat sich der Arbeitsmarkt im April positiv entwickelt. Insgesamt wurden 187.461 Frauen und M\u00e4nner in diesem Monat zum Stichtag als arbeitslos gez\u00e4hlt. Das sind 4.514 oder 2,4 Prozent weniger als im Vormonat und 19.676 oder 9,5 Prozent weniger als im April des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf jetzt 6,0 Prozent; &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-85314","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/85314","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=85314"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/85314\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=85314"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=85314"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=85314"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}