{"id":85245,"date":"2011-04-27T11:46:17","date_gmt":"2011-04-27T11:46:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=85245"},"modified":"2011-04-27T11:46:27","modified_gmt":"2011-04-27T11:46:27","slug":"orgelmatinee-im-fuldaer-dom-mit-mario-ciferri-am-7-mai-12-05-uhr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=85245","title":{"rendered":"Orgelmatinee im Fuldaer Dom mit Mario Ciferri am 7. Mai"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/110427_Ciferri.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-85246\" title=\"110427_Ciferri\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/110427_Ciferri-265x431.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"431\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/110427_Ciferri-265x431.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/110427_Ciferri-368x600.jpg 368w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/110427_Ciferri.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. <\/strong>Passend zum Liszt-Jahr er\u00f6ffnet Mario Ciferri die diesj\u00e4hrige Orgelmatinee-Saison mit Liszts \u201eOrpheus\u201c. Am 7. Mai um 12.05 Uhr wird neben dieser Transkription des Orchesterst\u00fcckes f\u00fcr Orgel, die von einem Zeitgenossen Liszts, Alexander Wilhelm Gottschalg, erstellt wurde, die 3. Sonate von August Gottfried Ritter zu h\u00f6ren sein. Dies ist ein bedeutendes Werk der Romantik, das erst in den letzten Jahren wieder Eingang in die Konzertprogramme gefunden hat. Der Kostenbeitrag f\u00fcr die Orgelmatineen betr\u00e4gt 3,50 \u00e2\u201a\u00ac (erm\u00e4\u00dfigt 2,50 \u00e2\u201a\u00ac).<\/p>\n<p><strong>Mario Ciferri<\/strong><\/p>\n<p>Nach Abschlu\u00cc\u02c6ssen in Klavier, Orgel, Cembalo und Orchesterdirigieren in Bologna und Pesaro, studierte Ciferri auch Komposition. Er verfeinerte seine Kenntnisse durch eine Vielzahl von Kursen bei renommierten Dozenten wie Litaize, Tagliavini, Radulescu und anderen. Neben verschiedenen Auszeichnungen bei Wettbewerben fu\u00cc\u02c6r Orgel arbeitete er auch kontinuierlich in den Bereichen Dirigieren und Cembalospiel weiter. Er besch\u00e4ftigte sich sowohl mit historischen Orgeln in Italien und den entsprechenden Kompositionen wie auch die ganze Repertoirebreite von Bach bis Durufl\u00e9 sich in seinen Konzertprogrammen widerspiegelt. Daneben fesselt ihn besonders die Barockmusik im Bereich seiner Dirigiert\u00e4tigkeit. Derzeit ist er Titularorganist in Porto San Giorgio und als Dozent t\u00e4tig am Conservatoire in Monopoli (Bari).<!--more--><\/p>\n<p>ORGELMATINEE<\/p>\n<p>Samstag, 7. Mai 2011<br \/>\n12.05 &#8211; 12.35 Uhr<\/p>\n<p>Programm:<\/p>\n<p>Franz Liszt \u201cOrpheus\u00e2\u20ac\u009d, (1811 &#8211; 1886) Symphonische Dichtung Nr. 4<br \/>\n(Transkription fu\u00cc\u02c6r Orgel von Alexander Wilhelm Gottschalg 1827 &#8211; 1908)<\/p>\n<p>August Gottfried Ritter Sonate op. 23 Nr. 3 in a-Moll<br \/>\n(1811 &#8211; 1885) Rasch-Recit-Adagio-Nicht schleppend-Rasch- Entschlossen-Adagio<\/p>\n<p>An der Domorgel: Mario Ciferri, San Giorgio \u2013 Italien<\/p>\n<p><strong>Zu den Werken:<\/strong><\/p>\n<p>Franz Liszt und August Gottfried Ritter sind zwei der wichtigsten Komponisten fu\u00cc\u02c6r die Orgel im 19. Jahrhundert. Franz Liszts 200. Geburtstag gibt besonderen Grund, ihn 2011 zu ehren.<\/p>\n<p>\u201eOrpheus\u201c ist eine symphonische Dichtung von Liszt, zwischen 1853 und 1854 komponiert. Es ist die 4. von insgesamt 13 symphonischen Dichtungen, die er in seiner Weimarer Zeit komponierte und die am 16. Februar 1854 unter der Leitung des Komponisten als Introduktion fu\u00cc\u02c6r Glucks Oper \u201eOrpheus und Euridice\u201c uraufgefu\u00cc\u02c6hrt wurde. Inspiriert ist das Werk von einer etruskischen Vase im Museum Louvre in Paris, wo dargestellt ist, dass der S\u00e4nger Steine durch sein Lautenspiel und durch seinen Gesang bewegen kann. Liszt sah in der Figur des Orpheus ein Symbol fu\u00cc\u02c6r die ethische Macht von Musik und Ku\u00cc\u02c6nsten, der Sch\u00f6nheit und Zivilisation, die die gewaltt\u00e4tige Welt in ihren Kr\u00e4ften eind\u00e4mmen helfen sollte. Alexander W. Gottschalg (1827 \u2013 1908), ein Freund von Liszt, erstellt eine Transkription dieses Werkes fu\u00cc\u02c6r Orgel.<\/p>\n<p>Die Sonate op. 23 in a-Moll ist die dritte der vier Sonaten von August Gottfried Ritter, sie wurde 1855 komponiert und ist Franz Liszt gewidmet. In seinen Sonaten modifiziert Ritter das traditionelle Sonatenmodell in ganz eigener Weise und mit einer gewissen N\u00e4he zur \u00c4sthetik von Franz Liszt (der Ritter als Organisten sehr sch\u00e4tzte). Die dritte Sonate ist eine raffinierte Aufarbeitung formaler Archetypen: Barocke Fantasie und Sonatenform, das Prinzip der Variation und Fuge, Techniken motivischer Verarbeitung und zyklischer Formen treten hier in ein spannendes Wechselspiel. Sechzig Takte Toccata (A) er\u00f6ffnen die Franz Liszt gewidmete Sonate mit rhapsodischem Schwung; nach kurzer chromatischer \u00dcberleitung folgt ein Rezitativ (B), das wohl kaum ohne stille Verbeugung vor Bachs Chromatischer Fantasie BWV 903 entstanden sein du\u00cc\u02c6rfte. \u201eNicht schleppend\u201c ist Teil C mit seinem Pizzicato zu spielen. Mit einem choralartigen D-Dur- Abschnitt D ist das entscheidende thematische Material vorl\u00e4ufig versammelt: Keine \u201eSonate\u201c im herk\u00f6mmlichen Sinne und doch eine \u2013 vor allem wegen des nun folgenden Durchfu\u00cc\u02c6hrungsabschnitts.<\/p>\n<p>Die Themen C, B und A werden hier verarbeitet \u2013 D bezeichnenderweise nicht. Was dann folgt, ist noch nicht die Reprise, sondern ein neues, marschartiges Thema E (\u201eEntschlossen\u201c) in a-Moll, welches mit dem Choral (D), nun in ADur, abwechselt. In Takt 255 setzt die Reprise mit A ein, das nun Elemente von E aufgenommen hat und von den Themen E, D und C \u2013 alle in a-Moll bzw. A-Dur \u2013 abgel\u00f6st wird. Die Schlussfuge ist das Resu\u00cc\u02c6mee von A und E und zugleich brillantes Finale. A, E und sogar Ankl\u00e4nge an die chromatische \u00dcberleitung aus Takt 60-65 bilden die Coda. Was diese Sonate auszeichnet, ist das konsequente musikalische Denken, das sich in entsprechend formulierten Themen niederschl\u00e4gt und von dort aus \u2013 und nicht in Anwendung eines Lehrbuchkonzeptes \u2013 die gro\u00dfe Form erzeugt und rechtfertigt.<\/p>\n<p><strong>Orgelmatineen im Dom zu Fulda 2011<\/strong><\/p>\n<p>12. Mai &#8211; 12.35 Uhr<br \/>\nMario Ciferri, San Giorgio \u2013 Italien mit \u201eOrpheus\u201c von Liszt und die Sonate op. 23 in a-Moll von August Gottfried Ritter<\/p>\n<p>14. Mai \u2013 13.00 Uhr<br \/>\nFr\u00e9d\u00e9ric Champion, Winterthur &#8211; Schweiz<\/p>\n<p>21. Mai<br \/>\nLukas Stollhof, Oberwesel<\/p>\n<p>28. Mai<br \/>\nMichael Hoppe, Aachen<\/p>\n<p>Weitere Informationen zu den Orgelkonzerten im Fuldaer Dom finden Sie unter <a href=\"http:\/\/www.orgelmusik.bistum-fulda.de\" target=\"_blank\">www.orgelmusik.bistum-fulda.de<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Passend zum Liszt-Jahr er\u00f6ffnet Mario Ciferri die diesj\u00e4hrige Orgelmatinee-Saison mit Liszts \u201eOrpheus\u201c. Am 7. Mai um 12.05 Uhr wird neben dieser Transkription des Orchesterst\u00fcckes f\u00fcr Orgel, die von einem Zeitgenossen Liszts, Alexander Wilhelm Gottschalg, erstellt wurde, die 3. Sonate von August Gottfried Ritter zu h\u00f6ren sein. Dies ist ein bedeutendes Werk der Romantik, das &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,44],"tags":[],"class_list":["post-85245","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite","category-kultur"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/85245","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=85245"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/85245\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=85245"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=85245"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=85245"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}