{"id":85159,"date":"2011-04-23T00:15:09","date_gmt":"2011-04-23T00:15:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=85159"},"modified":"2011-04-23T06:31:07","modified_gmt":"2011-04-23T06:31:07","slug":"zirkus-charles-knie-prasentiert-eine-rasante-show","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=85159","title":{"rendered":"Zirkus Charles Knie pr\u00e4sentiert eine rasante Show"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Paolo-Kaiser-2.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-85160\" title=\"Paolo Kaiser (2)\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Paolo-Kaiser-2-265x398.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"398\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Paolo-Kaiser-2-265x398.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Paolo-Kaiser-2-176x265.jpg 176w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Paolo-Kaiser-2-399x600.jpg 399w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/Paolo-Kaiser-2.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. Schon der Auftakt war furioser als so manches Finale. T\u00e4nzer, Musiker, Akrobaten, Feuerschlucker &#8211; alle gemeinsam in buntes Licht getaucht im Rund der Manege. Und von da an geht es Schlag auf Schlag. Beim Zirkus Charles Knie, der derzeit auf der Fuldaer Ochsenwiese gastiert, bleibt kaum Zeit zum Atem holen. Ein Programmpunkt jagt den anderen, eine Sensation die n\u00e4chste. Kein Conf\u00e9rencier, kein Direktor, der das &#8220;s\u00e4rr ver\u00e4rrte Publikum&#8221; durchs Programm fu\u00cc\u02c6hrt und jedes Mal wieder die Luft aus dem Geschehen nimmt.<\/p>\n<p>Stattdessen eine Stimme aus dem Off mit einigen wenigen Erl\u00e4uterungen und ansonsten sprechen die Nummern fu\u00cc\u02c6r sich &#8211; und wie. Dank hochklassiger Artisten, einer beeindruckenden Lichtshow, die immer neue Stimmungen ins Zirkuszelt zaubert, einer perfekten Regie und nicht zuletzt dem Live-Orchester, das die Show mit Melodien abseits des Zirkus-Einerlei untermalt, vergehen die knapp drei Stunden unter der Planenkuppel wie im Nu. Neben den Leistungen der Ku\u00cc\u02c6nstler ist es vor allem die Liebe zum Detail, die den Zirkus Charles Knie zu etwas ganz Besonderem macht. Ein Showballett an sich ist schon nicht allt\u00e4glich. Aber dass die T\u00e4nzerinnen auch noch jeden Programmpunkt mit passenden und aufwendig gestalteten Kostu\u00cc\u02c6men anku\u00cc\u02c6ndigen, ist alles andere als normal.<\/p>\n<p>Auf die Seehundnummer wird im Matrosenanzug eingestimmt, die rassigen Pferde werden als Tangogruppe begleitet und vor der Raubkatzennummer wird es afrikanisch. Ja, die Raubkatzennummer. Von jeher einer der H\u00f6hepunkte im Zirkus und bei Charles Knie besonders sehenswert. Dompteur Alexander Lacey zeigt seine Tiger und L\u00f6wennummer mit einer spielerischen Leichtigkeit, die Grundmotiv des ganzen Zirkusprogramms ist. Niemand bittet um &#8220;absolute Ruhe&#8221;, damit die &#8220;Weltsensation&#8221; gelingt, kein Trommelwirbel ku\u00cc\u02c6ndigt an, dass nun etwas Besonderes passiert. Warum auch &#8211; das ganze Programm ist etwas Besonderes und niemand muss das dem Zuschauer erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Im Gegenteil, der ist von Beginn an gefangen von den Leistungen der Artisten und der bunten Welt in der Manege, die wirkt, als h\u00e4tte ein kundiger Cutter die besten Szenen aus einem Zirkusfestival fu\u00cc\u02c6rs Fernsehen zusammengeschnitten.<br \/>\nMit der dichten Dramaturgie, beeindruckenden Bildern von afrikanischen Bu\u00cc\u02c6ffeln, die mit ihren riesigen H\u00f6rnern gemeinsam mit schottischen Hochlandrindern in der Manege stehen und dem dauerhaft hoch gehaltenen Tempo bedient die Show die aktuellen Rezeptionsgewohnheiten des TVgewohnten Zuschauers. Einen Artistenzirkus mit irgendeiner Showproduktion fu\u00cc\u02c6rs Fernsehen zu vergleichen ist zwar nicht ganz fair, aber dennoch ist das der Ma\u00dfstab, an dem heute auch ein Zirkus gemessen wird. Denn die Maxime &#8220;Du sollst nicht langweilen&#8221; gilt hier wie dort. Charles Knie langweilt nicht. Kein bisschen. Selbst der Pausenclown, der meist die undankbare Aufgabe hat, die Umbauzeiten zu u\u00cc\u02c6berbru\u00cc\u02c6cken, ist hier Meister seines Faches und genau das, was er sein soll: richtig witzig.<\/p>\n<p>Ohnehin sind die Ku\u00cc\u02c6nstler und die Form der Darbietung den Tick besser, der sie u\u00cc\u02c6ber den Durchschnitt ihres Fachs erhebt. Der Taschendieb ist besonders fingerfertig und charmant, der Bauchredner hat einen sch\u00f6nen subversiven Humor, der fliegende Brasilianer am Trapez beendet seinen Auftritt mit einer Hommage an das Gastland, die Rollschuhartisten sind sehr rasant und was Ren\u00e9 Sperlich mit seinen gerade mal 16 Jahren an Handstandakrobatik zeigt, kann sich mehr als sehen lassen. Das Finale schl\u00e4gt den Auftakt dann doch noch. Alle Artisten bedanken sich unter tosendem Applaus und der Hei\u00dfluftballon mit dem Clown und dem kleinen Jungen schwebt davon. Ein sch\u00f6nes Bild, das ein letztes Mal unterstreicht, dass hier ein Zirkus am Werk ist, der die besondere Magie des Genres erhalten aber gleichzeitig in die Zukunft retten will.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Schon der Auftakt war furioser als so manches Finale. T\u00e4nzer, Musiker, Akrobaten, Feuerschlucker &#8211; alle gemeinsam in buntes Licht getaucht im Rund der Manege. Und von da an geht es Schlag auf Schlag. Beim Zirkus Charles Knie, der derzeit auf der Fuldaer Ochsenwiese gastiert, bleibt kaum Zeit zum Atem holen. 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