{"id":85023,"date":"2011-04-20T00:10:19","date_gmt":"2011-04-20T00:10:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=85023"},"modified":"2011-04-19T08:48:39","modified_gmt":"2011-04-19T08:48:39","slug":"stimmungshoch-bei-unternehmen-im-ihk-bezirk-frankfurt-am-main","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=85023","title":{"rendered":"Stimmungshoch bei Unternehmen im IHK-Bezirk Frankfurt am Main"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frankfurt. <\/strong>\u201eDer Aufschwung im IHK-Bezirk Frankfurt am Main setzt sich weiter fort. Die guten Aussichten am Arbeitsmarkt, eine starke Auslandsnachfrage und das nach wie vor g\u00fcnstige Zinsumfeld stellen den Aufschwung auf eine solide Basis\u201c, sagt Dr. Hubertus Hille, Chef-Volkswirt der IHK Frankfurt am Main. Der IHK-Gesch\u00e4ftsklimaindikator liegt aktuell bei 135,1 Z\u00e4hlern (ein Stand von 100 Punkten spiegelt die Balance zwischen positiver und negativer Grundstimmung in der Wirtschaft wider). Damit h\u00e4lt sich der Indikator weiterhin auf dem hervorragenden Niveau vom Jahresbeginn 2011, so das Ergebnis der aktuellen IHK-Konjunkturumfrage zum Fr\u00fchsommer 2011 unter 2.500 Unternehmen. <!--more--><\/p>\n<p>Lage und Erwartungen. Alle Stimmungsindikatoren signalisieren nach wie vor sowohl eine durchgehend positive Einsch\u00e4tzung der aktuellen konjunkturellen Lage, als auch optimistische Erwartungen f\u00fcr die n\u00e4chsten Monate. Die gegenw\u00e4rtige Gesch\u00e4ftslage wird von 49 Prozent der Unternehmen im Bezirk der IHK Frankfurt am Main als \u201egut\u201c beurteilt. Rund 44 Prozent sind mit ihren Gesch\u00e4ften zufrieden. Lediglich acht Prozent sehen sich in einer schlechten Lage. F\u00fcr die kommenden Monate rechnen 38 Prozent mit besseren Gesch\u00e4ften. Die Mehrheit erwartet eine Stabilisierung auf dem aktuellen Niveau.<\/p>\n<p>Investitionen. Die Investitionsausgaben der Unternehmen im Bezirk der IHK Frankfurt am Main entwickeln sich fortw\u00e4hrend positiv. Das steigende Zinsumfeld ist f\u00fcr die Unternehmen noch immer g\u00fcnstig. In den Krisenmonaten aufgeschobene Investitionen werden daher auch mit Blick auf m\u00f6glicherweise erneute Zinssteigerungen weiter nachgeholt. 30 Prozent wollen in n\u00e4chster Zeit mehr investieren. Eine Mehrheit von 58 Prozent plant, ihre Investitionen konstant zu halten.<\/p>\n<p>Exporte. Aufgrund des ungebrochenen Wachstums in den Schwellenl\u00e4ndern sind die Aussichten der Exportwirtschaft weiterhin g\u00fcnstig. Die Exporterwartungen der Unternehmen im Bezirk der IHK Frankfurt am Main haben sich seit Jahresbeginn erneut verbessert. 35 Prozent erwarten einen Anstieg ihres Exportvolumens, nur vier Prozent rechnen mit weniger Exporten in den n\u00e4chsten Monaten. Der Export im Bezirk der IHK Frankfurt am Main wird damit weiter zunehmen.<\/p>\n<p>Besch\u00e4ftigte. Die Besch\u00e4ftigungspl\u00e4ne der Unternehmen im Bezirk der IHK Frankfurt am Main enthalten auch aktuell positive Signale f\u00fcr den regionalen Arbeitsmarkt. 28 Prozent der Unternehmen im IHK Bezirk Frankfurt am Main wollen ihre Mitarbeiterzahl weiter ausbauen. 60 Prozent wollen ihren Personalbestand konstant halten.<\/p>\n<p>Fachkr\u00e4ftemangel. Die Bedeutung des Fachkr\u00e4ftemangels nimmt zu. K\u00fcnftig wird sich der Wettbewerb um die besten Fachkr\u00e4fte weiter versch\u00e4rfen. Aktuell sieht mehr als jedes dritte Unternehmen im Bezirk der IHK Frankfurt am Main im Fachkr\u00e4ftemangel ein Risiko f\u00fcr die k\u00fcnftige Entwicklung des Unternehmens. Insbesondere diejenigen Unternehmen, die bereits heute offene Stellen nicht besetzen k\u00f6nnen, rechnen mit Problemen. \u201eOffene Stellen k\u00f6nnen aktuell in rund einem Drittel der Unternehmen nicht besetzt werden. Dies gibt einen Vorgeschmack auf die Entwicklungen in den kommenden Jahren\u201c, betont Dr. Hille.<\/p>\n<p>Die Unternehmen bekommen den Druck bei der Suche geeigneter Fachkr\u00e4fte mehr und mehr zu sp\u00fcren. In den n\u00e4chsten Monaten will etwa jedes dritte Unternehmen dem Fachkr\u00e4ftemangel mit mehr Weiterbildung begegnen. 30 Prozent planen, mehr auszubilden. Jedes vierte Unternehmen will an den Hochschulen und Schulen mehr Pr\u00e4senz zeigen und 18 Prozent haben vor, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>Rohstoffpreise. Trotz der erfreulichen Konjunkturentwicklung ergeben sich derzeit Risiken aus den steigenden Energie- und Rohstoffkosten. Insbesondere die Industrie, der Handel und das Gastgewerbe sehen sich betroffen. Etwa jedes f\u00fcnfte Unternehmen versucht durch langfristige Bezugsvertr\u00e4ge Planungssicherheit herzustellen. In der Industrie sind dies 42 Prozent, im Gastgewerbe sogar 44 Prozent. Die Gefahren steigender Einkaufspreise f\u00fcr die Unternehmen zeigen sich insbesondere in h\u00f6heren Produktionskosten. 22 Prozent der Unternehmen im Bezirk der IHK Frankfurt am Main \u00fcberlegen daher, in den n\u00e4chsten Monaten ihre Preise zu erh\u00f6hen. Selbst Produktionsverlagerungen werden derzeit, insbesondere bei den Vorleistungs- und Investitionsg\u00fcterproduzenten, in Betracht gezogen.<\/p>\n<p>Die Unternehmen brauchen flankierende Ma\u00dfnahmen in der Rohstoffpolitik. Die Politik sollte sich dabei auf zwei Handlungsfelder konzentrieren: So sehen 80 Prozent der Unternehmen \u201emehr F\u00f6rderung von Forschung und Entwicklung\u201c als geeignetes Instrument, um die Herausforderungen steigender Energie- und Rohstoffpreise meistern zu k\u00f6nnen. 65 Prozent fordern von der Politik eine st\u00e4rkere handelspolitische Unterst\u00fctzung f\u00fcr den Rohstoffbezug.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Frankfurt. \u201eDer Aufschwung im IHK-Bezirk Frankfurt am Main setzt sich weiter fort. Die guten Aussichten am Arbeitsmarkt, eine starke Auslandsnachfrage und das nach wie vor g\u00fcnstige Zinsumfeld stellen den Aufschwung auf eine solide Basis\u201c, sagt Dr. Hubertus Hille, Chef-Volkswirt der IHK Frankfurt am Main. 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