{"id":84952,"date":"2011-04-18T00:12:19","date_gmt":"2011-04-18T00:12:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=84952"},"modified":"2011-04-18T06:47:48","modified_gmt":"2011-04-18T06:47:48","slug":"prahispanische-fundstucke-an-botschafter-der-vereinigten-mexikanischen-staaten-ubergeben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=84952","title":{"rendered":"Pr\u00e4hispanische Fundst\u00fccke an Botschafter der Vereinigten Mexikanischen Staaten \u00fcbergeben"},"content":{"rendered":"<p><strong><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-84953\" title=\"110417_Uebergabe\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/110417_Uebergabe-265x211.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"211\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/110417_Uebergabe-265x211.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/110417_Uebergabe.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/>Wiesbaden.<\/strong> Der Staatssekret\u00e4r im Hessischen Ministerium f\u00fcr Wissenschaft und Kunst, Ingmar Jung, hat dem Botschafter der Vereinigten Mexikanischen Staaten in der Bundesrepublik Deutschland, Francisco Nicol\u00e1s Gonz\u00e1lez D\u00c3\u00adaz, 49 pr\u00e4hispanische Fundst\u00fccke \u00fcbergeben. Die Gegenst\u00e4nde \u2013 eine Maske aus gr\u00fcnem Stein und 48 Ohrschmuckst\u00fccke \u2013 waren 2004 am Frankfurter Flughafen sichergestellt worden. Die zeremoniellen Kunstwerke aus der klassischen Epoche Mesoamerikas (300 bis 900 nach Christus) stammen zweifelsfrei aus Mexiko und h\u00e4tten nicht ausgef\u00fchrt werden d\u00fcrfen.<!--more--><\/p>\n<p>Seine Exzellenz Francisco Nicol\u00e1s Gonz\u00e1lez D\u00c3\u00adaz bedankte sich bei den hessischen Beh\u00f6rden sowie beim Zoll f\u00fcr die Unterst\u00fctzung, die zu dieser erfolgreichen R\u00fcckgabe gef\u00fchrt haben. \u201eDies ist ein Tag der Freude f\u00fcr Mexiko\u201c, sagte der mexikanische Diplomat, \u201emit dieser \u00dcbergabe von 49 Fundst\u00fccken, die zum arch\u00e4ologischen und kulturellen Erbe der mexikanischen Nation geh\u00f6ren, erfahren die diesbez\u00fcglichen gemeinsamen Anstrengungen der mexikanischen und der Beh\u00f6rden des Landes Hessen am heutigen Tage ihre Kr\u00f6nung.\u201c Ausdruck des hohen Stellenwerts, den der Schutz des kulturellen Erbes in Mexiko genie\u00dft, war auch die Anwesenheit des Generaldirektors des mexikanischen Nationalinstituts f\u00fcr Anthropologie und Geschichte (INAH), Alfonso de Maria y Campos Castello, bei der \u00dcbergabe.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-84954\" title=\"110417_Maske\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/110417_Maske-265x258.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"236\" \/> <img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-84955\" title=\"110417_Ohrschmuckstuecke\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/110417_Ohrschmuckstuecke-265x212.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"236\" \/><\/p>\n<p>\u201eIn Kulturg\u00fctern spiegelt sich Identit\u00e4t eines Landes wider. Kunstsch\u00e4tze, egal ob B\u00fccher, Denkm\u00e4ler, Bilder, Skulpturen oder andere Artefakte bewahren das Ged\u00e4chtnis einer Nation. Daher geben wir diese wertvollen arch\u00e4ologischen Artefakte in das Land zur\u00fcck, aus dem sie stammen und rechtswidrig entwendet wurden\u201c, sagte Staatssekret\u00e4r Jung. Er wies darauf hin, dass das Land Hessen seine Verpflichtung zur R\u00fcckgabe von unrechtm\u00e4\u00dfig ausgef\u00fchrten Kulturg\u00fctern gem\u00e4\u00df dem UNESCO-\u00dcbereinkommen vom 14. November 1970 sehr ernst nehme. Jung erinnerte daran, dass Hessen fr\u00fcher bereits Objekte zum Beispiel an Italien, Russland oder den Irak zur\u00fcckgegeben habe.<\/p>\n<p>Mexiko sch\u00fctzt sein pr\u00e4kolumbisches arch\u00e4ologisches Erbe indem dieses kraft Gesetzes zu unver\u00e4u\u00dferlichem Staatseigentum wird und versucht das unter anderem durch ein umfassendes Ausfuhrverbot durchzusetzen. Dies bedeutet, dass eine legale Ausfuhr aus dem lateinamerikanischen Land nur nach vorheriger beh\u00f6rdlicher Genehmigung zul\u00e4ssig ist. Derartige Genehmigungen von mexikanischer Seite konnte die einf\u00fchrende Person 2004 jedoch nicht vorweisen. Nachdem die Objekte jahrelang zu Beweiszwecken im Rahmen umfassender strafrechtlicher Ermittlungen gegen die einf\u00fchrende Person herangezogen waren, stellte das Hessische Ministerium f\u00fcr Wissenschaft und Kunst als zust\u00e4ndige Beh\u00f6rde f\u00fcr den Kulturg\u00fcterschutz in Hessen die Objekte sicher, um die R\u00fcckgabe an den rechtm\u00e4\u00dfigen Eigent\u00fcmer, die mexikanische Nation sichern zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die 49 Fundst\u00fccke waren seinerzeit im Auftrag des mexikanischen Nationalinstituts begutachtet worden. Sie stammen zweifelsfrei aus Mexiko und mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit aus Raubgrabungen. Laut Gutachten ergeben die Merkmale der Handwerkstechnik, der Rohstoffe, der Beschaffenheit der Oberfl\u00e4che, der Zusammensetzung, dass die Objekte aus der klassischen Epoche der mesoamerikanischen Kultur stammen. Sie bezeichnet das Gebiet in Mittelamerika, in dem zahlreiche pr\u00e4kolumbische Staaten vor der spanischen Kolonisierung bestanden. Die Kunstwerke sind kulturgeschichtlich von unsch\u00e4tzbarem Wert.<\/p>\n<p>Besonders eindrucksvoll ist die 22,5 Zentimeter hohe, 23,5 Zentimeter breite und sechs Zentimeter dicke Maske aus gr\u00fcnem, gemasertem Stein. Das gemei\u00dfelte und polierte Kunstwerk weist menschen\u00e4hnliche Gesichtsz\u00fcge auf. Die Ohrschmuckst\u00fccke aus gr\u00fcnem oder r\u00f6tlichem Granit sind in Form von Spulen oder Kegelst\u00fcmpfen, zwischen 1,7 und 3,5 Zentimeter hoch. Die Durchmesser liegen zwischen 3,4 und 9,5 Zentimetern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wiesbaden. 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