{"id":84841,"date":"2011-04-13T00:10:19","date_gmt":"2011-04-13T00:10:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=84841"},"modified":"2011-04-13T18:27:00","modified_gmt":"2011-04-13T18:27:00","slug":"am-girlsday-2011-premiere-fur-den-boys-day","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=84841","title":{"rendered":"Am Girls`Day 2011 Premiere f\u00fcr den Boys\u00e2\u20ac\u02dc Day"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wiesbaden.<\/strong> Heute findet zum 11. Mal der Girls`Day statt, an dem M\u00e4dchen Einblicke in bisher m\u00e4nnerdominierte Berufsfelder bekommen. \u201eAm Girls`Day werden die M\u00e4dchen ermutigt, eigene Wege zu gehen und jenseits traditioneller Rollenbilder die Weichen f\u00fcr ihre berufliche Zukunft zu stellen\u201c, erkl\u00e4rte die Staatssekret\u00e4rin im Hessischen Sozialministerium, Petra M\u00fcller-Klepper. \u201eAu\u00dferdem bietet sich wieder die Chance f\u00fcr Unternehmen, das gro\u00dfe Potential der jungen Frauen f\u00fcr zukunftsweisende Berufe in Technik, Naturwissenschaft, Handwerk und Informationstechnologie zu begeistern. 2010 sammelten 9.761 Sch\u00fclerinnen bei 876 Veranstaltungen am Girls`Day praktische Erfahrungen.\u201c<!--more--><\/p>\n<p>Neu ist der erstmals stattfindende Boys`Day, der parallel zum Girls`Day erfolgt. Jungen haben an diesem Tag die M\u00f6glichkeit, in bisher frauenspezifische Berufsfelder zu schnuppern. \u201eAuch Jungen k\u00f6nnen ihr Berufswahlspektrum erweitern. So erhalten Sie am Boys`Day zum Beispiel Einblicke in die Berufsfelder der Altenpflege, des Erziehers oder des Grundschullehrers\u201c, betonte die Staatssekret\u00e4rin. \u201eDer Anteil der M\u00e4nner in der Erzieherausbildung an den Fachschulen f\u00fcr Sozialp\u00e4dagogik ist in den letzten Jahren von 5,8 Prozent (2002\/2003) auf 12,7 Prozent (2009\/2010) gestiegen. Diese erfreuliche Entwicklung ist voran zu bringen.\u201c Auch bei den Sch\u00fclerzahlen der Altenpflegeberufe gebe es eine positive Entwicklung. \u201eHier hat sich der Anteil der Sch\u00fcler von 15,89 Prozent in 2001 auf 20,7 Prozent in 2010 erh\u00f6ht\u201c, so Petra M\u00fcller-Klepper.<\/p>\n<p>M\u00e4dchen k\u00f6nnen am Girls`Day praktische Erfahrungen in Berufen des Handwerks, der Technik, den Naturwissenschaften und der IT-Branche machen. Petra M\u00fcller-Klepper appellierte an die hessischen Unternehmen: \u201eZeigen Sie den M\u00e4dchen, wie interessant und zukunftssicher die so genannten MINT-Berufe sind!\u201c Die Staatssekret\u00e4rin sieht in dem Schnuppertag die Chance, dass die Sch\u00fclerinnen sich nicht nur \u00fcber Ausbildungsberufe und Studieng\u00e4nge informieren, sondern auch Sensibilit\u00e4t f\u00fcr die Berufswahl und Karriereplanung entwickeln und einen direkten Zugang zu neuen Berufsfeldern bekommen. \u201eDer Girls`Day ist nach wie vor ein wichtiger Baustein der Berufs- und Studienorientierung \u00fcber die Grenzen der geschlechtstypischen Berufswahlgrenzen hinweg. Die Sch\u00fclerinnen erhalten direkte Antworten auf ihre Fragen und k\u00f6nnen erste Kontakte zu Personalverantwortlichen kn\u00fcpfen.\u201c<\/p>\n<p>Gerade aus frauenpolitischer Sicht sei die Aktion ein wichtiger Baustein, um strukturelle Benachteiligung von M\u00e4dchen, die bei der Berufswahl immer noch sichtbar werde, abzubauen. Angesichts der vielfach noch nicht erreichten Chancengleichheit von Frauen im Berufsleben bestehe weiterhin Handlungsbedarf. \u201eM\u00e4dchen haben heute oftmals bessere Bildungsabschl\u00fcsse, sind aber auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt nach wie vor benachteiligt. Viele verdienen bei gleicher Qualifikation weniger als M\u00e4nner, sie machen seltener Karriere und sind in den F\u00fchrungsetagen deutlich unterrepr\u00e4sentiert\u201c, unterstrich Petra M\u00fcller-Klepper.<\/p>\n<p>Nach wie vor seien M\u00e4dchen in Berufen aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT-Berufe) unterrepr\u00e4sentiert. Im laufenden Schuljahr werden in Hessen 15.930 junge M\u00e4nner zu Mechanikern ausgebildet, aber nur 455 junge Frauen. In den Elektroberufen lernen 7.830 Sch\u00fcler und nur 260 Sch\u00fclerinnen. Bei den Bauberufen sieht die Verteilung \u00e4hnlich aus. Im laufenden Schuljahr werden 3.000 junge M\u00e4nner, jedoch nur 24 junge Frauen ausgebildet.<\/p>\n<p>Bei den Studierenden hat sich in Hessen in den vergangenen zehn Jahren \u2013 zwischen dem Wintersemester 1999\/2000 und dem Wintersemester 2009\/2010 \u2013 nach den Worten der Staatssekret\u00e4rin eine signalgebende Entwicklung abgezeichnet. In den MINT-F\u00e4chern stieg generell die Studentenzahl, jedoch \u00fcberproportional bei den Studentinnen. Ausnahme ist einzig die Informatik, wo die Steigerungsrate der M\u00e4nner die der Frauen \u00fcbertraf.<\/p>\n<p>Spitzenreiter beim prozentualen Anstieg der Zahl der Studentinnen ist das Studienfach Chemie. Vor zehn Jahren gab es dort 547 weibliche Studierende, nunmehr sind es 1.486. In die gleiche Richtung entwickelten sich die Studentinnenzahlen in der Mathematik (von 1.571 auf 2.882), in der Physik (von 290 auf 538), in der Biologie (von 2.306 auf 3.271), in der Informatik (von 1.459 auf 2.041) und in der Humanmedizin (von 3.376 auf 4.541). Auch im Bereich der Ingenieurwissenschaften, wie Elektrotechnik, Maschinenbau\/ Verfahrenstechnik sind Steigerungen sichtbar. Ausgehend von einem niedrigen Niveau hat sich die Zahl der weiblichen Studierenden dort mehr als verdoppelt.<\/p>\n<p>Informationen zum Girls`Day sind im Internet unter www.girls-day.de (Girls`Day Infos \/ Girls`Day in den Bundesl\u00e4ndern \/ Hessen) zu finden. Jungen k\u00f6nnen sich unter www.boys-day.de \u00fcber den Aktionstag informieren. Auch in diesem Jahr wird der Girls`Day im Rahmen einer Medienpartnerschaft durch den Hessischen Rundfunk begleitet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wiesbaden. Heute findet zum 11. 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