{"id":8483,"date":"2008-04-01T00:18:30","date_gmt":"2008-03-31T22:18:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=8483"},"modified":"2008-03-31T23:11:23","modified_gmt":"2008-03-31T21:11:23","slug":"gemeinsame-mission-zukunft-auf-der-wasserkuppe-gestartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=8483","title":{"rendered":"Gemeinsame Mission \u201eZukunft auf der Wasserkuppe\u201c gestartet"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wasserkuppe. <\/strong>Der Landkreis Fulda wird die Erarbeitung eines Konzeptes f\u00fcr die langfristige Entwicklung der Wasserkuppe in Auftrag gegeben. In Form eines sogenannten Masterplans sollen Szenarien f\u00fcr die k\u00fcnftige Nutzung und Gestaltung der Wasserkuppe aufgezeigt werden, die als Basis insbesondere f\u00fcr eine nachhaltige touristische Aufwertung des gesamten Wasserkuppenareals dienen k\u00f6nnen. Zielsetzung ist es, in einem breiten gesellschaftlichen Konsens regionalpolitisch sinnvolle, \u00f6kologisch verantwortbare und wirtschaftlich tragf\u00e4hige Wege zur Erschlie\u00dfung des r\u00e4umlichen Entwicklungspotenzials der Wasserkuppe darzustellen und Impulse f\u00fcr die Umsetzung konkreter Ausbauma\u00dfnahmen zu geben.<!--more--><\/p>\n<p>Die Machbarkeitsstudie wird in einem Zeitraum von neun Monaten in Kooperation der Berli-ner B\u00fcros Culturetainment und der Arbeitsgemeinschaft Planergruppe Oberhausen GmbH \/ Reith&amp;Wehner Architekten auf der Grundlage eines abgestimmten Projektstrukturplans erarbeitet. Der Landkreis Fulda ist Auftraggeber, der Fachdienst Dorferneuerung und l\u00e4ndliche Entwicklung begleitet das Projekt, steuert und koordiniert die Beteiligungsprozesse. Die Studie will die Region in die Lage versetzen, eine tragf\u00e4hige Entscheidung f\u00fcr die Auswahl eines nachhaltigen Entwicklungsszenarios zu treffen. Die detaillierte Ausarbeitung der gemeinsa-men Mission \u201eZukunft auf der Wasserkuppe\u201c erfolgt in einer zweiten Arbeitsphase.<\/p>\n<p><strong>Breites Spektrum von Vorschl\u00e4gen<\/strong><\/p>\n<p>Zu der Auftaktveranstaltung am 28. M\u00e4rz im Groenhoff-Haus waren 52 Personen und Institu-tionen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie Vereinen und Verb\u00e4nden eingeladen. 46 Vertreter der unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen waren der Einladung gefolgt. Alle Anwesenden bekundeten ihr vitales Interesse an einer gemeinsamen \u00fcbergreifenden Entwicklungsstrategie f\u00fcr die Wasserkuppe. Erstmals wurden bei einer Zusammenkunft auch alle Gewerbetreibenden aufgefordert, sich als Betroffene und Experten in die weiteren Arbei-ten einzubringen. Dies trug wesentlich dazu bei, um bereits in der Auftaktveranstaltung Moti-vation zu wecken und ein breites Spektrum von Entwicklungsvorschl\u00e4gen zu sammeln.<\/p>\n<p>Landrat Bernd Woide will auch weiterhin alle regionalen Kr\u00e4fte ansprechen und in die Entwicklung einer gemeinsamen Zukunftsvision einbinden \u2013 deshalb w\u00fcrden in den n\u00e4chsten Monaten alle Beteiligten die M\u00f6glichkeit erhalten, sich individuell und als Gruppe kritisch und konstruktiv zu \u00e4u\u00dfern. Mit Hilfe der externen Experten sollte es gelingen, aus einer Vielzahl von Einzelthemen, von W\u00fcnschen und Forderungen ein ganzheitliches Konzept zu entwerfen. Dabei werde Planungssicherheit f\u00fcr den einzelnen Gewerbebetrieb gepaart mit der Um-setzung langfristiger Strategien angestrebt. Woide: \u201eKeiner der Betriebe soll zur\u00fcckgedr\u00e4ngt, allen soll die M\u00f6glichkeit gegeben werden, die Qualit\u00e4t des Angebotes zu heben.\u201c<\/p>\n<p>Nach der festen \u00dcberzeugung des Landrats k\u00f6nne das Bild der Wasserkuppe nur gemein-am verbessert werden \u2013 durch konsequente Steigerung der Qualit\u00e4t, Betonung der fliegerischen Traditionen und einen weiteren Ausbau der Alleinstellungsmerkmale des Berges. \u201eNur gemeinsam und mit Hilfe eines externen Blickes durch hochqualifizierte und unkonventionelle Experten kann es gelingen, die Potenziale der Wasserkuppe auszusch\u00f6pfen und dem Berg eine noch h\u00f6here Bekanntheit und eine noch gr\u00f6\u00dfere Attraktivit\u00e4t zu geben.\u201c Auch die Stadt Gersfeld sieht im Masterplan eine einmalige Chance, die Zukunft der Wasserkuppe gemeinsam zu entwickeln. Die Zeit sei reif, die Vielzahl von Einzelaktivit\u00e4ten zu b\u00fcndeln.<\/p>\n<p><strong>Au\u00dfergew\u00f6hnliches Potential nutzen<\/strong><\/p>\n<p>Laut Einsch\u00e4tzung von Culturetainment hat die Wasserkuppe nicht nur mit Blick auf ihre zen-trale Lage in Deutschland ein au\u00dfergew\u00f6hnliches Potenzial. Natur, Gr\u00f6\u00dfe und Sch\u00f6nheit w\u00fcrden die Wasserkuppe von vergleichbaren Regionen abheben. Die fliegerischen Traditio-nen, die Wetterph\u00e4nomene, das Biosph\u00e4renreservat und die Grundausstattung mit unter-schiedlichen Einrichtungen sind aus Sicht der neutralen Fachleute Alleinstellungsmerkmale und b\u00f6ten die Ausgangsbasis f\u00fcr eine besondere touristische Profilierung. Gleichzeitig wird die Notwendigkeit gesehen, moderierend auf einen gr\u00f6\u00dftm\u00f6glichen Konsens der Akteure hinzuarbeiten. Nur wenn alle an einem Strang z\u00f6gen, k\u00f6nne die Mission gelingen.<\/p>\n<p>Die im Ruhrgebiet ans\u00e4ssige Planergruppe Oberhausen r\u00fcckte die Landschaft in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung. Die einzigartige naturr\u00e4umliche Grundausstattung mit den offenen Kuppen werde Ma\u00dfgabe sein, um Aussagen zur inneren und \u00e4u\u00dferen Erschlie\u00dfung der Wasserkuppe zu treffen. In \u00e4hnlich gelagerten Projekten sei es dem Team bereits gelungen, den ideologisch belasteten Zeitraum der 1930er Jahre, der auch die Wasserkuppe ma\u00dfgeb-lich gepr\u00e4gt habe, in angemessener Weise in Form einer tragf\u00e4higen Rahmenplanung auf-zuarbeiten.<\/p>\n<p>Die Schaltstelle des Masterplan-Teams liegt beim Architekturb\u00fcro Reith und Wehner in Fulda. Hier werden einerseits Analysen und Visionen zum bebauten Bereich der Wasserkuppe entwickelt, andererseits laufen dort die Ergebnisse der Arbeit der Partner zusammen. Als regionales B\u00fcro hat die Architektengruppe ein vitales Interesse an der Entwicklung der Wasserkuppe. Das B\u00fcro ist vertraut mit den \u00f6rtlichen Gegebenheiten, kennt die Geschichte des Raumes und m\u00f6chte Visionen erarbeiten, die die Wasserkuppe in eine tragf\u00e4hige Zukunft f\u00fchren sollen.<\/p>\n<p><strong>Alle wollen sich konstruktiv einbringen<\/strong><\/p>\n<p>Als Tenor der Diskussion konnte festgehalten werden, dass alle sich einbringen wollen. Besonders die Gewerbetreibenden waren gl\u00fccklich dar\u00fcber, Geh\u00f6r zu finden und aktiv in den Masterplan eingebunden zu werden. Einrichtungen wie die Wetterstation des Deutschen Wetterdienst haben anl\u00e4sslich der Auftaktveranstaltung erkannt, dass der Masterplan eine echte Chance bietet, sich auf Hessens h\u00f6chstem Punkt zu pr\u00e4sentieren, und sofort ihre Be-reitschaft erkl\u00e4rt, sich f\u00fcr die weiteren Arbeiten zu \u00f6ffnen. Auch seitens der anerkannten Na-turschutzverb\u00e4nde und seitens des Biosph\u00e4renreservats wurde eine offene und konstruktive Mitarbeit angeboten.<\/p>\n<p>Die Verbindlichkeit und Tragweite der weiteren Arbeiten sei auch darin zu sehen, dass der Masterplan als informelle Vorstufe einer k\u00fcnftigen Bauleitplanung herangezogen werde, unterstrich Landrat Woide. Der Landrat lud abschlie\u00dfend alle Akteure ein, sich an den weiteren Arbeiten zur Erstellung des Masterplans zu beteiligen. Der Landkreis Fulda werde \u00fcber den Fachdienst Dorferneuerung und l\u00e4ndliche Entwicklung (Ansprechpartner: Herr Bruno G\u00fcnkel, Tel. 0661\/6006-761) den Masterplan koordinierend begleiten und dabei dem Beteiligungsprozess ein besonderes Gewicht geben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wasserkuppe. Der Landkreis Fulda wird die Erarbeitung eines Konzeptes f\u00fcr die langfristige Entwicklung der Wasserkuppe in Auftrag gegeben. 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