{"id":84827,"date":"2011-04-13T00:20:28","date_gmt":"2011-04-13T00:20:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=84827"},"modified":"2011-04-13T09:03:45","modified_gmt":"2011-04-13T09:03:45","slug":"uwag-gruppe-erzeugt-energie-aus-nachwachsenden-rohstoffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=84827","title":{"rendered":"\u00dcWAG-Gruppe erzeugt Energie aus nachwachsenden Rohstoffen"},"content":{"rendered":"<p><strong><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-84828\" title=\"110412_Feststoffdosierer\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/110412_Feststoffdosierer-265x198.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/110412_Feststoffdosierer-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/110412_Feststoffdosierer.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/>Fulda. <\/strong>Eine Biogasanlage ist das j\u00fcngste regionale Projekt der \u00dcWAG-Gruppe zur Energieerzeugung aus regenerativen Energietr\u00e4gern. Die Anlage im Eichenzeller Ortsteil Rothemann produziert Strom und W\u00e4rme aus nachwachsenden Rohstoffen und Wirtschaftsd\u00fcngern. Sie erzeugt rechnerisch zwei Drittel des Strombedarfs von Rothemann und vermeidet j\u00e4hrlich ca. 1.400 Tonnen CO<sub>2<\/sub>-Emissionen. Nach dem geplanten Ausbau der Anlage werden es sogar rund 3.000 Tonnen sein. Die Leistung der Anlage, die derzeit angefahren wird, betr\u00e4gt 250 Kilowatt elektrisch und ca. 290 Kilowatt thermisch.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eMit diesem Projekt hat die \u00dcWAG ihre Aktivit\u00e4ten zur Nutzung regenerativer Energien in der Region erneut ausgebaut\u201c, sagt \u00dcWAG-Vorstand Dipl.-Ing. G\u00fcnter Bury und f\u00fchrt aus: \u201eWir haben hier auch unsere Kompetenz f\u00fcr Projektierung, Planung, Bau und Anschluss der Anlage eingebracht.\u201c Die Biogasanlage ist damit ein weiterer nachhaltiger Beitrag des f\u00fchrenden osthessischen Energieversorgungsunternehmens zum Klimaschutz. \u00dcber die Tochtergesellschaft GKU Gesellschaft f\u00fcr kommunale Umwelttechnik h\u00e4lt die \u00dcWAG 30 Prozent der Anteile an der Betreibergesellschaft AgrarEnergie Rothemann GmbH. Landwirt Christoph M\u00fcller, auf dessen Grundst\u00fcck die Biogasanlage errichtet wurde, besitzt 60 Prozent der Gesellschafts-Anteile, die \u00fcbrigen 10 Prozent sind in H\u00e4nden weiterer Familienmitglieder.<\/p>\n<p><strong>Vorhandene Infrastruktur wird genutzt<\/strong><\/p>\n<p>Landwirt M\u00fcller hat auch die Betriebsf\u00fchrung der Anlage \u00fcbernommen. Nachwachsende Rohstoffe wie Gras- und Ganzpflanzensilagen sowie Wirtschaftsd\u00fcnger, zum Beispiel Rinderg\u00fclle, werden zur Energieerzeugung vor Ort eingesetzt. \u201eWir haben Wert darauf gelegt, dass die vorhandene Infrastruktur genutzt werden kann und sich die erforderlichen Transporte auf ein Minimum reduzieren\u201c, erl\u00e4utert \u00dcWAG-Vorstand Bury die Vor\u00fcberlegungen bei der Planung des Projekts.<\/p>\n<p>Rinderg\u00fclle und -mist stammen aus dem landwirtschaftlichen Betrieb von Christoph M\u00fcller und damit direkt vom Standort. Auch die zur Strom- und W\u00e4rmeerzeugung genutzten Silagen fallen \u00fcberwiegend auf seinem Betrieb und auf benachbarten H\u00f6fen an. F\u00fcr die Biogasanlage wurden auf dem Gel\u00e4nde ein Fahrsilo zur Lagerung der Energiepflanzen, ein Fermenter und ein G\u00e4rrestelager, eine zentrale Pumpstation zur Beschickung der einzelnen Beh\u00e4lter und ein Blockheizkraftwerk (BHKW) im Container gebaut.<\/p>\n<p><strong>Aus Gras und G\u00fclle werden Strom und W\u00e4rme<\/strong><\/p>\n<p>Aus dem Feststoffdosierer und dem G\u00fcllelager werden die Rohstoffe in den Fermenter gef\u00fcllt. Hier bleiben sie rund 80 Tage. Ein R\u00fchrwerk sorgt f\u00fcr die Durch\u00c2\u00admischung der G\u00e4rsubstrate mit den methanbildenden Bakterien \u2013 hierdurch entsteht Biogas. Anschlie\u00dfend gelangt die Masse in das G\u00e4rrestlager, wo das Restgaspotenzial genutzt wird.<\/p>\n<p>Dieses Biogas aus Fermenter und G\u00e4rrestlager wird im Blockheizkraftwerk der Anlage zu W\u00e4rme und Strom umgewandelt. Rund zwei Millionen Kilowattstunden elektrische Energie und etwa die gleiche Menge W\u00e4rme kann die 1,2 Millionen Euro teure Anlage im ersten Ausbauschritt j\u00e4hrlich erzeugen. Der Strom deckt rechnerisch zwei Drittel des Strombedarfs von Rothemann bzw. den Jahresbedarf von ca. 570 Durchschnitts-Haushalten mit einem j\u00e4hrlichen Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden. Er wird in das Verteilnetz der \u00dcWAG eingespeist.<\/p>\n<p>\u201eWir planen, die Biogasanlage weiter auszubauen\u201c, k\u00fcndigt \u00dcWAG-Vorstand G\u00fcnter Bury an. Am Ende soll sie eine elektrische Leistung von 530 Kilowatt haben und jeweils 4,2 Millionen Kilowattstunden Strom und W\u00e4rme erzeugen. Geplant ist, das Biogas zu Industriekunden in der Umgebung zu leiten, wo die im BHKW erzeugte W\u00e4rme vor Ort vollst\u00e4ndig genutzt werden kann.<\/p>\n<p>Damit soll das Biogas aus nachwachsenden Rohstoffen Erdgas ersetzen, das sonst f\u00fcr die Heizung verfeuert werden m\u00fcsste \u2013 eine Menge, die f\u00fcr die Beheizung von \u00fcber 200 Ein-Familien-H\u00e4usern mit durchschnittlichem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden ausreichen w\u00fcrde. Durch die Vermeidung dieses fossilen Energietr\u00e4gers bei der W\u00e4rmeerzeugung und die CO<sub>2<\/sub>-Vermeidung im Vergleich zum deutschen Strommix (Daten von 2009) bei der Stromerzeugung wird die gesamte CO<sub>2<\/sub>-Einsparung durch die Biogasanlage auf insgesamt 3.000 Tonnen pro Jahr steigen.<\/p>\n<p><strong>Tag der offenen T\u00fcr<\/strong><\/p>\n<p>Bei einem Tag der offenen T\u00fcr im Sommer 2011, dessen Termin noch festgelegt wird, k\u00f6nnen sich Interessenten vor Ort selbst ein Bild von der Funktion der Anlage machen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Eine Biogasanlage ist das j\u00fcngste regionale Projekt der \u00dcWAG-Gruppe zur Energieerzeugung aus regenerativen Energietr\u00e4gern. Die Anlage im Eichenzeller Ortsteil Rothemann produziert Strom und W\u00e4rme aus nachwachsenden Rohstoffen und Wirtschaftsd\u00fcngern. 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