{"id":84675,"date":"2011-04-08T00:20:08","date_gmt":"2011-04-08T00:20:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=84675"},"modified":"2011-04-08T06:45:52","modified_gmt":"2011-04-08T06:45:52","slug":"tatsachen-die-nachdenklich-machen-omi-jugend-besuchte-babyklappe-am-hjk","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=84675","title":{"rendered":"Tatsachen die nachdenklich machen &#8211; OMI-Jugend besuchte Babyklappe am HJK"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/110407_Babyklappe.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-84676\" title=\"110407_Babyklappe\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/110407_Babyklappe-265x176.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/110407_Babyklappe-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/04\/110407_Babyklappe.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. <\/strong>Was ist Leben, wann beginnt es und wann h\u00f6rt es auf? Warum halten Christen es f\u00fcr heilig und was k\u00f6nnen wir tun, um es zu sch\u00fctzen? Diese und \u00e4hnliche Fragen besch\u00e4ftigen die OMI-Jugend im H\u00fcnfelder Bonifatiuskloster in den letzten Wochen ganz besonders. Unterschiedliche Aktionen sind zu diesem Thema angelaufen, eine besonders interessante hat sich die Jugendgruppe \u201eLorenzinis\u201c gemeinsam mit Pater Felix Rehbock OMI ausgedacht. Sie haben sich mit dem Thema des Lebensschutzes konfrontiert und tief in die Thematik eingearbeitet. <!--more--><\/p>\n<p>Schockiert durch die F\u00e4lle von Vernachl\u00e4ssigung und T\u00f6tung von Kleinkindern, die in den letzten Jahren immer wieder auftauchten, haben sie nachgeforscht und herausgefunden, dass jedes Jahr etwa 60 bis 70 ausgesetzte Kinder in Deutschland gefunden werden. F\u00fcr die H\u00e4lfte von ihnen kommt jede Hilfe zu sp\u00e4t. Ebenso erschreckte sie die steigende Zahl der Abtreibungen in den letzten Jahren. Bei der Frage, was dagegen getan werden kann, sind die Jugendlichen auch auf das Thema Babyklappe gesto\u00dfen. Der Oblatenmissionar Pater Felix machte sich mit den Jugendlichen auf den Weg ins Herz-Jesu Krankenhaus nach Fulda zur Babyklappe.<\/p>\n<p><strong>Die Babyklappe am Herz-Jesu Krankenhaus Fulda<\/strong><\/p>\n<p>Die OMI-Jugendlichen wurden bei Ihrer Ankunft von einem ganzen Team begr\u00fc\u00dft. Eine Hebamme, Fr. Reinshagen, Fr. M\u00fcller, Stationsleitung der Station f\u00fcr Gyn\u00e4kologie und Geburtshilfe, die \u201eMitgr\u00fcnderin\u201c der Babyklappe am Herz-Jesu-Krankenhaus ist, Fr. M\u00f6rmel vom Team der Ambulanz \/ Notaufnahme, Frau R\u00f6hm-Kleine, Pflegedienstleitung des HJK, Hr. Dr. Dengler, Chefarzt der Abteilung f\u00fcr Gyn\u00e4kologie und Geburtshilfe und Fr. Dr. M\u00fcller, zust\u00e4ndig f\u00fcr Projekt- und Qualit\u00e4tsmanagement und den Bereich \u00d6ffentlichkeitsarbeit waren f\u00fcr die Gruppe Jugendlicher Ansprechpartner. Die jungen Menschen fanden also fachkundige und engagierte Gespr\u00e4chspartner.<\/p>\n<p>Dr. Dengler berichtete von verzweifelten Frauen und ihren \u00c4ngsten. \u201eFast in allen F\u00e4llen bemerkt die Frau ihre Schwangerschaft erst sehr sp\u00e4t, das hat auch mit Verdr\u00e4ngung zu tun.\u201c Wenn dann im sechsten oder siebten Monat die Schwangerschaft bekannt wird, geraten viele Frauen und M\u00e4dchen in Panik und sehen keinen Ausweg mehr. Um dem Kind eine Chance zu geben und zu verhindern, dass es einfach ausgesetzt oder abgetrieben wird, gibt es die Einrichtung der Babyklappen. Ebenso ist die Beratung und Unterst\u00fctzung der immer j\u00fcnger werdenden M\u00fctter, die anscheinend durch das angebotene \u201eBeratungsnetz\u201c fallen, f\u00fcr Dr. Dengler und sein Team ein Herzensanliegen.<\/p>\n<p>Nicht wenige Frauen scheuen sich, ihre Schwangerschaft bekannt zu machen und besonders junge Frauen und M\u00e4dchen sehen sich oft mit gro\u00dfen Problemen konfrontiert. Sie haben Angst vor den Eltern oder Angst vor dem gesellschaftlichen und kulturellen Umfeld und leben so mit erheblichen Schwierigkeiten. \u201eWir wollen weder die Frauen noch die Kinder allein lassen. Die Erhaltung des Lebens ist das Ziel unserer Einrichtung\u201c, macht Dr. Dengler den jugendlichen Besuchern deutlich und erkl\u00e4rt mit seinem Team die Einrichtung. Die Babyklappe soll Frauen vor dem schlimmsten Fall bewahren. Und der w\u00e4re, ihr Kind aus der Not heraus aussetzen zu m\u00fcssen oder abzutreiben.<\/p>\n<p>Wer in Fulda Hilfe sucht, der findet direkt neben der Notaufnahme ein Fenster mit der Aufschrift Bayklappe. \u00d6ffnet man dieses Fenster, findet man \u00c2\u00a0einen angenehmen, in warmen Farben gehaltenen Raum, in dessen Mittelpunkt eine gew\u00e4rmte Wiege steht. Hier kann die Mutter Abschied von ihrem Kind nehmen, ohne gesehen zu werden. Sie kann anonym bleiben. Die Babyklappe liegt ein wenig versteckt in einer Ecke. Links neben der Notaufnahme des Herz-Jesu Krankenhauses findet man eine Treppe, die zur Babyklappe hinabf\u00fchrt.\u00c2\u00a0 Die Frau hat Zeit, die sie braucht, um sich von ihrem Kind zu verabschieden, einen Elternbrief einzustecken und dem Kind etwas zu hinterlassen, bevor sich nach einiger Zeit ein Alarm meldet, der das Pflegepersonal und einen Arzt informiert. Dann k\u00fcmmern sich Schwestern und \u00c4rzte um den S\u00e4ugling.<\/p>\n<p><strong>Hilfsangebote m\u00fcssen bekannt gemacht werden<\/strong><\/p>\n<p>Die Jugendlichen aus H\u00fcnfeld halten diese Babyklappe f\u00fcr eine gute M\u00f6glichkeit f\u00fcr hilflose M\u00fctter und wollen auf dieses Hilfsangebot aufmerksam machen. Pater Felix berichtet: \u201eDie bittere Erfahrung, dass nicht sehr viele\u00c2\u00a0 Auskunft \u00fcber so ein Angebot machen k\u00f6nnen, schockiert mich immer wieder.\u201c Er ist sich mit seinen Jugendlichen auch heute einig: Aus christlicher Sicht muss es in diesen F\u00e4llen vor allem darum gehen, dass Frauen in Notlagen nicht allein sind, dass ihnen angemessen geholfen wird und dass das Leben, auch das ungeborene Leben, gesch\u00fctzt wird.<\/p>\n<p>Bei ihrer Arbeit mit diesen Themen haben die Jugendlichen festgestellt, dass solche Hilfsangebote oft nicht bekannt sind. Daran wollen sie etwas \u00e4ndern und \u00fcberlegen sich bereits, wie sie aktiv werden k\u00f6nnen. Eine Jugendliche bringt das Engagement der Gruppe auf den Punkt: \u201eWenn durch das Bekanntmachen nur ein Kind gerettet wird und der Mutter die Angst genommen werden kann, haben wir schon viel erreicht.\u201c Durch dieses Angebot am Herz-Jesu Krankenhaus in Fulda k\u00f6nnten schon einigen Kindern das (weiter)Leben erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n<p>Adresse Babyklappe\u00c2\u00a0 Fulda: Herz-Jesu-Krankenhaus, Buttlarstr. 74 36039 Fulda<br \/>\nAnsprechpartner: Fr. Elsbeth M\u00fcller, Stationsleitung Station Lioba<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Was ist Leben, wann beginnt es und wann h\u00f6rt es auf? Warum halten Christen es f\u00fcr heilig und was k\u00f6nnen wir tun, um es zu sch\u00fctzen? Diese und \u00e4hnliche Fragen besch\u00e4ftigen die OMI-Jugend im H\u00fcnfelder Bonifatiuskloster in den letzten Wochen ganz besonders. 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