{"id":8462,"date":"2008-03-28T00:32:56","date_gmt":"2008-03-27T23:32:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=8462"},"modified":"2008-03-27T15:24:26","modified_gmt":"2008-03-27T14:24:26","slug":"mehr-aufmerksamkeit-fuer-das-thema-demenz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=8462","title":{"rendered":"Mehr Aufmerksamkeit f\u00fcr das Thema &#8220;Demenz&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/080327_gronemeyer.jpg\" rel=\"lightbox[roadtrip]\" target=\"_blank\" title=\"080327_gronemeyer.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/080327_gronemeyer.thumbnail.jpg\" alt=\"080327_gronemeyer.jpg\" align=\"left\" hspace=\"5\" \/><\/a><strong>Vogelsbergkreis.<\/strong> Die Seniorenbeauftragte des Vogelsbergkreises, Rosemarie M\u00fcller, w\u00fcnscht sich mehr Aufmerksamkeit f\u00fcr das Thema &#8220;Demenz-Erkrankung&#8221;, das im Zeichen wachsender \u00dcberalterung der Gesellschaft an Dynamik und Dramatik erkennbar zunehme. M\u00fcller h\u00e4lt es f\u00fcr eine &#8220;gesamtgesellschaftliche Herausforderung&#8221;, diese Erkrankung ernst zu nehmen und mit ihr umzugehen &#8211; auch \u00fcber die rein medizinischen Aspekte hinaus. Zun\u00e4chst m\u00fcsse ein st\u00e4rkeres Bewusstsein f\u00fcr die Auswirkungen dieser Erkrankung geschaffen werden.<!--more--><\/p>\n<p>Eine Demenz (lateinisch, von dementia &#8220;ohne Geist&#8221;) ist ein Defizit in den verhaltenssteuernden, emotionalen und sozialen F\u00e4higkeiten, die zu einer Beeintr\u00e4chtigung von sozialen und beruflichen Funktionen f\u00fchrt und fast immer, aber nicht ausschlie\u00dflich mit einer diagnostizierbaren Erkrankung des Gehirns einhergeht (Quelle: Wikipedia). Rosemarie M\u00fcller hatte vor Kurzem einen hessenweiten Workshop zu diesem Thema auf Schloss Rauischholzhausen mit Professor Dr. Reimer Gronemeyer besucht. Hier ihr Bericht:<\/p>\n<p>Schon heute seien mehr als eine Million Bundesb\u00fcrger an Demenz erkrankt, so M\u00fcller. Sch\u00e4tzungen zufolge werde sich diese Zahl in zehn Jahren bereits verdoppelt haben. &#8220;Viele \u00e4ltere Menschen haben Angst vor Demenz, verbinden ein Leben mit Demenz mit dem Verlust ihrer W\u00fcrde, widerspricht es doch in vielerlei Hinsicht den Vorstellungen eines autonomen, vernunftgesteuerten und gesunden Lebens&#8221;, unterstreicht Rosemarie M\u00fcller. Vor dem Hintergrund labiler Familienverh\u00e4ltnisse, schwindender Nachbarschaftshilfen und \u00fcberlasteter Gesundheitsetats k\u00f6nne &#8220;Demenz&#8221; auch zu einem sozialen Brennpunktthema werden. Das werde in der \u00d6ffentlichkeit bisher noch nicht deutlich genug wahrgenommen. Die Entwicklung spitze sich indessen zu, weil eine wachsende Zahl von Hochaltrigen allein lebe.<\/p>\n<p>Wie kann eine Kultur des respektvollen Umgangs und der Begegnung mit Menschen mit Demenz entstehen? Wissenschaftler und Praktiker tauschten hierzu auf dem Workshop ihre Gedanken aus.<\/p>\n<p>&#8220;Demenz geht alle an, denn Menschen mit Demenz sind Nachbarn und Mitb\u00fcrger. Deshalb brauchen wir in den Kommunen B\u00fcndnisse f\u00fcr Menschen mit Demenz&#8221;. schlussfolgert Frau M\u00fcller. In jeder Gemeinde m\u00fcsse das Thema offen und breit angesprochen werden. Es gehe um die &#8220;Schaffung einer Begegnungskultur und um das Kn\u00fcpfen sozialer Netze der Freundschaft&#8221;, so Prof. Dr. Reimer Gronemeyer. Ziele seien Verst\u00e4ndnis, Einf\u00fchlung und Solidarit\u00e4t.<\/p>\n<p>Aus Sicht von Rosemarie M\u00fcller kommt den Seniorenbeir\u00e4ten in den Kommunen eine wichtige Rolle in der Vernetzungsarbeit zu. So sieht es auch Ursula Pohl, die stellvertretende Vorsitzende der Landesseniorenvertretung Hessen. &#8220;Die kennen die Lebensumst\u00e4nde der \u00e4lteren Mitb\u00fcrger am besten.&#8221; Barrierefreiheit erweise sich dabei als Kernziel in der praktischen Arbeit.<\/p>\n<p>Am wichtigsten sei jedoch, so die Seniorenbeauftragte, die fr\u00fchzeitige Feststellung der Krankheit.  Der Betroffene gewinne wertvolle Zeit, in denen er noch viele Dinge selbst regeln und  l\u00e4nger selbstst\u00e4ndig am Alltag teilnehmen kann. Dadurch w\u00fcrden auch die Angeh\u00f6rigen erheblich entlastet. Heimeinweisungen k\u00f6nnen hinausgez\u00f6gert und manchmal sogar ganz vermieden werden. Auch soziale Kontakte k\u00f6nnten hierbei gest\u00e4rkt und erhalten werden.<\/p>\n<p>&#8220;Wir stehen erst am Anfang eines langen Prozesses, so M\u00fcller. Aber ganz gleich, ob Menschen mit Demenz alleine oder bei Ihren Angeh\u00f6rigen, mit Freunden oder in einem Heim leben: Sie sollten als Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger von uns nicht vergessen werden &#8211; auch wenn sie vergesslich geworden sind!&#8221;<\/p>\n<p>Das Foto zeigt Professor Dr. Reimer Gronemeyer bei seinem Vortrag auf Schloss Rauischholzhausen. Foto: M\u00fcller<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. Die Seniorenbeauftragte des Vogelsbergkreises, Rosemarie M\u00fcller, w\u00fcnscht sich mehr Aufmerksamkeit f\u00fcr das Thema &#8220;Demenz-Erkrankung&#8221;, das im Zeichen wachsender \u00dcberalterung der Gesellschaft an Dynamik und Dramatik erkennbar zunehme. M\u00fcller h\u00e4lt es f\u00fcr eine &#8220;gesamtgesellschaftliche Herausforderung&#8221;, diese Erkrankung ernst zu nehmen und mit ihr umzugehen &#8211; auch \u00fcber die rein medizinischen Aspekte hinaus. 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