{"id":84409,"date":"2011-04-01T00:23:47","date_gmt":"2011-04-01T00:23:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=84409"},"modified":"2011-04-01T08:00:06","modified_gmt":"2011-04-01T08:00:06","slug":"sozialminister-legt-praventionsprogramm-fur-menschen-mit-schokoladensucht-auf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=84409","title":{"rendered":"Sozialminister legt Pr\u00e4ventionsprogramm f\u00fcr Menschen mit Schokoladensucht auf"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wiesbaden.<\/strong> Das Hessische Sozialministerium startet ein Pr\u00e4ventionsprogramm, um eine bislang selten thematisierte Form der Sucht in das \u00f6ffentliche Bewusstsein zu bringen. \u201eUnter der Sucht nach dem Gl\u00fccksgef\u00fchl, das sich nach dem Konsum von Schokolade einstellt, leiden bundesweit und auch in Hessen immer mehr Menschen. Dieses Suchtph\u00e4nomen ist bislang nur ungen\u00fcgend dokumentiert und r\u00fcckt selten in das gesellschaftliche Bewusstsein. Wir m\u00fcssen mit einer hohen Dunkelziffer rechnen\u201c, erkl\u00e4rte der Hessische Sozialminister Stefan Gr\u00fcttner heute in Wiesbaden.<!--more--><\/p>\n<p>Diese Form der Abh\u00e4ngigkeit f\u00fchrt bei den Betroffenen zu einem zwanghaften \u00fcberm\u00e4\u00dfigem Konsum von schokoladehaltigen Lebensmitteln. Schokolade enth\u00e4lt zwar keine Suchtstoffe wie Nikotin oder Alkohol, l\u00e4sst jedoch im K\u00f6rper sogenannte Gl\u00fcckshormone entstehen. Grund f\u00fcr die Sucht ist nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, das immer gr\u00f6\u00dfer werdende Bed\u00fcrfnis der Menschen nach Gl\u00fcck, Wohlbefinden und einem angenehmen V\u00f6llegef\u00fchl. Die erh\u00f6hte Produktion des Gl\u00fcckshormons Serotonin, die durch Schokoladenkonsum entsteht, tr\u00e4gt dazu bei, dieses Bed\u00fcrfnis zu befriedigen.<\/p>\n<p>\u201eDer hohe Leidensdruck der Betroffenen, die Sorge um Beschaffungsstraftaten und der drohende Anstieg der Anzahl der Betroffenen haben mich dazu veranlasst, hier t\u00e4tig zu werden\u201c, erl\u00e4uterte Gr\u00fctter. \u201eLetztere k\u00f6nnen oft nicht mehr in angemessener Form am gesellschaftlichen Leben teil nehmen, kapseln sich ab und vereinsamen.\u201c Au\u00dferdem seien die drohenden gesundheitlichen Sch\u00e4den durch \u00dcbergewicht und eine gro\u00dfe Zahl von Folgeerkrankungen gravierend. \u201eF\u00fcr unser Gesundheitssystem entsteht durch Schokoladensucht eine hohe Belastung\u201c, zeigte sich der Sozialminister besorgt.<\/p>\n<p>Das Pr\u00e4ventionsprogramm <strong>CH<\/strong>ance <strong>O<\/strong>hne <strong>K<\/strong>onsum<strong> I<\/strong>m Alltag (CHOKI) das ab dem 1. April als Pilotprojekt in den hessischen Landesbeh\u00f6rden durchgef\u00fchrt wird, hat zwei zentrale Ziele:<\/p>\n<ul>\n<li>Den Betroffenen soll Hilfestellung geleistet und zu einem suchtfreien Leben verholfen werden. Die Ma\u00dfnahmen hierzu sind praktische Tipps f\u00fcr eine ausgewogene Ern\u00e4hrung sowie w\u00f6chentliche Gespr\u00e4chskreise am Arbeitsplatz. Dort wird der Konsum von schokoladehaltigen Lebensmitteln au\u00dferdem f\u00fcr die Dauer des Pilotprojektes untersagt<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Das Thema Schokoladensucht soll durch Informationsveranstaltungen, Flyer, Brosch\u00fcren und weitere Kommunikationsmittel in die Mitte der Gesellschaft gebracht werden. So soll daf\u00fcr Sorge getragen werden, dass den Betroffenen mehr Verst\u00e4ndnis entgegen gebracht wird und sie seitens ihrer Umwelt Unterst\u00fctzung bei ihrem Kampf gegen die Sucht erhalten<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wiesbaden. 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