{"id":8400,"date":"2008-03-22T00:20:57","date_gmt":"2008-03-21T23:20:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=8400"},"modified":"2008-03-21T23:09:41","modified_gmt":"2008-03-21T22:09:41","slug":"buchpraesentation-von-dorothee-ruppel-buch-der-erinnerung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=8400","title":{"rendered":"Buchpr\u00e4sentation von Dorothee Ruppel \u2013 \u201eBuch der Erinnerung\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/080321_burghaun.jpg\" rel=\"lightbox[roadtrip]\" target=\"_blank\" title=\"080321_burghaun.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/03\/080321_burghaun.thumbnail.jpg\" alt=\"080321_burghaun.jpg\" align=\"left\" hspace=\"5\" \/><\/a><strong>Burghaun.<\/strong> Im Herrenhaus Burghaun fand am vergangenen Donnerstag die Buchpr\u00e4sentation von Dorothee Ruppel zum j\u00fcdischen Friedhof Langenschwarz, das \u201eBuch der Erinnerung\u201c, statt. Die Pr\u00e4sentation wurde durch musikalische Einlagen der j\u00fcdischen Gemeinde Fulda unter der Leitung von Roman Melamed umrahmt.<!--more--><\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Hohmann begr\u00fc\u00dfte hierzu G\u00e4ste aus Amerika, England, Hawaii und Norwegen. Er bedankte sich insbesondere bei der Familie Ruppel f\u00fcr die geleistete Arbeit w\u00e4hrend des Projektes zum  j\u00fcdischen Friedhof Langenschwarz. Insbesondere bei Dorothee Ruppel, die durch ihre Arbeit den erfreulichen Anlass dieses Abends gegeben habe . Er dankte allen Beteiligten, die einen Beitrag bei der Spurensuche der j\u00fcdischen Vorfahren geleistet h\u00e4tten.<\/p>\n<p>Herr Hohmann fasste noch einmal die vergangenen zwei ereignisreichen Tage mit den j\u00fcdischen G\u00e4sten in seiner Ansprache kurz zusammen. Vom Kennenlernen am Mittwoch im Herrenhaus Burghaun sowie der Vorstellung der Gro\u00dfgemeinde bis zu dem in seinen Augen wichtigste Teil des Besuchs, dem Tag in Langenschwarz.<\/p>\n<p>Von einem gro\u00dfen Teil der G\u00e4ste lebten Angeh\u00f6rige in Langenschwarz. Aus diesem Grund beteiligten sich die ausl\u00e4ndischen G\u00e4ste auch an dem Projekt zur Dokumentation des j\u00fcdischen Friedhofs in Langenschwarz. Alle hatten das Ziel, herauszufinden, wie Ihre Vorfahren hier vor etwa 100 Jahren gelebt haben.<\/p>\n<p>Vor etwa zwei Jahren begannen die Nachforschungen zur j\u00fcdischen Kultur in Langenschwarz. Es entstand eine umfassende Dokumentation. Doch man wollte mehr wissen.<br \/>\n\u201eDie Arbeit von Dorothee Ruppel ist ein wichtiger Bestandteil bei der Aufarbeitung unserer Heimatgeschichte\u201c, so B\u00fcrgermeister Hohmann. Diese habe w\u00e4hrend Ihrer Arbeit nicht nur gute Freunde gefunden hat sondern auch die Geschichte von Burghaun und Langenschwarz um einen wichtigen Stein im Mosaik erg\u00e4nzt.<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Hohmann bedankte sich abschlie\u00dfend bei der Norwegerin Eva Fl\u00f6rsheim, die eine der Initiatorin des Projektes war, und beim B\u00fcro Peter Liebau, der f\u00fcr den Druck des Buches verantwortlich war.<\/p>\n<p>Dorothee Ruppel bedankte sich ebenfalls bei dem internationalen Team f\u00fcr die gute und vor allem erfolgreiche Zusammenarbeit in den letzen zwei Jahren. Ein Mensch sei erst tot, wenn keiner mehr an ihn denke, so Dorothee Ruppel.<\/p>\n<p>1905 war die endg\u00fcltige Aufl\u00f6sung der j\u00fcdischen Gemeinde in Langenschwarz. Nach den entsprechenden Aufzeichnungen fand die letzte dokumentierte Beerdigung im Jahre 1911 statt. \u00dcber 70 Jahre sp\u00e4ter beginnt allerdings eine neue Geschichte.<\/p>\n<p>Seit dem Jahr 1987 war Eva Fl\u00f6rsheim auf den Spuren Ihres j\u00fcdischen Mannes und suchte den Kontakt mit der Familie Ruppel. 1998 stellte Dorothee Ruppel auf Grund dieses Besuches Ihre Kontaktadresse auf eine j\u00fcdische Website. Der erste Kontakt zu weiteren Interessenten fand im Januar 2000 statt als der New Yorker Rob Leader sie per E-Mail kontaktierte. Weitere Kontakte folgten. Die Anfragen kamen aus aller Welt. Unter Anderem aus Kalifornien, Hawaii und auch aus London.<\/p>\n<p>Dorothee Ruppel erstellte einen Lageplan und begann zusammen mit ihren Eltern in den alten Synagogenregistern nach Hinweisen zu suchen. Sie erstellte aus diesen Ausz\u00fcgen und den Aufzeichnungen ihres Vaters, Hans-Joachim Ruppel, einen interaktiven Stammbaum. Der offizielle Start des Projekts des \u201eLangenschwarzer-Friedhof-Projektteams\u201c war am 01. November 2006.<\/p>\n<p>Die Projektleitung \u00fcbernahmen Linda Schulein (Kalifornien) und Harriet Hoffmann (Hawaii). Die \u00dcbersetzung vom Hebr\u00e4ischen ins Englische \u00fcbernahmen David Neustaedter, Ellen Stepak und Jason Hallgarten. Als Schriftleiterin fungierte die US-Amerikanerin Marilen Pitler. Dorothee Ruppel arbeitete mit an der Textidentifizierung sowie an der \u00dcbersetzung ins Deutsche und Englische.<\/p>\n<p>Durch die Erstellung eines Lageplans im September 2006 war es m\u00f6glich, auch Gr\u00e4ber ohne Steine teilweise zuzuordnen. Allerdings gab es w\u00e4hrend den Arbeiten auch einige Stolpersteine, denn einzelne Grabsteine waren nicht mehr vorhanden oder zu stark verwittert. Manche Steine waren ohne Widmung, was die Zuordnung sehr schwierig gestaltete oder gar unm\u00f6glich machte.<\/p>\n<p>Nachdem alle Fakten zusammen getragen waren, kontaktierte Dorothee Ruppel B\u00fcrgermeister Hohmann mit Ihren Erkenntnissen. Dieser zollte den bisherigen Arbeiten hoher Anerkennung und schlug vor, alles zu einem Buch zusammenzustellen und dies im Namen der Marktgemeinde Burghaun bei einer Buchvorstellung zu pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>Dorothee Ruppel betonte, dass aus den Verbindungen durch die Zusammenarbeit mit den einzelnen Projektmitarbeitern mehr als ein Buch zustande gekommen sei. Sie bedankte sich bei dem Team f\u00fcr die Stunden voller Einsatz und Engagement, bei B\u00fcrgermeister Hohmann stellvertretend f\u00fcr die Marktgemeinde Burghaun und bei Frau Pfingstgr\u00e4ff f\u00fcr die Hilfe vor Ort. in Langenschwarz, sowie allen weiteren Beteiligten, die an diesem unvergesslichen Projekt beteiligt waren.<\/p>\n<p>Auch die Projektleiterin Harriet Hofmann dankte allen Beteiligten im Namen der ausl\u00e4ndischen G\u00e4ste, die Ihnen die M\u00f6glichkeit gegeben h\u00e4tten, diese einmalige Chance zu nutzen. Sie seien gekommen, um eine Verbindung zu ihren Vorfahren zu bekommen, h\u00e4tten aber  nicht geahnt, dass eine solche Verbindung zwischen mit der Marktgemeinde zustande kommen w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Das was die Gemeinde und B\u00fcrgermeister Hohmann ihnen gegeben h\u00e4tten, gehe weit \u00fcber dir zu erwartende Verbindung hinaus, so Harriet Hofmann. Auch Frederick Hecht ergriff das Wort und erz\u00e4hlte, dass er zuletzt kurz nach dem Krieg in Deutschland gewesen sei. Aus dem, was er nun die letzten Tage in Burghaun erfahren und kennengelernt hat k\u00f6nne er schlie\u00dfen, dass dies ein neues Deutschland sei. Dies alles w\u00fcrde zu einer besseren Welt f\u00fchren.<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Hohmann \u00fcberreichte Dorothee Ruppel im Namen der Marktgemeinde Burghaun zur Annerkennung ihrer Arbeit einen Blumenstrau\u00df. Der Abend klang bei einem gemeinsamen Essen gem\u00fctlich aus. Die letzen Tage sind f\u00fcr alle Beteiligten ein unvergessliches Erlebnis.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Burghaun. Im Herrenhaus Burghaun fand am vergangenen Donnerstag die Buchpr\u00e4sentation von Dorothee Ruppel zum j\u00fcdischen Friedhof Langenschwarz, das \u201eBuch der Erinnerung\u201c, statt. 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