{"id":83662,"date":"2011-03-10T08:07:57","date_gmt":"2011-03-10T08:07:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=83662"},"modified":"2011-03-16T08:08:17","modified_gmt":"2011-03-16T08:08:17","slug":"sozialminister-stefan-gruttner-veranstaltet-gesprach-zum-thema-krankenhaushygiene","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=83662","title":{"rendered":"Sozialminister Stefan Gr\u00fcttner veranstaltet Gespr\u00e4ch zum Thema Krankenhaushygiene"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wiesbaden. <\/strong>Der Hessische Sozialminister Stefan Gr\u00fcttner hat die hessischen Krankenhausbetreiber dazu aufgerufen, ihrer Verantwortung gerecht zu werden, die sie f\u00fcr die Hygiene in ihren H\u00e4usern tragen. \u201eDie j\u00fcngsten hygienischen M\u00e4ngel im Aufbereitungsprozess von Medizinprodukten an hessischen Kliniken haben deutlich gezeigt, dass hier Verbesserungsbedarf besteht\u201c, erkl\u00e4rte Gr\u00fcttner in Wiesbaden anl\u00e4sslich eines Gespr\u00e4chs mit Vertretern der kommunalen Spitzenverb\u00e4nde, der Hessischen Krankenhausgesellschaft und der Gesundheitsbeh\u00f6rden, zu dem der Sozialminister geladen hatte. \u201eDie gesetzlichen Bestimmungen und Empfehlungen liegen vor\u201c, betonte der Sozialminister. Die Sicherheit der Patienten stehe f\u00fcr alle Beteiligten stets an erster Stelle: \u201eDie Hessischen Gesundheitsbeh\u00f6rden werden die Krankenhaushygiene in der n\u00e4chsten Zeit \u00fcber die \u00fcblichen Kontrollen hinaus zu einem Schwerpunkt ihrer Arbeit machen und die gezielte \u00dcberwachung der Krankenh\u00e4user intensivieren.\u201c <!--more--><\/p>\n<p>Mit gesetzlichen Vorgaben und verst\u00e4rkten Kontrollen der Aufsichtsbeh\u00f6rden allein sei es aber nicht getan, machte Gr\u00fcttner deutlich. \u201eDie Entscheidungstr\u00e4ger in den Krankenh\u00e4usern m\u00fcssen die Strukturen und Abl\u00e4ufe im Bereich Hygiene so organisieren, dass M\u00e4ngel rechtzeitig erkannt und umgehend beseitigt werden.\u201c Sie seien zudem in der Pflicht, f\u00fcr eine kontinuierliche Fort- und Weiterbildung insbesondere der Mitarbeiter im Bereich Hygiene, also unter anderem in den Zentralen Sterilgutversorgungsabteilungen (ZVSA), zu sorgen. \u201eIch werde gemeinsam mit dem Hessischen Ministerium f\u00fcr Wissenschaft und Kunst darauf hinwirken, dass gen\u00fcgend Ausbildungspl\u00e4tze f\u00fcr das ben\u00f6tigte qualifizierte Hygienepersonal zur Verf\u00fcgung stehen\u201c, sagte Sozialminister Gr\u00fcttner. Da es bundesweit an Krankenhaushygienikerinnen und Krankenhaushygienikern mangele, werde derzeit in Zusammenarbeit mit der Landes\u00e4rztekammer ein Ausbildungscurriculum entwickelt, um Fach\u00e4rzte speziell f\u00fcr den Bereich Krankenhaushygiene weiterzubilden.<\/p>\n<p>Auch bei der Verlegung der Patienten zum Beispiel von Alten- und Pflegeheimen in Krankenh\u00e4user m\u00fcsse die Hygiene eine noch gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen als bisher, so der Sozialminister weiter. Hier stellen besonders die Multiresistenten Erreger (MRE), die nicht mehr auf herk\u00f6mmliche Antibiotika ansprechen, ein Problem dar. Sie werden h\u00e4ufig nicht rechtzeitig erkannt und \u00fcber Einrichtungen hinweg weiterverbreitet. \u201eAlle Akteure sollen sich zum Wohle der Patienten vernetzen und gemeinsam Ma\u00dfnahmen zur Eind\u00e4mmung dieser Keime ergreifen\u201c, so Gr\u00fcttner. Derzeit werden im Rhein-Main-Gebiet, in Mittel- und Nordhessen unter der Leitung der Gesundheits\u00e4mter und unter der Schirmherrschaft des Hessischen Sozialministeriums so genannte MRE-Netzwerke aufgebaut. Der Sozialminister betonte, dass sich die Hessische Landesregierung auf Bundesebene daf\u00fcr einsetze, dass die Finanzierung von Fr\u00fcherkennungs-Ma\u00dfnahmen (Screening) im Hinblick auf MRE bundesweit sichergestellt werde.<\/p>\n<p>Der Sozialminister informierte die Teilnehmer des Gespr\u00e4chs \u00fcber die Krankenhaushygieneverordnung, die das Land in diesem Jahr auf Basis des Hessischen Krankenhausgesetzes und des Infektionsschutzgesetzes erlassen wird. Die Verordnung wird \u00fcber Krankenh\u00e4user hinaus auch f\u00fcr krankenhaus\u00e4hnliche Einrichtungen, unter anderem Einrichtungen f\u00fcr ambulantes Operieren, gelten. Sie macht strukturelle und personelle Vorgaben, wie beispielsweise die Notwendigkeit einer Hygienekommission und die Besch\u00e4ftigung von besonders qualifizierten Krankenhaushygienikern. Auf der Grundlage der Empfehlungen der Kommission f\u00fcr Krankenhaushygiene und Infektionspr\u00e4vention am Robert-Koch-Institut werden zudem Prozessabl\u00e4ufe und Qualit\u00e4tssicherung f\u00fcr den Bereich Hygiene vorgegeben. Die Regelungen f\u00fcr die Krankenh\u00e4user, die das geplante Krankenhaushygienegesetz des Bundes vorsehe, seien bereits in der Hessischen Hygieneverordnung enthalten, berichtete der Sozialminister.<\/p>\n<p>\u201eQualit\u00e4t ist ein unteilbarer Begriff, gerade in Einrichtungen wie Krankenh\u00e4usern, in denen es um das Leben und die Gesundheit der Menschen geht. Ergebnisqualit\u00e4t ist dort ohne Hygienequalit\u00e4t nicht zu erreichen\u201c, betonte der Minister abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wiesbaden. 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