{"id":83454,"date":"2011-03-15T00:35:58","date_gmt":"2011-03-15T00:35:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=83454"},"modified":"2011-03-15T07:37:05","modified_gmt":"2011-03-15T07:37:05","slug":"interessengemeinschaft-barrierefreies-fulda-ist-eingetragener-verein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=83454","title":{"rendered":"Interessengemeinschaft barrierefreies Fulda ist eingetragener Verein"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/110310_Einrichtung.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-83455\" title=\"110310_Einrichtung\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/110310_Einrichtung-265x198.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/110310_Einrichtung-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/110310_Einrichtung.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. <\/strong>Zu den Gruppierungen, Organisationen, Verb\u00e4nden und Vereinen der Behindertenselbsthilfe und der Behindertenhilfe, die sich schon seit vielen Jahren f\u00fcr die Belange behinderter Menschen in Fulda engagieren, z\u00e4hlt seit ca. einem Jahr auch die Interessengemeinschaft barrierefreies Fulda (IGbFD). Sie setzt sich f\u00fcr alle Menschen ein, die aus den unterschiedlichsten Gr\u00fcnden in ihrer Mobilit\u00e4t eingeschr\u00e4nkt sind. In erster Linie liegt der IGbFD die barrierefreie Zug\u00e4nglichkeit von \u00f6ffentlichen Geb\u00e4uden (z.B. Arztpraxen und Krankenh\u00e4user, Beh\u00f6rden, Banken und Sparkassen, Verkaufs- und Gastst\u00e4tten, kulturelle Einrichtungen, Hotels,) sowie die Durchsetzung barrierefreier Standards f\u00fcr \u00f6ffentliche Pl\u00e4tze, Fu\u00df- und Verkehrswege (incl. Stra\u00dfen\u00fcberquerungen und Haltestellen) in Fulda am Herzen. <!--more--><\/p>\n<p>Ein weiteres Hauptziel ist f\u00fcr sie die Einrichtung eines Behindertenbeirates, der unter anderem auch in Aussch\u00fcssen, die sich mit der Planung von neuen Geb\u00e4uden und Umbauten bzw. von Verkehrswegen und \u00f6ffentlichen Pl\u00e4tzen befassen, geh\u00f6rt werden soll. Seit dem 4. M\u00e4rz 2011 ist die IGbFD nun ein eingetragener Verein. Die Gr\u00fcndungsversammlung w\u00e4hlte Hanns-Uwe Theele zum 1. Vorsitzenden. Er wird von Heinz Ulrich Ludwig Schulz als 2. Vorsitzenden unterst\u00fctzt. Das Amt der Schriftf\u00fchrerin hat Petra R\u00f6del-Ebert \u00fcbernommen, das des Kassenwarts Thomas Fleck.<\/p>\n<p><strong>Barrierefreiheit f\u00fcr Alle?!<\/strong><\/p>\n<p>\u201eEs existieren in Fulda viele Selbsthilfegruppen und Verb\u00e4nde, die seit Jahrzehnten tolle Arbeit in der Unterst\u00fctzung von Menschen mit Behinderung leisten, aber ein gemeinsames Auftreten f\u00fcr deren Belange im \u00f6ffentlichen Raum fehlt bisher fast g\u00e4nzlich. Unser Hauptziel ist der Abbau bzw. die Verhinderung von Mobilit\u00e4tsbarrieren in Fulda, die nicht nur Menschen mit K\u00f6rper- bzw. Sinnesbehinderungen, sondern auch \u00e4ltere B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger sowie Eltern mit Kleinkindern an ihrer Teilhabe am \u00f6ffentlichen Leben hindern\u201c, betont Hanns-Uwe Theele, der 1. Vorsitzende des neugegr\u00fcndeten Vereins. \u201eUnsere Mitglieder sind Menschen mit den unterschiedlichsten Behinderungen und sie wissen aufgrund ihrer eigenen Betroffenheit, wo in Fulda Handlungsbedarf besteht.<\/p>\n<p>Deshalb sind wir auch sehr an einer Kooperation mit den zust\u00e4ndigen \u00c4mtern und Gremien interessiert, mit denen wir gerne gemeinsam tragf\u00e4hige Konzepte er\u00f6rtern m\u00f6chten. Schon in der Planungsphase muss auf die Bed\u00fcrfnisse von Menschen mit k\u00f6rperlicher Behinderung R\u00fccksicht genommen werden, damit sp\u00e4tere kostenintensive Nachbesserungen entfallen.\u201c Inzwischen haben erste entsprechende Treffen mit B\u00fcrgermeister Dr. Wolfgang Dippel, der auch zugleich Behindertenbeauftragter der Stadt Fulda ist, sowie mit Vertreter\/innen des Bauamtes und des Ordnungsamtes der Stadt Fulda stattgefunden, die hoffen lassen.<\/p>\n<p>\u201eWas die Teilhabe von Menschen mit k\u00f6rperlicher Behinderung am \u00f6ffentlichen Leben anbetrifft, so blieben in der Vergangenheit in Fulda die tats\u00e4chlichen Bed\u00fcrfnisse dieser Personen seitens der zust\u00e4ndigen \u00c4mter, Politiker\/innen und Gremien unserer Ansicht nach vielfach unber\u00fccksichtigt. Es ging meist nur darum, sich im gesetzlichen Rahmen zu bewegen, auch wenn dies f\u00fcr die Betroffenen Ausgrenzung bedeutete\u201c, bedauert Hanns-Uwe Theele. \u201eDas best\u00e4tigen auch zahlreiche Anrufe von Fuldaer B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern in den letzten Monaten, die unsere Bem\u00fchungen positiv hervorheben und uns in unserem Handeln best\u00e4rken. Die meisten Anrufe erreichen uns zum Thema Behindertenbeirat, zu der unzureichenden Pflasterung der Fuldaer Innenstadt und den sogenannten \u201eKundenstoppern\u201c der Einzelh\u00e4ndler und Gastronomen auf Gehwegen.<\/p>\n<p>Letztere stellen ein erhebliches Hindernis f\u00fcr Menschen mit einer Seh- und\/oder Gehbehinderung, aber auch f\u00fcr \u00e4ltere Menschen oder Eltern mit Kinderwagen dar. Besonders betroffen hat mich in diesem Zusammenhang die Meldung eines B\u00fcrgers mit Sehbehinderung gemacht, der sich nicht getraut die Fuldaer Innenstadt aufzusuchen, da ihn sein Weg durch die L\u00f6herstra\u00dfe, Karlstra\u00dfe, Kanalstra\u00dfe und Friedrichstra\u00dfe f\u00fchren w\u00fcrde und die Fu\u00dfwege dieser Stra\u00dfen h\u00e4ufig durch Kundenstopper wie Verkaufsst\u00e4nder, Reklametafeln, Blumenschalen, Preisschilder, Aschenbecherk\u00fcbel, Kleiderst\u00e4nder usw. zugestellt sind. Da die Werbetafeln der Gesch\u00e4fte in der Regel vor den Hausw\u00e4nden positioniert werden, die Menschen mit Sehbehinderung als Orientierungshilfe nutzen, erschweren sie den Betroffenen die Fortbewegung bzw. machen sie teilweise sogar unm\u00f6glich.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich geht es auch den Menschen mit einer Gehbehinderung oder im Rollstuhl, die vielfach gezwungen sind, sich im Slalom durch die Innenstadt zu qu\u00e4len\u201c, wei\u00df Hanns-Uwe Theele aus eigener schmerzlicher Erfahrung. \u201eViele Betroffenen bleiben deshalb oft lieber zu Hause, bevor sie sich diesem Stress aussetzen.\u201c<\/p>\n<p>Die Interessengemeinschaft Fulda ist sich durchaus des Konfliktpotentials bewusst, das die umsatzf\u00f6rdernden Ma\u00dfnahmen der Einzelh\u00e4ndler und Gastronomen und die Anspr\u00fcche von Menschen mit Behinderung auf eine selbstbestimmte Teilhabe am \u00f6ffentlichen Leben in sich bergen. \u201eWir w\u00fcnschen uns einen gemeinsamen Dialog, der alle Beteiligten f\u00fcr die bestehenden Probleme sensibilisieren und zu einem gleichberechtigten Miteinander f\u00fchren sollte. Es gilt Kompromisse zu finden, die f\u00fcr alle Beteiligten akzeptabel sind\u201c, gibt Hanns-Uwe Theele seiner Hoffnung Ausdruck.<\/p>\n<p><strong>Verst\u00e4rkte Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention <\/strong><\/p>\n<p>Ein zentraler Punkt der UN-Konvention \u00fcber die Rechte von Menschen mit Behinderung &#8211; seit M\u00e4rz 2009 geltendes Recht auch in Deutschland &#8211; ist die Forderung nach einem selbstbestimmten Leben und die Verpflichtung zur Barrierefreiheit. So fordert Artikel 19 des \u00dcbereinkommens eine unabh\u00e4ngige Lebensf\u00fchrung und Einbeziehung in die Gemeinschaft. Dieser Artikel f\u00fchrte dazu, dass der Begriff der Inklusion \u2013 der Einbeziehung von Anfang an &#8211; neben anderen wie z.B. der Barrierefreiheit zu einem der Leitbegriffe des \u00dcbereinkommens wurde.<\/p>\n<p>Der Verein Interessengemeinschaft barrierefreies Fulda e.V. hat zum Ziel, dass die UN-Behindertenrechtskonvention in Fulda verst\u00e4rkt umgesetzt wird. Um dies zu verwirklichen, reicht es nicht aus, dass sich Vereinsmitglieder mit Vertreter\/innen der zust\u00e4ndigen \u00c4mter treffen, um darauf hin zu wirken, dass DIN-Normen und Regelwerke auch in Fulda angewendet und umgesetzt werden. Daher fordert die IGbFD e.V. auch die Einrichtung eines Behindertenbeirates, der dem Magistrat der Stadt Fulda bei der Realisierung des Inklusionsgedankens in den verschiedenen st\u00e4dtischen Gremien und Aussch\u00fcssen beratend zur Seite stehen soll. In diesem Zusammenhang wurden auch bereits erste Gespr\u00e4che mit der Liga der Freien Wohlfahrtsverb\u00e4nde bzgl. eines tragf\u00e4higen Konzeptes gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Mitglieder des IGbFD e.V. sind sich bewusst, dass es, um der jeweiligen individuellen Situation gerecht werden zu k\u00f6nnen, h\u00e4ufig keine einfachen L\u00f6sungen f\u00fcr Menschen mit k\u00f6rperlicher Behinderung gibt, sondern dass diese vielmehr einige Kreativit\u00e4t erfordern. Deshalb will der Verein auch in Zukunft verst\u00e4rkt den Kontakt zu anderen Organisationen und Verb\u00e4nden suchen, um gemeinsam praktikable Konzepte bzgl. Barrierefreiheit und Inklusion zu erarbeiten. Der Verein freut sich auf die zuk\u00fcnftige Arbeit zum Wohl der Menschen mit k\u00f6rperlicher Behinderung und hofft auf offene und konstruktive Gespr\u00e4che mit den verschiedenen Kooperationspartnern.<\/p>\n<p>Alle Personen, Firmen und Organisationen, die die Arbeit des IGbFD e.V. bef\u00fcrworten, sind aufgerufen, sich aktiv zu beteiligen oder die Arbeit des Vereins als F\u00f6rdermitglied zu unterst\u00fctzen. Spendenkonto: Sparkasse Fulda, BLZ\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0530 501 80 , Konto 400 655 48.<\/p>\n<p>Interessengemeinschaft barrierefreies Fulda e.V., Buseckstra\u00dfe 16, 36043 Fulda, Tel. 0661-8 33 96 00, E-Mail: <a href=\"mailto:uwetheele@arcor.de\">uwetheele@arcor.de<\/a>.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Zu den Gruppierungen, Organisationen, Verb\u00e4nden und Vereinen der Behindertenselbsthilfe und der Behindertenhilfe, die sich schon seit vielen Jahren f\u00fcr die Belange behinderter Menschen in Fulda engagieren, z\u00e4hlt seit ca. einem Jahr auch die Interessengemeinschaft barrierefreies Fulda (IGbFD). 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