{"id":83309,"date":"2011-03-15T00:08:32","date_gmt":"2011-03-15T00:08:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=83309"},"modified":"2011-03-15T07:46:56","modified_gmt":"2011-03-15T07:46:56","slug":"zertifizierung-zum-nationalen-geopark-beginnt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=83309","title":{"rendered":"Zertifizierung zum nationalen Geopark beginnt"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/110304_FachtagungGeopark.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-83310\" title=\"110304_FachtagungGeopark\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/110304_FachtagungGeopark-265x156.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"156\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/110304_FachtagungGeopark-265x156.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/110304_FachtagungGeopark.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Vogelsbergkreis. <\/strong>\u201e80 Geotope auf engstem Raum \u2013 welche Region in Europa w\u00e4re besser geeignet zum Geopark als der Vogelsberg?\u201c, fragte Regierungspr\u00e4sident Dr. Lars Witteck rhetorisch w\u00e4hrend eines Fachtermins, der sich als Start des Zertifizierungsprozesses versteht. Landrat Rudolf Marx hatte den RP, Wissenschaftler und regionale Fachleute ins Kreishaus eingeladen, um \u201eim Schulterschluss deutlich zu machen, dass es jetzt konkret losgeht\u201c. \u00dcber die R\u00fcckendeckung des Regierungspr\u00e4sidenten zu gro\u00dfen Teilprojekten innerhalb der Geopark-Entwicklung \u2013 Porta Vulkania an der A5, Vogelsberg-Massiv in Schotten und Deutsche Vulkanstra\u00dfe \u2013 zeigte sich der Vogelsberger Verwaltungschef hocherfreut.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eJetzt beginnt die Zertifizierung zum nationalen Geopark\u201c, machte Diplom-Ingenieur Lorenz Kock deutlich, den Landrat Marx mit dem Projektmanagement beauftragt hat. Das Wichtigste sei nun, alle Akteure \u201ezusammen zu binden\u201c und die Wertsch\u00e4tzung der Menschen f\u00fcr ihre einzigartige Region deutlich zu erh\u00f6hen. Die Themenfelder m\u00fcssten zur Deckung gebracht werden, so Kock. Daf\u00fcr ben\u00f6tige man unbedingt eine \u201eregionsweite verl\u00e4ssliche Kommunikationsstruktur\u201c \u2013 und vor allem eine nachhaltige Strategie. Die Region m\u00fcsse sich \u201eals Firma\u201c begreifen, die einen handhabbaren \u201eBusiness-Plan\u201c brauche.<\/p>\n<p>Dem dient nun auch der w\u00e4hrend der Fachtagung erteilte Auftrag zur Umsetzung des vor 15 Monaten pr\u00e4sentierten Vulkan-Konzepts. Erneut wird sich die Wissenschaftler-Gemeinschaft e.t.a.-Abraxas aus Th\u00fcringen mit Diplom-Geologin Sylvia Reyer und Professor Dr. Harald Kunze um die notwendige Datenerhebung und das Zusammenf\u00fchren aller Fachleute und interessierten B\u00fcrger k\u00fcmmern. Sylvia Reyer sieht in dem vorhandenen, mit den regionalen Akteuren abgestimmten Entwicklungskonzept eine \u201ehervorragende Grundlage\u201c f\u00fcr eine Kommunikationsplattform, f\u00fcr die Entwicklung einer sinnvollen Tr\u00e4gerstruktur des Geoparks und nicht zuletzt f\u00fcr die Erstellung eines Finanzierungsplans, auf den sich Akteure und Kommunalpolitiker dann auch verlassen k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Gerold Beckmann und Dr. Angela Metzner von der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft stehen \u201ein den Startl\u00f6chern\u201c. Beckmann sprach von einem \u201esehr guten Nordportal f\u00fcr den Geopark durch die Verwirklichung der Porta Vulkania\u201c bei Alsfeld. Hohe Bedeutung werde die Deutsche Vulkanstra\u00dfe gewinnen. Dr. Metzner sprach sich daf\u00fcr aus, zun\u00e4chst mit etwa f\u00fcnf Geotopen zu beginnen, die sich gut erschlie\u00dfen lassen und die nahe an der Vulkanstra\u00dfe, Vulkanring bzw. am Vulkanradweg l\u00e4gen. Lorenz Kock erl\u00e4uterte hierzu, dass allein in den vergangenen drei Jahren 16 Tourismusprojekte mit einem Volumen von fast zwei Millionen Euro umgesetzt bzw. auf den Weg gebracht worden seien. Wichtige Pilotprojekte k\u00f6nnen auch k\u00fcnftig im Rahmen von LEADER gef\u00f6rdert werden, so Kock.<\/p>\n<p>Dr. Birgit Richtberg, B\u00fcrgermeisterin in Romrod, erl\u00e4uterte das Kombinationsprojekt Porta Vulkania, das die Vermarktungsidee von zehn regionalen Unternehmern klug mit einem niedrigschwelligen Wissenschaftsangebot erg\u00e4nzen werde. Christoph Schlott vom Institut Terra Incognita erl\u00e4uterte hierzu die Vernetzungsm\u00f6glichkeiten von bis zu sieben sich erg\u00e4nzenden \u201eScience-H\u00e4usern\u201c zwischen den Autobahnen 3 und 5\/7 \u2013 eines davon st\u00fcnde dann auf dem Dirsr\u00f6der Feld bei Alsfeld -, die zu einem nationalen Magneten auch f\u00fcr den Geopark Vogelsberg werden k\u00f6nnten.<\/p>\n<p>Der Schottener Cheftouristiker Ralph Koster erl\u00e4uterte einen weiteren Baustein f\u00fcr den k\u00fcnftigen Geopark. Das Vorhaben \u201eVulkan-Massiv\u201c im Gew\u00f6lbekeller bilde eine wichtige Komponente f\u00fcr das Schottener Stadtmarketing und k\u00f6nne als wichtiges Eingangsportal f\u00fcr den Geopark wirken, so Koster. Armin Klein, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Verkehrsgesellschaft Oberhessen, lobte die Projekte auf dem Weg zum Geopark und verwies auf die gute Verzahnung mit dem \u201eVulkan-Express\u201c. Auch Rolf Frischmuth f\u00fcr den Naturpark und Thomas Schaumberg f\u00fcr die Vogelsberg Consult hoben die Bedeutung des Zertifizierungsprozesses auf dem Weg zum Geopark Vogelsberg, auch im Hinblick auf demografische Herausforderungen und zur Erh\u00f6hung der Wertsch\u00f6pfung in der Region hervor.<\/p>\n<p>Foto: Erich Ruhl<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. \u201e80 Geotope auf engstem Raum \u2013 welche Region in Europa w\u00e4re besser geeignet zum Geopark als der Vogelsberg?\u201c, fragte Regierungspr\u00e4sident Dr. Lars Witteck rhetorisch w\u00e4hrend eines Fachtermins, der sich als Start des Zertifizierungsprozesses versteht. 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