{"id":83307,"date":"2011-03-06T00:18:39","date_gmt":"2011-03-06T00:18:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=83307"},"modified":"2011-03-06T07:18:56","modified_gmt":"2011-03-06T07:18:56","slug":"filme-im-hessischen-rundfunk-uber-das-engagement-der-vertriebenen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=83307","title":{"rendered":"Filme im Hessischen Rundfunk \u00fcber das Engagement der Vertriebenen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wiesbaden.<\/strong> Der Hessische Rundfunk wird im April und Mai 2011 zwei aktuelle Filmproduktionen \u00fcber das Engagement von Heimatvertriebenen in ihrer alten Heimat zeigen. Darauf weist die Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung f\u00fcr Heimatvertriebene und Sp\u00e4taussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf, hin: \u201eIch danke dem Hessischen Rundfunk und besonders dem HR-Journalisten Harald Henn f\u00fcr die Erstellung der interessanten Filme. Als Landesbeauftragte freue ich mich \u00fcber das Engagement des Hessischen Rundfunks in dieser Sache und w\u00fcnsche den beiden Filmen einen gro\u00dfen Zuschauerkreis\u201c.<!--more--><\/p>\n<p>Die Reportage \u201eZur\u00fcck auf Schloss Lomnitz\u201c wird am Sonntag, den 17. April 2011 um 18.30 Uhr im 3. Programm des Hessischen Rundfunks gezeigt. Hierbei geht es um Schloss Lomnitz in Schlesien, das als Barockschloss fast am Verfallen war. Doch nach der Wende beschlossen die S\u00f6hne von Ernst-G\u00fcnter von K\u00fcster, der nach dem Krieg 1945 von seinem schlesischen Adelssitz vertriebenen wurde und heute in Wiesbaden lebt, die Ruine vom polnischen Staat zu kaufen und zu sanieren. Der Herrensitz ist inzwischen nach einem finanziellen und organisatorischen Kraftakt ohnegleichen Restaurant und Hotel mit vielen G\u00e4sten. Rund 20 Polen bietet das kleine Familienunternehmen einen sicheren Arbeitsplatz. Diese empfinden es heute als ganz normal, dass die alten Besitzer wieder da sind und ein beruhigendes St\u00fcck Tradition verk\u00f6rpern. Und f\u00fcr den 87-j\u00e4hrigen Ernst-G\u00fcnter von K\u00fcster ist jeder Besuch auf Schloss Lomnitz bei Sohn Ulrich und dessen Ehefrau Elisabeth sowie den f\u00fcnf Enkeln ein ganz eigenes Erlebnis.<\/p>\n<p>Der Dokumentarfilm \u201eEin Schloss f\u00fcr Schlesien \u2013 Wie Vertriebene in der alten Heimat helfen\u201c wird am Dienstag, den 3. Mai 2011 um 22.45 Uhr im 3. Programm des Hessischen Rundfunks ausgestrahlt. Der Film begleitet drei bei Kriegsende Vertriebene auf ihrer Fahrt zur\u00fcck in ihre Vergangenheit, n\u00e4mlich in die Heimat. \u201eAber das Projekt ersch\u00f6pft sich nicht in einer blo\u00dfen R\u00fcckschau, sondern entwickelt am Beispiel von drei Pers\u00f6nlichkeiten einen Ansatz zukunftsgerichteter Aktivit\u00e4ten. Alle drei n\u00e4mlich leisten perspektivisch in und f\u00fcr ihre Heimat Aufbauarbeit\u201c, so Landesbeauftragte Ziegler-Raschdorf.<\/p>\n<p>Im ersten Teil des Dokumentarfilms geht es um die bereits beschriebene Geschichte von Schloss Lomnitz in Schlesien und den Wiederaufbau durch die S\u00f6hne von Ernst-G\u00fcnter von K\u00fcster. Der zweite Teil zeigt das gro\u00dfe pers\u00f6nliche Anliegen des 79-j\u00e4hrigen Alfred Herold, dem es eine unzumutbare Vorstellung war, die kirchlichen Kulturg\u00fcter seines Geburtsortes B\u00e4rn \/ heute Moravsky Beroun im Sudetenland verkommen zu lassen. Seinem flei\u00dfigen Engagement und dem seiner Landsleute ist es zu verdanken, dass Kulturbauten in B\u00e4rn vor dem Zerfall gerettet wurden. Mit Hilfe von Spendengeldern und auch aus eigener Tasche finanzierte Alfred Herold, der auch Landesvorsitzender des Bundes der Vertriebenen in Hessen ist, die Rettung vieler Zeugnisse deutscher Vergangenheit. Im Film unterstrichen wird die uneigenn\u00fctzige Hilfe tschechischer B\u00fcrger, die sich trotz \u00f6rtlicher Widerst\u00e4nde der Bitte Herolds, ihm zu helfen, nicht verweigerten und zu Freunden geworden sind.<\/p>\n<p>Im dritten Teil des Films wird das Engagement des 67-j\u00e4hrigen Wilfried Schmied aus dem sudetendeutschen Grulich \/ heute Kraliky gezeigt, seiner Heimatregion einen Dienst zu erweisen. Seine Geburts- und Heimatgemeinde im heutigen Tschechien soll von seinen administrativen Talenten profitieren. Denn dem fr\u00fcheren Regierungspr\u00e4sidenten von Gie\u00dfen ist es ein Anliegen, den Tourismus zu f\u00f6rdern. Daf\u00fcr hat die Region Grulich durchaus ein tragf\u00e4higes Fundament, n\u00e4mlich die Natur und die Landschaft sowie ein Brauerei. Gemeinsam mit dem Mitarbeiter eines Wetzlarer Reisebusunternehmers pr\u00fcft Schmied, der heute in Staufenberg bei Gie\u00dfen lebt, vor Ort die Eignung der Stadt Grulich auf Aufnahme in den Katalog des Reiseveranstalters.<\/p>\n<p>Landesbeauftragte Margarete Ziegler-Raschdorf freut sich \u00fcber den Ansatz der Filme in Bezug auf die wichtigen auf eine gemeinsame Zukunft gerichteten Impulse, die von den Vertriebenen immer wieder ausgehen. \u201eImmer wieder sind es die Vertriebenen selbst, die sich in gro\u00dfer Zahl in der alten Heimat f\u00fcr den Erhalt der Kulturg\u00fcter, den wirtschaftlichen Aufbau und die jetzt dort lebenden Menschen interessieren und unterst\u00fctzend engagieren. Trotz der eigenen schlimmen Vertreibungserfahrung leisten sie damit so viel Positives f\u00fcr eine Verst\u00e4ndigung zwischen den heute und ehemals in ihrer Heimatregion lebenden Menschen. Ich danke dem HR-Journalisten Harald Henn ausdr\u00fccklich f\u00fcr seine Arbeit an den Filmen und f\u00fcr sein gro\u00dfes Verst\u00e4ndnis im Zusammenhang mit dem Schicksal der Heimatvertriebenen und ihrer Arbeit f\u00fcr die Heimatgebiete. \u00dcber das Interesse vieler Zuschauer an den beiden Filmen w\u00fcrde ich mich sehr freuen\u201c, so die Landesbeauftragte abschlie\u00dfend.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wiesbaden. Der Hessische Rundfunk wird im April und Mai 2011 zwei aktuelle Filmproduktionen \u00fcber das Engagement von Heimatvertriebenen in ihrer alten Heimat zeigen. Darauf weist die Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung f\u00fcr Heimatvertriebene und Sp\u00e4taussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf, hin: \u201eIch danke dem Hessischen Rundfunk und besonders dem HR-Journalisten Harald Henn f\u00fcr die Erstellung der interessanten Filme. 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