{"id":82937,"date":"2011-02-25T00:25:30","date_gmt":"2011-02-25T00:25:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=82937"},"modified":"2011-02-25T07:04:40","modified_gmt":"2011-02-25T07:04:40","slug":"konzert-zur-passionszeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=82937","title":{"rendered":"Konzert zur Passionszeit"},"content":{"rendered":"<p><strong><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-82938\" title=\"110224_Konzert\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110224_Konzert-265x176.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110224_Konzert-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110224_Konzert.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/>Fulda. <\/strong>Eine intensive, ganz aus der Stille entwickelte Musik erwartet die Zuh\u00f6rer in einem Konzert zur Passionszeit am Donnerstag, 17. M\u00e4rz 2011, um 20.00 Uhr, im Hochchor des Domes zu Fulda. Ausf\u00fchrende sind Susanne Kelling (Mezzosopran), das sehr renommierte Henschel Quartett aus M\u00fcnchen, Nico Miller (Orgel) sowie Capella Cathedralis unter Leitung von Domkapellmeister Franz-Peter Huber. Zwei bedeutende Chorwerke von Antonio Lotti und Josef Rheinberger bilden den Rahmen f\u00fcr den weltber\u00fchmten Sonaten-Zyklus von Joseph Haydn \u201eDie sieben letzten Worte unseres Erl\u00f6sers am Kreuz\u201c.<!--more--><\/p>\n<p>Dieses Werk f\u00fcr gro\u00dfes Orchester hat Joseph Haydn urspr\u00fcnglich 1785 \/ 86 als Auftragskomposition f\u00fcr das Domkapitel von C\u00e1diz (Spanien) geschaffen und dann 1787 eine Version f\u00fcr Streichquartett folgen lassen. In C\u00e1diz diente es der Meditation \u00fcber die \u201eSieben letzten Worte unseres Erl\u00f6sers am Kreuz\u201c durch den dortigen Bischof. Er las die Worte und bedachte sie auf der Kanzel. Nach jedem Wort und nach jeder Betrachtung verlie\u00df der Bischof die Kanzel zu einem stillen Gebet am Altar. Dabei erklangen die einzelnen \u201eSonaten\u201c von Joseph Haydn. Quasi als \u201eOuverture\u201c steht am Anfang eine \u201eIntroduktion\u201c, den Abschluss bildet die \u201eErdbebenmusik\u201c, die an das Naturereignis nach Jesu Tod erinnert.<\/p>\n<p>Von besonders gro\u00dfem Interesse f\u00fcr alle Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rer wird dieses Haydn-Opus durch eine Neufassung des spanischen Komponisten Jos\u00e9 Peris Lacasa (Madrid) sein. Lacasa hat der Streichquartettfassung der \u201eSieben Worte\u201c noch Passagen f\u00fcr Mezzosopran hinzugef\u00fcgt. Diese Version wurde 2008 am spanischen K\u00f6nigshof in Madrid uraufgef\u00fchrt und 2010 zum Namenstag von Papst Benedict XVI. im Vatikan wiederholt. Papst Benedict XVI. hatte das Werk selbst ausgew\u00e4hlt und dazu das Henschel-Quartett und die Mezzosopranistin Susanne Kelling eingeladen. In gleicher Besetzung erklingt das Werk nun auch im Hochchor des Fuldaer Domes.<\/p>\n<p>Er\u00f6ffnet wird das Konzert mit der achtstimmigen Motette f\u00fcr Chor, Violoncello und Orgel \u201eCrucifixus\u201c des venezianischen Komponisten Antonio Lotti. Nach reichem Opernschaffen in Venedig reist Lotti 1717 mit venezianischen Musikern nach Dresden. Hier schreibt er weitere Opern und kirchenmusikalische Werke, unter anderem auch das \u201eCrucifixus\u201c. Es hat den bekannten Text aus dem Niz\u00e4nischen Credo zur Grundlage: \u201eDer gekreuzigt wurde auch f\u00fcr uns, unter Pontius Pilatus gelitten hat und begraben worden ist\u201c.<\/p>\n<p>Nach dem Zyklus von Joseph Haydn erklingt das sehr bekannte \u201eStabat mater\u201c von Josef Rheinberger, das dieser als Dank f\u00fcr die Genesung von\u00c2\u00a0 einer schweren Erkrankung 1884 in seinem Urlaubssort Wildbad Kreuth komponierte. 1885 wurde es in der Fassung f\u00fcr Chor, Orgel und Streicher in M\u00fcnchen uraufgef\u00fchrt. Sehr tiefes und pers\u00f6nliches Erleben pr\u00e4gt diese Musik von vier S\u00e4tzen. H\u00f6hepunkt ist eine Schlussfuge, in der die Mutter Maria als die \u201eQuelle der Liebe\u201c hoffnungsvoll angerufen wird. Sie m\u00f6ge mit ihrem Leiden uns zur Liebe Jesu und damit zur Erl\u00f6sung f\u00fchren.<\/p>\n<p>Auch im \u201eStabat mater\u201c ist die besondere Begabung des Komponisten Josef Rheinberger beeindruckend und bewegend, bei aller Verpflichtung zur Tradition immer wieder durch chromatische Vielseitigkeit und saubere kontrapunktische Raffinessen existenzielle Klangwirkungen zu erzielen. Insgesamt in der Fastenzeit ein un\u00fcbliches und deshalb besonders interessantes Konzertprogramm: im Mittelpunkt ausdruckstarke Kammermusik, die ebenso wie die beiden sie rahmenden Chorwerke nicht auf vordergr\u00fcndige Effekte setzt.<\/p>\n<p>Karten f\u00fcr das Passionskonzert im Hochchor sind im Sekretariat der Ch\u00f6ren am Fuldaer Dom, Eduard-Schick-Platz 3 (Tel. 0661\/87390, choere-am-dom@bistum-fulda.de), in der Buchhandlung am Dom, Domdechanei, und bei der Gesch\u00e4ftsstelle der Fuldaer Zeitung, Peterstor 18, zum Preis von 20,00 \u00e2\u201a\u00ac (14 \u00e2\u201a\u00ac erm. f\u00fcr Sch\u00fcler, Studenten und Auszubildenden) erh\u00e4ltlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Eine intensive, ganz aus der Stille entwickelte Musik erwartet die Zuh\u00f6rer in einem Konzert zur Passionszeit am Donnerstag, 17. M\u00e4rz 2011, um 20.00 Uhr, im Hochchor des Domes zu Fulda. 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