{"id":82733,"date":"2011-02-18T00:53:50","date_gmt":"2011-02-18T00:53:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=82733"},"modified":"2011-02-18T07:56:07","modified_gmt":"2011-02-18T07:56:07","slug":"staatssekretaerin-petra-mueller-klepper-mahnt-krankenkassen-wegen-bewilligungspraxis-bei-mutter-vater-kind-kuren","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=82733","title":{"rendered":"Staatssekret\u00e4rin Petra M\u00fcller-Klepper mahnt Krankenkassen wegen Bewilligungspraxis bei  Mutter-\/Vater-Kind-Kuren"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wiesbaden<\/strong>. Angesichts der nun erstmals von den Krankenkassen dokumentierten Zahlen hat Petra M\u00fcller-Klepper, Staatssekret\u00e4rin im Hessischen Sozialministerium, die Krankenkassen aufgefordert, ihre Bewilligungspraxis f\u00fcr Mutter\/Vater-Kind-Kuren kritisch zu \u00fcberpr\u00fcfen. \u201eWas die Tr\u00e4ger bereits beklagt haben, best\u00e4tigen jetzt die erstmals vorliegenden Zahlen\u201c, sagte die Staatssekret\u00e4rin heute in Wiesbaden. Demnach lehnten die Krankenkassen 2009 bundesweit von 21.827 neu gestellten Antr\u00e4gen auf Medizinische Rehabilitation f\u00fcr M\u00fctter und V\u00e4ter 4.968 Antr\u00e4ge, also knapp 23 Prozent, ab. Bei der AOK Hessen ist die Zahl der positiv beschiedenen Antr\u00e4ge kontinuierlich von 65 Prozent (2006) auf 61 Prozent (2010) gesunken.<!--more--><\/p>\n<p>M\u00fcttern und V\u00e4tern, die an den Leistungen interessiert seien, d\u00fcrften keine unn\u00f6tigen Steine in den Weg gelegt werden, betonte Petra M\u00fcller-Klepper. \u201eObwohl im Rahmen der Gesundheitsreform Mutter-\/Vater-Kind-Kuren im Sozialgesetzbuch V zu Pflichtleistungen geworden sind, ist bei diesen Ma\u00dfnahmen ein R\u00fcckgang zu verzeichnen.\u201c Die Staatssekret\u00e4rin kritisierte diese Entwicklung als besorgniserregend und nicht nachvollziehbar. Sie forderte die Kassen auf, den Leistungsanspruch uneingeschr\u00e4nkt umzusetzen, wenn die Voraussetzungen vorliegen.<\/p>\n<p>Wenn sich eine k\u00f6rperliche oder seelische \u00dcberlastung manifestiere, bestehe Anspruch auf eine Ma\u00dfnahme. 20 Prozent der M\u00fctter h\u00e4tten aufgrund ihrer gesundheitlichen Situation einen entsprechenden Anspruch, aber nur 5 Prozent stellten einen Antrag &#8211; so eine Studie des Bundesfamilienministeriums. \u201eDie Angebote des M\u00fcttergenesungswerks umfassen medizinische, physiotherapeutische Behandlungen und psychosoziale Therapien sowie p\u00e4dagogische Dienste. Sie heilen und zeigen Wege zu einer besseren Bew\u00e4ltigung des Alltags auf. Dies hilft M\u00fcttern, V\u00e4tern und Kindern, st\u00e4rkt die Familien und beugt einem Fortschreiten der Krankheit vor.\u201c<\/p>\n<p>M\u00fctter seien vielf\u00e4ltigen Anforderungen in Familie und Beruf ausgesetzt. Der Alltag sei oft durch hohen Organisationsaufwand und 24-Stunden-Verf\u00fcgbarkeit bestimmt. \u201eViele Frauen sind durch permanente Mehrfach-Anforderungen \u00fcberlastet, manche werden dadurch krank\u201c, so\u00c2\u00a0 Petra M\u00fcller-Klepper. Auffallend sei, dass die M\u00fctter, die Hilfe suchten, in der Regel mehrere Erkrankungen h\u00e4tten. Oft seien neben tiefen Ersch\u00f6pfungszust\u00e4nden Erkrankungen des Bewegungsapparats zu verzeichnen. Einen hohen Anteil stellten mit 70 Prozent auch psychosomatische Erkrankungen wie Depressionen und Essst\u00f6rungen. Hinzu k\u00e4men Allergien, Herzkreislaufprobleme und gyn\u00e4kologische Erkrankungen.<\/p>\n<p><strong>In Hessen gibt es drei Mutter-Kind-Kliniken des M\u00fcttergenesungswerks:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Mutter-Kind-Klinik Talitha, Bad Wildungen, Tr\u00e4ger: Caritas<\/li>\n<li>Mutter-Kind-Vorsorgeklinik \u201eAnne Frank\u201c, Laubach, Tr\u00e4ger: Arbeiterwohlfahrt<\/li>\n<li>Klinik \u201eWerraland\u201c, Mutter-Kind-Zentrum f\u00fcr Familiengesundheit, Bad Sooden-Allendorf, Tr\u00e4ger: Diakonisches Werk<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wiesbaden. 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