{"id":82508,"date":"2011-02-13T00:05:53","date_gmt":"2011-02-13T00:05:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=82508"},"modified":"2011-02-13T09:07:55","modified_gmt":"2011-02-13T09:07:55","slug":"kampf-gegen-weibliche-genitalverstuemmelung-fulda-mosocho-projekt-auf-globaler-ebene-angekommen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=82508","title":{"rendered":"Kampf gegen weibliche Genitalverst\u00fcmmelung &#8211; FULDA-MOSOCHO-PROJEKT auf globaler Ebene angekommen"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/4.-2004_MHT+AO-J.Abunda1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-82523\" title=\"4.-2004_MHT+AO-J.Abunda\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/4.-2004_MHT+AO-J.Abunda1.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/4.-2004_MHT+AO-J.Abunda1.jpg 592w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/4.-2004_MHT+AO-J.Abunda1-265x169.jpg 265w\" sizes=\"(max-width: 592px) 100vw, 592px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Fulda. Was Insider schon l\u00e4nger wissen \u2013 das hat nunmehr UNICEF, Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, in ihrer neuesten Ver\u00f6ffentlichung, der <em>\u201eF\u00fcnf-L\u00e4nder-Studie\u201c <\/em>offiziell herausgestellt: Fulda \u2013 Hessen ist im internationalen Kampf gegen FGM ganz vorn. Denn das Fulda-Mosocho-Projekt des CENTER for PROFS (= <strong>P<\/strong>ractice-<strong>O<\/strong>riented <strong>F<\/strong>eminist <strong>S<\/strong>cience) und des LebKom e.V. ist \u2013 so das Ergebnis der Studie \u2013 mit Abstand das erfolgreichste Projekt in ganz Kenia, das fl\u00e4chendeckend nachhaltig Tausende von M\u00e4dchen in der Mosocho Division vor der grausamen Klitorisverst\u00fcmmelung rettet.<\/p>\n<p>Fotos: Center for PROFS<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>Die Studie beschreibt, wie durch die Arbeit des Fulda-Mosocho-Projektes\u00c2\u00a0 Kenia sogar zu den wenigen L\u00e4ndern Afrikas z\u00e4hlt, die \u00fcberhaupt Erfolge im Kampf gegen FGM zu verzeichnen haben. Die anderen L\u00e4nder sind \u00c4gypten, Athiopien, Senegal und Sudan. Wer neben den beiden \u201eFuldaern\u201c, CENTER for PROFS und LebKom e.V., weitere deutsche Organisationen in der Studie sucht, sucht vergeblich. Den Erfolg Kenias sieht UNICEF im Wert-Zentrierten Ansatz begr\u00fcndet, der von Muthgard Hinkelmann-Toewe, Professorin der Hochschule Fulda und Direktorin des CENTER for PORFS, entwickelt wurde und in dem Sozialp\u00e4dagogInnen zu Anti-FGM Fachkr\u00e4ften ausgebildet werden, bevor sie Verantwortung in Kenia \u00fcbernehmen d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>\u201eDiese Anti-FGM Fachkr\u00e4fte\u201c, so die Professorin, \u201ewerden vom Fuldaer Verein LebKom nach Kenia entsendet, um dort Hand-in-Hand mit den \u00e2\u20ac\u0161Nutznie\u00dferInnen\u00e2\u20ac\u02dc (so die Amtssprache), den Einheimischen, den gesamten Prozess zu gestalten, durch den sie Etappenziel um Etappenziel tats\u00e4chlich erreichen.\u201c Mit der Feststellung der Studie \u00fcber den Erfolg des Fulda-Mosocho-Projektes sagt UNICEF auch: Jeder Euro \u2013 ob von Politik oder SponsorInnen \/ SpenderInnen \u2013 eingesetzt f\u00fcr das Fulda-Mosocho-Projekt lohnt, weil er M\u00e4dchen tats\u00e4chlich nachhaltig zu retten vermag.<\/p>\n<p><strong>5 Jahre geforscht<\/strong><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-82510\" title=\"9.-2005_Officials+MHT\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/9.-2005_Officials+MHT-265x166.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"166\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/9.-2005_Officials+MHT-265x166.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/9.-2005_Officials+MHT.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/>F\u00fcnf Jahre recherchierte das UNICEF Research Institute (von 2006 \u2013 2010) in ganz Afrika nach <em>\u201eInterventionen\u201c, <\/em>Ans\u00e4tzen und Projekten<em>, <\/em>die den Kampf gegen FGM fl\u00e4chendeckend vorangebracht haben. Die Ergebnisse der international hoch angesehenen Studie wurden von Politik und Fachkreisen bereits mit Spannung erwartet. Die Studie sieht ihre Aufgabe darin, Politik, Geldgebern und Aktiven Empfehlungen zu geben, wie der weltweit nur schleppend vorangehende Kampf gegen FGM zu beschleunigen ist. Bei einer Lebenswirklichkeit, in der nach wie vor j\u00e4hrlich an die 3 Millionen M\u00e4dchen und Frauen dem grausamen Ritual unterzogen werden, liegt die Wichtigkeit solcher Empfehlungen auf der Hand.<\/p>\n<p>Auch macht die Studie deutlich, wodurch sich das Fulda-Mosocho-Projekt von <em>Interventionen<\/em> in anderen L\u00e4ndern unterscheidet: Mit dem Wert-Zentrierten Ansatz bringt es als einziges Projekt eine auf wissenschaftlichem Fundament entwickelte Methode zur Anwendung und arbeitet auf Nachfrage der <em>grassroot people. <\/em>So kann die Zusammenarbeit mit den Einheimischen von Anfang an und ohne Umwege beim Kernthema, der \u00dcberwindung der grausamen Sitte, starten. Das spart Kosten und Zeit, die bei anderen Projekttr\u00e4gern zun\u00e4chst in themenferne Ma\u00dfnahmen (wie Brunnen-, Schulbau etc.) investiert werden m\u00fcssen, um \u00fcberhaupt erst das Vertrauen der einheimischen Bev\u00f6lkerung zu generieren.<\/p>\n<p>Zudem fokussiert das aus Fulda stammende Projekt auf die Zielgruppe der M\u00e4nner, weil sie in den Herkunftsl\u00e4ndern das Sagen in den Familien haben: an den Kapazit\u00e4ten, allen voran an den mehrj\u00e4hrigen Kursen f\u00fcr Lehr- und F\u00fchrungskr\u00e4fte nehmen 50% M\u00e4nner und 50% Frauen teil.<\/p>\n<p>Diese Aspekte sind, kombiniert mit dem Einsatz von Fachkr\u00e4ften, nach Auffassung von Prof. Dr. Muthgard Hinkelmann-Toewe ma\u00dfgeblich daf\u00fcr verantwortlich, dass \u2013 wie die Studie ausweist \u2013 Kenia mit dem Fulda-Mosocho-Projekt im Vergleich zu den anderen vier L\u00e4ndern seine gesteckten Ziele z\u00fcgiger, sogar innerhalb weniger Jahre erreicht.<\/p>\n<p><strong><em>\u201eNull Geduld\u201c<\/em> mit <\/strong><strong>FGM<\/strong><\/p>\n<p><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-82511\" title=\"10.-2008_Empfang-v.-MHT\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/10.-2008_Empfang-v.-MHT-265x230.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"230\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/10.-2008_Empfang-v.-MHT-265x230.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/10.-2008_Empfang-v.-MHT.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/>Auch kommt die Studie in Bezug auf ein weiteres Ereignis gerade zum richtigen Zeitpunkt. Mittlerweile zum achten Mal in Folge rufen die Vereinten Nationen dazu auf, keine Geduld mehr mit der grausamen Praxis zu haben: Der 06.02. gilt international als \u201eZero Tolerance Day to FGM\u201c. Ein besseres Timing ist gar nicht denkbar: das Zusammentreffen beider Ereignisse offenbart die globale Lage: \u201eNehmen wir die Situation allein in Kenia\u201c \u2013 erl\u00e4utert Kerstin Hesse, Anti-FGM Fachkraft von LebKom \u2013 \u201edort unterhalten Dutzende von Organisationen \/ Tr\u00e4gern (etliche schon \u00fcber Jahre) Interventionen. W\u00fcrde bei diesen \u2013 insbesondere bei den gro\u00dfen Tr\u00e4gern \u2013 die Geduld gegen Null gehen und ihre Interventionen auf die Standards der Studie ausgerichtet werden, dann w\u00e4re viel gewonnen.\u201c Tats\u00e4chlich erweist sich die \u201eF\u00fcnf-L\u00e4nder-Studie\u201c mit ihrem Empfehlungscharakter als Hoffnungstr\u00e4ger f\u00fcr Millionen von M\u00e4dchen und Frauen.<\/p>\n<p>Schon der Titel der Studie macht klar, worauf es bei der Abschaffung des durch FGM weltweit verbreiteten Leids ankommt: auf die sozialen Dynamiken in den verschiedenen FGM-Ethnien und darauf, sie zu verstehen und sie z\u00fcgig so in Bewegung zu bringen, dass die Abschaffung der Sitte zeitnah und fl\u00e4chendeckend erreicht wird.<\/p>\n<p>\u201eDas ist nur realistisch\u201c, so Hinkelmann-Toewe, \u201ewenn der Kern- und Angelpunkt jeder sozialen Dynamik \u2013 die Geschlechterstrukturen \u2013 zentral ins Visier genommen und bezogen auf die sensiblen Bereiche \u00e2\u20ac\u0161Sexual and Reproductive Health and Rights\u00e2\u20ac\u02dc systematisch bearbeitet werden. F\u00fcr eine solch\u00e2\u20ac\u2122 spezielle Aufgabe, das d\u00fcrfte nachvollziehbar sein\u201c, so die Expertin Hinkelmann-Toewe weiter, \u201eben\u00f6tigt es speziell ausgebildete Fachkr\u00e4fte. Das leistet der Wert-Zentrierte Ansatz.\u201c<\/p>\n<p><strong>M\u00e4nner im Fokus<\/strong><\/p>\n<p>Wer M\u00e4dchen retten will, muss M\u00e4nner f\u00fcr den Wandel begeistern. Auch das macht die Studie klar: die meisten Projekte scheitern schon deshalb, weil den beschnittenen M\u00fcttern \/ den Frauen der Wandel abverlangt wird. Anders verh\u00e4lt es sich beim Fulda-Mosocho-Projekt: Prof. Hinkelmann-Toewe hat bereits auf der 4. Weltfrauenkonferenz (Peking 1995) die Position vertreten: Wer die Situation von M\u00e4dchen nachhaltig ver\u00e4ndern will, braucht zuallererst die Mitarbeit der V\u00e4ter. Folglich folgt das Fulda-Mosocho-Projekt dieser Einsicht von Anfang an \u2013 und zwar mit herausragenden Ergebnissen. Hellh\u00f6rig wurde UNICEF 2007, als Hinkelmann-Toewe das Fulda-Mosocho-Projekt in New York den Vereinten Nationen vorstellte und wissenschaftlich begr\u00fcndete, warum V\u00e4ter und Gro\u00dfv\u00e4ter der zu rettenden M\u00e4dchen von Anfang an in den Fokus der gesamten Arbeit geh\u00f6ren: sie sind die Hauptadressatengruppe f\u00fcr fl\u00e4chendeckenden Erfolg in der Kommune. Wie das praktisch aussieht, das haben sich die UNICEF-Experten in 2007 und 2008 vor Ort in Mosocho angesehen.<\/p>\n<p><strong>Deutlicher R\u00fcckgang geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen in Mosocho<\/strong><\/p>\n<p>Als besonders erw\u00e4hnenswert hebt die F\u00fcnf-L\u00e4nder-Studie hervor, dass durch Anwendung des Wert-Zentrierten Ansatzes in der Mosocho-Region mit seinen 130 Tausend EinwohnerInnen nicht nur im Kampf gegen FGM, sondern auch in einem weiteren Kampf, dem der Gewalt gegen Frauen, entscheidende Umbr\u00fcche erreicht worden sind.<\/p>\n<p><strong>\u201eDie grass-root Menschen ernst nehmen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Dies fordert Hinkelmann-Toewe, die Initiatorin des Fulda-Mosocho-Projektes verst\u00e4rkt von der Politik. \u201eBekanntlich\u201c \u2013 so die Professorin \u2013 \u201eentscheiden Angebot und Nachfrage \u00fcber Erfolg und Misserfolg eines Produktes! Warum soll das bei Ma\u00dfnahmen gegen FGM anders sein?\u201c Die Studie macht deutlich, dass eine Reihe der f\u00fcr den Kampf gegen FGM angebotenen Produkte (= Interventions) es nicht schaffen, die Herzen der Menschen zu erreichen und die Kommunen in Bewegung zu bringen. In diesen F\u00e4llen bleibt der Erfolg aus. \u201eEin Paradigmenwechsel\u201c \u2013 so Hinkelmann-Toewe \u2013 \u201ew\u00fcrde Abhilfe schaffen. Grassroot people der Ethnien sollten ermutigt werden, als Akteure, als Nachfragende in Bezug auf \u00e2\u20ac\u0161Interventions\u00e2\u20ac\u02dc bei ihren Regierungen Einfluss zu nehmen. Auf diesem Wege sind Nachfrage und Finanzstr\u00f6me effizient zusammenzubringen!\u201c<\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><strong>Erfolg des <\/strong><strong>Fulda-Mosocho-Projektes ist \u00fcbertragbar <\/strong><\/p>\n<p>Die Bedeutung, die der Entsendung von Anti-FGM ExpertInnen f\u00fcr einen beschleunigten Kampf gegen FGM zukommt, wird auch durch eine Petition zum Ausdruck gebracht, die LebKom e.V. Ende 2010 den EU Institutionen in Br\u00fcssel \u00fcberreichte. Die Petition, die den Einsatz von Fachkr\u00e4ften fordert, wird von 4.000 B\u00fcrgerInnen aus Deutschland mit deren Unterschrift unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>In einem pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ch mit der Anti-FGM Fachkraft Kerstin Hesse konnte die EU Kommissarin f\u00fcr Education, Culture, Multilingualism and Youth, Androulla Vassiliou, daf\u00fcr gewonnen werden, die Forderung nach Anti-FGM Fachkr\u00e4ften innerhalb der EU weiter ins Gespr\u00e4ch zu bringen und sie mit ihrer Unterschrift pers\u00f6nlich zu bekr\u00e4ftigen. Auch MdEP Alexander Alvaro, der das Fulda-Mosocho-Projekt 2006 in Kenia besuchte, und Europa-Parlamentarierin Eva Britt Svensson, Vorsitzende des EU-Frauenausschusses, haben ihre Unterst\u00fctzung zugesagt, der in der Petition erhobenen Forderung im EU Parlament Nachdruck zu verleihen. Weitere EU-Abgeordnete sollen hierf\u00fcr gewonnen werden. Die UNICEF-Studie unterstreicht die politische Dimension, die einer Beschleunigung der internationalen Bem\u00fchungen in diesem Bereich zukommt.<\/p>\n<p><em> <\/em><\/p>\n<p><strong><em>\u201eMit den Menschen leben\u201c <\/em>\u2013 innovativ wie vor 25 Jahren<\/strong><\/p>\n<p>Auch in Bezug auf ein weiteres Ereignis kommt die Studie gerade rechtzeitig: 2011 blickt Prof. Muthgard Hinkelmann-Toewe auf ein 25-j\u00e4hriges Engagement in Afrika zur\u00fcck: Im Februar 1986 folgte die Professorin der Einladung der <em>grassroot people<\/em> und reiste mit Studierenden der Hochschule (Fulda) in den S\u00fcd-Westen Kenias. Ihre Motivation: gemeinsam mit den Menschen \u2013 vor allem den Frauen \u2013 herauszufinden, was sie brauchen, was sie ver\u00e4ndern m\u00f6chten und was nicht. Es entstand die wissenschaftliche Studie des CENTER for PROFS aus 1987: <em>\u201eFrauen in Kenia\u201c<\/em>.<\/p>\n<p>Um den Bed\u00fcrfnissen der Menschen in authentischer Weise auf die Spur zu kommen, wohnten Professorin und Studierende w\u00e4hrend ihrer Arbeits- und Forschungsaufenthalte in den homes der grassroot people. Damals einmalig \u2013 heute immer noch. Dazu die Aussage eines etablierten Entwicklungstr\u00e4gers: Schwarze w\u00fcrden ihre homes gegen Wei\u00dfe abschirmen, deshalb habe noch keiner ihrer Entwicklungshelfer ein home\u201eWe are cut!\u201c. Es war am  betreten. In 1986 ereignete sich auch die Schl\u00fcsselerfahrung der Fuldaer Professorin in Bezug auf FGM. Bei der Ethnie der Kuria (Beschneidungsrate 98%) erfuhren Professorin und Studierende das erste Mal von der grausamen Sitte \u2013 von FGM. Eine der betroffenen Kuria-Frauen vertraute der Professorin an: 13.02.86, lange bevor Waris Dirie ihre grausamen Erfahrungen \u00f6ffentlich machte.<\/p>\n<p>Der Abschied des ersten Aufenthaltes war genauso herzlich wie die Begr\u00fc\u00dfung. Im Gep\u00e4ck brachten die Fuldaer den Wunsch der Kuria mit, in Deutschland \u00fcber diese Sitte zu berichten. \u00dcberdies rundete der Afrika-Aufenthalt mit der Einladung ab : <em>\u201eCome again.\u201c <\/em>So machte sich eine StudentInnen-Generation nach der anderen von Fulda nach Kenia auf, womit sich ein innovativer Strang der Entwicklungszusammenarbeit formierte. Unter den ersten Pionierinnen: Ritva Siemers \u2013 heute Vorsitzende von LebKom und Ulrike Maschke \u2013 heute Managerin des CENTER for PROFS.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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