{"id":82281,"date":"2011-02-07T01:16:20","date_gmt":"2011-02-07T01:16:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=82281"},"modified":"2011-02-07T07:16:50","modified_gmt":"2011-02-07T07:16:50","slug":"partnerbetriebe-der-dachmarke-rhoen-erfuellen-spezielle-kriterien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=82281","title":{"rendered":"Partnerbetriebe der Dachmarke Rh\u00f6n erf\u00fcllen spezielle Kriterien"},"content":{"rendered":"<p>Rh\u00f6n. Dioxin in Eiern, Gefl\u00fcgel- und Schweinefleisch \u2013 und jede Woche dringt etwas mehr \u00fcber die wahren Hintergr\u00fcnde dieses Lebensmittelskandals ans Licht. \u201eSo etwas passiert in erster Linie dann, wenn alles nur noch industriem\u00e4\u00dfig und anonym abl\u00e4uft\u201c, sagt Anton Koob, Obermeister der Metzgerinnung Rh\u00f6n-Grabfeld und Mitglied der Rh\u00f6ner Hausmacherkooperation, einem Zusammenschluss von Landwirten, Metzgern und Schlachth\u00f6fen innerhalb der Dachmarke Rh\u00f6n. Recht geben ihm bei dieser Aussage auch die Erzeuger von Eiern und Bio-Gefl\u00fcgel, die Partnerbetrieb der Rh\u00f6ner Regionalmarke sind.<!--more--><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Der Dioxin-Skandal wurde dadurch ausgel\u00f6st, dass Industriefette in Futtermittel gemischt wurden. Der erh\u00f6hte Dioxin-Anteil im Futter hat sich in Eiern, Gefl\u00fcgel- und Schweinefleisch angesammelt. \u201eInnerhalb der Rh\u00f6ner Hausmacherkooperation sind unsere Landwirte, die uns das Schweinefleisch liefern, dazu verpflichtet, mindestens 50 Prozent des Futters aus eigenem Getreideanbau zu erzeugen\u201c, erkl\u00e4rt Anton Koob. \u201eEs wird nie eine hundertprozentige Sicherheit f\u00fcr den Verbraucher geben, aber wir kennen unsere Landwirte allesamt pers\u00f6nlich, und die kennen wiederum ihre Futtermittelhersteller, weil sie aus der Region kommen. Diese pers\u00f6nlichen Beziehungen sch\u00e4tzen unsere Kunden\u201c, betont Koob.<\/p>\n<p>Die Kriterien, die die Dachmarke Rh\u00f6n mit der Hausmacherkooperation verkn\u00fcpft, seien auch f\u00fcr den Verbraucher nachvollziehbar. \u201eNeben den schriftlichen Nachweisen, die an die Dachmarke Rh\u00f6n zu erbringen sind, k\u00f6nnen jederzeit unangemeldete Kontrollen kommen \u2013 damit m\u00fcssen alle Beteiligten rechnen. Dar\u00fcber hinaus bringt ein solches System Wertsch\u00f6pfung f\u00fcr die eigene Region\u201c, nennt Koob einen weiteren Vorteil, der f\u00fcr regional erzeugte Lebensmittel spreche.<\/p>\n<p>Die Kundschaft sei momentan sehr verunsichert und hinterfrage alles, was mit dem Dioxinskandal zu tun hat, sehr kritisch. \u201eWir k\u00f6nnen unseren Kunden Rede und Antwort stehen, denn wir kennen unsere Landwirte. Das kann eine Verk\u00e4uferin bei einem Discounter nicht. Die wei\u00df nur, wann die Ware geliefert wurde, aber nicht, woher sie stammt\u201c, erkl\u00e4rt Anton Koob. F\u00fcr die meisten Verbraucher sei eine R\u00fcckverfolgbarkeit aber ein wesentliches Kriterium, um Vertrauen in Lebensmittel zu haben.<\/p>\n<p>Koob nennt noch ein Argument, seine Schweine von regionalen Landwirten und aus den Schlachth\u00f6fen Bad Neustadt und W\u00fclfershausen zu beziehen: \u201eWir stellen in unserer Metzgerei beispielsweise einen hochwertigen Brender Landschinken und Rohwurst her. F\u00fcr beide Artikel brauche ich eine gleichbleibende, verl\u00e4ssliche Qualit\u00e4t des Fleisches. Das k\u00f6nnen mir unsere Bauern garantieren.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr konventionell erzeugtes Gefl\u00fcgel gibt es innerhalb der Dachmarke Rh\u00f6n noch keine Kriterien. Allerdings sind einige Bio-Betriebe mit dem Biosiegel Rh\u00f6n ausgezeichnet. Einer davon ist der Naturlandhof Ritter in Ostheim. \u201eWir beziehen unsere Futtermittel aus einer hofnahen M\u00fchle in der N\u00e4he von Schweinfurt. Die stellt saubere Ware her, denn auch sie wird regelm\u00e4\u00dfig und stichprobenartig kontrolliert\u201c, erkl\u00e4rt Landwirt Martin Ritter. Auf seinem Hof kann man H\u00e4hnchen, Puten und G\u00e4nse kaufen \u2013 nat\u00fcrlich saisonal und nach Vorbestellung. \u201eDie meisten Kontrollen kommen unangemeldet, damit m\u00fcssen alle Landwirte im Bio-Bereich rechnen. Das ist aber nicht schlimm, denn wir haben nichts zu verstecken\u201c, sagt Ritter. Auch Martin Ritter gibt zu, dass vor kriminellen Machenschaften keiner gefeit sei. \u201eWir sind ein Betrieb des Verbandes Naturland. Das bedeutet, bei uns sind die Kriterien h\u00f6her als die, die an das EU-Bio-Siegel gestellt werden. Damit k\u00f6nnen wir dem Kunden ein St\u00fcck mehr Vertrauen mitgeben.\u201c<\/p>\n<p>Das Futter f\u00fcr die Eier von Voglers Hofprodukte GbR in Neuwirtshaus stammt auch hier nach den Kriterien der Dachmarke Rh\u00f6n mindestens zu 50 Prozent vom eigenen Hof. Das f\u00fcr die H\u00fchnerhaltung au\u00dferdem notwendige eiwei\u00dfreiche Spezialfutter wird von einem Hersteller aus Heilbronn bezogen, weil es bis jetzt in vergleichbarer Qualit\u00e4t nicht in der Region zu beziehen ist. \u201eWir haben bewusst diesen Hersteller gew\u00e4hlt, weil es sich zum einen um gentechnikfreies Futter handelt und weil zum anderen in diesem Futter keine Fette, sondern \u00d6le wie Soja\u00f6l und Sonnenblumen\u00f6l sind. Das sind kaltgepresste \u00d6le, die direkt aus den Pflanzen gewonnen werden, und sie machen das Futter hochwertiger\u201c, erkl\u00e4rt Frank Vogler.<\/p>\n<p>\u201eWir k\u00f6nnen allerdings dieses besondere Futter nur kaufen, weil wir in der Region einen sehr guten Absatz zu einem h\u00f6heren Preis haben. Wer seine Eier billig erzeugen muss oder will, der muss auch billiges Futter einsetzen.\u201c Das Futter aus Heilbronn koste \u201erichtig Geld\u201c, betont Vogler. \u201eAber wenn dabei eine sehr gute Qualit\u00e4t herauskommt und die Kunden diese zu sch\u00e4tzen wissen, dann bin ich gern bereit, dieses Geld zu zahlen.\u201c Das Futter bestehe dar\u00fcber hinaus aus einer fest vereinbarten Mischung aus Soja, Mais, Mineralstoffen und \u00d6l. \u201eDiese Mischung darf seitens des Herstellers nicht ver\u00e4ndert werden, und ich kann nachpr\u00fcfen, ob die jeweiligen Anteile stimmen. Was ich nat\u00fcrlich nicht nachvollziehen kann ist die Tatsache, ob \u00d6le gegen Fette getauscht werden. Aber diese Bef\u00fcrchtung habe ich nicht, denn zwischen uns und dem Futtermittelhersteller gibt es ein pers\u00f6nliches und vertrauensvolles Verh\u00e4ltnis\u201c, sagt Vogler.<\/p>\n<p>\u201eErzeuger von tierischen Lebensmitteln der Dachmarke Rh\u00f6n produzieren nach Qualit\u00e4tskriterien, in denen Regionalit\u00e4t an erster Stelle steht. Das hei\u00dft, dass auch die Futtermittel so weit es geht aus regionalen Rohstoffen gewonnen werden\u201c, sagt die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Dachmarke Rh\u00f6n GmbH, Barbara Vay. Kurze Wege in der Rh\u00f6n, pers\u00f6nliche Beziehungen zwischen Landwirten, Verarbeitern und Verbrauchern und vor allem die Tatsache, dass es sich bei den Mitgliedsbetrieben in der Hauptsache um kleine Familienbetriebe handelt, b\u00f6ten ein hohes Ma\u00df an Sicherheit, dass hier verantwortungsbewusst gearbeitet wird. \u201eN\u00e4he schafft Vertrauen \u2013 das ist einfach so\u201c, betont Vay.<\/p>\n<p>Innerhalb der Dachmarke Rh\u00f6n gibt es eine Reihe von Betrieben, die sich im Bereich Schweinefleisch, Eier und Bio-Gefl\u00fcgel den speziellen Kriterien der Rh\u00f6ner Regionalmarke unterwerfen, um ihren Kunden ein H\u00f6chstma\u00df an Sicherheit zu bieten. Erfragt werden k\u00f6nnen diese Unternehmen bei der Dachmarke Rh\u00f6n GmbH, Oberwaldbehrunger Stra\u00dfe 4, Oberelsbach; Telefon (0 97 74) 91 02 16 oder 91 02 35.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rh\u00f6n. Dioxin in Eiern, Gefl\u00fcgel- und Schweinefleisch \u2013 und jede Woche dringt etwas mehr \u00fcber die wahren Hintergr\u00fcnde dieses Lebensmittelskandals ans Licht. \u201eSo etwas passiert in erster Linie dann, wenn alles nur noch industriem\u00e4\u00dfig und anonym abl\u00e4uft\u201c, sagt Anton Koob, Obermeister der Metzgerinnung Rh\u00f6n-Grabfeld und Mitglied der Rh\u00f6ner Hausmacherkooperation, einem Zusammenschluss von Landwirten, Metzgern und &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-82281","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82281","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=82281"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/82281\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=82281"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=82281"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=82281"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}