{"id":81926,"date":"2011-02-02T07:12:29","date_gmt":"2011-02-02T07:12:29","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=81926"},"modified":"2011-02-02T08:23:13","modified_gmt":"2011-02-02T08:23:13","slug":"13-aufregende-tage-in-burkina-faso-reisebericht-des-vereins-bufamaschu-e-v","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=81926","title":{"rendered":"13 aufregende Tage in Burkina Faso &#8211; Reisebericht des Vereins Bufamaschu e.V."},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_041.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-81972\" title=\"110130_Reise_041\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_041-265x177.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"177\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_041-265x177.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_041.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda.<\/strong> Burkina Faso macht Schule\u201c oder kurz \u201eBufamaschu\u201c ist der Name des  Vereins, der von Anja und Klaus Listmann im Juli 2007 gegr\u00fcndet wurde. Der in  Hosenfeld ans\u00e4ssige Verein will unter anderem Patenschaften vermitteln  und die Rahmenbedingungen des Lernens in dem westafrikanischen Staat  verbessern. Im Dezember 2010 reisten mehrere Vereinsmitglieder nach Burkina Faso. Lesen Sie hier einen Reisebericht, der von der Vereinsvorsitzenden Anja Listmann verfasst wurde.<br \/>\n<!--more--><br \/>\nUnsere Reise beginnt vor Terminal 2 des Frankfurter Flughafens. Alle neun Reiseteilnehmer sind trotz der Massen Schnee auf den Stra\u00dfen gut angekommen. Das Einchecken der 18 Koffer &#8211; von denen einige zu schwer waren, aber dank der freundlichen Dame von Air France doch mit durften &#8211; und der vielen Handgep\u00e4ckst\u00fccke, dauerte einige Zeit. Der Flug von Frankfurt nach Paris verlief ruhig und dort angekommen hatten wir fast vier Stunden Zeit um uns auf die bevorstehenden Tage einzustimmen. Der Flug startete mit einigen Minuten Versp\u00e4tung. An Bord wurde uns im Verlauf des Fluges mitgeteilt, dass wir fast p\u00fcnktlich landen w\u00fcrden und dass die Temperatur in Ouagadougou um 21:00 Uhr 30 Grad betrug.<\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_031.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_031.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_031.jpg\" width=\"265\" \/> <\/a><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_025.jpg\" target=\"_blank\"> <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_025.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_025.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der Ausstieg aus dem Flugzeug war aufregend. Was w\u00fcrde uns erwarten? Und da stand doch tats\u00e4chlich ein uniformierter Feuerwehrmann auf dem Rollfeld, der ein Schild mit der Aufschrift &#8220;Bufamaschu&#8221; hochhielt und uns zu einem Bus begleitete. Dieser fuhr uns dann zu einem Nebenraum des Flughafengeb\u00e4udes, wo uns Silas Keita mit Freunden und Familie begr\u00fc\u00dfte. Es war ein toller Empfang und Dank der Hilfe einiger Feuerwehrm\u00e4nner war die Suche nach den 18 Koffern zwar lange, aber nicht ganz so anstrengend. Wir fuhren zum \u201ePavillon Vert\u201c, unserem Hotel f\u00fcr die n\u00e4chsten beiden Tage. Gegen 23:00 Uhr tranken wir mit unseren Freunden ein k\u00fchles Brakina und krochen dann todm\u00fcde unter unsere Moskitonetze und schliefen ersch\u00f6pft ein.<\/p>\n<p><strong>Tag 2<\/strong><br \/>\n<strong>28.12.2010 &#8211; Unser Tag in Ouagadougou<\/strong><\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_048.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_048.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_048.jpg\" width=\"265\" \/> <\/a><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_049.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_049.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_049.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p>Das Fr\u00fchst\u00fcck im Freien  unter gro\u00dfen, Schatten spendenden B\u00e4umen, gab uns neue Kraft. Vormittags besuchten wir kurz das S\u00e4uglingsheim, in dem unser Sohn Samuel seine ersten Lebensmonate verbracht hatte, doch das Kinderm\u00e4dchen, das wir treffen wollten, war nicht da und somit vereinbarten wir einen Termin am kommenden Tag. In einer kleinen Bank ganz in der N\u00e4he tauschten wir Geld um und unterhielten uns nett mit dem Leiter der kleinen Union Invest Filiale.<\/p>\n<p>Mittags waren wir zu einer Besichtigung der Feuerwehrstation Ouagadougou eingeladen. Die Pr\u00e4sentation der burkinischen Feuerwehr und deren Organisationsstruktur in Form einer kurzen Powerpointvorf\u00fchrung war sehr interessant und die Verantwortlichen waren sehr bem\u00fcht, unseren Aufenthalt so angenehm wie m\u00f6glich zu gestalten. Besonders interessant war dann der Rundgang durch die Feuerwache, das Hauptquartier der nationalen Feuerwehr. Die gesamte Ausr\u00fcstung setzt sich aus unterschiedlichen, aus mehreren L\u00e4ndern gespendeten Fahrzeugen oder Einsatzmitteln zusammen.<\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_020.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_020.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_020.jpg\" width=\"265\" \/><\/a> <a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_021.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_021.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_021.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Notrufzentrale der 1,1 Millionen Einwohner Stadt Ouagadougou bestand aus einem 4 qm gro\u00dfen Raum, in dem drei Personen an vier unterschiedlichen, ca. 20 Jahren alten Telefonen Gespr\u00e4che annahmen und Notizen machten. Beim Verlassen des Raumes fielen uns dann drei LKW Batterien auf, die bei einem Stromausfall als vor\u00fcbergehende Versorgung der Telefonanlage dienen. Zum Abendessen hatte uns Silas zu sich nach Hause eingeladen. Nach dem Essen folgten einige noch der Einladung, in der Stadt ein Konzert zu besuchen, einige fuhren zur\u00fcck ins Hotel.<\/p>\n<p><strong>Tag 3 <\/strong><br \/>\n<strong>29.12.2010 &#8211;  Auf dem Weg nach Bobo-Dioulasso<\/strong><\/p>\n<p>Heute besuchten wir Hosenfelds Partnerkindergarten Poulemsongo, um ein Geschenk des Kindergartens L\u00f6wenzahn zu \u00fcberreichen. Anschlie\u00dfend trafen wir Samuels Nounou Faiti und die Leiterin Madame Zongo im Kinderheim Joscheba. Nach einem Gespr\u00e4ch mit Jacques Ouedraogo, Mitglied von \u201eun enfant une education\u201c holten wir das Gep\u00e4ck im Hotel ab  und machten uns auf den Weg von Ouagadougou ins knapp 400 Kilometer entfernte Bobo-Dioulasso. Hubert und Daniel, zwei Feuerwehrm\u00e4nner, begleiten uns und wir f\u00fchlten uns sicher. Hubert, 32, ist ein sehr guter Fahrer, der sich meist in gef\u00e4hrlichen Situationen auf der Stra\u00dfe zur\u00fcckh\u00e4lt, Daniel (26) ist allein aufgrund seiner beiden Waffen (1 Pistole, 1 Gewehr) eine Respektsperson, aber ebenso wie Hubert sehr freundlich und hilfsbereit.<\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_018.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_018.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_018.jpg\" width=\"265\" \/><\/a> <a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_019.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_019.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_019.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Fahrt verlief (bis auf einige umgest\u00fcrzte LKW am Stra\u00dfenrand) ohne Zwischenf\u00e4lle und in Boromo gab\u00e2\u20ac\u02dcs ein versp\u00e4tetes Mittagessen mit den ber\u00fchmten \u201epetits poids\u201c, diesmal allerdings weniger k\u00f6stlich als vor zwei Jahren. Da wir relativ sp\u00e4t abgefahren waren, wurde es vor unserer Ankunft in Bobo dunkel. Dies wollten wir vermeiden und wussten nach einigen Minuten Fahrt bei Dunkelheit warum: Fu\u00dfg\u00e4nger, Eselkarren, Radfahrer, Mopedfahrer, Autos ohne Licht, kaum zu erkennen, an den Stra\u00dfenr\u00e4ndern brannten Feuer (um das hoch gewachsene Gras zu entfernen und so freilaufende Tiere besser sehen zu k\u00f6nnen, erkl\u00e4rte uns unser Beifahrer Daniel). Kurz vor Ankunft in Bobo nahmen wir dann telefonisch Kontakt mit Saga Zaba auf, der uns gemeinsam mit Nana und Souleymane am Stadtrand von Bobo traf. Was f\u00fcr eine Freude, als wir uns wiedersahen. Das Einchecken im Hotel \u201eVilla Rose\u201c war f\u00fcr uns alle \u00fcberraschend, da die Zimmer, im Gegensatz zu jenen in Ouaga sehr sauber und in gutem Zustand waren.<\/p>\n<p><strong>Tag 4 <\/strong><br \/>\n<strong>30.12.2010 &#8211; Der Crosslauf<\/strong><\/p>\n<p>Aufstehen um 6:30 Uhr, Fr\u00fchst\u00fcck um 7.00 und p\u00fcnktlich um 8:00 kam Nana zum Hotel und teilte uns mit, dass wir nun gemeinsam mit ihm zum Stadion fahren w\u00fcrden, wo der Crosslauf stattfindet. Die Taschen gef\u00fcllt mit Kulis, Stiften, M\u00fctzen, Luftballons und anderen kleinen Geschenken machten wir uns auf den Weg. Als wir zum Veranstaltungsort kamen, sahen wir von Weitem bereits mehrere hundert Kinder, die \u2013 als sie unseren Bus kommen sahen \u2013 auf uns zu rannten und uns umringten.<\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_007.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_007.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_007.jpg\" width=\"265\" \/><\/a> <a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_017.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_017.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_017.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p>Viele Kinder streckten uns die H\u00e4nde hin, wollten uns begr\u00fc\u00dfen, anfassen, waren teils scheu, teils ungest\u00fcm, und himmelten unsere Tochter Emma an. Sie stand wegen ihrer blonden Haare im Mittelpunkt und lie\u00df sich von allen, die es wollten, an den H\u00e4nden, Armen oder Haaren anfassen. Vielen Kindern fielen ihre blauen Augen auf, anderen ber\u00fchrten immer wieder ihre Haare. Wir verlie\u00dfen nochmals kurz den Vorplatz des Stadions, um Material f\u00fcr die Verteilung nach dem Lauf zu holen. Dabei fuhren wir auch am N\u00e4herinnen-Atelier vorbei und sahen zum ersten Mal den Klassenraum mit den N\u00e4herinnen und N\u00e4hmaschinen in Realit\u00e4t.<\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_047.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_047.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_047.jpg\" width=\"265\" \/><\/a> <a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_040.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_040.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_040.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nana f\u00fchrte uns au\u00dferdem zu einem kleinen Geb\u00e4ude, in dem der Inhalt des Containers, der am 27.12.2010 angekommen war, lagerte. Es war f\u00fcr alle der Gruppe beeindruckend, all die Dinge wieder zu sehen, die fast zwei Monate zuvor in den Container eingeladen wurden. Ausger\u00fcstet mit weiteren hunderten Kugelschreibern und anderen Schulmaterialien fuhren wir zum Start des Crosslaufes. Mittlerweile waren ca. 1400 Kinder anwesend und beteiligten sich an dem von APECH organisierten \u201eLauf gegen Malaria\u201c. Auch anwesende Mitglieder von APECH und wir liefen mit. Nur gut, dass darauf geachtet wurde, dass die Kinder in gem\u00e4chlichem Tempo liefen, da es bereits jetzt um 10:30 f\u00fcr uns Wei\u00dfe zu hei\u00df zum Joggen war.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_003.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-81973\" title=\"110130_Reise_003\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_003-265x395.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"395\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_003-265x395.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_003-177x265.jpg 177w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_003.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Am Ende des symbolischen Laufs wurden an die Rektoren der teilnehmenden Schulen Moskitonetze verteilt, die an zuvor ausgew\u00e4hlte Kinder gehen. Nach und nach sollen alle Kinder, denen die finanziellen Mittel fehlen, Moskitonetze erhalten. Alle Netze wurden von \u201eunseren\u201c N\u00e4herinnen angefertigt und der Stoff kommt zu gro\u00dfen Teilen von der Firma Brettschneider aus Heimstetten bei M\u00fcnchen. Weitere Geschenke f\u00fcr die teilnehmenden Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler waren Schulmaterialien aller Art sowie M\u00fctzen und Luftballons. Am Nachmittag besuchten wir den 2010 aus Spendengeldern finanzierten Klassenraum der Grundschule Accart-Ville-Ouest. Es handelt sich um eine \u00f6ffentliche Grundschule, die jedes Jahr zum Schulbeginn vor dem Problem steht, dass die Vielzahl der Anmeldungen irgendwie in den vorhandenen R\u00e4umen untergebracht werden m\u00fcssen. Mit dem Neubau konnte die durchschnittliche Sch\u00fclerzahl pro Klassenraum auf 119 gesenkt werden.<\/p>\n<p>Ebenso schauten wir uns den Ausbildungsraum des Friseurinnenprojekts an. Die jungen Frauen sind mittlerweile so weit, dass Kunden aus dem Bezirk den Friseursalon aufsuchen und die Friseurinnen somit bereits Geld erwirtschaften, welches APECH und Bufamaschu wieder zur\u00fcck in das erfolgreiche Projekt flie\u00dfen lassen, um weitere M\u00e4dchen auszubilden. Hoch zufrieden mit dem Erfolg unserer Projekte (N\u00e4herinnen, Friseurinnen und Klassenraumbau) und mit den Eindr\u00fccken des Crosslaufes vom Vormittag, endet dieser Tag nach einem sp\u00e4ten Abendessen.<\/p>\n<p><strong>Tag 5<\/strong><br \/>\n<strong>31.12.2010 &#8211;  Abschlussfeier der N\u00e4herinnen und Friseurinnen<\/strong><\/p>\n<p>Einer der H\u00f6hepunkte unserer Reise war die Abschlussfeier der N\u00e4herinnen und Friseurinnen am Vormittag des 31. Dezember in den R\u00e4umen der Grundschule Accart Ville Ouest. Offizielle Vertreter waren der stellvertretende B\u00fcrgermeister des Bezirks D\u00c3\u00b4, der Eltern-Sch\u00fcler Vorsitzende und der Schulamtsdirektor. Weitere Anwesende waren die Eltern bzw. Familien der Absolventinnen, zahlreiche Mitglieder von APECH, Lehrerinnen und Lehrer der Schule und nat\u00fcrlich die jungen Damen, die in den vergangenen Jahren so erfolgreich ihr Metier erlernt haben.<\/p>\n<p>Neben mehreren offiziellen Reden, in welchen vor allem die hervorragende Arbeit unseres Partners APECH gew\u00fcrdigt wurde, war der H\u00f6hepunkt des Vormittags die drei Darstellungen der N\u00e4herinnen. Die von ihnen selbst entworfene und gen\u00e4hte Kleidung wurde mit von den Friseurinnen zauberhaft gestylten Haaren in einer Art und Weise pr\u00e4sentiert,  die uns zu Jubelst\u00fcrmen hinrei\u00dfen lie\u00df. Noch vor zwei Jahren waren das M\u00e4dchen gewesen, die keine Perspektive in ihrem Leben hatten, die ohne Schulabschluss in den Kreislauf eingetaucht w\u00e4ren, den so viele M\u00e4dchen in Burkina Faso gehen m\u00fcssen, an dessen Ende zumeist ein Leben in m\u00e4nnlicher Abh\u00e4ngigkeit steht.<\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_022.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_022.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_022.jpg\" width=\"265\" \/><\/a> <a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_023.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_023.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_023.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p>An diesem Tag erlebten wir jedoch selbstbewusste und stolze junge Frauen, die ihr Leben selbst in die Hand genommen haben und jede mit den \u00fcberreichten N\u00e4hmaschinen ihren Lebensunterhalt selbst bestimmen kann. Vor allem die anwesenden M\u00fctter und V\u00e4ter blickten voller Achtung auf diese Frauen, deren Lebensweg nun eine andere Richtung einschlagen kann. Den Friseurinnen ist in den vergangenen Jahren \u00c4hnliches gelungen, auch wenn sie am Tag der Abschlussfeier nicht so eindrucksvoll auftreten konnten wie die N\u00e4herinnen. Alle Friseurinnen erhielten 40.000 CFA, rund 25 Euro, um ihnen eine Starthilfe ins Berufsleben zu geben.<\/p>\n<p>Am Nachmittag kauften wir gemeinsam mit Delphine, Fatou und Martine auf dem Gem\u00fcsemarkt von Bobo s\u00e4ckeweise Kohl, Karotten, Kartoffeln, Zwiebeln, Beutel mit Pfeffer, andere Gew\u00fcrze, Maggi, Paprika und mehr ein, denn am 2. und 3. Januar war das gemeinsame Essen mit 550 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern geplant. Auf dem Markt war es laut, eng und es roch abwechselnd nach Autoabgasen oder Gem\u00fcse, denn der Markt befindet sich auf zwei Seiten einer Stra\u00dfe. Es war interessant zu sehen wie die drei Frauen kosteten, handelten, rechneten, erneut handelten, sich beratschlagten und nur dann kauften, wenn das zuvor errechnete Budget f\u00fcr das ein oder andere Produkt nicht \u00fcberschritten wurde.<\/p>\n<p>Nach ca. zwei Stunden hatten wir eine Riesenmenge eingekauft, die nat\u00fcrlich auch in unserem Bus verstaut werden musste. Was die drei Damen uns nicht gesagt hatten: Sie haben beim Einkauf zwar Kohl, nicht aber die S\u00e4cke, in denen er zum Bus transportiert wurde, gekauft. Dies bedeutete die Kohlk\u00f6pfe auf den Boden im Bus stapeln und dann bei Saga zu Hause wieder ausladen. Bei der Gelegenheit lernten auch einige von uns zum ersten Mal Sagas Kinder und sein Zuhause kennen. Morgen wird das Rind geschlachtet, welches f\u00fcr das gro\u00dfe Essen zubereitet wird. Um 21:00 Uhr Fahrt zu unserem Restaurant, wo wir gemeinsam mit den Familien von Saga, Nana und Djallo Silvester feiern werden.<\/p>\n<p><strong>Tag 6 <\/strong><br \/>\n<strong>1.1.2011 &#8211; Wasserf\u00e4lle von Banfora<\/strong><\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_013.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_013.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_013.jpg\" width=\"265\" \/><\/a> <a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_012.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_012.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_012.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p>Am Neujahrstag steht Entspannung auf dem Programm, denn wir fahren gemeinsam mit Saga, Nana und Djallo und deren Kindern zu den Wasserf\u00e4llen von Banfora, rund 100 Kilometer von Bobo-Dioulasso entfernt. Au\u00dfer Djallo war noch niemand von uns dort gewesen, sodass es zu einem einmaligen Erlebnis f\u00fcr alle wurde. Es ist kaum zu glauben, dass es in einem Land, das mit Wasserknappheit zu k\u00e4mpfen hat, einen Ort gibt, in dem das frische Wasser in Str\u00f6me flie\u00dft und sich Wasserf\u00e4lle in Kaskaden ergie\u00dfen. Wir alle hatten das Gef\u00fchl, dass dieser Ort den Vorstellungen des Paradieses sehr nahe kommt.<\/p>\n<p>Wasser, das sonst immer m\u00fchsam herbeigekarrt werden muss, stand zur verschwenderischen Verf\u00fcgung und vor allem die Kinder unserer Freunde nutzten diesen Tag um sich immer wieder mit dem Wasser zu erfrischen. Nach einem sehr entspannenden Vormittag machten wir auf dem Nachhauseweg Halt an der Feuerwehrstation von Banfora und wurden wie an jeder Feuerwehrstation mit Brakina, Cola und Fanta sowie zahlreichen Infos zur Technik und Ausstattung der Station begr\u00fc\u00dft. \u00dcberraschenderweise hielten wir am Abend nicht am Hotel, sondern bei Familie Zaba, wo die Frauen ein Abendessen f\u00fcr uns vorbereitet hatten. Dabei konnten einige bereits von dem Rind kosten, das es morgen f\u00fcr die Kinder geben wird.<\/p>\n<p><strong>Tag 7 <\/strong><br \/>\n<strong>2.1.2011 \u2013 Schulspeisung f\u00fcr 300 Kinder Accart-Ville-Ouest<\/strong><\/p>\n<p>Bereits um 6 Uhr begannen heute die weiblichen Mitglieder von APECH sowie Lehrerinnen der beteiligten Schulen mit den Vorbereitungen des heutigen Tages, der Schulspeisung von 300 Kindern an der Grundschule Accart-Ville-Ouest. Als wir um 9:00 eintrafen gab es unterschiedliche Aufgaben: Karotten oder Kartoffeln sch\u00e4len, Erbsen zubereiten, Feuer nachlegen oder das Gem\u00fcse im den gro\u00dfen Marmits umr\u00fchren. Jede Arbeit geschah gemeinschaftlich mit APECH-Mitgliedern, Lehrerinnen, den N\u00e4herinnen und Friseurinnen und einigen M\u00fcttern. Grozdan, Manfred und Klaus waren die einzigen M\u00e4nner,  die sich an dieser Arbeit beteiligten. Wobei Daniel, einer unserer Feuerwehr-Begleiter, ohne zu z\u00f6gern mitschnippelte und den Kochl\u00f6ffel schwang.<\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_034.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_034.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_034.jpg\" width=\"265\" \/><\/a> <a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_033.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_033.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_033.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p>Vor dem Beginn der Mahlzeit wurden die Geschenke der Pateneltern sowie je ein 100 kg Sack Mais f\u00fcr jedes Kind verteilt.  Wie so oft konnten wir auch hier die pr\u00e4zise Arbeit von APECH, allen voran von Saga und Nana, beobachten, die nichts dem Zufall \u00fcberlie\u00dfen und auch hier mit Namensliste jedes Geschenk notieren und ein Foto des Kindes machen. Unser Verein hat gro\u00dfes Gl\u00fcck auf diesen Partner gesto\u00dfen zu sein, die seit 2008 unentgeltlich f\u00fcr unsere gemeinsamen Ziele arbeiten und immer wieder neue Wege aufzeigen, wie man das Leben der Kinder langfristig positiv beeinflussen kann.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend die Vorbereitungen f\u00fcr das Essen weiterliefen, hatten wir auch die M\u00f6glichkeit drei der Patenkinder zu Hause zu besuchen. Wir wissen, dass die Lebensumst\u00e4nde der Kinder prek\u00e4r sind und viele oftmals keine intakte Familie mehr haben. Doch was wir bei einem Patenkind sehen mussten, waren keine menschenw\u00fcrdigen Lebensumst\u00e4nde. Fanta, 12 Jahre alt, Sch\u00fclerin der 3. Klasse, Waise, ihre rechte K\u00f6rperh\u00e4lfte zeigt Anzeichen eines erlittenen Schlaganfalls, lebt gemeinsam mit ihren Gro\u00dfeltern, ihrer 15j\u00e4hrigen Schwester und weiteren Halbgeschwistern und Kindern der Gro\u00dfmutter in einem Raum von knapp 2&#215;3 Metern; neun Menschen.<\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_035.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_035.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_035.jpg\" width=\"265\" \/><\/a> <a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_036.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_036.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_036.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Gro\u00dfvater dem Elend der Familie gleichg\u00fcltig gegen\u00fcber steht, begegnen wir einer Gro\u00dfmutter, die mit ihren 54 Jahren aufrecht vor uns steht und sich seit 15 Jahren aufopferungsvoll um das \u00dcberleben ihrer Kinder und Enkel sorgt. Sie h\u00e4lt die Familie mit Gelegenheitsarbeiten \u00fcber Wasser und ertr\u00e4gt die Anwesenheit ihres Mannes. Nachdem wir diese Lebensumst\u00e4nde gesehen haben, entscheiden wir uns spontan f\u00fcr den Bau eines zus\u00e4tzlichen Hauses mit zwei Zimmern (veranschlagte Kosten 2100 EUR), damit die sieben Kinder einen Raum nur f\u00fcr sich haben.<\/p>\n<p>Es ist uns unverst\u00e4ndlich wie dieses Kind unter diesen h\u00e4uslichen Bedingungen und mit dem zus\u00e4tzlichen k\u00f6rperlichen Handicap, Fanta kann aufgrund des Schlaganfalls auch nicht deutlich sprechen, Klassenbeste in einer Klasse mit 87 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern sein kann. Unglaublich ist auch, dass der Nachbar dieser Familie ein wundersch\u00f6nes dreist\u00f6ckiges Haus gebaut hat und augenscheinlich \u00fcber gro\u00dfe finanzielle Mittel verf\u00fcgt. Doch er kann mit dem Elend nebenan sehr gut leben, denn er hat k\u00fcrzlich eine fast drei Meter hohe Mauer gebaut, auf deren Spitze sich Stacheldraht schl\u00e4ngelt. Am Nachmittag werden die reichlich bemessenen Essensportionen an die Kinder, die in den einzelnen Klassenr\u00e4umen sitzen, verteilt und wir sehen, dass ein Gro\u00dfteil der Kinder einiges isst, den Rest jedoch verschlie\u00dft und mit nach Hause nimmt.<\/p>\n<p>In jedem Klassenraum hatten wir zudem die M\u00f6glichkeit \u00fcber den Stellenwert der Bildung, vor allem f\u00fcr M\u00e4dchen, zu sprechen und konnten vereinzelte Fragen beantworten. Den Abschluss des Tages bildete eine Musik- und Theaterdarbietung eines Vereins aus der Nachbarschaft der Grundschule. Wir sahen eine tolle Vorstellung und konnten der Geschichte, die auf Dioula vorgetragen wurde, trotz Nichtverstehens gut folgen, da die Mimik und Gestik der jungen Schauspieler hervorragend war.<\/p>\n<p><strong>Tag 8<\/strong><br \/>\n<strong>3.1.2011 \u2013 Schulspeisung f\u00fcr 250 Kinder Sarfalao B<\/strong><\/p>\n<p>Der heutige Tag verlief \u00e4hnlich wie der gestrige, nur dass wir heute an der Grundschule Sarfalo B, Partnerschule der Dieffenbachschule in Schlitz, das Essen f\u00fcr 250 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler vorbereiteten.<\/p>\n<p><strong>Tag 9<\/strong><br \/>\n<strong>4.1.2011 &#8211; Ouolokoto<\/strong><\/p>\n<p>Am Dienstag stand der Besuch in Ouolokoto auf dem Plan, dem Dorf, in dem unser zurzeit gr\u00f6\u00dftes Projekt Wirklichkeit werden soll: Der Bau einer Krankenstation mit Entbindungsraum. Der Weg f\u00fchrt die ersten 12 Kilometer zun\u00e4chst \u00fcber eine asphaltierte Stra\u00dfe, bis unsere Begleiter nach einer Piste Ausschau halten. Wir vertrauen darauf, dass der Weg f\u00fcr unseren Bus geeignet ist, doch unser Fahrer Hubert ist unersch\u00fctterlich und meistert jedes Schlagloch und jede Engstelle ohne gr\u00f6\u00dfere Blessuren am Fahrzeug. Nach rund 30 Minuten Fahrt ins Niemandsland erkennen wir die ersten H\u00e4user und sehen kurz darauf die ersten Bewohner. Nachdem Steffi und ich 2008 bereits hier waren und die Idee der Krankenstation geboren wurde, ist viel Zeit vergangen, in der in Ouolokoto drei Brunnen repariert wurden und alle Familien Zugang zur Pflanze Artemesia haben, die erfolgreich Malariaerkrankungen bek\u00e4mpft.<\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_045.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_045.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_045.jpg\" width=\"265\" \/> <\/a><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_050.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_050.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_050.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p>In den vergangenen zwei Jahren waren unsere Erfahrungen, dass Zusagen von Seiten der Bev\u00f6lkerung eingehalten wurden und wir in dem Berater des Dorfes, Souleymane, einen zuverl\u00e4ssigen Partner haben. Der Empfang des Dorfes ist \u00fcberw\u00e4ltigend; selbst unsere burkinischen Begleiter sagen, dass sie so etwas noch nie gesehen haben. Von Ges\u00e4ngen und T\u00e4nzen der Frauen oder der J\u00e4ger, Begr\u00fc\u00dfungsritualen, die uns ganz fremd erscheinen bis hin zu einem Maskentanz. Wir haben den Eindruck, dass das gesamte Dorf auf den Beinen ist.<\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_041.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_041.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_041.jpg\" width=\"265\" \/><\/a> <a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_042.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_042.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_042.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach dem langen Begr\u00fc\u00dfungsritual und den gehaltenen Reden, werden Geschenke ausgetauscht. W\u00e4hrend wir unsere Koffer und Taschen leeren, in  welchen sich Medikamente, Fu\u00dfb\u00e4lle, Fu\u00dfballtrikots, eine Presse zum Herstellen der Kariteebutter, H\u00fcpfgummis, Basecaps befinden, erhalten wir zum Bespiel eine Djembe und eine Reuse zum Fischfang. Das Mittagessen war in einer ruhigen Ecke des Dorfes vorbereitet worden, da nat\u00fcrlich alle in der N\u00e4he der Toubabous (Wei\u00dfe) bleiben wollten. Wir tranken die bereitgestellten Brakina und Cola, da unsere M\u00e4gen nicht an das Brunnenwasser gew\u00f6hnt sind.<\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_043.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_043.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_043.jpg\" width=\"265\" \/><\/a> <a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_044.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_044.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_044.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p>Nach dieser kurzen Pause durchquerten wir die Senke, die die Ortsteile Ouolokotos voneinander trennt und die w\u00e4hrend der Regenzeit unpassierbar wird, um die Schule zu erreichen. Wir gingen etwa 15 Minuten und konnten nun auch dort unsere Taschen entleeren, die f\u00fcr Sch\u00fcler und Lehrer Material enthielten. Obwohl es bereits Nachmittag geworden war, wollten wir unbedingt noch das geplante Fu\u00dfballspiel \u201eOuolokoto \u2013 APECH\/Bufamaschu\u201c abhalten, wobei das Spielfeld erneut 1-2km entfernt war. Erneut mussten wir den Bach \u00fcberqueren und sahen auf dem Weg viele allt\u00e4gliche Situationen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_046.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-81976\" title=\"110130_Reise_046\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_046-265x177.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"177\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_046-265x177.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_046.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Am Ziel angekommen zogen wir die Trikots \u00fcber und gaben in der Hitze, dem Staub und auf dem acker\u00e4hnlichen Feld unser Bestes. Stellenweise brannte unser Hals vom Staub so sehr, dass wir kaum atmen konnten und gleichzeitig hatten wir so viel Spa\u00df, wie man ihn nur bei solch einem speziellen Match haben kann. Wir siegten 1:0, wobei der Torwart der Gegner sicher absichtlich etwas langsamer als sonst reagierte, denn was kann sch\u00f6ner sein f\u00fcr alle, als der Sieg des Gastes aus Deutschland?<\/p>\n<p>Die Trikots wechselten nun endg\u00fcltig den Besitzer und wie wichtig das Fu\u00dfballspiel war, zeigt, dass der Berater Souleymane bis zu unserem n\u00e4chsten Besuch M\u00e4dchen trainieren will, um eine M\u00e4dchenmannschaft auf die Beine zu stellen. Eine M\u00e4dchenmannschaft in einem Dorf, wo 100% der M\u00e4dchen beschnitten sind und sich vor einem Jahr niemand vorstellen konnte, dass auch M\u00e4dchen bzw. wei\u00dfe Frauen Fu\u00dfball spielen k\u00f6nnen\u00e2\u20ac\u00a6.<\/p>\n<p><strong>Tag 10<\/strong><br \/>\n<strong>5.1.2011 \u2013 \u00dcbergabe der chirurgischen Instrumente<\/strong><\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_029.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_029.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_029.jpg\" width=\"265\" \/><\/a> <a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_030.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_030.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_030.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p>Bereits fr\u00fch morgens begannen Saga und Nana mit Hilfe von zehn Feuerwehrm\u00e4nnern aus Bobo einen Teil der chirurgischen Instrumente zum Bezirkskrankenhaus von D\u00c3\u00b4 zu transportieren; mehrere Fahrten waren aufgrund der Menge des Materials notwendig und am Ende stand bei der \u00dcbergabezeremonie doch nur ein Bruchteil der Instrumente vor Ort. Neben einigen offiziellen Vertretern wie dem Gesundheitsminister der Provinz Houet (vergleichbar mit Hessen), Vertretern der Krankenh\u00e4user, die das Material erhalten und dem Schulinspektor waren auch wieder Mitglieder von APECH anwesend.<\/p>\n<p>Nachdem alle Betroffenen Gelegenheit hatte sich in einer kurzen Anspreche an die Zuh\u00f6rer zu wenden, wurden einzelnen Metallboxen symbolisch an die Empf\u00e4nger \u00fcbergeben. Wie wertvoll diese Spende des Herz-Jesu-Krankenhauses von Fulda ist, zeigt dass die Materialspende allein an das Krankenhaus Sanou Souro, 50% des Jahresbudgets betr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Am Ende der Zeremonie traten wir unseren Rundgang durch das Krankenhaus von D\u00c3\u00b4 an und durften alles fotografieren und filmen. Uns f\u00e4llt auf, dass das Krankenhaus f\u00fcr burkinische Verh\u00e4ltnisse in einem guten Zustand ist und doch ist es auch hier so, dass alle Kranken zun\u00e4chst bezahlen m\u00fcssen, bevor die Behandlung begonnen wird. Im Einzelfall hei\u00dft das, dass der Patient zun\u00e4chst die erforderlichen Medikamente kaufen muss, bevor z.B. mit einer Operation begonnen wird. Bevor wir das Krankenhaus Sanou Souro im Stadtzentrum besuchen, haben wir Zeit den Zentralmarkt von Bobo zu besichtigen und Eink\u00e4ufe zu machen.<\/p>\n<p>Beim Rundgang durch das gr\u00f6\u00dfte Krankenhaus von Bobo-Dioulasso sehen wir ein Krankenhaus in einem erschreckenden Zustand; einen Chirurgen, bei dem wir anzweifeln, ob er nach dem hippokratischen Eid seinen Dienst versieht und hygienische Zust\u00e4nde, dass wir alle beten, niemals hier behandelt werden zu m\u00fcssen. Bezeichnend f\u00fcr die Situation im Gesundheitssektor in Burkina Faso ist ein Mann, der zwei Tage zuvor von einem Moped angefahren wurde und seitdem bewusstlos auf einer schmutzigen Trage im Flur liegt. Die t\u00e4glichen Kosten f\u00fcr die Intensivstation betragen 5000 CFA (7,50 EUR), die seine Verwandten nicht bezahlen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Spontan \u00fcbernehmen wir die Kosten f\u00fcr zwei Tage und bitten unsere burkinischen Partner nachzufragen, wenn weitere Zahlungen notwendig sind. Mit dem Erhalt des Geldes wird der Mann sofort auf die \u201eIntensivstation\u201c gebracht, wo wir ihn am Ende unseres Rundgangs nochmal sehen. Inzwischen ist der Mann wieder zu Hause und wir stehen weiterhin mit seiner Familie in Kontakt. Wer sich immer die philosophische Frage gestellt hat, wieviel ein Menschenleben wert ist, wir haben an diesem Tag den Wert in Burkina Faso kennen gelernt.<\/p>\n<p>Der Tag ist noch lange nicht vor\u00fcber, denn der n\u00e4chste Halt ist die Schule zur Ausbildung der Feuerwehrm\u00e4nner und \u2013frauen Burkina Fasos.  Mit milit\u00e4rischen Drill sind alle geschult und da man zun\u00e4chst eine milit\u00e4rische Ausbildung haben muss, bevor man sich bei der Feuerwehr bewerben darf, kann man den Drill, der hier herrscht, nicht mit den Feuerwehren in Deutschland vergleichen.<\/p>\n<p><strong>Tag 11<\/strong><br \/>\n<strong>6.1.2011 \u2013 Mare aux Hippopothames<\/strong><\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_026.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_026.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_026.jpg\" width=\"265\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_027.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-81975\" title=\"110130_Reise_027\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_027-265x177.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"177\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_027-265x177.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_027.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Heute steht wieder ein Ausflug auf dem Programm, das Mare aux Hippopotames. Hippopotames sind Nilpferde und unfreiwillig kommen wir ihnen n\u00e4her, als den meisten von uns lieb war. Das Mare aux Hippopotames ist seit 1986 ein Unesco-Biosph\u00e4renreservat und man kann die Nilpferde nur sehen, wenn man sich auf eine Pirogge begibt, die von drei M\u00e4nnern wie eine Gondel in Venedig bewegt wird. Zun\u00e4chst fahren wir ganz gem\u00e4chlich \u00fcber den See, immer in Richtung der Nilpferdherde, die wir zu Beginn nat\u00fcrlich nicht sehen k\u00f6nnen. Doch als f\u00fcr alle unerwartet eine einzelne Nilpferdmutter mit ihrem Kalb rechts neben uns auftaucht, wird den ersten bereits mulmig.<\/p>\n<p>Nur kurze Zeit sp\u00e4ter sehen wir die ersten R\u00fccken einiger Nilpferde und der Bootsf\u00fchrer deutet uns ruhig zu sein. Doch die Nilpferde bewegen sich raus aus dem seichteren Wasser hinein in das tiefere, wo sie schwimmen m\u00fcssen. Doch bewegen sie sich nicht ruhig und anmutig, sondern geben Laute von sich, die wirklich be\u00e4ngstigend sind, vor allem, wenn wir daran denken, dass sie in einigen Sekunden an unserem Boot sein k\u00f6nnen.  Wirklich m\u00e4chtige und beeindruckende Tiere, die hier direkt vor uns in freier Wildbahn ihre Bahnen ziehen. Und doch sind alle froh, als wir uns langsam wieder entfernen und auch das Muttertier mit seinem Kalb passiert haben.<\/p>\n<p><strong>Tag 12<\/strong><br \/>\n<strong>7.1.2011 \u2013 Besuch der Schule und des B\u00fcrgermeister<\/strong><\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_015.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_015.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_015.jpg\" width=\"265\" \/><\/a> <a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_008.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_008.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_008.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p>Der letzte Tag in Bobo begann mit einem Besuch der Schule Accart Ville Ouest, an welcher Saga Zaba Schuldirektor ist. Die Sch\u00fcler der einzelnen Klassen hatten die Gelegenheit uns Fragen zu stellen oder sie sangen Lieder. Jedes Mal musste die Scheu vor uns abgelegt werden, doch nachdem die ersten mutig waren, folgten schnell die anderen mit ihren Fragen.<br \/>\nF\u00fcr uns war es bei dem Projektbesuch wichtig zu zeigen, dass es uns wirklich gibt und dass wir ein gro\u00dfes Interesse an der Zukunft der Kinder haben.<\/p>\n<p>Um 11.00 Uhr hatte Saga einen Termin beim stellvertretenden B\u00fcrgermeister des Bezirkes D\u00c3\u00b4 vereinbart. Dieser hatte uns w\u00e4hrend der Abschlussfeier der N\u00e4herinnen und Friseurinnen eingeladen. Ziel des Treffens war, die Politiker davon zu \u00fcberzeugen, uns, d.h. APECH und Bufamaschu ein Grundst\u00fcck f\u00fcr den Bau einer Krankenstation kostenfrei zur Verf\u00fcgung zu stellen. Die Idee, die dahinter steckt, ist, in einer neuen Krankenstation mit Apotheke benachteiligte und arme Kinder aus Bobo-Dioulasso kostenfrei zu behandeln. Die Krankenstation soll sich durch die Einnahmen der anderen Patienten finanzieren.<br \/>\nSolch ein Projekt ist einmalig in Burkina Faso und existiert unseres Wissen nach nirgendwo sonst im Land.<\/p>\n<p>Unsere bisherigen Projekte, die wir gemeinsam in Bobo-Dioulasso durchgef\u00fchrt haben, konnten die beiden stellvertretenden B\u00fcrgermeister und Beisitzer \u00fcberzeugen und man sagte uns zu, dass wir ein Areal f\u00fcr unsere Krankenstation erhalten w\u00fcrden. Was f\u00fcr ein Erfolg! Saga erkl\u00e4rte uns im Anschluss an das Treffen, dass er &#8211; wenn wir nicht als Abordnung aus Deutschland anwesend gewesen w\u00e4ren &#8211; eine schriftliche Eingabe h\u00e4tte machen m\u00fcssen, und dieser Weg \u00fcber schriftliche Antr\u00e4ge h\u00e4tte durchaus 10 Jahre dauern k\u00f6nnen. Doch jetzt haben wir bereits unser gro\u00dfes Ziel im Visier. Nach einem abermaligen Besuch auf dem Markt und dem letzten gemeinsamen Abendessen, mussten die Koffer f\u00fcr die morgige R\u00fcckfahrt nach Ouagdougou gepackt werden.<\/p>\n<p><strong>Tag 13<\/strong><br \/>\n<strong>8.1.2011 \u2013 R\u00fcckkehr nach Ouagadougou<\/strong><\/p>\n<p>Heute ist Tag der R\u00fcckreise und es liegt ein langer Tag vor uns, bei dem auch Krokodile eine Rolle spielen. Die Nacht zum heutigen Abreisetag war kurz, denn das Kofferpacken nahm doch einige Zeit in Anspruch. Saga, Nana und Souleymane kamen zum Verabschieden und Saga und Nana begleiteten uns auf einem Teil der Strecke im Bus.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_037.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-81974\" title=\"110130_Reise_037\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_037-265x177.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"177\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_037-265x177.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/02\/110130_Reise_037.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Nach einem schmerzhaften Abschied in Hound\u00e9, fuhren wir wieder die Hauptverkehrsader zwischen Bobo und Ouaga, um in Sabou, Daniels Heimatdorf, Krokodile zu sehen. Zu dem Zeitpunkt, als wir die kleine Stra\u00dfe Richtung See abgebogen sind, dachte wohl niemand so recht, dass wir alle tats\u00e4chlich Krokodile anfassen w\u00fcrden. Doch Daniel und auch Hubert machten diesen Ausflug zu einem weiteren unbeschreiblichen Augenblick der Reise. Bis zu 100 Krokodile leben in dem Gew\u00e4sser, an Land haben wir vier gesehen. Ein Fischer war mit seinem kleinen Boot drau\u00dfen auf dem See und ging ohne Angst vor den wilden Tieren seiner Arbeit nach.<\/p>\n<p>Die Krokodile strahlten eine gef\u00e4hrliche Ruhe aus, unsere beiden Besch\u00fctzer eine Vertrauen erweckende Zuversicht, so dass schlie\u00dflich sogar die Kinder den Schwanz des Krokodils anfassten.  Nach diesem von Hubert und Daniel geplanten Abstecher zu den Krokodilen, machten wir uns dann auf zur letzten Etappe der Reise. Endstation war das Haus von Silas,  wo Diarra noch einmal f\u00fcr uns gekocht hatte.<\/p>\n<p>Der letzte Weg f\u00fchrte uns dann zum Flughafen, unserer letzten Herausforderung. Vor dem Flughafengeb\u00e4ude warteten gef\u00fchlte 500 Menschen darauf, \u00fcberhaupt erstmal ins Geb\u00e4ude zu kommen. Dank Daniel und Hubert und zwei geschickt agierenden Koffertr\u00e4gern gingen wir vorbei an einer Riesenschlange bis zur ersten Passkontrolle. Zwischendurch wurde unsere Gruppe getrennt, da ein Koffer im Bus vergessen worden war, aber unsere Begleiter hatten alles im Griff und besorgten auch den verloren geglaubten Koffer wieder.<\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_028.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_028.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_028.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_025.jpg\" target=\"_blank\"> <\/a><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_051.jpg\" target=\"_blank\"> <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_051.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_051.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Aufgabe des Gep\u00e4cks ging mit einem hohen Ellbogeneinsatz vonstatten, doch danach sollten wir in die n\u00e4chste Schlange zur zweiten Passkontrolle. Zum Gl\u00fcck wurden wir nun wieder von unseren Begleitern durch ein offenes Fenster des innerhalb des Flughafengeb\u00e4udes geleitet und nach drau\u00dfen gebracht. Wir gelangten so wieder in das Nachbargeb\u00e4ude des eigentlichen Flughafens, wo wir am Ankunftstag angekommen waren. Der letzte Teil des Abschieds stand an und kurz vor Mitternacht verlie\u00dfen wir wieder burkinischen Boden. Seitdem schmerzt bei einigen die Sehnsucht nach dem Land der aufrechten Menschen.<a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_011.jpg\" target=\"_blank\"><br \/>\n<\/a><\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_032.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_032.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_032.jpg\" width=\"265\" \/> <\/a><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_011.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_011.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_011.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_001.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_001.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_001.jpg\" width=\"265\" \/><\/a> <a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_002.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_002.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_002.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_006.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_006.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_006.jpg\" width=\"265\" \/><\/a> <a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_039.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_039.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_039.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_009.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_009.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_009.jpg\" width=\"265\" \/><\/a> <a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_010.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_010.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_010.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_024.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_024.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_024.jpg\" width=\"265\" \/><\/a> <a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_014.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_014.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_014.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_016.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_016.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_016.jpg\" width=\"265\" \/><\/a> <a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_038.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_038.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_038.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_004.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_004.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_004.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_005.jpg\" target=\"_blank\"> <img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110131_Reise_005.thumbnail.jpg\" alt=\"110131_Reise_005.jpg\" width=\"265\" \/><\/a><a 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Lesen Sie &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,52],"tags":[],"class_list":["post-81926","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite","category-umwelt"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/81926","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=81926"}],"version-history":[{"count":13,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/81926\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":82053,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/81926\/revisions\/82053"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=81926"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=81926"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=81926"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}