{"id":81155,"date":"2011-01-21T00:10:01","date_gmt":"2011-01-21T00:10:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=81155"},"modified":"2011-01-20T16:31:00","modified_gmt":"2011-01-20T16:31:00","slug":"helfen-mit-herz-neujahrsempfang-der-awo-fulda-im-buergerhaus-aschenberg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=81155","title":{"rendered":"Helfen mit Herz &#8211; Neujahrsempfang der AWO Fulda im B\u00fcrgerhaus Aschenberg"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110120_AWO.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-81156\" title=\"110120_AWO\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110120_AWO.jpg\" alt=\"\" width=\"560\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110120_AWO.jpg 592w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110120_AWO-265x200.jpg 265w\" sizes=\"(max-width: 592px) 100vw, 592px\" \/><\/a>Fulda. <\/strong>\u201ePut A Little Love In Your Heart,\u201c sang der Chor \u201eInspiration\u201c unter der Leitung von Theo Sauer und fasste damit nicht nur das Logo der Arbeiterwohlfahrt in eine mitrei\u00dfende Melodie, sondern traf auch den Anspruch der Wohlfahrtsorganisation auf den Punkt, mit Herz f\u00fcr andere da zu sein. Ein Anspruch, der in vielerlei Hinsicht in die Realit\u00e4t umgesetzt wird, denn dass eine gro\u00dfe Portion \u201eHerz\u201c in der Art und Weise, wie viele Menschen in Fulda ihre Aufgaben ehrenamtlich oder hauptamtlich f\u00fcr die AWO erf\u00fcllen, zu entdecken ist, konnte man im Verlauf des Neujahrsempfangs im nahezu voll besetzten B\u00fcrgerzentrum Aschenberg erfahren. Ja, der Chor \u201eInspitation\u201c selbst zeigte Herz und spendete f\u00fcr Wiederaufbauprojekte in Haiti 2.500 Euro an die \u201eAWO-International\u201c.<!--more--><\/p>\n<p>Zun\u00e4chst jedoch ging es um die Zahlen des Kreisverbandes Fulda. Der Kreisvorsitzende, Werner Krah, trug eine Auswahl vor. Ganz oben auf seiner Liste stand die Steigerung der Mitgliedszahlen der AWO um 30% in 2010. Das ist ganz gegen den allgemeinen Trend und daher umso bemerkenswerter. Schlie\u00dflich finanzieren neben Zusch\u00fcssen und projektgebundenen F\u00f6rdergeldern auch die Mitgliedsbeitr\u00e4ge das breite soziale Angebot der AWO. Wenn diese Mitglieder dann auch noch selbst aktiv werden, z.B. im \u201eB\u00fcro aktiv\u201c, das die ehrenamtlichen Aufgaben koordiniert und organisiert, dann ist das ein doppelter Gewinn f\u00fcr den Kreisverband. Derzeit sind es 60 Menschen, die auf diese Weise unentgeltlich einen sinnvollen Dienst am Menschen tun.<\/p>\n<p>Besonders stolz ist man in Fulda auf Neuerungen im Angebot wie die Schulung zum ehrenamtlichen Seniorenberater, Schuldenpr\u00e4vention bei Sch\u00fclern oder unterst\u00fctzte Jobsuche, aber auch auf die Kontinuit\u00e4t, mit der beispielsweise die Beratungsstelle Islamischer Kulturkreis oder die Schuldnerberatung nun schon seit etlichen Jahren f\u00fcr die Menschen da ist. Stetiges Engagement findet man auch im Jugendwerk der AWO, das neben der seit 12 Jahren erfolgreichen Jugendberufshilfe (\u201eLohn &amp; Brot) regelm\u00e4\u00dfig Freizeitangebote macht, u.a. Kultur- und Musikveranstaltungen im Caf\u00e9 Panama wie z.B. den Poetry Slam, der viertelj\u00e4hrlich stattfindet und inzwischen weit \u00fcber die Region hinaus bekannt ist.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110120_EdithBecker_WernerKrah.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-81157\" title=\"110120_EdithBecker_WernerKrah\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110120_EdithBecker_WernerKrah-265x198.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110120_EdithBecker_WernerKrah-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110120_EdithBecker_WernerKrah.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Doch nicht nur das Angebot und die Motivation stimmt offensichtlich bei der AWO Fulda, auch die Bilanzen spiegeln neben einer sauberen Buchf\u00fchrung die F\u00fchrungsqualit\u00e4ten der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Edith Becker und das reibungslose Zusammenspiel der Verwaltung mit den Mitarbeitern wider. Erneut geht die AWO finanziell kerngesund in das neue Jahr. Ein Rating nach Basel II Kriterien bescheinigt dem Kreisverband in allen Bereichen Bestnoten.<\/p>\n<p>Oberb\u00fcrgermeister Gerhard M\u00f6ller (CDU) erg\u00e4nzte diese statistische Bewertung, indem der die AWO als \u201everl\u00e4sslichen und professionellen Partner\u201c bezeichnete. \u201eDie Arbeiterwohlfahrt hat Erfahrungen im sozialen Bereich, auf die die Stadt Fulda gern zur\u00fcckgreift,\u201c so M\u00f6ller, denn es sei eine Illusion zu glauben, die Stadt k\u00f6nne alles alleine erledigen. Margarete Ziegler-Raschdorf (CDU), Mitglied der Stadtverordnetenversammlung und Landesbeauftragte f\u00fcr Heimatvertriebene und Sp\u00e4taussiedler, bescheinigte der AWO, speziell dem B\u00fcrgerzentrum Aschenberg, dass die Begeisterung und das Engagement, das hier in allen Bereichen zu sp\u00fcren ist, geradezu mitrei\u00dfend wirkt und ein Beispiel f\u00fcr Viele abgeben sollte. \u201eFulda ist Standort f\u00fcr viele positive Ma\u00dfnahmen und das wird auch weit \u00fcber die Region hinaus gesehen und anerkannt,\u201c so Ziegler-Raschdorf.<\/p>\n<p>Wermutstropfen fand Werner Krah angesichts so vieler positiver Meldungen kaum. Nur z.B. dass der Auftrag, die Spielpl\u00e4tze der Stadt zu reinigen in 2011 nicht mehr an die Jugendberufshilfe der AWO vergeben wurde, die schwierige finanzielle Situation, unter der der Betreuungsverein gerichtlich angeordnete Betreuungen durchf\u00fchrt und die Sparzw\u00e4nge der Kommunen, die in den n\u00e4chsten Jahren auch bei g\u00fcnstigen Wirtschaftsdaten, sicher f\u00fcr K\u00fcrzungen im sozialen Bereich f\u00fchren werden.<\/p>\n<p>Dass der Arbeiterwohlfahrt die Aufgaben ausgehen k\u00f6nnten, bef\u00fcrchtet indes niemand. Im Gegenteil. Der Bedarf an Menschen, die sich f\u00fcr Schw\u00e4chere, \u00c4ltere, Benachteiligte einsetzen, w\u00e4chst stetig, wie auch Jonathan Wulff, der stellvertretende Unterbezirksvorsitzende der SPD best\u00e4tigte, und die politischen Aufgaben anmahnte, die in diesem Bereich noch zu erledigen seien, um bessere Rahmenbedingungen zu schaffen. Edith Bing, die stellvertretende Vorsitzende der Stadtverordnetenfraktion der SPD, erinnerte au\u00dferdem daran, dass stets alles teurer w\u00fcrde, nur die Verg\u00fctung sozialer Leistungen nicht.<\/p>\n<p>Wie die Benachteiligten jedoch selbst aktiv werden und ihre Situation eigenverantwortlich verbessern k\u00f6nnen, das zeigte die Projektleiterin des B\u00fcrgerzentrums Aschenberg, Adriana de Oliveira, in ihrer Pr\u00e4sentation. Sie stellte stellvertretend f\u00fcr das umfangreiche Angebot im B\u00fcrgerzentrum Aschenberg (das die AWO gemeinsam mit der Diakonie betreibt) drei ausgew\u00e4hlte Projekte vor.<\/p>\n<p>Sie begann mit dem Miniclub. Dreimal w\u00f6chentlich treffen sich hier M\u00fctter mit Kindern zwischen 0 und 3 Jahren. Sie singen und spielen mit den Kleinen, tauschen sich aus und kn\u00fcpfen Kontakte. Der Miniclub ist an sich ein Angebot, wie man es bei den verschiedensten Tr\u00e4gern auch findet. Der einzige Unterschied ist, dass das Angebot im BZ Aschenberg ausschlie\u00dflich von Frauen wahrgenommen wird, die alle nicht aus Deutschland stammen. Nachdem der Miniclub einige Zeit lief, stellten die Leiter und Initiatoren fest, dass die Frauen immer wiederkehrende Fragen hatte, die weit \u00fcber das hinausgingen, was man in einem M\u00fctter-Kind-Treff bearbeiten kann.<\/p>\n<p>Daher wurde 2007 in einem n\u00e4chsten Schritt das LOS-Projekt \u201eStadtteilm\u00fctter\u201c ins Leben gerufen, das durch die Unterst\u00fctzung der Stadt bis Ende 2010 lief. Idee dieses Projektes war, einzelne M\u00fctter weiterzubilden und zu kompetenten Ansprechpartnerinnen zu qualifizieren, die anderen M\u00fcttern bei Erziehungsfragen, aber auch bei \u00c4mterg\u00e4ngen, Alltagsproblemen und anderen Fragen zur Seite zu stehen. Die gro\u00dfen Vorteile dieser \u201eStadtteilm\u00fctter\u201c gegen\u00fcber deutschen Sozialarbeitern oder gar offiziellen Amtspersonen: die Erreichbarkeit und pers\u00f6nliche Bindung. Sie leben selbst in den Vierteln, in denen sie arbeiten, sie sind vertraute Gesichter und nicht zuletzt sind sie selbst Migrantinnen, kennen also aus eigener Erfahrung die Situation der Hilfe- oder Ratsuchenden. Die Frauen haben also, auch wenn sie schlecht oder gar kein Deutsch sprechen, keine Angst sich an die Stadtteilm\u00fctter mit ihren Fragen zu wenden.<\/p>\n<p>Aus dem Projekt der Stadtteilm\u00fctter und dem gro\u00dfen Bedarf, den sie r\u00fcckmeldeten, ergab sich wiederum die Idee, Kurse speziell f\u00fcr M\u00fctter mit Migrationshintergrund in ihrem gewohnten Umfeld anzubieten. So werden seit 2010 nun schon zum vierten Mal TAFF-Kurse durchgef\u00fchrt. Sie fanden je nach Viertel im BZ Aschenberg, im Kindergarten Gallasiniring und in der Fuldaer Moschee statt. TAFF steht dabei f\u00fcr \u201eTraining, Anleitung, F\u00f6rderung von und f\u00fcr Familien\u201c. Es geht also nicht um autorit\u00e4re Vermittlung von Patentrezepten f\u00fcr Erziehungsfragen, sondern \u2013 ausgehend von der Erkenntnis, dass alle Eltern das Beste f\u00fcr ihre Kinder wollen \u2013 um die gegenseitige St\u00e4rkung der M\u00fctter in ihrer Erziehungskompetenz.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rt nat\u00fcrlich auch Vermittlung von Wissen, aber auch die Erfahrung, dass andere M\u00fctter dieselben oder \u00e4hnliche Probleme haben und dass man sich gegenseitig helfen kann oder sogar von au\u00dfen Hilfe holen kann. F\u00fcr viele ist gerade letzteres eine ganz neue Erfahrung. Ebenso wichtig wie die Inhalte ist f\u00fcr die Frauen aber auch die Verleihung eines Zertifikates, das ihnen ihre Kompetenzen bescheinigt. Es st\u00e4rkt ihr Selbstwertgef\u00fchl und ermutigt sie in manchen F\u00e4llen sogar, n\u00e4chste Schritte zur Verbesserung ihrer Lebenssituation zu unternehmen. Dazu geh\u00f6rt auch die Verbesserung ihrer Deutschkenntnisse.<\/p>\n<p>St\u00e4rkt man die M\u00fctter, geht es den Kindern besser. Erfahren die Kinder in ihrem famili\u00e4ren Umfeld Unterst\u00fctzung, erh\u00f6ht man ihre Chancen auf schulischen und in der Folge auf beruflichen Erfolg. Letztlich zeigt sich die AWO Fulda mit diesen Projekten also absolut auf der H\u00f6he der Zeit und am Puls der aktuell hei\u00df diskutierten gesellschaftlichen Probleme. Es zeichnet sie besonders aus, dass sie hier nicht nur einen Diskussionsbeitrag liefert, sondern echte L\u00f6sungsans\u00e4tze.<\/p>\n<p>N\u00e4here Infos zur AWO gibt es in der Gesch\u00e4ftsstelle, in der Langebr\u00fcckenstra\u00dfe 14, telefonisch unter: 0661 \u2013 480 045-0, Email: <a href=\"mailto:info@awo-fulda.de\">info@awo-fulda.de<\/a>, Langebr\u00fcckenstra\u00dfe 14, oder im Internet: <a href=\"http:\/\/www.awo-fulda.de\/\">www.awo-fulda.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. \u201ePut A Little Love In Your Heart,\u201c sang der Chor \u201eInspiration\u201c unter der Leitung von Theo Sauer und fasste damit nicht nur das Logo der Arbeiterwohlfahrt in eine mitrei\u00dfende Melodie, sondern traf auch den Anspruch der Wohlfahrtsorganisation auf den Punkt, mit Herz f\u00fcr andere da zu sein. 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