{"id":8107,"date":"2008-03-05T00:27:26","date_gmt":"2008-03-04T23:27:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=8107"},"modified":"2008-03-04T23:07:51","modified_gmt":"2008-03-04T22:07:51","slug":"eine-region-uebernimmt-verantwortung-fuer-den-arbeitsmarkt-woide-landkreis-fulda-mit-der-option-auf-richtigem-weg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=8107","title":{"rendered":"Eine Region \u00fcbernimmt Verantwortung f\u00fcr den Arbeitsmarkt &#8211; Woide: \u201eLandkreis Fulda mit der Option auf richtigem Weg\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda.<\/strong> Am 1. Januar 2008 feierten die Optionskommunen ihren dritten Geburtstag. Was im Jahr 2005 bundesweit in 69 Kommunen als arbeitsmarktpolitisches Experiment begann, hat sich im Landkreis Fulda zum Erfolgsmodell gemausert: Fast 7.000 Langzeitarbeitslose konnten in den vergangenen drei Jahren in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Besondere Erfolge verzeichnete das Amt f\u00fcr Arbeit und Soziales bei der Bek\u00e4mpfung der Jugendarbeitslosigkeit und der Integration der Arbeit-nehmer \u00fcber 50 Jahren. <!--more--><\/p>\n<p>Das Fazit von Landrat Bernd Woide nach drei Jahren Optionskommune: \u201eWir haben nicht nur neue Strukturen, sondern auch eine neue `Verwaltungs-Philosophie` geschaffen, mit der sich sowohl die Mitarbeiter als auch die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger des Landkreises identifizieren k\u00f6nnen. Und: hier hat eine ganze Region Verantwortung f\u00fcr den Arbeitsmarkt \u00fcbernommen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Zentrale Anlaufstelle f\u00fcr Hilfebed\u00fcrftige<\/strong><\/p>\n<p>Das Amt f\u00fcr Arbeit und Soziales ist nach der Zusammenlegung von Sozial- und Arbeitslosenhilfe im Jahr 2005 zur zentralen Anlaufstelle f\u00fcr Hilfebed\u00fcrftige geworden. Dazu z\u00e4hlen Langzeitarbeitslose, Geringverdiener, allein erziehende M\u00fctter und Kinder. Insgesamt betreut das Amt zurzeit rund 11.500 Hilfebed\u00fcrftige.<\/p>\n<p>\u201eDie Erwerbsf\u00e4higen in Lohn und Brot zu bringen, ist die Herausforderung und Chance der Optionskommune\u201c, verdeutlicht Woide. Die Herausforderung? \u201eWir haben es hier mit einer Kundenklientel zu tun, die weit mehr braucht als Vermittlungsvorschl\u00e4ge und Hinweise auf Stellenb\u00f6rsen im Internet.\u201c Die Chance? \u201eUnsere regionalen Spezifika: gesunde Unternehmen, verantwortungsbewusste Unternehmer, funktionierende Netzwerke und kurze Wege\u201c, so Woide.<\/p>\n<p><strong>Auf individuelle Lebenssituation eingehen<\/strong><\/p>\n<p>In der Regel bringen Menschen, die l\u00e4nger als zw\u00f6lf Monate arbeitslos sind, eine Vielzahl von Vermittlungshemmnissen mit und brauchen individuelle Beratung. Das erfordert Zeit, aber auch entsprechende Fachkompetenz. Das AFAS-Team setzt sich daher aus Sozialp\u00e4dagogen, Verwaltungsfachangestellten und Mitarbeitern, die aus der freien Wirtschaft kommen, zusammen.<\/p>\n<p>\u201eMit diesem Mix sind wir in der Lage, auf die individuelle Lebenssituation der Kunden einzugehen. Wir sind, im Vergleich zu fr\u00fcher, deutlich n\u00e4her am B\u00fcrger und k\u00f6nnen auf aktivierende Hilfen sowie ein Netzwerk aus unterst\u00fctzenden Beh\u00f6rden zugreifen\u201c, erkl\u00e4rt Amtsleiter J\u00fcrgen Stock.<\/p>\n<p><strong>31 Prozent weniger Langzeitarbeitslose<\/strong><\/p>\n<p>Dank dieser Rahmenbedingungen ist die Zahl der Langzeitarbeitslosen von Juli 2005 bis Dezember 2007 um 31 Prozent von 4.805 auf 3.314 Langzeitarbeitslose gesunken. Vor allem die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen wurde entscheidend verrin-gert. W\u00e4hrend zu Beginn der Option noch 700 Arbeitslose unter 25 Jahren registriert waren, lag die Zahl im Dezember 2007 bei 161 Jugendlichen. Mit einer Quote von 1,2 Prozent liegt die Optionskommune Fulda bei der Bek\u00e4mpfung der Jugendarbeits-losigkeit hessenweit an der Spitze.<\/p>\n<p>Auch bei der Integration \u00e4lterer Arbeitnehmer kann der Landkreis Erfolge vorweisen: 1.068 Arbeitslosen zu Beginn des Projekts 50plus im Januar 2006 stehen 773 Arbeitslosen im Dezember 2007 gegen\u00fcber. Das Minus von 28 Prozent ist laut Projekt-leiter Ulrich Nesemann abgestimmten Integrationsma\u00dfnahmen wie beispielsweise Qualifizierungen, Praktika in Betrieben, Lohnkostenzusch\u00fcssen oder Schuldnerberatungen zu verdanken.<\/p>\n<p>\u201eIn diesem Jahr\u201c, erkl\u00e4rt J\u00fcrgen Stock, \u201ewerden wir uns verst\u00e4rkt um die Zielgruppe der jungen, allein erziehenden M\u00fctter k\u00fcmmern und den Bereich der Pr\u00e4vention, In-formation und Beratung weiter ausbauen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Regionalfaktor entscheidender Erfolgsgarant<\/strong><\/p>\n<p>Landrat Bernd Woide sieht die Optionskommune Fulda auf dem richtigen Weg: \u201eDie Erfahrungen der letzten drei Jahre haben gezeigt, dass wir mit der dezentralen Organisation und den Leistungen aus einer Hand den individuellen Bed\u00fcrfnissen der Langzeitarbeitslosen bestens gerecht werden k\u00f6nnen.\u201c<\/p>\n<p>Angesichts der aktuellen Diskussion \u00fcber \u201ekooperative Jobcenter\u201c, die vom Bundesarbeitsministerium und der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit angesto\u00dfen wurde, erkl\u00e4rt der Landrat: \u201eWir m\u00f6chten Langzeitarbeitslose weiterhin in Eigenregie betreuen und vermitteln, denn nach unseren Erfahrungen ist der `Regionalfaktor` der entscheidende Erfolgsgarant.\u201c<\/p>\n<p><strong>\u00dcber die positiven Erfahrungen der Optionskommunen, das Modell der Kooperativen JobCenter und arbeitspolitische Zukunftsszenarien wird am 13. M\u00e4rz 2008 im Kolpinghaus Fulda diskutiert. Dort findet von 10.00 bis 13.00 Uhr eine Fachtagung unter der \u00dcberschrift \u201eArbeitsmarktpolitik am Scheideweg \u2013 Lokal geht mehr!\u201c statt. Die Tagung wird von den vier Optionskommunen Marburg-Biedenkopf, Hersfeld-Rotenburg, Vogelsberg und Fulda veranstaltet. <\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Am 1. Januar 2008 feierten die Optionskommunen ihren dritten Geburtstag. Was im Jahr 2005 bundesweit in 69 Kommunen als arbeitsmarktpolitisches Experiment begann, hat sich im Landkreis Fulda zum Erfolgsmodell gemausert: Fast 7.000 Langzeitarbeitslose konnten in den vergangenen drei Jahren in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Besondere Erfolge verzeichnete das Amt f\u00fcr Arbeit und Soziales &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,29],"tags":[],"class_list":["post-8107","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite","category-politik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8107","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=8107"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/8107\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=8107"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=8107"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=8107"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}