{"id":80710,"date":"2011-01-15T04:22:09","date_gmt":"2011-01-15T04:22:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=80710"},"modified":"2011-01-14T19:22:20","modified_gmt":"2011-01-14T19:22:20","slug":"denkmal-mit-hoher-kultureller-bedeutung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=80710","title":{"rendered":"Denkmal mit hoher kultureller Bedeutung"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110113_Propstei.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-80711\" title=\"110113_Propstei\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110113_Propstei-265x176.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110113_Propstei-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110113_Propstei.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda-Johannesberg.<\/strong> Die Propstei Johannesberg geh\u00f6rt zu Fulda wie \u2013 beispielsweise \u2013 der Dom, die Michaelskirche, das Stadtschloss oder auch das Bonifatiusdenkmal. Im 9. Jahrhundert von Rabanus Maurus gegr\u00fcndet, erfolgte im 17. Jahrhundert unter Baumeister Andrea Gallasini die barocke Umgestaltung, an der bedeutende Handwerker mitwirkten. Wobei wir beim Stichwort w\u00e4ren, besitzt die Propstei heute doch \u00fcberregionale Bedeutung auf dem Gebiet der Denkmalpflege und Altbauerneuerung.<!--more--><\/p>\n<p>Selbst vom Zerfall bedroht, waren die markanten barocken Gem\u00e4uer, die pr\u00e4gend sind f\u00fcr den Fuldaer Stadtteil, zu Beginn der 80er Jahre als \u201eDeutsches Zentrum f\u00fcr Handwerk und Denkmalpflege (ZHD)\u201c einer neuen Nutzung zugef\u00fchrt worden. Vorangegangen war eine gemeinsame Initiative des Eigent\u00fcmers Land Hessen und der Stadt Fulda. Entscheidenden Anteil an der weiteren Entwicklung hatte der auch als \u201eDenkmalpapst\u201c bundesweit bekannt gewordene Manfred Gerner, der die Einrichtung zwanzig Jahre lang leitete.<\/p>\n<p>Seit 2002 wird das Werkstattgeb\u00e4ude, der ehemalige Marstall, von der gemeinn\u00fctzigen Propstei Johannesberg gGmbH genutzt, die sich unter ihrem Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dieter G\u00e4rtner laut eigener Darstellung \u201edem Erhalt des kulturellen Erbes verpflichtet f\u00fchlt als Fortbildungseinrichtung f\u00fcr alle in der Denkmalpflege und Altbausanierung T\u00e4tigen\u201c. Diesen Anspruch zu erf\u00fcllen, war zu Beginn des neuen Jahrtausends freilich wie eine Utopie erschienen, nachdem f\u00fcr das ZHD das Insolvenzverfahren er\u00f6ffnet worden war. Gr\u00fcnde f\u00fcr dieses Scheitern hatte der damalige Fuldaer Oberb\u00fcrgermeister Dr. Alois Rhiel in dem \u201ezu weit gewordenen Aufgabenspektrum und dem \u00fcbergro\u00dfen Projektanteil\u201c gesehen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110113_Johannesberg.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-80712\" title=\"110113_Johannesberg\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110113_Johannesberg-265x176.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110113_Johannesberg-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110113_Johannesberg.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Dieses d\u00fcstere Kapitel indes ist schon lange abgehakt. Beraten und unterst\u00fctzt wird die Propstei Johannesberg gGmbH heute von einem Beirat, dem das Landesamt f\u00fcr Denkmalpflegen, die Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen, die Arbeitsgemeinschaft der hessischen Handwerkskammern, die Ingenieurkammer Hessen, die Stadt Fulda und das Land Hessen angeh\u00f6ren. Den Gesellschafterstamm bilden \u00fcberwiegend Fachleute, unter anderem Architekten und Restauratoren, auch aus dem Kreis Fulda. Die Seminarleiter und Dozenten sind Experten, die alle beruflich in der Denkmalpflege und Altbauerneuerung t\u00e4tig sind.<\/p>\n<p>Das Seminarangebot richtet sich insbesondere an Architekten, Ingenieure, Handwerker und Beh\u00f6rdenmitarbeiter. Neben Kurzlehrg\u00e4ngen werden gemeinsam mit dem Landesamt f\u00fcr Denkmalpflege und der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen mehrteilige Seminarreihen in der Ingenieur- und Architektenfortbildung durchgef\u00fchrt. F\u00fcr Handwerker gibt es die M\u00f6glichkeit, neben Praxisseminaren in den Werkst\u00e4tten verschiedene Zertifikatslehrg\u00e4nge mit Abschlusspr\u00fcfung zum Restaurator im Handwerk und zum Gesellen f\u00fcr Instandsetzungsarbeiten beziehungsweise Gesellen f\u00fcr Restaurierungsarbeiten zu besuchen.<\/p>\n<p>Nicht zu vergessen: In Kooperation mit der Fuldaer Ferdinand-Braun-Schule werden die praktischen Lehrinhalte der Technikerschule in Farb- und Lacktechnik sowie Bautechnik mit dem Schwerpunkt Denkmalpflege umgesetzt. Zudem ist die Propstei Johannesberg gGmbH eine anerkannte Qualifizierungsberatungsstelle im Auftrag des Landes Hessen. Denn dieses f\u00f6rdert aus Mitteln des Europ\u00e4ischen Sozialfonds die Weiterbildung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kleiner und mittlerer Unternehmen mit einem so genannten Qualifizierungsscheck.<\/p>\n<p>Zwar im Hintergrund, daf\u00fcr aber nicht weniger effektiv wirkt der F\u00f6rderverein Propstei Johannesberg, dessen Vorsitz Fuldas Stadtbaur\u00e4tin Cornelia Zuschke inne hat. Zum Vorstand geh\u00f6ren neben Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dieter G\u00e4rtner auch der stellvertretende Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Fulda, Stefan Semler, IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stefan Schunck und Gerwin Stein, Leiter der Beratungsstelle f\u00fcr Handwerk und Denkmalpflege.<\/p>\n<p>Zum Ziel gesetzt hat sich das Gremium unter anderem den \u201eErhalt der Propstei Johannesberg entsprechend ihrer kulturellen, gesellschaftlichen und lokalen Bedeutung\u201c, die F\u00f6rderung des Erfahrungsaustauschs und des Dialogs aller an der Denkmalpflege beteiligten Berufsgruppen und B\u00fcrger, die Pflege und Pr\u00e4sentation von historischen Handwerkstechniken und der Handwerkskultur, die F\u00f6rderung von Bildungsangeboten f\u00fcr Kinder und Jugendliche, um bei ihnen das Interesse am Handwerk und an der Denkmalpflege zu wecken, sowie die \u201ePr\u00e4sentation der Propstei Johannesberg als erlebbares Kulturdenkmal in Rahmen von F\u00fchrungen und kulturellen Veranstaltungen\u201c &#8211; beispielsweise w\u00e4hrend des allj\u00e4hrlichen \u201eTags des offenen Denkmals\u201c.<\/p>\n<p>Das barocke Ambiente wei\u00df \u00fcbrigens auch die Fuldaer Firma Gr\u00fcmel zu sch\u00e4tzen, die in der Propstei Johannesberg ihre Verwaltung untergebracht hat. Dort laufen dann die F\u00e4den zusammen, um benachteiligte Jugendliche und junge Erwachsene in Ausbildung zu bringen und vielleicht in den Arbeitsmarkt zu integrieren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda-Johannesberg. Die Propstei Johannesberg geh\u00f6rt zu Fulda wie \u2013 beispielsweise \u2013 der Dom, die Michaelskirche, das Stadtschloss oder auch das Bonifatiusdenkmal. Im 9. Jahrhundert von Rabanus Maurus gegr\u00fcndet, erfolgte im 17. Jahrhundert unter Baumeister Andrea Gallasini die barocke Umgestaltung, an der bedeutende Handwerker mitwirkten. 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