{"id":80612,"date":"2011-01-12T00:43:13","date_gmt":"2011-01-12T00:43:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=80612"},"modified":"2011-01-11T13:43:25","modified_gmt":"2011-01-11T13:43:25","slug":"neue-rahmendaten-zur-bevoelkerungsentwicklung-in-hessen-trend-bis-2050","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=80612","title":{"rendered":"Neue Rahmendaten zur Bev\u00f6lkerungsentwicklung in Hessen &#8211; Trend bis 2050"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hessen. <\/strong>Die Bev\u00f6lkerung Hessens schrumpft langfristig etwas langsamer als bislang erwartet, die Konzentration auf st\u00e4dtische Gebiete und die s\u00fcdliche Landesh\u00e4lfte verl\u00e4uft jedoch schneller. Dies geht aus den j\u00fcngsten Rahmendaten zur langfristigen Bev\u00f6lkerungsentwicklung in Hessen hervor, die im Auftrag des Hessischen Wirtschaftsministeriums erstellt wurden. Wie Wirtschaftsminister Dieter Posch am Dienstag mitteilte, hat das Kabinett sie als Vorgabe f\u00fcr die Landesentwicklungsplanung beschlossen. \u201eDie Trendzahlen sind ein Ansporn, unsere strukturpolitischen Anstrengungen weiter voranzutreiben.\u201c<!--more--><\/p>\n<p>Danach wird die Einwohnerzahl Hessens von derzeit knapp 6,06 Millionen auf 5,91 Millionen im Jahre 2030 (-2,5 %) zur\u00fcckgehen. Bis zum Jahr 2050 wird die Bev\u00f6lkerungszahl um 8,7 Prozent auf 5,53 Millionen sinken und damit das Niveau der 70er und 80er Jahre des 20. Jahrhunderts wieder erreichen. Dies sind etwa 14 000 Personen mehr als in der vorigen Studie aus dem Jahr 2007 errechnet. Grund ist die h\u00f6here Lebenserwartung.<\/p>\n<p>Die Auswertung von Daten aus den Jahren 2000 bis 2009 zeigt, dass die Wanderungsbewegungen schneller verlaufen als bislang angenommen. So erwartet die Untersuchung bis 2030 f\u00fcr Nordhessen einen Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckgang von fast 11%, bis 2050 sogar von fast 24 %. Die Gro\u00dfstadt Kassel ist dabei mit minus 1 % bis 2030 und minus 4 % bis 2050 relativ gering betroffen. Hohe Abnahmeraten k\u00f6nnen dagegen bis 2050 auf die Landkreise Waldeck-Frankenberg (-27,1 %), Kassel (-28,2 %), Schwalm-Eder (-31,4 %) Hersfeld-Rotenburg (-32,7 %) und Werra-Mei\u00dfner<br \/>\n(-41,1 %) zukommen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Mittelhessen errechnet die Analyse eine Abnahme von knapp 7 % bis 2030 und von gut 17 % bis 2050. Die Werte schwanken zwischen minus 39 % im Vogelsbergkreis und minus 5 % im Landkreis Gie\u00dfen. Grund ist die Zuwanderung in die s\u00fcdliche Landesh\u00e4lfte. Im Regierungsbezirk Darmstadt wird die Bev\u00f6lkerung bis 2030 noch um 1,3 Prozent wachsen, bevor auch dort der R\u00fcckgang einsetzt. Nutznie\u00dfer sind in erster Linie die gro\u00dfen St\u00e4dte, deren Einwohnerzahl zwischen 6,5 Prozent (Darmstadt) und 3 Prozent (Wiesbaden) zunimmt.<\/p>\n<p>Posch wies darauf hin, dass diese Berechnungen die Gegenma\u00dfnahmen der Landesregierung und der Kommunen noch nicht ber\u00fccksichtigen: \u201eEs besteht eine gute Chance, dass die Bev\u00f6lkerungsr\u00fcckg\u00e4nge in den einzelnen Teilregionen aufgrund der strukturpolitischen Anstrengungen des Landes und der flankierenden Aktivit\u00e4ten auf kommunaler Ebene geringer ausfallen.\u201c Der Minister nannte die Autobahnprojekte A 44 und A 49 in Nord- und Mittelhessen sowie den Ausbau des Regionalflughafens Kassel-Calden. Hinzu k\u00e4men Investitionen in den \u00d6PNV, die Ausweisung interkommunaler Gewerbegebiete, die Konversion ehemals milit\u00e4risch genutzter Areale, Angebote an Unternehmensgr\u00fcnder und der Ausbau \u00f6ffentlicher touristischer Infrastruktur.<\/p>\n<p>Als Herausforderung bezeichnete Posch die drastische Abnahme der Zahl der Erwerbsf\u00e4higen: \u201eSelbst bei steigender Erwerbsbeteiligung stehen zuk\u00fcnftig immer weniger Arbeitskr\u00e4fte zur Verf\u00fcgung\u201c, sagte der Minister. Eine besondere Verknappung zeichne sich f\u00fcr Nordhessen ab, wo aus heutiger Sicht bis zum Jahr 2030 mit einem R\u00fcckgang der Arbeitskr\u00e4ftereserve &#8211; die rechnerisch f\u00fcr den Arbeitsmarkt noch zu mobilisierenden Erwerbsf\u00e4higen &#8211; von fast zwei Dritteln zu rechnen sei. \u201eVon entscheidender Bedeutung ist es deshalb, die Potenziale \u00e4lterer Arbeitnehmer optimal zu nutzen, die Erwerbsbeteiligung der Frauen weiter zu erh\u00f6hen, Aus- und Weiterbildung, lebenslanges Lernen und Gesundheitsvorsorge f\u00fcr alle Erwerbst\u00e4tigen zu intensivieren und f\u00fcr eine bestm\u00f6gliche schulische und berufliche Ausbildung aller jungen Menschen zu sorgen.\u201c<\/p>\n<p>Die Studie kann abgerufen werden unter <a href=\"http:\/\/www.wirtschaft.hessen.de\" target=\"_blank\">www.wirtschaft.hessen.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Hessen. 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