{"id":80536,"date":"2011-01-11T01:10:21","date_gmt":"2011-01-11T01:10:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=80536"},"modified":"2011-01-11T08:10:49","modified_gmt":"2011-01-11T08:10:49","slug":"pro-und-contra-fuetterung-von-wildtieren-im-winter-naturschutzbehoerde-informiert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=80536","title":{"rendered":"Pro und Contra F\u00fctterung von Wildtieren im Winter &#8211; Naturschutzbeh\u00f6rde informiert"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110110_Gruenfink.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-80537\" title=\"110110_Gruenfink\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110110_Gruenfink-265x198.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110110_Gruenfink-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2011\/01\/110110_Gruenfink.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. <\/strong>Aus naturschutzrechtlicher Sicht ist die F\u00fctterung einheimischer Wildtiere bei K\u00e4lte, Schnee und Eis nicht notwendig. Diese Aussage gilt unbeschadet tierschutzrechtlicher und jagdrechtlicher Vorgaben, die gegebenenfalls zu anderen Regelungen kommen und eine Verpflichtung zur F\u00fctterung zum Beispiel von Rehen und Hirschen zur Folge haben k\u00f6nnen. Einheimische Wildtiere sind an das Leben in freier Wildbahn angepasst, auch bei strengen Wintern. Dabei ist es normal, dass im Rahmen der nat\u00fcrlichen Auslese schwache und kranke Tiere zu Tode kommen. \u201eDas ist ein ganz nat\u00fcrlicher Prozess\u201c, betont J\u00f6rg Burkard von der unteren Naturschutzbeh\u00f6rde des Landkreises und zust\u00e4ndig f\u00fcr Artenschutz. <!--more--><\/p>\n<p>Es m\u00fcsse also nicht gef\u00fcttert werden, zumal beispielsweise durch die Vogelf\u00fctterung am Futterh\u00e4uschen ohnehin nur relativ h\u00e4ufige Arten wie Kohlmeisen oder Amseln gef\u00f6rdert w\u00fcrden. Seltenen Arten k\u00f6nne auf diese Art und Weise nicht oder nur bedingt geholfen werden. \u201eDennoch kann das F\u00fcttern von V\u00f6geln ein wichtiger Beitrag zur Umweltbildung gerade f\u00fcr Kinder und naturinteressierte Menschen sein\u201c, so Burkard. Das F\u00fcttern und die Besch\u00e4ftigung mit den Tieren erh\u00f6hten die Bereitschaft, sich f\u00fcr deren Schutz einzusetzen. Man m\u00fcsse sich aber bewusst machen, dass die F\u00fctterung von einheimischen Tieren im Winter \u201enur einen Tropfen auf den hei\u00dfen Stein\u201c darstelle.<\/p>\n<p>Dagegen sei der umweltp\u00e4dagogische Aspekt von nicht zu untersch\u00e4tzender Bedeutung, wenn nur artgerechtes Futter zum Einsatz komme, die Futtermenge angepasst sei und an den Futterpl\u00e4tzen auf Sauberkeit geachtet werde. Ein anderer wichtiger Aspekt ist, dass beispielsweise Schleiereulen im Winter einen Unterschlupf finden. Dies kann dadurch geschehen, dass Landwirte Luken an ihren Scheunen \u00f6ffnen, wodurch die Eulen in die Scheuen einfliegen k\u00f6nnen. Ein positiver Nebeneffekt dabei ist, dass dort dann auch durch die Eulen entsprechend M\u00e4use vertilgt werden. Grunds\u00e4tzlich gilt: Wildtiere im Winter m\u00f6glichst wenig beunruhigen, damit sie keine unn\u00f6tige Energie durch Flucht verbrauchen. Deshalb sollte man gerade im Winter unbedingt auf den Wegen bleiben und Hunde nach M\u00f6glichkeit immer angeleint ausf\u00fchren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Aus naturschutzrechtlicher Sicht ist die F\u00fctterung einheimischer Wildtiere bei K\u00e4lte, Schnee und Eis nicht notwendig. Diese Aussage gilt unbeschadet tierschutzrechtlicher und jagdrechtlicher Vorgaben, die gegebenenfalls zu anderen Regelungen kommen und eine Verpflichtung zur F\u00fctterung zum Beispiel von Rehen und Hirschen zur Folge haben k\u00f6nnen. 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