{"id":80531,"date":"2011-01-11T03:08:35","date_gmt":"2011-01-11T03:08:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=80531"},"modified":"2011-01-11T08:08:54","modified_gmt":"2011-01-11T08:08:54","slug":"land-hessen-unterzeichnet-zielvereinbarungen-mit-optionskommunen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=80531","title":{"rendered":"Land Hessen unterzeichnet Zielvereinbarungen mit Optionskommunen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wiesbaden.<\/strong> Die 13 hessischen Optionskommunen, die alle Aufgaben in der Grundsicherung f\u00fcr Arbeitssuchende eigenst\u00e4ndig wahrnehmen, haben mit dem Hessischen Sozialminister Stefan Gr\u00fcttner Zielvereinbarungen unterzeichnet. \u201eDamit das Optionsmodell in Hessen weiterhin erfolgreich ist, haben wir diese Zielvereinbarungen gemeinsam mit den Kommunen entwickelt und nun heute unterschrieben. Die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Optionskommunen und dem Land beim Vorgehen gegen die Langzeitarbeitslosigkeit hat sich bew\u00e4hrt und wird nun fortgeschrieben. Damit ist das Land Hessen erneut bundesweit Vorreiter\u201c, betonte Gr\u00fcttner und bedankte sich f\u00fcr das gro\u00dfe Engagement der 13 hessischen Optionskommunen.<!--more--><\/p>\n<p>Mit der \u00c4nderung des Grundgesetzes waren im vergangenen Jahr die Arbeitsgemeinschaften aus Arbeitsagenturen und kommunalen Tr\u00e4gern (ARGEN) sowie die erfolgreiche Arbeit der Optionskommunen und deren Ausweitung verfassungsgem\u00e4\u00df abgesichert worden. Gleichzeitig wurde ein neues Steuerungsmodell eingef\u00fchrt, um die Leistungsf\u00e4higkeit der einzelnen Tr\u00e4ger des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch (SGB II: Grundsicherung f\u00fcr Arbeitssuchende, Arbeitslosengeld II) st\u00e4ndig vergleichen zu k\u00f6nnen und deren Arbeit transparent zu machen.<\/p>\n<p>\u201eAus diesem Grund hat das Land einerseits mit dem zust\u00e4ndigen Bundesministerium f\u00fcr Arbeit und Soziales ein Rahmenziel vereinbart und schlie\u00dft gleichzeitig Zielvereinbarungen mit den Optionskommunen in Hessen\u201c, sagte der Sozialminister. \u201eDie Zielvereinbarungen sollen die Qualit\u00e4t der Arbeit der Optionskommunen sichern und gleichzeitig vergleichbar machen. So soll der Erfolg der Arbeit der hessischen Optionskommunen in Zukunft messbar werden.\u201c<\/p>\n<p>Die hessischen Optionskommunen haben sich gemeinsam mit dem Land Hessen auf folgende Ziele geeinigt:<\/p>\n<ul>\n<li>Die Verringerung der Hilfebed\u00fcrftigkeit: Dieses Ziel ist in 2011 erreicht, wenn die Summe der Leistungen zum Lebensunterhalt am Ende des Jahres gesunken ist.<\/li>\n<li>Die Verbesserung der Integration in Erwerbst\u00e4tigkeit: Da die Integrationsquote der Optionskommunen in 2011 erstmals ausgewiesen wird, soll die Entwicklung der Integrationsquote in diesem Jahr zun\u00e4chst beobachtet werden. F\u00fcr 2012 k\u00f6nnen dann Vergleichszahlen aus 2011 herangezogen werden.<\/li>\n<li>Die Vermeidung von langfristigem Leistungsbezug: Dieses Ziel ist in 2011 erreicht, wenn die Zahl der Langzeitarbeitslosen am Ende des Jahres gesunken ist.<\/li>\n<li>Die Integration Alleinerziehender: Der Integration von Alleinerziehenden in den Arbeitsmarkt soll besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Da es bisher keine Vergleichszahlen \u00fcber die Integrationsquote der Alleinerziehenden gibt, wird die Einwicklung in 2011 zun\u00e4chst beobachtet.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\u201eZwischen dem Hessischen Sozialministerium und den hessischen Optionskommunen wird es au\u00dferdem zweimal im Jahr sogenannte Zielsteuerungsdialoge geben, in denen die bis dato erreichten Ergebnisse bewertet werden und die Zielvereinbarungen au\u00dferdem weiter fortgeschrieben werden\u201c, erkl\u00e4rte Sozialminister Gr\u00fcttner.<\/p>\n<p>Mit den Zielvereinbarungen zwischen dem Land Hessen und den 12 hessischen Landkreisen und der Landeshauptstadt Wiesbaden als optierende Gebietsk\u00f6rperschaften soll aus Sicht von Bernd Woide, Landrat des Landkreises Fulda und Pr\u00e4sidialmitglied des Hessischen Landkreistages, zun\u00e4chst die Langzeitarbeitslosigkeit durch die Vermittlung in Existenz sichernde Erwerbst\u00e4tigkeit verringert \u00c2\u00a0werden. \u201eDamit wird durch eigene Anstrengung und mit Hilfe der erfahrenen Fachleute in den Jobcentern den heute Hilfebed\u00fcrftigen ein w\u00fcrdevolles Leben in der Gemeinschaft erm\u00f6glicht.\u201c Dringend geboten erscheint Bernd Woide von Seiten der leistungserbringenden Kreise und der Stadt, ebenso wie vom Land, darauf zu achten, dass die damit verbundenen Kosten auch k\u00fcnftig nicht auf die Kommunen abgew\u00e4lzt werden.<\/p>\n<p>Arno Go\u00dfmann, Stadtrat in der Landeshauptstadt Wiesbaden und Vorsitzender des Ausschusses f\u00fcr Soziales und Integration des Hessischen St\u00e4dtetages, h\u00e4lt die neuen Steuerungsinstrumente des Landes Hessen \u00fcber den Abschluss von Zielvereinbarungen im Bereich des SGB II (Jobcenter) f\u00fcr besonders geeignet. \u201eWir w\u00fcnschen uns von den in Berlin politisch Verantwortlichen die Anwendung der gleichen Logik auch hinsichtlich der n\u00f6tigen Instrumentenreform. Wir ben\u00f6tigen zielorientierte und flexible Regelungen der Arbeitsf\u00f6rderung, die den Jobcentern die M\u00f6glichkeit er\u00f6ffnen, mehr als bisher lokale Bedarfe und Ressourcen bei ihrer Eingliederungsarbeit zu ber\u00fccksichtigen.\u201c Besorgt \u00e4u\u00dfert sich Go\u00dfmann \u00fcber die bereits realisierten und f\u00fcr die kommenden drei Jahre vorgesehenen K\u00fcrzungen im Eingliederungsetat, da diese die Erreichung der vereinbarten Ziele erheblich erschweren.<\/p>\n<p>Sozialminister Gr\u00fcttner sagte bei der anstehenden Reform der arbeitsmarktpolitischen Instrumente Unterst\u00fctzung zu. \u201eAm Ende soll mehr Freiheit f\u00fcr die Verantwortlichen vor Ort herauskommen\u201c, betonte Gr\u00fcttner. \u201eDie zust\u00e4ndigen Sozialdezernenten und Landr\u00e4te kennen die jeweilige regionale Problemlage am besten und k\u00f6nnen passgenaue L\u00f6sungen entwickeln.\u201c Die Landesregierung werde bei der anstehenden Instrumentenreform darauf achten, dass erfolgreiche Ans\u00e4tze der Aktivierung, wie das Modell der \u201eWerkakademien\u201c, im Bundesgesetz ber\u00fccksichtigt werden.<\/p>\n<p>In Hessen werden zum 1. Januar 2012 noch drei weitere Optionskommunen zu den bereits bestehenden 13 Optionskommunen hinzukommen. \u201eDamit werden k\u00fcnftig 16 von 26 hessischen Kommunen Optionskommunen sein. Dies ist eine eindrucksvolle Best\u00e4tigung des \u00fcber Jahre hinweg erfolgreichen Einsatzes der hessischen Landesregierung f\u00fcr die Option\u201c, erkl\u00e4rte der Sozialminister. Beworben haben sich die St\u00e4dte Offenbach am Main und Darmstadt sowie die Landkreise Gro\u00df-Gerau, Lahn-Dill und Werra-Meissner. Das Auswahlverfahren wird zum 31. M\u00e4rz 2011 abgeschlossen sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wiesbaden. 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