{"id":79882,"date":"2010-12-28T03:59:47","date_gmt":"2010-12-28T03:59:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=79882"},"modified":"2010-12-27T19:03:18","modified_gmt":"2010-12-27T19:03:18","slug":"uewag-muss-staatliche-belastung-ueber-stromrechnung-einsammeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=79882","title":{"rendered":"\u00dcWAG muss staatliche Belastung \u00fcber Stromrechnung einsammeln"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/101228_Grafik\u00dcWAG.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/101228_Grafik\u00dcWAG-265x173.jpg\" alt=\"\" title=\"101228_Grafik\u00dcWAG\" hspace=\"5\" align=\"left\" width=\"265\" height=\"173\" class=\"alignnone size-medium wp-image-79884\" \/><\/a><strong>Fulda.<\/strong> Rund 17 Prozent des Stroms in Deutschland stammt aktuellen Daten zufolge bereits aus Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien. Diese werden durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gef\u00f6rdert \u2013 per Umlage, die von allen Stromkunden zu tragen ist. Zum kommenden Jahr erh\u00f6ht sich diese Umlage um 72 Prozent \u2013 und die \u00dcWAG ist durch die gesetzliche Regelung verpflichtet, diese gestiegene Umlage mit der Stromrechnung von den Kunden f\u00fcr den Staat einzusammeln. Zum 1. M\u00e4rz 2011 \u00e4ndern sich daher die Strompreise der \u00dcWAG: F\u00fcr einen Haushalt in der Grundversorgung mit einem Durchschnittsverbrauch von 3.500 Kilowattstunden Strom pro Jahr bedeutet das 2,22 Euro (brutto) pro Monat zus\u00e4tzliche Kosten, die in Form von EEG-Umlage und Mehrwertsteuer \u00fcber die Stromrechnung an Anlagenbetreiber und Staat flie\u00dfen.<!--more--><\/p>\n<p>Nach Sch\u00e4tzungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) werden \u00fcber die von den Kunden getragene EEG-Umlage im kommenden Jahr bundesweit 13,5 Milliarden Euro an die Anlagen-Investoren umverteilt. Das ist deutlich mehr Geld, als beispielweise \u00fcber den gesamten L\u00e4nderfinanzausgleich zwischen den Bundesl\u00e4ndern umgeschichtet wird, hei\u00dft es beim Verband. Und auch der Staat verdient an der Erh\u00f6hung der EEG-Umlage kr\u00e4ftig mit: Allein die Mehrwertsteuererl\u00f6se auf die EEG-Umlage im kommenden Jahr \u00fcbertreffen nach BDEW-Angaben die gesamte Umlage aus den ersten Jahren der gesetzlichen Regelung erheblich.<br \/>\n<strong><br \/>\n\u00dcWAG hat Vorauszahlungen f\u00fcr die Kunden an den Staat geleistet<\/strong><\/p>\n<p>Ganze 20 Monate, seit dem 1. Januar 2008, hatte die \u00dcWAG ihre Strompreise stabil gehalten, bis das Unternehmen zum 1. September 2010 diese um 4,7 Prozent anheben musste. Der Grund war auch damals die Erh\u00f6hung der EEG-Umlage. Die Steigerung von 1,31 Cent auf 2,047 Cent pro Kilowattstunde (netto), die von 2009 auf 2010 erfolgte und einer Steigerung um 56 Prozent entsprach, hatte die \u00dcWAG bis dahin selbst getragen. Der neue Preis wurde so festgesetzt, dass ein Teil der EEG-\u201eVorauszahlungen\u201c, die die \u00dcWAG im Jahr 2010 acht Monate lang f\u00fcr ihre Kunden geleistet hatte, wieder ausgeglichen wurde. In die Neukalkulation der Preise zum 1. September 2010 wurde auch eine erneute Steigerung der EEG-Umlage zum Jahreswechsel 2010\/2011 auf 3 Cent pro Kilowattstunde (netto) eingerechnet. <\/p>\n<p>\u201eWir hatten das erkl\u00e4rte Ziel, 2011 die Preise f\u00fcr unsere Kunden unver\u00e4ndert zu lassen\u201c, beschreibt \u00dcWAG-Vorstand Dipl.-Ing. G\u00fcnter Bury die weitgehenden \u00dcberlegungen bei der Kalkulation. Buchst\u00e4blich einen Strich durch die Rechnung machte jedoch die tats\u00e4chlich viel drastischere Entwicklung der EEG-Umlage f\u00fcr das Jahr 2011, die von Experten im Vorfeld nie f\u00fcr m\u00f6glich gehalten wurde: Die Umlage stieg durch den enormen Zubau von Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien \u2013 insbesondere der ausgesprochen hoch gef\u00f6rderten Solaranlagen \u2013 von 2,047 Cent auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde (netto); das ist eine Steigerung von noch einmal 72 Prozent zum anstehenden Jahreswechsel. <\/p>\n<p>\u201eDie 0,53 Cent pro Kilowattstunde Strom, die die tats\u00e4chliche EEG-Umlage 2011 \u00fcber unserer Kalkulation liegt, m\u00fcssen wir im kommenden Jahr nun noch von unseren Kunden f\u00fcr den Staat einsammeln\u201c, erl\u00e4utert \u00dcWAG-Vorstand Bury. Er rechnet vor: \u201eDa wir die Preise aber erst zum 1. M\u00e4rz 2011 anpassen, ergibt sich \u2013 verteilt auf zehn Monate \u2013 eine Erh\u00f6hung von 0,64 Cent pro Kilowattstunde netto, dazu kommt unvermeidlich die staatliche Mehrwertsteuer. Wir stellen mit der Preisanpassung lediglich das EEG-Konto zwischen der \u00dcWAG und ihren Kunden gewisserma\u00dfen wieder auf Null.\u201c<br \/>\n<strong><br \/>\nAusschlie\u00dflich die gestiegene EEG-Umlage wird weitergegeben<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr einen Durchschnittshaushalt in der Grundversorgung mit 3.500 Kilowattstunden Stromverbrauch erh\u00f6ht sich der Preis zu diesem Termin also um 0,64 Cent pro Kilowattstunde (netto), was einer Steigerung um 3,05 Prozent und einer monatlichen Mehrbelastung von 2,22 Euro brutto entspricht. Die Preise der Wahltarife entwickeln sich vergleichbar.<\/p>\n<p>F\u00fcr die \u00dcWAG bedeutet die enorme Erh\u00f6hung der EEG-Umlage, die die Anpassung der Strompreise zum 1. M\u00e4rz 2011 erforderlich macht, zus\u00e4tzlich hohen Verwaltungsaufwand \u2013 vom Unmut der Kunden ganz zu schweigen. \u201eWir arbeiten quasi als Inkasso-Unternehmen f\u00fcr den Staat\u201c, beschreibt \u00dcWAG-Vorstand Dipl.-Ing. G\u00fcnter Bury die Situation, die dazu f\u00fchrt, dass die \u00dcWAG trotz vorausschauender Energiebeschaffung und h\u00f6chst rationeller Arbeit mit st\u00e4ndiger Optimierung interner Prozesse ihre Stromtarife anpassen muss.<\/p>\n<p>\u201eDer Ausbau von Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist klimapolitisch sinnvoll \u2013 die attraktive und langj\u00e4hrige F\u00f6rderung durch das EEG f\u00fchrt jedoch zunehmend zu Kritik durch die Stromkunden, die gezwungen sind, die Renditen der Investoren \u00fcber die gesetzlich garantierten Einspeiseverg\u00fctungen zu sichern\u201c, hat \u00dcWAG-Vorstand Bury beobachtet \u2013 und kann den \u00c4rger der Stromkunden auch gut nachvollziehen. \u201eDennoch haben wir als Energieversorger keine andere Wahl, als diese gesetzlich festgelegte Umlage mit auf unsere Stromrechnung zu setzen\u201c, bedauert er und weist auch noch einmal darauf hin, dass mittlerweile rund 40 Prozent des Strompreises staatlich verursachte Kosten sind.<br \/>\n<strong><br \/>\nWettbewerbsf\u00e4hig und pers\u00f6nlich<\/strong><\/p>\n<p>\u201eUnser Ziel ist es, unsere Kunden auch weiterhin zuverl\u00e4ssig und zu fairen Bedingungen mit Strom zu beliefern\u201c, sagt G\u00fcnter Bury und f\u00fcgt hinzu: \u201eUnsere Strompreise bleiben auch in Zukunft wettbewerbsf\u00e4hig \u2013 verbunden mit dem pers\u00f6nlichen Service eines regionalen Energiedienstleisters, von dessen wirtschaftlicher T\u00e4tigkeit unsere ganze Region dauerhaft profitiert.\u201c<\/p>\n<p>Die \u00dcWAG informiert derzeit alle Kunden mit pers\u00f6nlichen Anschreiben \u00fcber die geplante Tarifanpassung und weist gleichzeitig auf ihr umfangreiches Angebot an Tarifen hin, die es erm\u00f6glichen, genau den Vertrag zu w\u00e4hlen, der am besten zum individuellen Verbrauchsverhalten passt, um so die Stromrechnung zu optimieren.<\/p>\n<p>Dazu geh\u00f6rt auch das innovative \u00dcWAGSmart-Paket, das mit Smart Meter und \u00dcWAG-Box modernste Technik ins Haus bringt und mit einem in f\u00fcnf Zeitzonen gegliederten Tarif Sparpotenzial f\u00fcr Kunden bietet, die ihre Verbrauchsgewohnheiten entsprechend anpassen k\u00f6nnen. F\u00fcr alle, denen der Umweltschutz besonders am Herzen liegt, bietet die \u00dcWAG ihren Tarif \u00dcWAG\u00d6ko an, mit dem Strom ausschlie\u00dflich aus regenerativen Quellen bezogen wird. Garantie-Produkte sprechen Kunden an, die ihre Energiekosten l\u00e4ngerfristig planen m\u00f6chten; mit der Vorauszahlung des Strompreises f\u00fcr ein Jahr lassen sich zwei Prozent sparen.<br \/>\n<strong><br \/>\nBeratung zur Tarifwahl<\/strong><\/p>\n<p>Informationen zu den unterschiedlichen Tarifen finden die \u00dcWAG-Kunden im Internet (<a href=\"http:\/\/www.uewag.de\">www.uewag.de<\/a>). Telefonisch beraten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des f\u00fchrenden osthessischen Energieversorgungsunternehmens unter der Rufnummer 0661 12-100. F\u00fcr ein pers\u00f6nliches Gespr\u00e4ch stehen die Energieberater der \u00dcWAG im Kundenzentrum in Fulda sowie beim \u00dcWAG-Service in Schl\u00fcchtern und Bad Soden-Salm\u00fcnster zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Rund 17 Prozent des Stroms in Deutschland stammt aktuellen Daten zufolge bereits aus Anlagen zur Nutzung regenerativer Energien. Diese werden durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gef\u00f6rdert \u2013 per Umlage, die von allen Stromkunden zu tragen ist. 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