{"id":79760,"date":"2010-12-26T04:21:27","date_gmt":"2010-12-26T04:21:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=79760"},"modified":"2010-12-25T21:24:45","modified_gmt":"2010-12-25T21:24:45","slug":"von-der-rhoen-nach-ostafrika-dienst-am-menschen-wo-not-gross-ist","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=79760","title":{"rendered":"Von der Rh\u00f6n nach Ostafrika: Dienst am Menschen, wo Not gro\u00df ist"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/101225_Kenia1.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/101225_Kenia1.jpg\" alt=\"\" title=\"101225_Kenia1\" width=\"560\" class=\"alignnone size-medium wp-image-79762\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/101225_Kenia1.jpg 600w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/101225_Kenia1-265x198.jpg 265w\" sizes=\"(max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><\/a><strong>Kneshecke\/Kenia.<\/strong> Bei ihr sind kranke und hilfsbed\u00fcrftige Menschen in den besten H\u00e4nden: Schwester Therese Vogel, die von der Kneshecke stammt, engagiert sich seit \u00fcber 50 Jahren in Afrika. Nachdem sie Rhodesien (heute: Simbabwe) verlassen musste, hat sie im Westen Kenias ein neues Aufgabengebiet gefunden.<\/p>\n<p>Die gelernte Krankenschwester und Hebamme leitet dort drei von ihr aufgebaute Krankenstationen: St. Mary\u00e2\u20ac\u2122s Health Unit Chelelemuk, Wokape und St. Boniface. Ihr Einsatz wird finanziell unterst\u00fctzt vom hiesigen \u201eFreundeskreis Schwester Therese Vogel, Kenia e.V.\u201c, der von der Heimat aus ihre Arbeit begleitet.<\/p>\n<p>Die Ordensfrau wei\u00df sehr zu sch\u00e4tzen, dass viele \u201emithelfen und mitbeten\u201c, wie sie in ihrem Adventsbrief formuliert. Heide Bubeck, die Vorsitzende des Freundeskreises, hebt hervor, dass Schwester Therese nicht nur gesundheitlich viel bewirkt, sondern auch Ersatzmutter von derzeit 23 Kindern und Heranwachsenden ist. Sie leben (fast alle) mit auf den Krankenstationen und bekommen eine m\u00f6glichst gute Schulbildung. \u201eBesondere Notlagen haben dazu gef\u00fchrt, dass die Kinder aufgenommen worden sind\u201c, erl\u00e4utert die Vorsitzende. Ein neues Zuhause bei der Ordensfrau fanden unter anderem Waisen, die ihre Familien durch Aids oder vor einigen Jahren durch Stammesk\u00e4mpfe in den Bergen dieser Grenzregion zu Uganda verloren haben. F\u00fcr die Schulausbildung der M\u00e4dchen und Jungen kommt der Freundeskreis ebenfalls auf. Zur \u201eGro\u00dffamilie\u201c von Schwester Therese, die f\u00fcr die M\u00e4dchen auch eine zweij\u00e4hrige Ausbildung in Krankenpflege, Hauswirtschaft und Gartenbau anbietet, geh\u00f6ren au\u00dferdem sieben Festangestellte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/101225_Kenia1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/101225_Kenia1-265x198.jpg\" alt=\"\" title=\"101225_Kenia1\" width=\"265\" height=\"198\" class=\"alignnone size-medium wp-image-79762\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/101225_Kenia1-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/101225_Kenia1.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/101225_Kenia2.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/101225_Kenia2-265x198.jpg\" alt=\"\" title=\"101225_Kenia2\" width=\"265\" height=\"198\" class=\"alignnone size-medium wp-image-79763\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/101225_Kenia2-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/101225_Kenia2.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a> <\/p>\n<p>Vor etwa einem Jahr bewiesen Kinder aus K\u00fcnzell und Umgebung ihre Verbundenheit mit ihren Alterskameraden in Kenia. Gemeindereferentin Eva-Maria Konsek initiierte und organisierte die Aktion \u201eEine Handvoll Lego\u201c, bei der viele Kids neue oder gebrauchte Spielsteine spendeten. \u201eDie Legosteine,  die \u2013 eng zusammengesteckt \u2013 mindestens sechs gro\u00dfe Schuhkartons f\u00fcllten, sind l\u00e4ngst auf den Stationen von Schwester Therese und machen den Kindern dort gro\u00dfe Freude\u201c, lobt Bubeck diese Aktion.<\/p>\n<p>Wie sie schildert, ist die Hilfe der Ordensfrau gefragt und in der dortigen Di\u00f6zese Bungoma sehr willkommen. Pro Jahr suchen insgesamt etwa 5.000 Patienten die drei Krankenstationen auf. Sorgen macht Schwester Therese, dass sich die Malaria-F\u00e4lle in ihrem Bereich fast verdoppelt haben. W\u00e4hrend eines Monats im vergangenen Jahr wurden in der kleinsten Station St. Boniface, die in der N\u00e4he eines Flusses liegt, allein 211 Malaria-Kranke gez\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Schwangere ber\u00e4t die 77-j\u00e4hrige Rh\u00f6nerin unter anderem zum Thema Aids und wird auch in anderer Hinsicht immer wieder mit der Immunschw\u00e4che-Krankheit konfrontiert. \u201eSie hat viele Patienten, die sich von ihr Z\u00e4hne ziehen lassen; im August dieses Jahres waren es in Chelelemuk beispielsweise 61\u201c, berichtet Bubeck. Hinter dieser Zahl steht nicht zuletzt die Angst der Zahn\u00e4rzte, in Zeiten von Aids Z\u00e4hne zu extrahieren und sich vielleicht durch das Blut anzustecken. Schwester Therese, die sich bei der Behandlung entsprechend sch\u00fctzt, l\u00e4sst sich von solchen Bedenken nicht leiten. W\u00e4hrend die Bet\u00e4ubung ihre Wirkung entfaltet, schickt die Ordensfrau die Zahnpatienten zun\u00e4chst in den gro\u00dfen, reichhaltig bepflanzten Garten rund um die Station(en). So erhalten sie nebenbei eine Art Fortbildung, welche Pflanzen sich gut f\u00fcr den Anbau in dieser Region eignen, und k\u00f6nnen zum Beispiel Samen f\u00fcr zu Hause bekommen. \u201eSchwester Therese hat einen ausgepr\u00e4gten `gr\u00fcnen Daumen\u00e2\u20ac\u2122, weshalb auch ihre  Baumschule von Chelelemuk sehr bekannt ist. 2010 konnte sie schon 19.530 Baumsetzlinge verkaufen\u201c, schildert Bubeck.<\/p>\n<p>Ihr und ihren Mitstreitern imponiert nicht zuletzt, dass sich die 77-J\u00e4hrige von der hohen Kriminalit\u00e4tsrate in diesem Teil Kenias nicht abschrecken l\u00e4sst. Der Freundeskreis hat derzeit 336 Mitglieder und F\u00f6rderer. \u201eWir bem\u00fchen uns, jedes Jahr 30.000 Euro f\u00fcr diese Arbeit aufzubringen, 2009 konnten wir Schwester Therese sogar 50.000 Euro bereitstellen\u201c, sagt die Vorsitzende. Zum Kern des Vorstands geh\u00f6ren auch ihr Stellvertreter Professor Dr. Konrad Schwanitz, Kassierer Dr. Winfried Schreck und Schriftf\u00fchrer Wolfgang Fladung. <\/p>\n<p>Wer das Engagement von Schwester Therese mit unterst\u00fctzen m\u00f6chte, kann spenden auf das Konto 885593600 bei der Dresdner Bank Gie\u00dfen (BLZ 51380040). Erreichbar ist der Freundeskreis unter Telefon 0661\/9336788. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Kneshecke\/Kenia. Bei ihr sind kranke und hilfsbed\u00fcrftige Menschen in den besten H\u00e4nden: Schwester Therese Vogel, die von der Kneshecke stammt, engagiert sich seit \u00fcber 50 Jahren in Afrika. 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