{"id":79660,"date":"2010-12-23T00:20:44","date_gmt":"2010-12-23T00:20:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=79660"},"modified":"2010-12-21T17:48:22","modified_gmt":"2010-12-21T17:48:22","slug":"schuelerinnen-und-schueler-besser-auf-berufsausbildung-vorbereiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=79660","title":{"rendered":"Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler besser auf Berufsausbildung vorbereiten"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wiesbaden. <\/strong>Hessen und der Bund wollen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler besser auf die Berufsausbildung vorbereiten. Dazu haben beide Seiten die bundesweit erste Verkn\u00fcpfung ihrer jeweiligen F\u00f6rderprogramme vereinbart. Dies soll den Beteiligten Planungssicherheit geben und abgestimmte Hilfsangebote erm\u00f6glichen. Die Vereinbarung wurde unterzeichnet vom Bundesministerium f\u00fcr Bildung und Forschung (BMBF), von der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit, vom Hessischen Kultusministerium und vom Hessischen Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eDie Wirtschaft fordert eine bessere Vorbereitung Jugendlicher auf die Arbeitswelt von morgen. Eine wesentliche Voraussetzung daf\u00fcr ist eine umfassende Berufsorientierung der Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler\u201c, erkl\u00e4rte der hessische Wirtschafts-Staatssekret\u00e4r Steffen Saebisch. Hessen hat dazu die Strategie \u201eOloV\u201c (Optimierung der lokalen Vermittlungsarbeit) gestartet. Zentraler Bestandteil ist eine Kompetenzanalyse in den 7. Klassen der Haupt- und Realschulen, um etwaigen F\u00f6rderbedarf Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu ermitteln.<\/p>\n<p>\u201eEs ist das vorrangige Ziel des Hessischen Kultusministeriums, die Jugendlichen bestm\u00f6glich auf den \u00dcbergang Schule-Beruf und damit auf die Anforderungen der Berufsausbildung vorzubereiten. Auf der Grundlage einer fr\u00fchzeitigen Kompetenzfeststellung kann die individuelle F\u00f6rderung gezielt ansetzen. Die durch die Schulen bereits ergriffenen Ma\u00dfnahmen zur Berufsorientierung im Rahmen der hessenweiten Strategie OloV werden durch die Initiative des Bundes praxisorientiert unterst\u00fctzt\u201c, so Kultus-Staatssekret\u00e4r Heinz-Wilhelm Brockmann.<\/p>\n<p>Die Potenzialanalyse in der 7. Klasse ist auch ein zentraler Bestandteil des BMBF-Programms Bildungsketten. Dieses setzt dar\u00fcber hinaus auf Berufsorientierungs-ma\u00dfnahmen, die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern praktische Einblicke in verschiedene Berufsfelder erm\u00f6glichen, und auf Berufseinstiegsbegleiter, die f\u00f6rderbed\u00fcrftige Jugendliche bei der Berufswahl und zu Beginn ihrer Lehre unterst\u00fctzen. 500 Bildungslotsen haben vor wenigen Wochen ihre Arbeit an Schulen in ganz Deutschland aufgenommen.<\/p>\n<p>\u201eDie jetzt getroffene Vereinbarung hat Vorbildcharakter f\u00fcr die Kooperation zwischen Bund und L\u00e4ndern bei der zielgenauen Unterst\u00fctzung von Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern auf ihrem Weg in den Beruf\u201c, sagte Dr. Helge Braun, Parlamentarischer Staatssekret\u00e4r im BMBF. \u201eWichtig ist, dass wir die Bildungsketten-Initiative sinnvoll mit den Aktivit\u00e4ten der L\u00e4nder verkn\u00fcpfen. Das ist uns hier in Hessen gelungen. Nur gemeinsam schaffen wir es, mehr junge Menschen zu Schulabschluss und Ausbildungsreife zu f\u00fchren\u201c, betonte Braun.<\/p>\n<p>Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit, sagte: \u201eAuch in diesem Jahr konnten rund 6.000 junge Menschen in Hessen keinen Ausbildungsplatz finden. Sie sind jetzt\u00c2\u00a0 in au\u00dferbetrieblichen Ausbildungen, Berufsvorbereitenden Ma\u00dfnahmen oder Einstiegsqualifizierungen eingem\u00fcndet.. Diese Zahl ist deutlich zu hoch. Wir erhoffen uns von dem intensiven Ansatz der Bildungsketten, dass die Teilnehmer in den sogenannten Warteschleifen deutlich weniger werden. In der wichtigen \u00dcbergangs- und Orientierungsphase von der Schule in den Beruf k\u00f6nnen Sch\u00fcler besser und intensiver begleitet werden als bisher. Die Anstrengungen der Eltern und Schulen reichen nicht immer aus und m\u00fcssen weiterhin sinnvoll erg\u00e4nzt werden.\u201c<\/p>\n<p>Das Land Hessen und die Regionaldirektion Hessen der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit finanzieren die Potenzialanalysen mit 3,6 Mio. \u00e2\u201a\u00ac in den Jahren 2011 bis 2013. Das BMBF f\u00f6rdert seinerseits die Einf\u00fchrung von Potenzialanalysen in \u00fcber-betrieblichen Berufsbildungsst\u00e4tten sowie an zun\u00e4chst 70 hessischen Haupt- bzw. Gesamtschulen, wo derzeit 35 Berufseinstiegsbegleiter t\u00e4tig sind. Ihre Zahl soll bis zum Jahr 2013 verdoppelt werden. F\u00fcr die Durchf\u00fchrung dieser Potenzialanalysen stellt das BMBF bis dahin insgesamt 3,455 Mio. \u00e2\u201a\u00ac zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wiesbaden. Hessen und der Bund wollen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler besser auf die Berufsausbildung vorbereiten. 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