{"id":79137,"date":"2010-12-16T00:08:15","date_gmt":"2010-12-16T00:08:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=79137"},"modified":"2010-12-16T07:48:33","modified_gmt":"2010-12-16T07:48:33","slug":"vpb-raet-vorbeugender-brandschutz-kann-leben-retten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=79137","title":{"rendered":"VPB r\u00e4t: Vorbeugender Brandschutz kann Leben retten!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Berlin.<\/strong> Etwa 800 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland bei Haus- und Wohnungsbr\u00e4nden. Rund 5.500 Brandopfer werden schwer verletzt. Experten beziffern den Schaden, der bei insgesamt 240.000 Br\u00e4nden entsteht, auf drei Milliarden Euro. \u201eDramatische Zahlen\u201c, resu\u00cc\u02c6miert Thomas Penningh, Vorsitzender des Verbands Privater Bauherren (VPB). \u201eSie zeigen, wie wichtig Brandschutz ist. Vor allem private Bauherren mu\u00cc\u02c6ssen noch viel mehr auf den vorbeugenden Brandschutz achten. Weihnachten und Silvester, beide durch Kerzen und Feuerwerksk\u00f6rper mit immer wieder untersch\u00e4tzter Brandgefahr verbunden, sind gute Anl\u00e4sse, u\u00cc\u02c6ber den eigenen Umgang mit der Brandgefahr nachzudenken.\u201c Brandschutz beginnt bereits bei der Planung. <!--more--><\/p>\n<p>Die einzelnen Bundesl\u00e4nder haben das in ihren jeweiligen Landesbauordnungen geregelt, wenn auch unterschiedlich. Architekten mu\u00cc\u02c6ssen beim Entwurf eines Geb\u00e4udes sichere Baustoffe und Konstruktionsweisen w\u00e4hlen, Fluchtwege fu\u00cc\u02c6r die Bewohner vorsehen und Zufahrten fu\u00cc\u02c6r Rettungsfahrzeuge. \u201eVorbeugender Brandschutz ist vorgeschrieben, wird aber nicht u\u00cc\u02c6berall technisch korrekt umgesetzt\u201c, wei\u00df Thomas Penningh. \u201eVor allem, wer ein schlu\u00cc\u02c6sselfertiges Haus kauft, der sollte den Bauvertrag unbedingt vor der Unterschrift von einem unabh\u00e4ngigen Sachverst\u00e4ndigen pru\u00cc\u02c6fen lassen, damit auch wirklich alles korrekt geplant ist und nur zugelassene Materialien verarbeitet werden.\u201c Genauso wichtig ist es nach Erfahrung des Verbraucherschutzverbandes, zu pru\u00cc\u02c6fen, ob alle gesetzlich vorgeschriebenen Rauchmelder im Vertrag enthalten sind \u2013 und sp\u00e4ter auch installiert werden.<\/p>\n<p>\u201eRauchmelder sind nach wie vor erst in einigen Bundesl\u00e4ndern vorgeschrieben. Und dort auch zum Teil nur im Neubau\u201c, erinnert der Bausachverst\u00e4ndige und r\u00e4t dringend zur Eigeninitiative. \u201eRauchmelder sind inzwischen so preiswert, niemand sollte darauf verzichten.\u201c Schon bei der Planung an den Brandschutz zu denken empfiehlt der VPB auch allen, die eine Fotovoltaikanlage aufs Dach setzen lassen m\u00f6chten. \u201eBei diesen Anlagen haben wir zwei Probleme: Zum einen bilden die Module eine geschlossene Barriere, die der Feuerwehr den Weg zum Brandherd unter dem Dach versperrt, und zum anderen produzieren die Module solange es hell ist Strom und stehen unter Spannung. Diese lebensgef\u00e4hrlich hohe Spannung l\u00e4sst sich nicht ohne weiteres abschalten und entladen und wird damit zur t\u00f6dlichen Gefahr fu\u00cc\u02c6r die Feuerwehrleute\u201c, erl\u00e4utert Thomas Penningh den technischen Sachverhalt.<\/p>\n<p>\u201eDafu\u00cc\u02c6r gibt es eine relativ einfache L\u00f6sung: Die Module du\u00cc\u02c6rfen nicht bu\u00cc\u02c6ndig, sondern mu\u00cc\u02c6ssen mit einem Abstand von 15 Zentimetern zueinander montiert werden&#8221;, erkl\u00e4rt der Bausachverst\u00e4ndige. \u201eDamit bleibt die Dachfl\u00e4che partiell offen und erleichtert der Feuerwehr den Zugang zum Brandherd.\u201c Allerdings werden diese \u201eBrandschneisen\u201c so gut wie nie gebaut, beobachtet der VPB, denn sie kosten Geld. Bei gr\u00f6\u00dferen Abst\u00e4nden passen weniger Module aufs Dach. Das reduziert die Stromausbeute. Zum anderen mu\u00cc\u02c6ssen die Module auf Abstand mit mehr Halterungen montiert werden als die in der Fl\u00e4che, und das kostet Material und Arbeitszeit. \u201eLeider scheuen die meisten Bauherren diese Mehrausgaben oder machen sich u\u00cc\u02c6ber den Brandschutz keine Gedanken.\u201c Doch vorbeugender Brandschutz kann gerade zu Weihnachten und zu Silvester zu Hause einfach und effektiv ausgeu\u00cc\u02c6bt werden. \u201eVon den rund 240.000 Hausund Wohnungsbr\u00e4nden, die in der Bundesrepublik pro Jahr Millionensch\u00e4den verursachen, gehen allein elf Prozent auf das Konto zu\u00cc\u02c6ndelnder Kinder!\u201c<\/p>\n<p>Also \u201eStreichh\u00f6lzer, Kerzen und Feuerzeuge immer kindersicher aufbewahren! \u00dcbrigens: Weil offenbar Jung und Alt auch in der Vergangenheit allzu leichtfertig mit den Feuerwerksk\u00f6rpern hantiert haben, hat die Bundesregierung 2009 das Sprengstoffgesetz entsprechend versch\u00e4rft und das Abfeuern von Raketen in der N\u00e4he von Fachwerk- und Reetdachh\u00e4usern verboten. Manche Kommunen gehen sogar noch weiter und untersagen Feuerwerk in den alten Stadt- und Ortskernen um damit die wertvolle historische Bausubstanz zu schu\u00cc\u02c6tzen.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens: Der Verband Privater Bauherren (VPB) hat fu\u00cc\u02c6r alle am Thema Brandschutz Interessierten den Ratgeber \u201eBrandschutz zu Hause \u2013 Schu\u00cc\u02c6tzen Sie sich vor Feuer!\u201c zusammengestellt. Er kann kostenlos im Internet heruntergeladen werden unter <a href=\"http:\/\/www.vpb.de\" target=\"_blank\">www.vpb.de<\/a>, im Bereich Services\/kostenlose Angebote. Weitere Informationen beim Verband Privater Bauherren (VPB) e.V., Bundesbu\u00cc\u02c6ro, Chausseestra\u00dfe 8, 10115 Berlin, Telefon 030 2789010, Fax: 030 27890111, E-Mail: info@vpb.de, Internet: www.vpb.de.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Berlin. Etwa 800 Menschen sterben jedes Jahr in Deutschland bei Haus- und Wohnungsbr\u00e4nden. 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