{"id":7822,"date":"2008-02-13T00:25:00","date_gmt":"2008-02-12T23:25:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=7822"},"modified":"2008-02-12T21:00:30","modified_gmt":"2008-02-12T20:00:30","slug":"16-politischer-aschermittwoch-der-christdemokraten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=7822","title":{"rendered":"16. Politischer Aschermittwoch der Christdemokraten"},"content":{"rendered":"<p><strong><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/080212_polamjpg.jpg\" title=\"080212_polamjpg.jpg\"><img decoding=\"async\" align=\"left\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/02\/080212_polamjpg.thumbnail.jpg\" hspace=\"5\" alt=\"080212_polamjpg.jpg\" \/><\/a>Poppenhausen.<\/strong>\u00c2\u00a0Nur wenige Tage nach der Landtagswahl stand nicht die Politik im Vordergrund des traditionellen Politischen Aschermittwoch der hiesigen CDU. Als Gastredner konnte in diesem Jahr Dr. Wolfgang Hamberger, langj\u00e4hriger Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Fulda a.D. gewonnen werden. Dieser referierte \u00fcber das Thema \u201e1958 bis 2008 &#8211; Was ist aus uns geworden?\u201c\u00c2\u00a0<!--more--><\/p>\n<p>Zu z\u00fcnftiger Blasmusik des Musikverein C\u00e4cilia, der unter Leitung von Maik Lotz die Veranstaltung umrahme, wurde eingangs die Deutschlandhymne gesungen, bevor der offizielle Teil begann. Im vollbesetzten B\u00fchnensaal konnte der Vorsitzende der Poppenhausener Christdemokraten, Hans-J\u00f6rg Hauke die zahlreich erschienenen G\u00e4ste willkommen hei\u00dfen. Neben den CDU-Mitgliedern und Mandatstr\u00e4gern hatten sich viele interessierte Mitb\u00fcrgerinnen und Mitb\u00fcrger sowie auch Abordnungen der Nachbarverb\u00e4nde eingefunden, um die Redebeitr\u00e4ge verfolgen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wie in den Vorjahren galt das Motto der heimischen JU\/CDU: \u201eWir in der Gemeinde Poppenhausen \u2013 mitten im Leben \u2013 gemeinsam erfolgreich\u201c und unterstrich damit die seit vielen Jahren kontinuierliche erfolgreiche Arbeit der Christdemokraten f\u00fcr die Gestaltung und Weiterentwicklung der Gemeinde mit allen Ortsteilen.<\/p>\n<p>Ein besonderer Gru\u00df galt dem Hauptreferenten Dr. Wolfgang Hamberger und dessen Ehefrau Lieselotte, dem CDU-Kreisgesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Main-Taunus-Kreises Hans-J\u00f6rg Weibler, dem Tanner Stadtverbandsvorsitzenden Dieter Kehl, den Abordnungen aus Petersberg, Gersfeld und Ebersburg sowie dem Kreisvorsitzenden der Jungen-Union Frederik Schmitt, dem Vorsitzenden der Poppenhausener Jungen Union Matthias Baier, den kreistagsabgeordneten Hermann M\u00fcller und Torsten Schmitt sowie B\u00fcrgermeister Manfred Helfrich.<\/p>\n<p>Vorsitzender Hauke ging auch kurz auf das Ergebnis der Landtagswahl ein. Er bedauerte die z.T. heftigen Stimmenverluste und haderte mit dem Landtagswahlkampf der Hessischen CDU. \u201eMit Hektik, Polarisierung, dem Sch\u00fcren von Emotionen k\u00f6nne man heute niemanden \u00fcberzeugen. Die Christdemokraten w\u00e4ren besser beraten gewesen, wenn sie sich darauf beschr\u00e4nkt h\u00e4tten, ihre Leistungen und Erfolge der Legislaturperiode herauszustellen. Es h\u00e4tte auch die Bereitschaft bestehen m\u00fcssen, den einen oder anderen Fehler einzugestehen und zu erkl\u00e4ren, wo noch Nachbesserungsbedarf erkannt werde.<\/p>\n<p>Der Hauptredner des Abends, Dr. Wolfgang Hamberger, urteilte, dass das schlechte Abschneiden der CDU haupts\u00e4chlich daran gelegen h\u00e4tte, dass der Ministerpr\u00e4sident offenbar von schlechten Beratern umgeben gewesen sei. \u00dcber Koch sagte er: \u201e\u201cUnter allen CDU-Ministerpr\u00e4sidenten sehe ich niemanden , der sein Format und seine klaren politischen Vorstellungen besitzt.\u201c Die Sozialdemokraten machte Dr. Hamberger daf\u00fcr verantwortlich, dass es ihnen nicht gelungen sei, den Einzug der kommunistischen Linkspartei in die Landtage zu verhindern.<\/p>\n<p>Es folgte ein umfangreiches mit Detailwissen \u00fcber das Weltgeschehen der letzten 50 Jahre gef\u00fclltes Referat des erfahrenden Oberb\u00fcrgermeisters a.D. U.a. w\u00fcrdigte er die Rolle von Papst Johannes Paul II. im Niedergang des Kommunismus und in der Wiedervereinigung Deutschlands. Er warf Fragen auf zur Ethik in der Wirtschaft, sprach \u00fcber die soziale Marktwirtschaft und warf die Frage auf, was denn sozialvertr\u00e4glich sei.<\/p>\n<p>Sozialvertraglich sei beispielsweise nicht, wenn sich gro\u00dfe Arbeitgeber mit dem Ziel der Gewinnmaximierung vieler Arbeitskr\u00e4fte entledige, indem sie diesen teilweise zwar hohe Abl\u00f6sezahlungen geben und die Arbeitskr\u00e4fte aber anschlie\u00dfend ohne Arbeit, oft nicht mehr vermittelbar, auf der Stra\u00dfe sitzen. Die Unternehmen seien nicht nur verantwortlich f\u00fcr die erzeugten Produkte, sie seien auch verantwortlich f\u00fcr die Menschen, die diese fertigen sowie auch f\u00fcr die Kunden, welche die Produkte konsumieren.<\/p>\n<p>Er r\u00fcgte auch den zunehmenden Missbrauch von Subventionen mit dem Ziel, schnell zu noch mehr Ertr\u00e4gen zu gelangen bzw. zu g\u00fcnstigen Produktionsst\u00e4tten zu kommen. Dr. Hamberger sprach sich schlie\u00dflich daf\u00fcr aus, die soziale Marktwirtschaft neu zu definieren.<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Manfred Helfrich sprach in seinem Gru\u00dfwort \u00fcber die Ver\u00e4nderungen und die Entwicklung der vergangenen 50 Jahre, bezogen auf die Gemeinde Poppenhausen.\u00c2\u00a0 Nicht alles k\u00f6nne gut gehei\u00dfen werden, der technische Fortschritt werde gr\u00f6\u00dftenteils als Segen empfunden. Die Ver\u00e4nderungen in der Gesellschaft, der Zusammenhalt, das Miteinander unter den Menschen sei durchaus auch kritisch zu bewerten.<\/p>\n<p>Die Gesellschaft sei k\u00e4lter geworden, da die Menschen heute \u00f6fter \u201eIch-bezogener\u201c seien und mehr an sich statt auch an die Mitmenschen zu denken. Andererseits seien die Menschen heute kommunikativer, wesentlich mobiler als fr\u00fcher, f\u00fchlen sich freier und erfreuen sich einer stets steigenden Lebenserwartung.<\/p>\n<p>Anhand einiger Eckdaten zeichnete der B\u00fcrgermeister die Entwicklung der Gemeinde, vor und nach der Gebietsreform nach. Die neu gebildete Gro\u00dfgemeinde sei mit ihren 5 ortsteilen gut zusammengewachsen und besitze eine f\u00fcr die Gr\u00f6\u00dfe der Gemeinde \u00fcberdurchschnittliche Infrastruktur. Beispielsweise habe sich die zahl der Arbeitspl\u00e4tze in Poppenhausen innerhalb der vergangenen 30 Jahre con 500 auf jetzt 900 erh\u00f6ht. Im Tourismusgewerbe werden etwa 850 Betten angeboten und in 2007 seien ca. 90.000 \u00dcbernachtungen registriert worden. Die Landwirtschaft sei gut aufgestellt und die Rh\u00f6ner Kulturlandschaft pr\u00e4sentiere sich gepflegt. Poppenhausen erfreue sich einer positiven Au\u00dfenwirkung getreu dem Motto: Die Bedeutung von Poppenhausen ist weitaus gr\u00f6\u00dfer, als dies die Einwohnerzahl vermuten l\u00e4sst.<\/p>\n<p>F\u00fcr langj\u00e4hrige Mitgliedschaft ehrte der CDU-Gemeindeverband folgende Personen: Josef Rehm \u2013 f\u00fcr 45 Jahre, Clemens M\u00fcller, Johannes Neuwirth, Dieter R\u00f6mmelt und Wendelin Schibelhuth \u2013 f\u00fcr jeweils 40 Jahre, Reinhold G\u00fcnther, August Heller, Helmuth Sapper und Leo Schleicher \u2013 f\u00fcr jeweils 30 Jahre, G\u00fcnther Rogalski \u2013 jur 25 Jahre sowie Stefan Gensler, Richard K\u00fcmmel, Stephan Mihm, Paul Schleicher und Christa Wehner \u2013 f\u00fcr jeweils 20 Jahre.<\/p>\n<p>Bei Fassbier, Wein und Schorle sowie einem Imbiss und regem Meinungsaustausch erlebten die Besucher einige gesellige Stunden.<\/p>\n<p>Zum Foto v.r. Dr. Wolfgang Hamberger u. Ehefrau Liselotte, CDU-Vors. Hans-J\u00f6rg Hauke, B\u00fcrgermeister Manfred Helfrich, Dieter Kehl u. Franktiosnvors.\u00c2\u00a0 J\u00fcrgen Schlereth sowie Hans-J\u00f6rg Weibler,\u00c2\u00a0 CDU-Kreisgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Mai-Taunus-Kreis<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Poppenhausen.\u00c2\u00a0Nur wenige Tage nach der Landtagswahl stand nicht die Politik im Vordergrund des traditionellen Politischen Aschermittwoch der hiesigen CDU. Als Gastredner konnte in diesem Jahr Dr. Wolfgang Hamberger, langj\u00e4hriger Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Fulda a.D. gewonnen werden. 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