{"id":78151,"date":"2010-12-07T00:03:24","date_gmt":"2010-12-07T00:03:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=78151"},"modified":"2010-12-06T18:13:46","modified_gmt":"2010-12-06T18:13:46","slug":"1-fachtag-des-projektes-gute-arbeit-fuer-alleinerziehende-der-neuen-arbeit-vogelsberg-ggmbh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=78151","title":{"rendered":"1. Fachtag des Projektes \u201eGute Arbeit f\u00fcr Alleinerziehende\u201c der Neuen Arbeit Vogelsberg gGmbH"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/101206_Alleinerziehende.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-78152\" title=\"101206_Alleinerziehende\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/101206_Alleinerziehende-265x177.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"177\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/101206_Alleinerziehende-265x177.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/12\/101206_Alleinerziehende.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Alsfeld. <\/strong>Zum 1. Fachtag \u201ePerspektiven f\u00fcr Alleinerziehende\u201c hatte das Projekt \u201eGute Arbeit f\u00fcr Alleinerziehende\u201c der Neuen Arbeit Vogelsberg gGmbH nach Alsfeld eingeladen. Gut 70 G\u00e4ste und Vertreter von sozialen Einrichtungen, des Kreises, des Jugendamtes, der Kommunalen Vermittlungsagentur sowie zahlreiche alleinerziehende Frauen und zwei M\u00e4nner unterstrichen die Relevanz des Themas in der \u00f6ffentlichen Diskussion. Was fr\u00fcher noch soziales Stigma war \u2013 und in l\u00e4ndlichen Gegenden teilweise immer noch ist -, muss zunehmend als gesellschaftliche Realit\u00e4t wahrgenommen werden: 20% aller Familien in Deutschland sind sogenannte \u201eEin-Eltern-Familien\u201c. <!--more--><\/p>\n<p>In seiner Er\u00f6ffnungsansprache betonte Christoph Geist, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Neuen Arbeit Vogelsberg gGmbH, dass Alleinerziehende keineswegs aus dem Thema \u201eFamilie\u201c herausfallen, sondern dass \u00fcberall dort, wo Kinder mit dabei seien, von einer Familie gesprochen werden k\u00f6nne. Anett Wunderlich, bei der Neuen Arbeit verantwortlich f\u00fcr die Ausbildung \u201eKindertagesmutter\/-vater\u201c, \u00fcbernahm die Moderation des Tages und begr\u00fc\u00dfte zum ersten Fachvortrag Ingrid Kruppa vom Landesverband alleinerziehender M\u00fctter und V\u00e4ter e.V. (VAMV). Sie forderte alle diejenigen auf, die die Chancen Alleinerziehender verbessern wollten, die Heterogenit\u00e4t dieser Gruppe zu ber\u00fccksichtigen. Es sei z.B entscheidend in welchem Alter die Kinder seien und welche Erwerbsbiografie vorhanden sei.<\/p>\n<p>Im Anschluss daran belegte Frau Prof. Dr. Uta Meier-Gr\u00e4we von der Gie\u00dfener Justus-Liebig-Universit\u00e4t anhand zahlreicher Studien, dass fast die H\u00e4lfte aller Frauen in Deutschland eine oder mehrere Phasen in ihrem Leben als Alleinerziehende zu bew\u00e4ltigen haben und dass diese Situation ein gro\u00dfes Armutsrisiko bedeutet. Dies liege oftmals an fehlenden Unterhaltszahlungen der Kindesv\u00e4ter, sowie an der mangelnden Integration alleinerziehender M\u00fctter in den Arbeitsmarkt. Die Referentin betonte, dass eine Berufsausbildung den \u00dcbergang und Verbleib im ersten Arbeitsmarkt erleichtere und riet dazu, an den St\u00e4rken der Alleinerziehenden anzusetzen, um ihnen und ihren Kindern zu Bildungs- und Chancengerechtigkeit zu verhelfen.<\/p>\n<p>Als Alleinerziehende, die es nach dem Bezug von Hartz IV zur\u00fcck in den ersten Arbeitsmarkt geschafft hat, nahm Ramona Fahrenbach an der anschlie\u00dfenden zweist\u00fcndigen, intensiven Podiumsdiskussion teil. Ihre Einstellung: \u201eNicht jammern, sondern die \u00c4rmel hochkrempeln. Und nicht nur vom Arbeitgeber Flexibilit\u00e4t fordern, sondern selbst auch flexibel sein. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen.\u201c Um einen Arbeitplatz zu finden und dort mit Erfolg t\u00e4tig zu bleiben, brauche es neben institutioneller und famili\u00e4rer Unterst\u00fctzung auch viel Mut. Auch sie betonte die Bedeutung ihrer Berufsausbildung f\u00fcr ihre Integration in den ersten Arbeitsmarkt.<\/p>\n<p>Mit einem Improvisationstheater verdeutlichten nach der Mittagspause Alleinerziehende selbst ihre Situation: Erfahrungen mit \u00c4mtern wurden eindrucksvoll in Szene gesetzt. Forderungen und W\u00fcnsche, die die Teilnehmer des Fachtages an Wirtschaft, Politik und soziale Einrichtungen formulierten, hatten ihren Schwerpunkt auf Verbesserungsvorschl\u00e4gen bez\u00fcglich der Angebote von Kinderbetreuung, auf Vereinfachungen der Antragsverfahren bei Unterst\u00fctzungsleistungen von \u00c4mtern, sowie der Forderung nach finanziellem Ausgleich f\u00fcr die Erziehungsarbeit.<\/p>\n<p>Um diese Ziele weiter zu verfolgen will das Projekt GAfA seine Aktivierungs- und Qualifizierungsangebote f\u00fcr Alleinerziehende ausbauen und ein \u201eNetzwerk f\u00fcr Alleinerziehende\u201c etablieren. Die Zusammenarbeit mit Institutionen und Netzwerken im Vogelsberg, aber auch mit Arbeitgebern und politischen Gremien soll intensiviert werden, sodass eine ergebnisorientierte Lobbyarbeit erm\u00f6glicht wird und die Belange Alleinerziehender sowohl an die \u00d6ffentlichkeit getragen werden als auch auf die politische Ebene vorr\u00fccken. Ein zweiter Fachtag ist bereits in Planung. Weitere Informationen unter Tel: 06631 \/ 9641-0, info@neue-arbeit-vb.de.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Alsfeld. Zum 1. Fachtag \u201ePerspektiven f\u00fcr Alleinerziehende\u201c hatte das Projekt \u201eGute Arbeit f\u00fcr Alleinerziehende\u201c der Neuen Arbeit Vogelsberg gGmbH nach Alsfeld eingeladen. Gut 70 G\u00e4ste und Vertreter von sozialen Einrichtungen, des Kreises, des Jugendamtes, der Kommunalen Vermittlungsagentur sowie zahlreiche alleinerziehende Frauen und zwei M\u00e4nner unterstrichen die Relevanz des Themas in der \u00f6ffentlichen Diskussion. 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