{"id":76298,"date":"2010-11-19T01:57:33","date_gmt":"2010-11-19T00:57:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=76298"},"modified":"2010-11-19T08:58:22","modified_gmt":"2010-11-19T07:58:22","slug":"foerderverein-stadt-und-verlag-parzeller-stellen-bibliotheca-fuldensis-vor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=76298","title":{"rendered":"F\u00f6rderverein, Stadt und Verlag Parzeller stellen \u201eBibliotheca Fuldensis\u201c vor"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/101118_OB.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-76299\" title=\"101118_OB\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/101118_OB-265x175.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"175\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/101118_OB-265x175.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/101118_OB.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. <\/strong>B\u00fccher zu besitzen, ist selbstverst\u00e4ndlich. Sie auch zu lesen, nicht unbedingt. Die neueste Ausgabe aus der st\u00e4dtischen Reihe \u201eDokumentationen zur Stadtgeschichte\u201c, die sich den Inhalten und der Rekonstruktion der mittelalterlichen \u201eBibliotheca Fuldensis\u201c widmet, empfahl Professor Marc-Aeilko Aris aus M\u00fcnchen w\u00e4rmstens zur Lekt\u00fcre. Bei diesem Band handelte es sich um ein Buch, \u201edas man bei einer Tasse Tee lesen und genie\u00dfen sollte\u201c. Es l\u00e4sst Geschichte lebendig werden, indem es zeigt, was es bedeutet, dass die Fuldaer M\u00f6nche diese kostbaren Handschriften in ihrem Besitz hatten. Der Leser kann erahnen, \u201ewas die M\u00f6nche mit den B\u00fcchern und die B\u00fccher mit den M\u00f6nchen gemacht haben\u201c, wie Aris formuliert. Zugleich soll die j\u00fcngste Dokumentation auch ein Rechenschaftsbericht dar\u00fcber sein, wof\u00fcr die Mittel des F\u00f6rdervereins in den zur\u00fcckliegenden 30 Jahren ausgegeben worden sind.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Schrimpfs gro\u00dfer Traum<\/strong><\/p>\n<p>Zur Er\u00f6ffnung der Buchpr\u00e4sentation hatte der jetzige Rektor der Theologischen Fakult\u00e4t, Professor Dr. Christoph G. M\u00fcller, an den gro\u00dfen Traum Professor Gangolf Schrimpfs vor mehr als 30 Jahren erinnert, die Best\u00e4nde der \u201eBibliotheca Fuldensis\u201c wieder \u201eansichtig werden zu lassen.\u201c Gemeinsam mit seinem damaligen Sch\u00fcler Marc-Aeilko Aris u.a. habe er die Handschriften zusammengetragen. Doch es bleibe noch viel Arbeit. \u201eDas Projekt ist f\u00fcr uns eine Ermutigung. Wir m\u00fcssen es weiter denken\u201c, sagte M\u00fcller und dankte allen F\u00f6rderern, u.a. auch dem letztj\u00e4hrigen Winfriedpreistr\u00e4ger Professor Dr. Rudolf Schieffer, der sein Preisgeld dem Projekt zur Verf\u00fcgung gestellt hat, f\u00fcr die tatkr\u00e4ftige finanzielle Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Als \u201eStadthalter\u201c hat Dr. Regina P\u00fctz in den zur\u00fcckliegenden\u00c2\u00a0 Monaten wertvolle Basisarbeit geleistet und u.a. entscheidenden Anteil an der Ausstellungskonzeption der repr\u00e4sentativen Jubil\u00e4umsstiftung Sparkasse gehabt. \u201eWer heute nach Fulda kommt, kann sich ein gutes Bild des ehemaligen Bestands machen, der urspr\u00fcnglich rund tausend B\u00e4nde betrug\u201c, erl\u00e4uterte P\u00fctz. Der Drei\u00dfigj\u00e4hrige Krieg hat jedoch nicht viel von der ehemaligen \u201eBibliotheca Fuldensis\u201c \u00fcbrig gelassen. 140 Fragmente sind als Schwarzwei\u00df-Abz\u00fcge vorhanden. Einige wenige Handschriften sind komplett erhalten und liegen ebenfalls als Schwarzwei\u00df-Reproduktion vor. Historische R\u00fcckschau hielt Fuldas langj\u00e4hriger Oberb\u00fcrgermeister Dr. Wolfgang Hamberger. 1987 sei die k\u00fchne, aber auch nicht nur unumstrittene Idee der beiden Professoren Schrimpf und Gareis in die Tat umgesetzt worden.<\/p>\n<p>Sowohl der wissenschaftliche Aspekt als auch das \u201estolze Fuldaer Selbstbewusstsein\u201c sei die Grundlage dieses ehrgeizigen Projektes gewesen, das f\u00fcr Fulda etwas ganz Besonderes ist. Hamberger dankte Professor Aris daf\u00fcr, dass er \u00fcber all die Jahre der Sache treu geblieben sei und Frau Dr. P\u00fctz als \u201eStadthalterin\u201c f\u00fcr ihren unerm\u00fcdlichen Einsatz in der Fortf\u00fchrung des Projekts. Die Rekonstruktion der \u201eBibliotheca Fuldensis\u201c sei ein \u201eGewinn f\u00fcr die Theologische Fakult\u00e4t, die Bibliothek und Fulda im Ganzen\u201c, betonte Hamberger. Wichtig sei es, dass die Geschichte der \u201eBibliotheca Fuldensis\u201c, des Schatzes, den man besitzen kann, im Priesterseminar wieder sichtbar geworden ist. \u201eM\u00f6gen sich viele an die gro\u00dfe, ja gro\u00dfartige Geschichte dieser Fuldaer Bibliothek erinnern\u201c, sagte Fuldas fr\u00fcherer OB, dessen Frau zwei Jahrzehnte lang den Vorsitz des F\u00f6rdervereins inne hatte.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/101118_Bibliothek.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-76300\" title=\"101118_Bibliothek\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/101118_Bibliothek-265x399.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/101118_Bibliothek-265x399.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/101118_Bibliothek.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/101118_Dok.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-76301\" title=\"101118_Dok\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/101118_Dok-265x399.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/101118_Dok-265x399.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/101118_Dok.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><\/p>\n<p><strong>Besonderer Schatz<\/strong><\/p>\n<p>Auf andere Weise von einem \u201eSchatz\u201c sprach Fuldas OB und F\u00f6rderverein-Mitglied Gerhard M\u00f6ller. \u201eEs ist ein besonderer Schatz, dass die Bibliotheca Fuldensis in die Reihe der Dokumentationen zur Stadtgeschichte aufgenommen worden ist\u201c. Damit werde das Wissen um diese herausragende mittelalterliche Bibliothek aufbewahrt und Interessierte neugierig gemacht. M\u00f6ller dankte allen, die sowohl an der aktuellen Ausstellung als auch als Autoren am Buch mitgewirkt haben. Dank des Engagements Hambergers, Aris und Frau P\u00fctz sowie nicht zuletzt des Rektors der Theologischen Fakult\u00e4t, Professor M\u00fcller, werde das Projekt in das Bewusstsein der Stadt hineingenommen. Allen Leserinnen und Lesern der Ausgabe 29 der Reihe \u201eDokumentationen zur Stadtgeschichte\u201c w\u00fcnscht Fuldas OB eine \u201efaszinierende Lekt\u00fcre und viele Impulse\u201c.<\/p>\n<p>Am\u00fcsant und kurzweilig lie\u00df Professor Aris die Buchvorstellung ausklingen. Er erl\u00e4uterte seinen Zuh\u00f6rern im Audimax der Theologischen Fakult\u00e4t, warum die Bibliothek entstanden sei. Niemand anderes als Bonifatius hatte die Fuldaer M\u00f6nche ermutigt und ihnen \u201ebeigebracht\u201c, dass sie B\u00fccher ausleihen sollten. Deshalb sind lateinische und griechische Klassiker im B\u00fcchereibestand \u00fcberliefert worden, begr\u00fcndete Aris, damit die Benediktiner auf diese Weise \u201egut Latein lernen konnten\u201c. Ihnen wurde freilich mit auf den Weg gegeben, keine Angst vor der Lekt\u00fcre antiker Autoren zu haben.<\/p>\n<p>Glauben mussten sie schlie\u00dflich nicht das, was die B\u00fccher enthielten. Welchen kostbaren Inhalt die B\u00e4nde der \u201eBibliotheca Fuldensis\u201c hatten, beschrieb Aris am Beispiel des von Bonifatius verwendeten Victor Codex. Als Ministrant habe er ihn halten d\u00fcrfen, als Erzbischof Johannes Dyba seinen Schwur als Bischof auf dem mittelalterlichen Werk abgeleistet habe. Sp\u00e4ter habe er den Victor Codex gelesen und die Gro\u00dfartigkeit dieses Werkes erfahren k\u00f6nnen. Nr. 29 aus der Reihe der \u201eDokumentationen zur Stadtgeschichte\u201c ist zum Preis von 12,90 Euro beim\u00c2\u00a0 Verlag Parzeller erschienen und im Buchhandel erh\u00e4ltlich. (mb)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. B\u00fccher zu besitzen, ist selbstverst\u00e4ndlich. Sie auch zu lesen, nicht unbedingt. Die neueste Ausgabe aus der st\u00e4dtischen Reihe \u201eDokumentationen zur Stadtgeschichte\u201c, die sich den Inhalten und der Rekonstruktion der mittelalterlichen \u201eBibliotheca Fuldensis\u201c widmet, empfahl Professor Marc-Aeilko Aris aus M\u00fcnchen w\u00e4rmstens zur Lekt\u00fcre. 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