{"id":7566,"date":"2008-01-24T01:18:40","date_gmt":"2008-01-24T00:18:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=7566"},"modified":"2008-01-24T01:23:05","modified_gmt":"2008-01-24T00:23:05","slug":"neue-erkenntnisse-auf-dem-fuldaer-abend-der-hochschule","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=7566","title":{"rendered":"Neue Erkenntnisse auf dem Fuldaer Abend der Hochschule"},"content":{"rendered":"<p><strong><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/080123_hochschule.jpg\" title=\"080123_hochschule.jpg\"><img decoding=\"async\" align=\"left\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/080123_hochschule.thumbnail.jpg\" hspace=\"5\" alt=\"080123_hochschule.jpg\" \/><\/a>Fulda.<\/strong> Markus Sterr und Sandra Poschman vom Deutschen Entwicklungsdienst (DED) referierten beim Fuldaer Abend der Hochschule zum Thema &#8220;Entwicklungszusammenarbeit und Kultur&#8221;. Der Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften empfing mit ihnen zwei Praktiker aus der Entwicklungszusammenarbeit. Die Referenten konnten reiche pers\u00f6nliche Erfahrungen in ihren Vortrag einflie\u00dfen lassen &#8211; und machten die Zuh\u00f6rer bekannt mit Problemfeldern der Entwicklungszusammenarbeit aus so unterschiedlichen Regionen der Welt wie Mali, Ecuador oder Jemen.<!--more--><\/p>\n<p>Der Deutsche Entwicklungsdienst arbeitet seit 1963 in der \u00e2\u20ac\u0161Entwicklungszusammenarbeit\u00e2\u20ac\u2122. Im Zuge einer Orientierung weg von einseitiger Hilfe hin zu Kooperation mit dem Entwicklungsland ersetzte dieser Begriff denjenigen der \u00e2\u20ac\u0161Entwicklungshilfe\u00e2\u20ac\u2122. Der Verband entsendet momentan ca. 1000 Entwicklungshelfer in 45 L\u00e4nder.<\/p>\n<p>Kultur und Entwicklung hingen stark zusammen, Kultur beeinflusse wirtschaftliches Verhalten \u2013 und Entwicklungszusammenarbeit sei immer Einmischung in Kultur, betonte Markus Sterr. Eine Studie vom Beginn der 90er Jahre habe aber aufgezeigt, dass 50 Prozent der zu dieser Zeit vom DED gef\u00f6rderten Projekte spezifische sozio\u00f6konomische, politische oder eben kulturelle Gegebenheiten in den Projektl\u00e4ndern ignorierten. In seinem Vortrag erl\u00e4uterte Sterr anhand von Praxisbeispielen, wie der Aspekt der Kultur in den letzten Jahren st\u00e4rker in die Arbeit in Entwicklungsl\u00e4ndern einflie\u00dfe.<\/p>\n<p>Er sprach zum Beispiel \u00fcber den Erhalt traditionellen Handwerks im Niger oder Stra\u00dfentheater zum Thema Gewalt in Ecuador. Interkulturelle Problemfelder m\u00fcssten neu definiert werden. \u201eDer DED arbeitet dialogorientiert\u201c, sagte Sterr, der in Bonn, dem Sitz des DED, als Fachreferent f\u00fcr Wirtschafts- und Besch\u00e4ftigungsf\u00f6rderung t\u00e4tig ist und selbst lange als Entwicklungshelfer in Ghana und Ecuador arbeitete.<\/p>\n<p>Sandra Poschmanns Beitrag bot noch mehr Einblicke in die Praxis und die interkulturellen Aspekte der Entwicklungszusammenarbeit. Sie brachte frische Erfahrungen aus einem Kulturprojekt in der Stadt Sana&#8217;a in Jemen mit, aus dem sie erst vor zwei Monaten zur\u00fcckgekehrt ist. Anschaulich stellte sie dar, wie sich soziale und kulturelle Tradition in der historischer Bausubstanz im alten Stadtkern spiegele, und wie die Einzug haltende Moderne diese Strukturen ver\u00e4ndere.<\/p>\n<p>Die Architektin und Denkmalpflegerin arbeite \u00fcber zwei Jahre lang mit am Erhalt des historischen Zentrums der Stadt, das als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet wurde. Diese Arbeit am traditionellen\u00c2\u00a0 \u201eGesicht der Stadt\u201c sei auch eine Arbeit f\u00fcr die Menschen vor Ort, indem sie deren kulturelle Wurzeln erhalte und Lebensbedingungen verbessere, so Poschmann.<\/p>\n<p>Im Anschluss an den Vortrag mussten sich die Referenten den kritischen und kompetenten Fragen des Publikums stellen. F\u00fcr die Professoren und Studierenden des Fachbereichs war der Abend ein sowohl \u00f6rtliches als auch inhaltliches Heimspiel \u2013 besch\u00e4ftigen sich doch sowohl der Bachelorstudiengang \u201eSozialwissenschaften mit Schwerpunkt interkulturelle Beziehungen\u201c als auch der Masterstudiengang \u201eIntercultural Communication and European Studies\u201c intensiv mit dem Thema der interkulturellen Kommunikation und mit Projektmanagement im globalen Kontext. Die Veranstaltung \u2013 einer der \u201eeher punktuellen Ber\u00fchrungspunkte\u201c der Praktiker mit der Wissenschaft, wie Sterr erkl\u00e4rte &#8211; trug so f\u00fcr Referenten wie Publikum Fr\u00fcchte.<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste Fuldaer Abend findet erst im Fr\u00fchjahr zum n\u00e4chsten Semester statt. Termine und Inhalte werden fr\u00fchzeitig ver\u00f6ffentlicht. Die Bilanz dieses Semesters l\u00e4sst auf Interessantes hoffen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Markus Sterr und Sandra Poschman vom Deutschen Entwicklungsdienst (DED) referierten beim Fuldaer Abend der Hochschule zum Thema &#8220;Entwicklungszusammenarbeit und Kultur&#8221;. Der Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften empfing mit ihnen zwei Praktiker aus der Entwicklungszusammenarbeit. 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