{"id":75187,"date":"2010-11-09T02:53:38","date_gmt":"2010-11-09T01:53:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=75187"},"modified":"2010-11-09T07:53:47","modified_gmt":"2010-11-09T06:53:47","slug":"wildkatze-und-luchs-kehren-in-die-region-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=75187","title":{"rendered":"Wildkatze und Luchs kehren in die Region zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/101108_Luchs.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-75188\" title=\"101108_Luchs\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/101108_Luchs-265x176.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/101108_Luchs-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/101108_Luchs.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. <\/strong>Wildkatze und Luchs galten im Landkreis Fulda als ausgestorben. In letzter Zeit mehren sich jedoch die Anzeichen, dass beide Tierarten in die Region zur\u00fcckgekehrt sind. So konnte am 30. August im Michelsrombacher Wald ein Luchs beobachtet werden. Weniger Gl\u00fcck hatte Anfang Oktober eine Wildkatze, die bei Marbach von einem Zug \u00fcberfahren wurde. Wildkatze und Luchs z\u00e4hlen zu den bekanntesten Vertretern bedrohter Tierarten in Mitteleuropa, um deren Schutz sich bei der Kreisverwaltung J\u00f6rg Burkard von der unteren Naturschutzbeh\u00f6rde des Landkreises k\u00fcmmert.<!--more--><\/p>\n<p>Die Wildkatze lebt zur\u00fcckgezogen und verbringt den Tag h\u00e4ufig schlafend. Sie zeichnet sich durch einen buschigen Schwanz aus, der in einer breiten, stumpfen Rundung endet. Am Schwanzende finden sich h\u00e4ufig drei schwarze \u201eKringel\u201c. Das Fell ist beige-braun und weist ein auff\u00e4lliges Streifenmuster auf. Wildkatzen ern\u00e4hren sich vor allem von M\u00e4usen und legen bei ihren Streifz\u00fcgen oft weite Strecken zur\u00fcck. In Deutschland gibt es eine Population von etwa 2.000 Tieren. In j\u00fcngerer Vergangenheit wurden immer wieder Wildkatzennachweise im Bereich des Michelsrombacher Forstes und im Schlitzer Land gemeldet. Aktuell gilt Osthessen als potentielles Einwanderungsgebiet f\u00fcr die Wildkatze. Mittels Lockstockmethode, Haarproben und Fotofalle konnte die Existenz dieser Tierart durch die untere Naturschutzbeh\u00f6rde mehrfach best\u00e4tigt werden.<\/p>\n<p>Neben B\u00e4r und Wolf ist der Luchs das gr\u00f6\u00dfte Raubtier in Europa. Als vermeintlicher Beutekonkurrent des Menschen war er scharfer Verfolgung ausgesetzt. Typisch f\u00fcr den Luchs sind die Pinselohren, der breite rundliche Kopf, ein ausgepr\u00e4gter Backenbart sowie der sehr kurze Schwanz. Der Luchs lebt als Einzelg\u00e4nger, der vor allem in der D\u00e4mmerung und nachts jagt. Am h\u00e4ufigsten werden Rehe geschlagen. Um als \u00dcberraschungsj\u00e4ger einen angemessenen Jagderfolg sicherzustellen, ist er darauf angewiesen, immer wieder sein Revier zu wechseln. Durch Wiederansiedlungsprojekte kommt es mittlerweile zu einer Ausbreitung der Population in Deutschland. Immer wieder werden auch in Osthessen einzelne Exemplare beobachtet, jedoch d\u00fcrfte es sich dabei um durchwandernde Luchse handeln.<\/p>\n<p>Beide Tierarten, Wildkatze und Luchs, sind aufgrund der Siedlungsdichte und des Verkehrsaufkommens vielerlei Gefahren ausgesetzt. Deshalb sollte bei der Neuplanung von Infrastruktureinrichtungen die Zerschneidung von Lebensr\u00e4umen vermieden werden. Gr\u00fcnbr\u00fccken und Querungshilfen stellen wichtige Elemente dar, um die \u00dcberlebenschancen dieser Tierarten und anderer Wildtiere zu verbessern. J\u00f6rg Burkard: \u201eWenn sich Wildkatze und Luchs m\u00f6glicherweise auch nicht dauerhaft hier ansiedeln k\u00f6nnen, so muss es doch das Ziel sein, den osthessischen Raum als regelm\u00e4\u00dfigen Wanderkorridor zu erhalten und zu optimieren.\u201c Beobachtungen von Wildkatzen und Luchsen (auch Totfunde) bei der unteren Naturschutzbeh\u00f6rde des Landkreises Fulda, Telefon 0661\/6006-470, gemeldet werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Wildkatze und Luchs galten im Landkreis Fulda als ausgestorben. In letzter Zeit mehren sich jedoch die Anzeichen, dass beide Tierarten in die Region zur\u00fcckgekehrt sind. So konnte am 30. August im Michelsrombacher Wald ein Luchs beobachtet werden. Weniger Gl\u00fcck hatte Anfang Oktober eine Wildkatze, die bei Marbach von einem Zug \u00fcberfahren wurde. 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