{"id":75144,"date":"2010-11-09T01:57:23","date_gmt":"2010-11-09T00:57:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=75144"},"modified":"2010-11-09T07:57:40","modified_gmt":"2010-11-09T06:57:40","slug":"geschichtswerkstatt-verbannt-und-ohne-heimat-deutsche-auswanderer-in-russland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=75144","title":{"rendered":"Geschichtswerkstatt: &#8220;Verbannt und ohne Heimat &#8211; Deutsche Auswanderer in Russland&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/101108_Verbannt.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-75146\" title=\"101108_Verbannt\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/101108_Verbannt-265x385.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"385\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/101108_Verbannt-265x385.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/11\/101108_Verbannt.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>B\u00fcdingen. <\/strong>Die Familien- und Lebensgeschichte Maria Reicherts, die sie f\u00fcr ihre Kinder und Kindeskinder aufgeschrieben hatte, sind ihre &#8211; sehr pers\u00f6nlichen &#8211; Erinnerungen an das Leben in der ehemaligen Sowjetunion und die Geschichten, die \u00fcber Generationen weitergegeben wurden. Diese nun bei der Geschichtswerkstatt B\u00fcdingen ver\u00f6ffentlichten Erinnerungen sind exemplarisch f\u00fcr den Lebensweg vieler Deutschen ihrer Generation aus dem Gebiet der unteren Wolga. Maria Reicherts Vorfahren wanderten Ende des 18. Jahrhunderts aus B\u00fcdingen an die untere Wolga aus. Sie geh\u00f6rte zu einer Generation, in der noch deutschst\u00e4mmige Hochzeiten und Nachbarschaften \u00fcblich waren. Ihre eigenen Erinnerungen beginnen mit der Flucht ihrer Familie vor politischer Verfolgung durch die sowjetischen Machthaber.<!--more--><\/p>\n<p>1941 wurden sie in das Altai-Gebiet ausgesiedelt, zwei Jahre sp\u00e4ter kam sie als siebzehnj\u00e4hrige f\u00fcr vier Jahre in das Arbeitslager Suchobeswodnaja. In den Gulags herrschten zum Teil unmenschliche Bedingungen. Die Gefangenen, darunter auch viele Kinder,\u00c2\u00a0 wurden der Kommandantur unterstellt und zu rechtlosen Arbeitssklaven gemacht. Sie mussten in eisiger K\u00e4lte beim Gleisbau, in Minen, im Steinabbau und als Holzf\u00e4ller arbeiten. Hunderttausende der Internierten starben w\u00e4hrend der jahrelangen Strafgefangenschaft aufgrund harter Klima- und Arbeitsbedingungen, Mangelern\u00e4hrung und fehlender medizinischer Hilfe oder sie wurden erschossen.<\/p>\n<p>Maria Reichert schrieb \u00fcber die Erlebnisse im Lager und ihre R\u00fcckkehr zum Rest der Familie. Die Familien in der SondersiedlungRubzowsk lebten in \u00e4rmlichsten Verh\u00e4ltnissen, hatten weder feste Behausungen, noch Kleidung oder genug zu essen, doch ihr Elend sollte noch gr\u00f6\u00dfer werden. Der Bruder wurde deportiert, sie lebte wieder in einem Gulag, Krankheiten und Tod trafen die Familie.<\/p>\n<p>Sie zog mit ihren Kindern umher, auf der Suche noch einem menschenw\u00fcrdigen Dasein ohne Hunger und Diskriminierung. Eindringlich schilderte sie ihren Weg von Sibirien \u00fcber Kasachstan nach Lettland, von wo sie &#8211; nach vierj\u00e4hrigem Kampf mit den Beh\u00f6rden &#8211; nach Deutschland ausreisen durfte. Das Buch ist bei den B\u00fcdingen Verkaufsstellen und der Geschichtswerkstatt unter Tel. 06042-952334 und Email joachim.cott@t-online.de erh\u00e4ltlich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>B\u00fcdingen. Die Familien- und Lebensgeschichte Maria Reicherts, die sie f\u00fcr ihre Kinder und Kindeskinder aufgeschrieben hatte, sind ihre &#8211; sehr pers\u00f6nlichen &#8211; Erinnerungen an das Leben in der ehemaligen Sowjetunion und die Geschichten, die \u00fcber Generationen weitergegeben wurden. 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