{"id":7488,"date":"2008-01-17T21:19:20","date_gmt":"2008-01-17T20:19:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=7488"},"modified":"2008-01-19T21:19:49","modified_gmt":"2008-01-19T20:19:49","slug":"aufnahme-unter-kandidaten-fuer-diakonat-und-priesteramt-durch-weihbischof-diez","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=7488","title":{"rendered":"Aufnahme unter Kandidaten f\u00fcr Diakonat und Priesteramt durch Weihbischof Diez"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda.<\/strong> In seiner Ansprache bei der Eucharistiefeier zur Aufnahme von Kandidaten f\u00fcr Diakonat und Presbyterat am Montag, 14. Januar, in der Krypta des Fuldaer Domes (Bonifatiusgruft) hat Weihbischof Prof. Dr. Karlheinz Diez diese dazu aufgerufen, sich das gro\u00dfe Vorbild des heiligen Bonifatius vor Augen zu stellen und vertrauensvoll ihr \u201eHier bin ich\u201c vor Gott zu sprechen. Der Weihbischof verwies auf die Darstellung der Auferstehung des Heiligen aus dem Grabe in der Krypta und nahm Bezug auf die H\u00e4nde des Heiligen, die deshalb nicht leer seien, \u201eweil er sich selbst ganz hingegeben hat bis zur Hingabe seines Lebens und wei\u00df, da\u00df er alles, was er hat, Gott verdankt.\u201c<!--more--><\/p>\n<p>Zu Beginn seiner Predigt hatte Diez im Hinblick auf Moses vor dem Dornbusch hervorgehoben, da\u00df am Anfang Gott den Einzelnen beim Namen rufe und dieser dann \u201eHier bin ich\u201c antworte. \u201eDas ist eine Botschaft des Judentums und des Christentums von Gott, die von grundlegender Bedeutung ist.\u201c Gott kennen den Einzelnen bei seinem Namen und in seiner Einzigartigkeit, so auch bei der Admissio, die \u00fcbersetzt Zulassung hei\u00dfe, d. h.: \u201eIch lasse es zu, da\u00df Gott an mir handelt\u201c.<\/p>\n<p>Es sei die Frage, was man brauche, wenn Gott einen beim Namen rufe, worauf ein Wort aus dem Buch Exodus Antwort gebe: \u201eMan soll vor mir nicht mit leeren H\u00e4nden erscheinen\u201c. Andererseits liebe Gott die leeren H\u00e4nde, wie es in einem Gedicht von Werner Bergengruen zum Ausdruck komme. Die leeren H\u00e4nde setzte der Weihbischof sodann zum Hergeben, zum Schenken in Beziehung, das nicht \u00e4rmer mache, sondern erf\u00fcllend sei.<\/p>\n<p>Wenn die Kandidaten ihr \u201eHier bin ich\u201c spr\u00e4chen und sich selbst hing\u00e4ben, dann h\u00e4tten sie keine leeren, sondern empfangende H\u00e4nde. \u201eEuer \u00e2\u20ac\u0161Hier bin ich\u00e2\u20ac\u2122 hat eine Entsprechung auf der Seite Gottes.\u201c Denn auch Moses habe von Gott eine Antwort erhalten: \u201eIch bin der Ich-bin-da\u201c. W\u00e4re man auf sich allein gestellt, so stie\u00dfe man rasch an die eigenen Grenzen und k\u00e4me nicht weiter. Doch Gott sei auch f\u00fcr denjenigen der, der f\u00fcr Ihn dasein wolle.<\/p>\n<p>Bei der Admissio komme es indes nicht allein auf die eigene Bereitschaft der Kandidaten, sondern auch auf die Zustimmung der Kirche an, stellte Weihbischof Diez heraus. Als Weihbischof werde er ihren Entschlu\u00df im Namen der Kirche entgegennehmen, nachdem sie sich bereit erkl\u00e4rt h\u00e4tten, die \u201egeistige und geistliche Vorbereitung fortzusetzen\u201c und einmal \u201eChristus und seiner Kirche in Treue zu dienen\u201c. In aller \u00d6ffentlichkeit werde klargestellt, da\u00df die Bereitschaft der Kirche, die Kandidaten in Dienst zunehmen, auf deren Bereitschaft beruhe, den Dienst zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Diez w\u00fcnschte den Kandidaten \u201eheilige Leidenschaft\u201c f\u00fcr ihren Dienst. Damit sei nicht nur eine brennende Leidenschaft, sondern auch eine sp\u00fcrbare Begeisterung gemeint, ebenso wie innere Zuneigung und stille Freude. Da Gottes Ruf das Herz treffe, m\u00fcsse die Antwort auch aus dem Herzen kommen. Wenn Gottes Geist die Zunge mit \u201eheiliger Leidenschaft\u201c erf\u00fclle, l\u00f6se sie sich zum Lobpreis Gottes. Die heilige Leidenschaft erf\u00fclle die Sinne, so da\u00df sich die \u201eAugen des Herzens\u201c \u00f6ffneten und man die Welt und die Mitmenschen im Lichte Gottes sehe, gab der Weihbischof zu bedenken.<\/p>\n<p>Die Ohren \u00f6ffneten sich f\u00fcr den Anruf Gottes und die Anliegen der Menschen. Dabei brauche es nach der hl. Hildegard von Bingen die \u201eNase der Unterscheidung\u201c, also die so wichtige Gabe der Unterscheidung der Geister. Die Leidenschaft f\u00fcr Gott lebe aber auch aus dem Geschmack an Gott. Gegen Lustlosigkeit schlie\u00dflich gebe die heilige Leidenschaft Kraft und Mut zum Leben, \u201eweil sie dem Leben einen tieferen Sinn gibt\u201c.<\/p>\n<p>Im Rahmen der Eucharistiefeier wurden die Theologiestudenten Martin Fischer (Petersberg) und Robert Vukovic (Maintal-D\u00f6rnigheim) sowie Anaclet Mukombo Kayuka (Kintobongo, Bistum Kamina, Kongo) unter die Kandidaten f\u00fcr Diakonat und Presbyterat aufgenommen. Ferner wurden sieben M\u00e4nner unter die Kandidaten f\u00fcr den St\u00e4ndigen Diakonat aufgenommen. Es sind dies Stefan Bildh\u00e4user (Fulda-Edelzell), Robert K\u00fcmmel (Freigericht-Somborn), Zlatko Mihajlov (Baunatal), Rainer Schauberger (Frankfurt), Bernhard Schindler (Petersberg-Margretenhaun), Michael Schuchert (Dermbach) und Stefan Wick (Fulda).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. In seiner Ansprache bei der Eucharistiefeier zur Aufnahme von Kandidaten f\u00fcr Diakonat und Presbyterat am Montag, 14. 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