{"id":7406,"date":"2008-01-16T00:28:59","date_gmt":"2008-01-15T23:28:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=7406"},"modified":"2008-01-16T13:49:55","modified_gmt":"2008-01-16T12:49:55","slug":"gute-herzmedizin-in-fulda-ein-bundesweiter-vergleich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=7406","title":{"rendered":"Gute Herzmedizin in Fulda &#8211;  ein bundesweiter Vergleich"},"content":{"rendered":"<p><strong><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/080115_herzkatheterlabor_13.jpg\" title=\"080115_herzkatheterlabor_13.jpg\"><img decoding=\"async\" align=\"left\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/080115_herzkatheterlabor_13.thumbnail.jpg\" hspace=\"5\" alt=\"080115_herzkatheterlabor_13.jpg\" \/><\/a>Fulda.<\/strong> In Hessen und innerhalb Hessens, besonders im Landkreis Fulda, leben Patienten mit Herzkrankheiten l\u00e4nger und werden besser versorgt als in den meisten anderen Regionen in Deutschland. Das geht aus dem j\u00e4hrlichen \u201eBruckenberger-Bericht\u201c und einem Vortrag von Dr. Ernst Bruckenberger w\u00e4hrend einer Tagung im Klinikum Fulda hervor. Verglichen wurde dabei die so genannte altersbereinigte Sterbeziffer, die Aussagen gelten also f\u00fcr alle Altersgruppen, in denen diese Krankheiten h\u00e4ufig vorkommen.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Gute Zahlen bei der Sterblichkeit an Herzkrankheiten<\/strong><\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/080116_karten_04.jpg\" title=\"080116_karten_04.jpg\"><img decoding=\"async\" align=\"left\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/080116_karten_04.thumbnail.jpg\" hspace=\"5\" alt=\"080116_karten_04.jpg\" \/><\/a>Der Vorsprung in Hessen wird besonders deutlich beim \u00dcberleben des akuten Herzinfarkts. Im Vergleich der Bundesl\u00e4nder liegt diese Sterbeziffer im hessischen Durchschnitt 18% unter dem Bundesdurchschnitt. Hessen liegt damit f\u00fcr diese Behandlung bei den Fl\u00e4chenstaaten (f\u00fcr Stadtstaaten gelten andere Bedingungen) an zweitbester Stelle. Auch bei anderen Herzkrankheiten sind die Sterbeziffern in Hessen besonders niedrig.<\/p>\n<p>Innerhalb Hessens hat Fulda &#8211; zusammen mit der Stadtregion Frankfurt &#8211; die niedrigste Sterblichkeit an akutem Herzinfarkt in Hessen (35% bzw. 36% unter dem Bundesdurchschnitt). Hierf\u00fcr wurden die 26 kreisfreie St\u00e4dte und Landkreise Hessens mit dem Bundesdurchschnitt verglichen.<\/p>\n<p>Bei der allgemeinen Herzinsuffizienz ist die Region Fulda erneut besser als andere Regionen. Die Sterblichkeit liegt in Fulda 17% unter dem Bundesdurchschnitt und in Hessen an 4. Stelle (hinter Frankfurt, Main-Taunus-Kreis und Limburg). Auch bei der\u00c2\u00a0chronischen Koronaren Herzkrankheit liegt die Sterblichkeit in der Region Fulda 8% besser als der Bundesdurchschnitt und damit deutlich unter der Sterblichkeit in den meisten anderen Regionen.<\/p>\n<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/080116_karten_01.jpg\" title=\"080116_karten_01.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/080116_karten_01.thumbnail.jpg\" alt=\"080116_karten_01.jpg\" \/><\/a>\u00c2\u00a0<a rel=\"lightbox[roadtrip]\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/080116_karten_02.jpg\" title=\"080116_karten_02.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/080116_karten_02.thumbnail.jpg\" alt=\"080116_karten_02.jpg\" \/><\/a>\u00c2\u00a0<a rel=\"lightbox[roadtrip]\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/080116_karten_03.jpg\" title=\"080116_karten_03.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2008\/01\/080116_karten_03.thumbnail.jpg\" alt=\"080116_karten_03.jpg\" \/><\/a><\/p>\n<p>Wenn man diese Zahlen zusammenfasst, hat Fulda die geringste Sterblichkeit an h\u00e4ufigen Herzkrankheiten aller Landregionen in Hessen und liegt in Hessen an 4. Stelle (hinter den Stadtregionen des Raums Frankfurt mit besonderen Bedingungen) und, da Hessen insgesamt schon gut ist, an einem der besten Pl\u00e4tze im Bundesgebiet. \u201eWir freuen uns, dass die Sterblichkeit an Herzkrankheiten im Kreis Fulda damit\u00c2\u00a0 eine der niedrigsten im Bundesdurchschnitt ist und dass offensichtlich die Behandlung der\u00c2\u00a0Herzkrankheiten \u00fcberdurchschnittlich gut ist\u201c, erl\u00e4utert Prof. Dr. Tassilo Bonzel, Direktor der Medizinischen Klinik I am Klinikum Fulda.<\/p>\n<p><strong>Gute Leistungen als Ursachen f\u00fcr gute Zahlen<\/strong><\/p>\n<p>Worin liegen die Ursachen f\u00fcr die guten Zahlen? Die St\u00e4rken in der Behandlung von Herzkrankheiten sind leicht erkennbar. Die Kardiologie im Landkreis st\u00fctzt sich auf ein hochleistungsf\u00e4higes Herzzentrum im Klinikum Fulda (mit Weiterbildungsfunktion), eine traditionell gute Zusammenarbeit mit den kompetenten umliegenden Krankenh\u00e4usern, ein strukturiertes Notarzt- und Rettungssystem und ein Netz von gut ausgebildeten und qualifizierten niedergelassenen Haus\u00e4rzten, Internisten und Kardiologen.<\/p>\n<p>Die Medizinische Klinik I am Klinikum Fulda ist f\u00fcr die Kardiologie und damit f\u00fcr die Behandlung akuter Herz- und Kreislaufkrankheiten vorrangig verantwortlich. Prof. Dr. Tassilo Bonzel hat die Leistungsf\u00e4higkeit der Kardiologie seit 1988 systematisch strukturiert und ausgebaut.<\/p>\n<p>Ein stabiles Team aus Ober\u00e4rzten beherrscht die gesamte Kardiologie einschlie\u00dflich komplizierter Herzkathetereingriffe und\u00c2\u00a0 lebenserhaltender Schrittmachersysteme und stellt die lebensrettende Versorgung akut erkrankter Patienten rund um die Uhr sicher. Jeder Facharzt widmet sich einer der kardiologischen Subspezialit\u00e4ten, die hohes technisches Know how erfordern, so dass das Team zusammen ein weit \u00fcber durchschnittliches jederzeit hochaktuelles fachliches Niveau erreicht. Durch eine moderne effektive Organisationsstruktur (u.a. Case management, Behandlungspfade) werden die vorhandenen M\u00f6glichkeiten optimal genutzt, z.B: erh\u00e4lt jeder Patient bei der Entlassung einen vollst\u00e4ndigen Arztbrief mit allen fallbezogenen und weiterf\u00fchrenden Informationen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Patienten,\u00c2\u00a0 bei denen eine Herzoperation in Frage kommt, wird das individuell beste Vorgehen in regelm\u00e4\u00dfigen\u00c2\u00a0 fallbezogenen Konferenzen mit den Herzchirurgen besprochen. Seit Anfang 2007 ist Priv.-Doz. Dr. Hilmar D\u00f6rge, Direktor der Klinik f\u00fcr Herz- und Thoraxchirurgie zust\u00e4ndig f\u00fcr die Herzchirurgie und hat den Qualit\u00e4tsstandard mit verfeinerten Techniken bereits wesentlich verbessert und neue Verfahren eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Bonzel und D\u00f6rge sind sich einig, dass gerade in schwierigen Situationen mit \u00e4lter werdenden Patienten die beste Behandlung fach\u00fcbergreifend\u00c2\u00a0 ermittelt werden muss. Im gesamten Behandlungsverlauf werden besonders h\u00e4ufig die Internistischen Fachbereiche Medizinischen Klinik I und II sowie die Neurologie zur Mitbeurteilung herangezogen.<\/p>\n<p>Gerade bei Herzkatheteruntersuchungen, die nur im Klinikum Fulda und h\u00e4ufig notfallm\u00e4\u00dfig durchgef\u00fchrt werden, besteht eine enge gut eingespielte Kooperation besonders mit dem Herz-Jesu-Krankenhaus und den Krankenh\u00e4usern in H\u00fcnfeld, Schl\u00fcchtern und Lauterbach.<\/p>\n<p>Aber es sind noch mehr Faktoren f\u00fcr den Erfolg verantwortlich. Voraussetzung f\u00fcr alle Akuterfolge ist das am Klinikum und in der Region etablierte Notarzt- und Rettungssystem, welches eine nahtlose \u00dcberleitung des prim\u00e4r versorgten Herzpatienten \u00fcber die Notaufnahme in die Intensivstation oder bei akutem Herzinfarkt ohne Verz\u00f6gerung ins Herzkatheterlabor erm\u00f6glicht. Das Rettungssystem wird von der Klinik f\u00fcr An\u00e4sthesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin mit Hilfe der Fuldaer Feuerwehr organisiert.<\/p>\n<p>Zur vorbeugenden und chronischen Behandlung tr\u00e4gt in Fulda ein Netz aus qualifizierten Haus\u00e4rzten, niedergelassenen Internisten und Kardiologen bei, von denen viele in den Medizinischen Kliniken einschlie\u00dflich Kardiologie ausgebildet wurden und die als Partner z.B. von der schnellen Information durch Arztbriefe profitieren. Kontinuierliche gemeinsame Fortbildungen aller beteiligten \u00c4rzte sichern zudem den aktuellen Wissensstand, der sich gerade in der Kardiologie schnell ver\u00e4ndert<\/p>\n<p>Einen wichtigen Beitrag f\u00fcr die Herzgesundheit leisten auch die in Fulda besonders gut entwickelten\u00c2\u00a0 Koronarsportgruppen, von denen vier Sportgruppen von \u00c4rzten des Klinikums betreut werden. Der hohe Ausbau in der Region ist Herrmann M\u00fcller, Pr\u00e4sident des Hessischen Behinderten und Rehabilitationssportverbandes (HBRS e.V.) zu verdanken. Hessen hat mit 15,6 Gruppen pro 100.000 Einwohner die h\u00f6chste Zahl von Koronarsportgruppen aller Bundesl\u00e4nder (Durchschnitt 8,0).<\/p>\n<p>Damit werden in unserer Region seit \u00fcber zwei Jahrzehnten die Forderungen der Fachgesellschaften, insbesondere der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Kardiologie \u2013 Herz-Keislaufforschung optimal erf\u00fcllt.<\/p>\n<p>Zu \u00fcberlegen w\u00e4re, ob auch die gesunde Umwelt in Fulda, mit zahlreichen M\u00f6glichkeiten zum Wandern und zu sportlichen Aktivit\u00e4ten zur niedrigen Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Krankheiten beigetragen haben. Ein hohes Gesundheitsbewusstsein wird\u00c2\u00a0 zweifellos auch durch eine Lebensmittelkette mit einem Schwerpunkt bei biologischen Produkten und durch ein \u201eBegehbaren Herzens\u201c in der Kinder-Akademie Fulda unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Man hat festgestellt, dass zur Verbesserung der Gesundheit von Herz und Gef\u00e4\u00dfen zur H\u00e4lfte medizinische Ma\u00dfnahmen und zur H\u00e4lfte ein gesunder Lebensstil beitragen, den viele Menschen aber noch nicht nutzen. Vielleicht ist das in Fulda besser.<\/p>\n<p>Insgesamt tragen also viele Faktoren zum guten Ergebnis der Herzmedizin in der Region Fulda bei. Mit den neuen Daten, die in dieser Form erstmalig ver\u00f6ffentlicht werden, kann jetzt gezeigt werden, dass sich ein Engagement, das sich auf medizinische Leistung und Kooperation aller Partner ausrichtet, f\u00fcr unsere Patienten lohnt.<\/p>\n<p>Es ist davon auszugehen, dass Dr. Bruckenberger jedes Jahr seinen Vergleich der Regionen ver\u00f6ffentlicht und weiterentwickelt. \u201eWir sollten alles tun, um alle gemeinsam unseren Patienten mit Herzkrankheiten in der Region Fulda ein langes Leben zu sichern und die guten Ergebnisse der Region zu bewahren\u201c, so Bonzel.<\/p>\n<p><strong>Hintergrundinformation zum Herzbericht 2006\/Bruckenbergerbericht<\/strong><\/p>\n<p>Die Daten entstammen dem Bruckenberger Bericht, der j\u00e4hrlich von Dr. Ernst Bruckenberger, Ministerialrat a.D. im Nieders\u00e4chsischen Sozialministerium, herausgegeben wird und einem k\u00fcrzlich\u00c2\u00a0 von Dr. Bruckenberger im Klinikum Fulda gehaltenen Vortrag. Der Bericht \u00fcber das Jahr 2006 enth\u00e4lt zum ersten Mal einen Vergleich f\u00fcr die Sterblichkeit an h\u00e4ufigen Herzkrankheiten nach Bundesl\u00e4ndern und Regionen, also in Abh\u00e4ngigkeit vom Wohnort des Patienten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. In Hessen und innerhalb Hessens, besonders im Landkreis Fulda, leben Patienten mit Herzkrankheiten l\u00e4nger und werden besser versorgt als in den meisten anderen Regionen in Deutschland. Das geht aus dem j\u00e4hrlichen \u201eBruckenberger-Bericht\u201c und einem Vortrag von Dr. Ernst Bruckenberger w\u00e4hrend einer Tagung im Klinikum Fulda hervor. 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