{"id":7177,"date":"2007-12-24T11:30:39","date_gmt":"2007-12-24T10:30:39","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=7177"},"modified":"2007-12-24T11:30:39","modified_gmt":"2007-12-24T10:30:39","slug":"an-die-denken-deren-lebensweg-weniger-gut-verlaufen-ist-weihnachtsgruss-von-landrat-bernd-woide","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=7177","title":{"rendered":"&#8220;An die denken, deren Lebensweg weniger gut verlaufen ist&#8221; &#8211; Weihnachtsgru\u00df von Landrat Bernd Woide"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda.<\/strong> In der Hektik des Alltagsgeschehens scheint die Zeit wie im Flug zu vergehen. Wieder neigt sich ein Jahr seinem Ende zu. Es brachte f\u00fcr jeden in unterschiedlichem Ausma\u00df H\u00f6hen und Tiefen. Wenn Stress und Gesch\u00e4ftigkeit der Wochen vor Weihnachten hinter uns liegen, sollten wir die stillen Tage zwischen den Jahren nutzen, um inne zu halten und pers\u00f6nliche Bilanz zu ziehen. Vielleicht werden wir dann zur Erkenntnis gelangen, dass es wesentlichere Dinge im Leben als das Streben nach Konsum und Kommerz gibt.<!--more--><\/p>\n<p>Gerade das Weihnachtsfest hat in der heutigen Wohlstandsgesellschaft viel von seiner urspr\u00fcnglichen Bedeutung verloren. Dies soll keine Absage an Geschenke und Lichterglanz darstellen. Diese Bestandteile geh\u00f6ren untrennbar zur Feier im Familienkreis. Sie d\u00fcrfen jedoch nicht zum Selbstzweck werden, sondern weisen auf einen tiefer liegenden Sinn hin. Denn f\u00fcr uns Christen ist Weihnachten ein Fest der Liebe. Gott schenkt sich in seinem Sohn den Menschen und l\u00e4sst sie dadurch am Heilsgeschehen teilhaben.<\/p>\n<p>Mit bedauerndem Unterton m\u00fcssen wir zur Kenntnis nehmen, dass dieses Fest in dem Ma\u00df seinen Zauber verliert, wie aus kleinen Kindern gro\u00dfe Leute werden. Der naive Wunderglauben und die F\u00e4higkeit zum Stauen \u00fcber Dinge, die uns Erwachsenen selbstverst\u00e4ndlich erscheinen und mit den Mitteln des Verstandes nur unzureichend fassbar sind, gehen allzu schnell verloren. Das Leben hinterl\u00e4sst schon bald seine Spuren. Fast zwangsl\u00e4ufig stellt sich die wehm\u00fctige Frage, wo die kindliche Freude geblieben ist.<\/p>\n<p>Eine M\u00f6glichkeit, das Fest mit neuem Inhalt zu f\u00fcllen, ist der Versuch, diejenigen mit einzubeziehen, die auf der Schattenseite stehen. Nicht selten beginnt menschliche Not schon in der unmittelbaren Nachbarschaft. Auch f\u00fcr die Bereitschaft zum Frieden und zur Vers\u00f6hnung gibt es gen\u00fcgend Bet\u00e4tigungsfelder bis in den eigenen Verwandten- und Bekanntenkreis hinein. Dann besteht auch die begr\u00fcndete Hoffnung, dass etwas von der Begeisterung vergangener Tage abf\u00e4rbt, und wir uns nicht nur am \u00e4u\u00dferen Schein erfreuen.<\/p>\n<p>Auch wenn die \u00fcberwiegende Mehrzahl der Menschen im Landkreis Fulda mit Optimismus und Zuversicht in die Zukunft schauen kann, haben wir eine Verpflichtung denjenigen gegen\u00fcber, deren Lebensweg weniger positiv verlaufen ist. Die menschliche W\u00e4rme und der soziale Zusammenhalt machen den Charme der Region aus. Etwas von der optimistischen Grundstimmung, die das allgemeine Lebensgef\u00fchl pr\u00e4gt, muss \u00fcberspringen. Erst dann wird daraus eine wahre Erfolgsgeschichte, die nicht an der Oberfl\u00e4che bleibt.<\/p>\n<p>Der Landkreis Fulda befindet sich auf gutem Weg. Die Weichen sind in die richtige Richtung gestellt. Auch wenn wir wissen, dass Geld nicht alles ist, erf\u00fcllt uns die Kehrtwende bei den Kreisfinanzen mit besonderem Stolz, nachdem es im kommenden Haushaltsjahr gelingen d\u00fcrfte, s\u00e4mtliche Fehlbetr\u00e4ge aus den Vorjahren abzubauen. Dies er\u00f6ffnet finanzielle Spielr\u00e4ume f\u00fcr neue Aufgaben und zus\u00e4tzliche Anstrengungen in den Bereichen Bildung, Infrastruktur und Arbeitsmarkt als den entscheidenden Zukunftsfaktoren.<\/p>\n<p>Die Region hat sich zu einem beliebten Wohn- und Arbeitsstandort mit hoher Lebensqualit\u00e4t entwickelt. Vor dem Hintergrund der Herausforderungen des demografischen Wandels sollten wir uns jedoch nicht mit dem Erreichten zufrieden geben. Um den Landkreis Fulda zum Wohle der Menschen weiter voranzubringen, seine Potentiale voll auszusch\u00f6pfen und im Wettstreit der Regionen die Nase vorne zu behalten, m\u00fcssen Attraktivit\u00e4t und Angebote im gemeinschaftlichen Zusammenwirken st\u00e4ndig weiter verbessert werden.<\/p>\n<p>Hierf\u00fcr m\u00f6chte ich alle Kreisbewohner um ihre Unterst\u00fctzung bitten. Jeder verf\u00fcgt \u00fcber spezifische F\u00e4higkeiten und Begabungen, die er einbringen kann. Im Gegensatz zu anderen l\u00e4ndlichen Regionen, aus denen die Menschen wegziehen, ist der Landkreis Fulda gut aufgestellt. Gemeinsames Ziel muss es sein, unsere St\u00e4dte und Gemeinden als lebens- und liebenswerte Heimat weiter zu entwickeln. Die Perspektiven sind g\u00fcnstig, wenn wir am Bew\u00e4hrten festhalten und uns gleichzeitig offen f\u00fcr notwendigen Ver\u00e4nderungen zeigen.<\/p>\n<p>Mit den besten W\u00fcnschen f\u00fcr ein besinnliches Weihnachtsfest und ein gl\u00fcckliches Jahr 2008<\/p>\n<p>Woide<br \/>\nLandrat<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. In der Hektik des Alltagsgeschehens scheint die Zeit wie im Flug zu vergehen. Wieder neigt sich ein Jahr seinem Ende zu. Es brachte f\u00fcr jeden in unterschiedlichem Ausma\u00df H\u00f6hen und Tiefen. 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